Keine Bange

Keine Bange. Ich bin noch da. Stecke bis zum Ar***gesicht in Arbeit. An manchen Tagen denke ich, das wird nie wieder gut. Und doch … Heute habe ich tatsächlich meine Mailbox fast leer bekommen. Fast. Immerhin. So weit war ich schon lange nicht mehr.

Und morgen … Das E-Book von letztens muss noch mal überarbeitet werden. Legt wirklich jemand Wert auf Illustrationen in E-Books? Dann ein Probelektorat. Und dann ein Korrektorat, eines von zweien. Es flutscht. Es wird doch alles gut.

Tagwerk 3/11

Seltsam. Manche Dinge sind seltsam.

Da habe ich mich heute mit alten Kamellen beschäftigt. Vormittags. Siehe den vorherigen Beitrag. Nachmittags habe ich dann das E-Book, die Auftragsarbeit, repariert. Eines der enthaltenen Bilder entpuppte sich als richtig miese Zicke, ein Miststück sondergleichen. Mehrere Versuche, das mit einfachen Mitteln zu beheben, schlugen fehl. Am Ende habe ich es neu abgespeichert, erst JPG >> TIF, dann TIF >> PNG und dann wieder PNG >> JPG – und auf einmal klappte es. Rotzding, rotziges!

Und danach flutschte es in Sachen Band 2 der »Welten der SF«, die Jörg Weigand gewidmet sind. Die Storyauswahl oblag Frank Gerigk, der als Herausgeber der Reihe firmiert, und dass es diesmal eine Auswahl ist – und nicht wie bei Rainer Erler das gesamte Schaffenswerk –, liegt vor allem an Jörg Weigands immensem Schreibausstoß im Laufe der Zeit. Aber gut – auch eine Auswahl hat etwas für sich, und Franks Geschmack hat hier Gutes zusammengestellt. Die Texte sind jetzt jedenfalls bereit fürs Layout.

Und den Abschluss bildete der Beginn der Arbeiten an einem besonderen Buch, zu dem ich hier noch nichts verraten darf. Geheimsache.

Was ich heute eigentlich machen wollte, habe ich wieder nicht geschafft. Aber so ist das Leben. So ist mein Leben. Seltsam. Manchmal.

Umgenietet

Es gibt ja viele Dinge, mit denen man nicht einverstanden sein kann. Deutschland ist voll davon. Und Deutschland ist voll von Menschen, die immer was finden. Ich nehme mich da nicht aus.

Ich kann Jäger nicht leiden. Es mag sicher welche geben, die eine ordentliche Arbeit machen und dabei auch einen vorhandenen Grips anstrengen und dessen Erkenntnisse umsetzen. Die meisten, die ich kenne, halte ich für Arschlöcher. Nicht nur, aber natürlich auch, weil so ein Penner mal auf mich und meine beiden – mit neonfarbenen Biotane-Leinen angeleinten – Hunde geschossen hat. Allein die Behauptung, Jäger seien für den Erhalt der Natur wichtig, halte ich für bei den Haaren herbeigezogen. Als es die industriell veranstaltete, institutionalisierte Jagd noch nicht gab, ging es der Natur eindeutig besser. Bestes Beispiel: Füchse. Es ist sittsam bekannt, dass der größte Teil der Jägerschaft einfach nicht kapiert, dass Füchse umso mehr Nachwuchs bekommen, je mehr ihr Bestand dezimiert wird. Ergo: Statt dass die Jäger die Füchse in Ruhe lassen (und Hühnerhaltern vielleicht beibringen, wie sie ihr Federvieh effektiv vorm Reineke schützen), erschießen sie sie reihenweise und verpesten die Natur mit ihrer umweltschädigenden Drecksmunition.

Nun gut. Für ein militantes Gegnertum Jägern gegenüber habe ich keine Zeit. Brauche ich auch nicht. Es gibt offensichtlich andere Leute, die sich darum kümmern. Wie die, die diese Jagdsitze umgenietet haben. Ist schon Jahre her. Das war in der Nähe von Westried, wo ich damals lebte. Wo genau die Jagdsitze standen bzw. lagen, weiß ich nicht mehr; irgendwo hier.

Die Aufnahmen sind aus 2016, Spätsommer, Frühherbst. Mir hat’s jedenfalls gefallen.

Jeden Tag ein Buch ist noch kein Tagebuch

Aber ich habe lange nicht zusammengefasst, worum es hier in Winnert gegangen ist, worum es geht. Während die Welt die Schotten dichtmacht – wenn man denen glaubt, deren Schotten im Kopf längst dicht sind –, spüre ich nach wie vor nichts von allem. Die Masken, gut. Aber an die gewöhnt man sich so schnell, trotz all der Unbilden: Brillennebel (auch so eine idiotische Wortneuschöpfung, immerhin eine deutsche), das Bartjucken, die Atemfeuchtigkeit zwischen den Barthaaren. Während also die Welt … scheiß drauf.

Was also war zuletzt?

  • »Kindergefängnis …« und »Himmel und Erde« sind durch. Norbert Stöbes »Kleiner Drache« im Grunde auch. Von »Kindergefängnis« und vom »Kleinen Drache« liegen hier die Andrucke zur Durchsicht und ggf. Freigabe. »Himmel und Erde« kommt wohl morgen.
  • Die letzten Tage war ich mit einem Auftrag beschäftigt. Eine Fantasygeschichte mit einem nicht zu übersehenden Bezug zur Realität: Es geht um Dämonen und Menschen, um Mutter Natur und Wälder, um Blaue Feuer, die die Wälder vernichten. Eine sehr schöne Geschichte, an deren Lektorat ich vielleicht noch ein wenig zu verbessern gewusst hätte. Eigentlich sollte ich nur das E-Book bauen, dann stellte sich aber heraus, dass das erste Korrektorat offensichtlich schiefgegangen ist. Jedenfalls durfte ich das dann auch noch machen. Dann das E-Book und die Eingabe der Korrekturen in die InDesign-Vorlage für die Druckversion. Meine erste Arbeit mit InDesign, das ich mir extra dafür angeschafft habe (Kosten: 20 Euro pro Monat, das wird sich schon irgendwie amortisieren; für den ersten Job auf jeden Fall). Der Autor erwies sich als ausgesprochen nett und nicht unglücklich über meine Arbeit. So kann das weitergehen.
  • Gestern Abend habe ich dann noch Ron Müllers »Das Theodizee-Problem« fertiggestellt: Druckdaten für den Schaltungsdienst incl. Druckauftrag, Daten für Bookwire, das E-Book, alles fertig. Jetzt warte ich auf den Andruck.
  • Heute war E-Mail-Tag, weil ich am Samstag keine Zeit dafür hatte. Und geschafft habe ich wieder nur einen Bruchteil. Nicht zuletzt diversen Telefonaten geschuldet. Nein, die sind nur dann Störungen, wenn ich nicht rangehe, obwohl ich nicht gerade mit den Hundemädels draußen bin.

Die Einkäufe am Morgen haben ordentlich Zeit gekostet, waren aber gut verlaufen. Keine Probleme. Oder doch: Man sieht mir nicht an, dass ich leichter geworden bin. Um 450 Euro. Davon 270 Euro alleine für frisches Insulin. Und meine Krankenversicherung habe ich gleich mit einem neuen »Leistungsauftrag« erfreut. Den letzten Leistungsauftrag habe ich von meiner Krankenkassenbeitragszahlung für November abgezogen. Ich hatte das angedroht, weil die mich vier, sechs, acht Wochen auf mein Geld warten lassen und dann immer die dämlichsten Ausreden haben. Mein Berater meinte, ich solle das nicht tun, das gäbe nur Ärger – aber auf genau den bin ich auch aus.

Tausend hysterische Tussen

30.10.2020, ein Supermarkt in Husum. Schon auf dem Parkplatz Blechrempeleien. Zwei Stück, Fahrerinnen. Bei einer war es eine von diesen 145-Zentimeter-Tussen in einem schweren Mercedes-Benz-ScheißUV, alle Scheiben (ausgenommen die Windschutzscheibe) verdunkelt. Die Gegnerin: eine Kleinstwagenfahrerin. Ihr Gefährt sah nicht gut aus. Ich kenne diese Zwergenweiber und ihr Fahrverhalten auf Supermarktparkplätzen. In Murnau hatte ich zwei Mal innerhalb weniger Wochen das Vergnügen.
Auf dem Supermarktparkplatz wildes Gewimmel. Nur Frauen. Die Männer, die sicher auch da waren, saßen vermutlich in ihren Autos, die Köpfe zwischen den Knien. Erste Diskussionen um die angesichts des neuerlich drohenden Verschlusszustands (von Dummdeutschen »Lockdown« genannt) limitierten Einkaufswägen.
Im Supermarkt pure Hysterie. Nur Frauen. Die Männer, die sicher auch da waren, saßen immer noch in ihren Autos; inzwischen zitterten sie auch am ganzen Leib. Bei dem Versuch, den Leergutautomaten zu erreichen, verlangte eine Kundin fünf Meter Sicherheitsabstand. Eine andere Kundin gedachte das Desinfektionsmittel zu nutzen und blockierte minutenlang den eigentlichen Eingang in den Markt.
Beim Obst wird mein Einkaufswagen erstmals angerempelt. Heftig. Zum Glück sind die aus Metall und tragen eher selten Verletzungen davon; ich wäre da sicherlich empfindlicher eingestellt gewesen. Eine Kundin mit Tochter hat die Ressourcen aufgeteilt; sie brüllen sich gegenseitig Informationen quer durch die Obst-und-Gemüse-Abteilung zu, damit das richtige Produkt ausgewählt werden kann.
In der Getränkeabteilung ist es ruhiger. Das Regal mit den alkoholfreien Bieren der Rügener Inselbrauerei wird von einem Reinigungswagen blockiert. Meine Unverschämtheit, darüber hinweggreifend sechs Flaschen der Sorte »Snorkeler« zu entnehmen, wird mit einem garstigen Blick quittiert.
Die Gänge sind, wie morgens um acht Uhr gleich nach der Marktöffnung üblich, mit Gitterwagen blockiert, in denen sich Waren zum Auffüllen befinden. Ich habe Verständnis dafür, dass man ungern um fünf oder sechs Uhr mit der Arbeit beginnt, aber keines, dass man als Kunde in seinem Kaufwunsch dadurch beeinträchtigt wird, dass erst einmal alles vollgestellt wird, bis irgendjemand dazu kommt, die Waren auch einzuräumen. (Seltsamerweise schafft es die Bäckerei immer, morgens um acht Uhr das volle Programm frisch aufgebacken anbieten zu können. Vielleicht sind deren Backwaren auch künstlich intelligent, obwohl mir das beim Verzehr noch nicht aufgefallen ist.)
Bei den zuckerfreien Keksen werde ich ein weiteres Mal angerempelt. Frontal von vorne. Gleiche Tusse wie beim ersten Mal. Meine Diagnose: hysterische Betriebsblindheit, einhergehend mit rücksichtsloser Verblödung. Kein Wort der Entschuldigung, kein Versuch, Blickkontakt herzustellen. Wäre die Tussi von hinten gekommen, hätte ich vermutlich einen Orthopäden gebraucht.
Der Gang an der Wursttheke vorbei ist mit den Einkaufswägen hochintelligenter Quersteher blockiert. Alles Frauen. Die Männer … siehe oben. Es war wichtig, zwischen dem eigenen Wagen und der Vorderfrau möglichst keinen Millimeter Platz zu lassen. Es hätte sich ja jemand dazwischen drängeln können und damit den Sicherheitsabstand marodiert. Von unerlaubtem Vordrängeln ganz zu schweigen.
Ich nehme einen Umweg. Ich brauche meine Wurst eh aus einer anderen Kühltruhe. Und Käse. Ich stelle meinen Wagen so ab, dass er nicht im Weg ist, studiere die Auslage, will mich entscheiden – da kreuzt eine alte Dame, die in diesen Tagen eigentlich in einem Heim isoliert besser aufgehoben wäre, meinen Weg, positioniert ihren Wagen präzise vor drei der Kühlschranktüren und beglotzt mit tumbem und völlig desinformiertem Gesichtsausdruck die Auslage. Ich muss die Realisierung meines eigenen Einkaufs aufschieben.
Ich fahre um die Ecke, um noch eine Butter mitzunehmen, da rammt die schon bekannte Tussi meinen Wagen zum dritten Mal. Ich frage sie, warum sie sich nicht zur Entspannung flachlegen lässt, bevor sie zum Einkauf fährt, ernte aber keinerlei Reaktion.
An der Kasse unterhalten sich zwei offensichtliche Mütter über die Leiden ihrer Kinder. Das Schwimmbad hätte gerade wieder aufgemacht, zwei Trainingsstunden hätte ihr Balg gerade in Anspruch nehmen können, nun ging das wieder nicht mehr … Blablabla – fünf Minuten später im Auto kam die Meldung, dass in Schleswig-Holstein für Kinder und Jugendliche alles offen bleibt: Kindertagesstätten, Kindergärten (gibt’s die eigentlich noch?), Schulen, Schwimmbäder, Turnhallen … Ich bin kein Fachmann, aber ich glaube, irgendwo mal gelesen zu haben, dass Hysterie den Blick auf und für die Realität versperren kann.

Auf dem Heimweg wurde mir klar, dass dieser Einkauf der Letzte dieser Art war. Soll heißen: Wenn der nunmehr ausgerufene Verschlusszustand wieder beendet sein sollte und einigermaßen Beruhigung – gerne auch durch die ärztlich verordnete Gabe von Beruhigungsmitteln größeren Kalibers – zurückgekehrt ist, mache ich einen einzigen Einkauf. Mit einem 7,5-Tonner. Und dann erst wieder, wenn der Impfstoff gefunden und in ausreichender Menge produziert worden ist. Oder alle anderen tot sind.

P.S.: Die Männer vom 30.10., die Interesse haben, mögen sich zwecks Gründung einer Selbsthilfegruppe bei mir melden. Wir müssen da durch, Jungs.

Dummparker in der Fremde

Aufgenommen im November 2016 in Grafenaschau, Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Grafenaschau liegt in der Nähe meines damaligen Wohnortes in Murnau-Westried und wurde von mir als Neureichengetto eingeschätzt. Ich vermute, der Krefelder auf dem Bild fühlte sich einfach wie daheim. Auf der falschen Rheinseite parkt man halt so.

Deutsche Sprache in Zeiten der Corona

Der folgende Text wurde am 05.10.2020 als Vorwort der ANDROMEDA NACHRICHTEN 271 des SFCD e.V. verfasst und heute, am 31.10.2020, leicht überarbeitet. Ich halte ihn für würdig, an dieser Stelle noch einmal veröffentlicht zu werden.

Man verzeihe mir die Anlehnung an einen Romantitel. Und das Thema hat – das kann ich versprechen – nichts mit dem Virus, mit Maßnahmen und Protesten dagegen zu tun. Es geht vielmehr um etwas, für das eigentlich auch der Science Fiction Club Deutschland steht: die deutsche Sprache.

Ich bin seit einigen Wochen Mitglied im Verein Deutsche Sprache e.V., dem VDS. Es ist für jemanden wie mich, der nicht nur in den ANDROMEDA NACHRICHTEN, sondern auch als Verleger, Lektor und Korrektor viel mit der deutschen Sprache arbeitet, eine spannende und durchaus belebende Erfahrung, mitzubekommen, wie in der Realität mit der deutschen Sprache umgegangen wird. Es geht nicht nur um »Genderunfug« und nicht nur um die Seuche der Anglizismen, die unsere Sprache Wort für Wort, Begriff für Begriff zu etwas degradieren, das letztlich zu einem Dialekt wird oder zu einer aussterbenden Sprache wie das Saterfriesische (ein Dialekt des Friesischen, das kein Dialekt ist, sondern eine Sprache) und das Rätoromanische in der Schweiz.

Die Seuche der Anglizismen wurde ausgerechnet auch durch einen anderen Seuchenverursacher in den letzten Wochen und Monaten weiter verbreitet. Begriffe wie Lockdown, Shutdown, Homeoffice, Homeschooling, Social Distancing und andere liest und hört man überall: Nachrichten in Zeitungen, Zeitschriften, im Fernsehen und im Radio hören sich bisweilen an, wie man sich das Pidginenglisch asiatischer Völker vorstellen mag. Beschäftigt man sich damit, dann fragt man sich, war es keine Heimarbeit (statt Homeoffice) und keinen Hausunterricht (statt Homeschooling) mehr gibt. Man fragt sich auch, was die Einzelhaft nach einer Gefangenenrevolte (Lockdown) mit den Corona-Maßnahmen in der Anfangszeit der Seuche zu tun hat. Oder was man sich unter einem sozialen Abstand vorzustellen hat. Auf jeden Fall versteht man, warum die Tagesschau der ARD und die heute-Nachrichten des ZDF für ihren Umgang mit der deutschen Sprache den »Sprachpanscher 2020« des VDS bekommen haben.

Prof. Walter Krämer, Vorsitzender des VDS, ist vom Ausgang der Sprachpanscher-2020-Wahl nicht überrascht: »Die meisten unserer Mitglieder kritisieren, dass die öffentlich-rechtlichen Sender ihrem Bildungsauftrag nicht gerecht werden und ihr Publikum stattdessen mit Wörtern konfrontieren, die unnötig sind.« In Zeiten von Corona haben die Nachrichtenflaggschiffe Wörter wie Lockdown, Homeschooling, Social Distancing, Homeoffice usw. nicht hinterfragt, sondern einfach übernommen. »Diese Anglizismen zeigen, wie wenig Interesse Tagesschau und heute-Nachrichten haben, die Menschen in ihrer eigenen Muttersprache zu informieren. Die Devise ist: Nachplappern statt sinnvolle Übersetzungen finden, die alle verstehen«, kritisiert Krämer, »einer Vorbildfunktion mit Bildungsauftrag werden die Öffentlich-Rechtlichen so nicht gerecht.« [Zitat von vds-ev.de]

Was das mit den ANDROMEDA NACHRICHTEN zu tun hat?

Ich habe in der Vergangenheit schon Beiträge entgendert, wo es unnötig war. Selbst die im Journalismus und der Politik krankhaft gewordene Angewohnheit, von »Bürgerinnen und Bürgern«, »Soldatinnen und Soldaten«, aber nicht von »Idiotinnen und Idioten« zu sprechen, ist lästig und unnötig, stört den Lesefluss an sich interessanter Beiträge und ist keinesfalls unterstützenswert. Von Schrägstrichen, Unterstrichen, Gendersternchen, Klammern und anderem Unfug will ich gar nicht anfangen. Wer sein Geschlecht in Begriffen wie Bürger, Soldat oder Idiot nicht vertreten fühlt, hat ein Problem mit seinem Minderwertigkeitskomplex – und übersieht bei seiner offensichtlich intensiven Beschäftigung mit demselben, dass mit Genderei nicht nur kein Ziel – z. B. das der Gleichberechtigung von Mann und Frau – erreicht wird, sondern auch die deutsche Sprache mit Füßen getreten wird.

In der gleichen Art und Weise werde ich zukünftig auch mit unnötigen und unpassenden Anglizismen umgehen. Die Science-Fiction lebt ganz sicher von ihnen und mit ihnen – aber diese Anglizismen haben in der Regel ihren guten Grund.

P.S.: Es gab schon Bemühungen, mir einzureden, dass in einem bestimmten Fandom die Genderei auch gesprochen wird und so geschrieben werden muss. Der Beitrag ist in einer SFCD-Publikation erschienen – aber die Unfugversion haben die Autoren anderenorts veröffentlichen dürfen.
P.S.: Die deutsche Verteidigungsministerin wollte in der Bundeswehr weibliche Dienstgrade einführen: »Leutnantin« hat prompt sogar der Google Translator übernommen und sich damit als glaubwürdige Übersetzungsplattform diskreditiert. Die Pläne von Frau Kramp-Karrenbauer sind vom Tisch: Gerade vonseiten der weiblichen Soldaten (sic!) wehte ihr ein deutlicher Gegenwind entgegen.