- Ein fast sortenreiner Ikebana-Tag. Das neue Buch – »Ikebana – Blumenkunst für jeden Anlass | Arrangements zu verschiedenen Jahreszeiten, Festen und Lebensstilen« der leicht sperrige, für Eingeweihte aber aussagekräftige Titel – ist natürlich extrem bildlastig, denn was ist für den Betrachter das Wesentliche an der japanischen Blumenkunst? Richtig – das Ergebnis des Schöpfungsaktes, das Gesteck. Und so finden sich auf 236 Seiten 111 Seiten mit Farbabbildungen wunderschöner und beeindruckender, manchmal gar zum Nachdenken anregender Kunstwerke, die man einfach auch mal gesehen haben muss. (Und gemeinsam mit Ayako Graefes Klassiker »Das Ikebana-Buch« kann man den philosophischen Hintergrund und die Technik, Ikebanakunstwerke zu schaffen, erlernen – und später in einem oder mehreren Kursen vertiefen.
Die Arbeit am Buch war heute viel Feinarbeit. Die Texte waren noch leicht zu überarbeiten (Wunsch der Autorin), vor allem aber waren die Fotos zu montieren. - Darüber hinaus beansprucht die Arbeit an »Die Welten des Jörg Weigand«, Band 2 der Reihe »Welten der SF«, meine Zeit. Gemeinsam mit Frank Gerigk, dem Herausgeber, und Jörg Weigand, dem Autor, wurde entschieden, das Buch noch zu erweitern, weitere Geschichten mit hinein zu nehmen. Und das alles noch vor und für Weihnachten …
Archiv der Kategorie: Neuigkeiten
Der Tag 15/11
- Manch einem werden meine Tage langweilig erscheinen.
- Nicht mein Problem. Sind sie nämlich auch nicht. Die ARD-Mediathek (NDR-Talkshow) hilft dabei, nicht immer. Manchmal muss es Youtube sein (weil aus unerfindlichen Gründen manche NDR-Talkshows in der ARD-Mediathek nur in Schnipseln, aber nicht als ganze Sendung vorliegen; die findet man dann bei Youtube). Und Filmkonserven aus meinem Videobuster-Abo. Heute »Die Agentin« und »Mein Ende, dein Anfang«.
- Morgens dann die Fertigstellung des Buchblocks zur »Malta-Nudel« von Anke Jablinski, Band 2 der Reihe »ErlebnisMalta«. Wen’s interessiert: ein Nudelkochbuch mit maltesischen Gerichten.
- Nachmittags und abends dann der erste Buchblock zum schon erwähnten, dritten Ikebana-Buch. Nur die Texte, noch keine Fotos. Imemr schön der Reihe nach.
Der Tag 14/11
- E-Mails.
- Mehr E-Mails.
- Noch mehr E-Mails.
- Fast alle.
- Nicht alle.
- Ein Bodensatz bleibt immer.
Und am Ende habe ich das Buchblocklayout für das dritte Ikebana-Buch gebaut, das im Format 210 x 242 mm erscheinen wird, den zahlreichen Fotos geschuldet, die in den allermeisten Fällen dieses Seitenformat aufweisen. Dazu die Checkliste erledigt und über hundert Einzeltexte in einer Datei zusammengefasst und mit den Layoutvorbereitungsarbeiten begonnen. Das Buch eilt inzwischen, nachdem ich einen immensen Haufen Zeit für die Aufbereitung der Fotos investiert habe und inständig hoffe, dass sie im Druck einigermaßen gescheit rüberkommen. Man wird sehen.
Das war’s für heute
- Korrektorat des historischen Romans fertiggestellt. Rechnung geschrieben. Alles gemailt.
- Belege für den Verlag abgearbeitet. (Für morgen liegen schon wieder Bestellungen vor. Manchmal geht es einfach ab. Oft genug ohne erkennbaren Grund.)
- Eine Auftragsarbeit — ein E-Book — vorbereitet. Und die Auftraggeberin ist krank. Muff.
- Den zweiten Band der Reihe »ErlebnisMalta« begonnen. Neues Korrektorat (nach massiven Änderungen der Autorin), Checkliste abgearbeitet, Layout begonnen. Das Buch — »Die Malta-Nudel« — wird »nur« 44 Seiten haben, aber als Hardcover präsentiert.
- Und nun: Feierabend (19.45 Uhr).
Hochzeitstagsnachlese
Die lieben Nachbarn … In Winnert kann man nichts geheim halten. Vor allem, wenn Frau Haitel quatscht. Das linke Konstrukt stammt von den Nachbarn links und rechts unseres Hauses und wirkt so richtig im Dunkeln, denn das Herz ist mit kleinen LEDs illuminiert. Und das hölzerne Herz stammt von unseren Nachbarn gegenüber. Beide Aufsteller repräsentieren das Holz des zehnjährigen Hochzeitstags im Norden, der Holzhochzeit. Und es ist üblich, dass dergleichen Objekte eine ganze Weile über den eigentlichen Feiertag hinaus stehen bleiben – durchaus mehrere Wochen. Denn immerhin kann der zehnte Hochzeitstag ja bis zum elften gefeiert werden …
Bemerkenswert?
Nein, in Winnert (und wohl auch der Umgebung) ist das normal: Der Mensch bläst mit einem Laubbläser (natürlich; Besen sind offensichtlich aus der Mode gekommen) Laub vom Gehweg, auf dem er seinen Lieferwagen geparkt hat – Parken auf der Straße ist auch nicht mehr modern –, dessen Motor die ganze Zeit läuft, damit die (eher sinnlose) Beleuchtung nicht auf die Batterie geht …
Der Tag danach
- Die Arbeit hat mich wieder.
- Belege für den Verlag geschrieben. Zwei neue Titel sind auf Lager. Der dritte Hübner-Band, dazu Norbert Stöbes »Kleiner Drache«. Und raus damit.
- Den Skoda Roomster in die Werkstatt gefahren. Inspektion, Winterreifen. Der Leihwagen ist ein kleiner VW up! Nette Kiste, aber nichts für Großeinkäufe.
- Mittagsgassi mit Naomi allein, weil Kim beim Schwimmen war und noch feucht ist. Ich bin davon überzeugt, Naomi keine Freude zu bereiten, alleine mit ihr Gassi zu gehen. Ihr ganzes Verhalten zeugt von großem Elend. Trauer. Einsamkeit. Aus lauter Verzweiflung will sie alle drei Meter ein Leckerli. Das macht sie nie, wenn Kim dabei ist.
- Abends den Roomster zurückgeholt. 1167 Euro. Wow. Inspektion erledigt, Bremsen hinten getauscht, Winterreifen neu (die Ganzjahresreifen, die drauf waren, waren fünf Jahre alt und erledigt), Klimaanlage aufgefrischt. 1167 Euro. Und ein paar Kleinigkeiten sind noch »offen«. Damit kann ich die beiden neuen Winterreifen für die Hinterachse meines Passats erst mal abschreiben. Muss ich halt alle zwei Wochen aufpumpen. Kein Problem. Eigentlich.
- Zwischendurch und am Abend mit dem Korrektorat des historischen Romans fortgefahren. Die Zeit der Inquisition war wahrlich keine schöne Zeit.
- Ansonsten gilt für Kim und meine Ehe: 10+1.
Feiertag
Das Wichtigste zuerst:
Unser ungarischer Mausehase, die Prinzessin Kim II., feiert heute ihren elften Geburtstag. Schnaps pur: 11 Jahre am 11.11.
Nun, eigentlich kennen wir ihren genauen Geburtstag nicht. Laut Inserat vom Mai 2011 war sie damals ein Jahr alt, laut Papieren ist sie 2009 geboren. Als wir sie Ende Mai 2011 in Odelzhausen zu uns nahmen, war sie also ziemlich genau 1 ½ Jahre alt. Und da wir ihren genauen Geburtstag nicht kannten, legten wir ihn der Einfachheit halber auf unseren Hochzeitstag. (*)
Und den feiern wir heute demzufolge auch. Den zehnten, um genau zu sein. Dieser Tag hat regional unterschiedliche Namen. Eigentlich sollte es die Rosenhochzeit sein – nicht so jedoch im Norden, dort feiert man die Rosenhochzeit nach fünf Jahren, und nach zehn Jahren ist es die Holzhochzeit.
Wie auch immer … Zehn Jahre. Das ist mehr, als ich in meinen drei vorherigen Ehen geschafft habe. Und das mit einer Frau, die bekloppt genug war, so einen Bekloppten wie mich zu heiraten, der bekloppt genug war, so eine Bekloppte wie sie … naja, ihr wisst schon. (**)
(*) Eigentlich wenig witzig, aber bemerkenswert die Beschreibung der Gigi – so heißt Kim laut ihren Papieren eigentlich, aber so nennt man keinen Hund – in der Internetanzeige damals: »Unverständlich, wer diesen Hund abgibt, denn sie ist eine absolut tolle Hündin. Sie liebt Menschen, Kinder und andere Hunde. Ist aufmerksam und verspielt und geht gut an der Leine. Für Leckerlies ist sie immer zu haben, aber manchmal ist sie etwas futterneidisch.«
Bullshit!
Ja, sie ist unzweifelhaft eine tolle Hündin, aber es hat eine Weile gedauert, bis man ihr das auch angemerkt hat. Ob sie Menschen wirklich liebt, ist bis heute eher unklar; auf Menschen, die sie lange kennt, geht sie zu, ja, aber mehr ist da nicht. Und als sie zu uns kam, hatte sie Angst vor mir – Angst vor Männern ist bei Hunden aus Südeuropa und vom Balkan beinahe üblich, weil die Männer mit Hunden dort entsprechend umgehen. Kinder konnte und kann sie nicht leiden – was möglicherweise darauf zurückzuführen ist, dass sie während ihrer Streunerkarriere entsprechende Begegnungen hatte – und andere Hunde sind ihr nahezu völlig egal. Aufmerksam ist sie, ja – und gelehrig; und sie ist auch immer gut an der Leine gegangen, wenn sie anfangs auch oft Probleme mit dem blöden Strick hatte. Aber verspielt? Wenn es nicht ums Apportieren geht, ist da nicht viel. Auch das mit den Leckerlis stimmt – immerhin ist sie ein Labradormix –, aber futterneidisch war sie nie.
(**) Und passend zum Feiertag hat meine Holde auch endlich erfahren, dass sie im dritten Anlauf die schriftliche Prüfung zum Heilpraktiker bestanden hat! 49 von 60 Punkten!
Keine Käfighaltung
Nein, hier geht’s vielmehr in die Natur. Zum Gassigang.
Hinten: Kim II., Prinzessin aus Ungarn; vorne: Naomi, Schmusemaus aus Griechenland.
Nachtrag 11.11.2020: Vermutlich ist es nicht nötig, das Foto zu kommentieren, aber schaden kann es auch nicht.
Der abgebildete Käfig ist kein Käfig, sondern eine sogenannte Box. Eine Hundebox. Sie sitzt in diesem Fall im Heck meines VW Passat. Eigentlich war sie für einen 3er BMW (Baujahr unbekannt) gedacht, passte aber perfekt in den Passat.
Im Vorgänger, dem Renault Laguna, hatte ich ein einfaches Gitter zwischen Kofferraum und Sitzbank. Das schien mir ausreichend. Und war es all die Jahre auch, in denen ein Hund mitgefahren ist. Im Passat gab es dergleichen nicht – und die Kosten für einen Einbau lagen bei 400 Euro (inkl. Gitter). Das war mir zu viel. Und: Die Box, die ich stattdessen in Peiting kaufte, kostete 500 Euro.
Und sie ist wirkungsvoller als so ein Gitter. Natürlich sorgt das Gitter dafür, dass ein Hund im Heck nicht nach vorne fliegen kann, wenn es zu einem Unfall – z. B. einem Auffahrunfall meinerseits – kommt. Aber der Hund ist da hinten völlig ungeschützt. Z. B. auch gegenüber Heckschäden, wenn ein anderer Autofahrer ins Heck oder in die hinteren Seiten fährt. Die Alubox hingegen ist sehr viel stabiler und bietet zusätzlichen Schutz bei Seiten- und Heckaufprallschäden.
Ursprünglich hatte die Box in der Mitte noch eine Trennwand, die ich jedoch bald entfernte, nachdem sich einerseits zeigte, dass die beiden Hundemädchen halt doch keine Yorkshires sind, und sie andererseits kein Problem damit hatten und haben, sich den am Ende doch begrenzten Raum zu teilen.
Vorteilhaft sind die beiden Türen im Umgang mit den Hunden, die nicht so einfach aus dem Auto springen können, wenn man das Ziel erreicht hat. Im – leider nicht mehr existierenden – Dacia Logan meiner Frau hatte die Box nur eine Tür, das erschien mir immer ein wenig risikoreich (obwohl die Mädels durchaus gut hören, aber man weiß ja nie, welche Reize einen am Zielort erwarten – da steht dann mal ein Reh am Waldrand des Parkplatzes …). Die Box aus dem Dacia steht noch in der Garage und wartet auf eine Unterkonstruktion im Nachfolger, dem Skoda Roomster. (Bei der Suche nach einem zur Box passenden Auto hat sich gezeigt, dass der Logan ein verdammt großes Auto ist. Selbst in meinen Passat passt die Box mit der einen Tür nicht rein.)
Einen Kritikpunkt könnte man bei der Box in meinem Passat anbringen. Durch die beiden Türen und die Mittelstange ist die Nutzung des Heckraumes eingeschränkt. So kaufe ich – allerdings auch aus Gewichtsgründen – ausschließlich Bier in 11er-Kästen. Oder Flensburger in 0,33er-Flaschen. Andere Kästen passen nicht durch die Öffnungen, und auch die Plastikklappkiste mit den übrigen Einkäufen landet regelmäßig auf der Rückbank. Aber ich denke, die Sicherheit meiner Hunde ist mir wichtiger …
Ruhige Tage
Nein, ruhige Tage sind es nicht. Eher im Gegenteil. Nur fällt es schwer, sich auf umfangreichere Blogbeiträge zu konzentrieren, wenn vorne und hinten, links und rechts die Arbeit liegt. — Heute habe ich das Korrektorat eines Krimis fertiggestellt, der im Schwabinger Milieu spielt. Ein Krimi. Gefällig geschrieben, gut zu lesen, mit ein paar Macken, die aufzufinden und zu markieren meine Aufgabe war. — Und dann ist da immer noch mehr. Manchmal Kleinkram. Manchmal Größeres. Wie z. B. das Buch »Himmel und Erde«, herausgegeben von Corinna Griesbach, mit Kurzgeschichten nach den Bildern der Tatjana Frey, das ich via Bookwire nicht realisieren konnte, weil es eine – zunächst dämliche – Fehlermeldung gab, deren Beseitigung letztlich ein ebenso dämliches Problem zur Grundlage hatte. Aber es ist gelungen. — Und morgen folgt das nächste Korrektorat. Diesmal gweht es um einen historischen Roman aus der Zeit der Reformation. — Nein, ruhige Tage sind es nicht. Aber die brauche ich auch nicht.


