Zum Geburtstag, mein Schatz

Heute bist du nun 8 Jahre alt geworden, mein kleiner Mausehase. Es war eine weise Entscheidung, dass wir dich 2013 zu uns geholt haben. Du hast unserer Prinzessin Kim II. gut getan, du warst immer lieb zu ihr und sie zu dir, und es ist eine Wonne, dass du bei uns bist, dass du so schmusig und so griechisch-phlegmatisch bist, erfüllt von so offensichtlich stoischer Ruhe und doch gleichzeitig so sensibel und manchmal sogar schreckhaft, obwohl es nichts zu erschrecken gibt. Und wenn Kim einmal nicht da ist, merken wir, wie sehr du an ihr hängst, und das macht dich noch liebenswerter.

Ich hoffe, mein Mausetier, dass du noch lange, lange bei uns bleibst, und dass du ein schönes, glückliches Leben hast, dich hier immer wohlfühlst, uns nie böse bist und immer gesund bleibst, und immer einem Sprint über schlammigen Ackerboden zugeneigt.

Wir haben dich lieb, Mausemädchen. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

Tagwerk 8/1–11/1

  • 8/1: Korrektorat eines Krimis. Schönes Buch, spannend. Nach der ersten Hälfte heute ist nicht klar, wer der Böse ist.
  • Das Lektorat ist ein bisschen merkwürdig. Durchgängig falscher Einsatz des Wortes »gleichsam«, wo eigentlich »gleichermaßen«, »zugleich« oder »sowohl als auch« gemeint sind.
  • Und die »Spurensicherin« – gemeint ist hier eine weibliche Angehörige der Kriminaltechnik –, die ich zunächst für einen Verarschungsversuch hielt, hat sich dann als Tippfehler herausgestellt: »Spurensucherin« passt natürlich auch auf eine Kriminaltechnikerin.
  • 9/1: Korrektorat beendet. Es wurde dann doch klarer, wer der Böse war, aber bis zum Schluss war nicht klar, was mit der Ägypterin geschah. Schönes Buch, gut zu lesen, empfehlenswert.
  • 10/1: Buchhaltung. Alles halb so wild, sieht man von den verdammten Honorarabrechnungen ab, die einen immensen Haufen Zeit fressen, weil Daten aus drei, manchmal vier Quellen zusammengesucht werden und auf einen Nenner gebracht werden müssen. Und irgendwo hakt es immer.
  • 11/1: Morgens Belege geschrieben. Rechnungen.
    Danach E-Mails beantwortet, denn der E-Mail-Tag am 9/1 war natürlich ausgefallen.
  • Mittagsgassi: kalt, stark windig, feucht. Laut Regenradar sollte es nicht regnen, aber der wusste ja nicht, dass ich mit den Hunden raus bin. Da regnet es immer. Ich hatte sogar schon mal so eine Comicwolke. Ihr wisst schon, die ganze Welt liegt im prallen Sonnenschein, nur über dem Protagonisten regnet so ein kleines schwarzes Ding ab.
  • Und die Straßen sind dreckig. Die Bauern schaufeln mit ihren Traktoren Schlamm auf die Straßen, kommen aber nicht auf die Idee, dass man die Batzenorgie schon aus Verkehrssicherheitsgründen beseitigen könnte. Muss ja auch nicht. Das einzige Reinigungsfahrzeug im Ort gehört dem Deppen, der mal auf den Hinweis meinte, er würde in einer 30er-Zone zu schnell fahren: »Das Ding fährt doch nur vierzig.«
  • Und beim Kauf von Audis ab A4 (inklusive) und Mercedes Kombis (alle Jahrgänge, alle Modelle) gibt man offensichtlich sein Hirn ab. Anders ist nicht zu erklären, dass die ortsansässigen Raser nicht raffen, dass Winnert – mit Ausnahme der Hauptstraße – eine 30er-Zone ist. Und wozu Abstand halten, wenn’s nass und siffig ist?
  • Abendgassi: Die Diskrepanz zwischen Realität und Regenradar ist einmal mehr so groß wie der Abstand der Worte im Wörterbuch.
  • Und der Rest? Kleinkram.

Keine Routine

  • Noch nicht. Oder doch? Nein. Im Augenblick noch nicht. Ich arbeite gedanklich an einem neuen Tageszeiteinteilungskonzept. Bin noch nicht schlüssig, wie es gehen wird.
  • Kim war heute schwimmen. Kimmischwimmi. Danach war sie völlig aufgekratzt. Beim letzten Tagesgassi ist sie rumgehüpft, als wäre sie nicht 11, sondern 1 Jahr alt. Wahnsinn.
  • Die Arbeit am Klinikumswerk fortgesetzt. Obwohl ich versprochen hatte, mich um die Genderei nicht zu kümmern (und sie nicht zu ändern), musste ich meiner Ansprechpartnerin heute einen Kommentar dazu schicken. Das Dokument hat ein technisches und organisatorisches Thema und ist gespickt von Ärztinnen und Ärzten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sogar Patientinnen und Patienten, obwohl nie ein Patient oder gar eine Patientin das Endprodukt zu Gesicht bekommen wird. Es ist nicht zu verstehen, wieso den größtenteils akademisch gebildeten Autoren nicht auffällt, wie sehr Lesbarkeit und Verständlichkeit dieses durchaus wichtigen Werkes darunter leiden. (Frau meinte: »Ja, eben deswegen.« Und meinte das mit der akademischen Bildung.)
  • Und Amazon hat eine neue Idee gefunden, um zu nerven. Brexit und Umsatzsteuer. Ich stelle die Mail einfach hier in einen Kommentar. Mehr hat sie nicht verdient. Allein der Vermerk, man solle prüfen, ob in den eigenen Preisen die Umsatzsteuer (welche?) enthalten sei, zeigt einmal mehr, dass die nicht wirklich wissen, wovon sie brabbeln.

Und durch 27/12

  • Die Buchhaltung ist erledigt. Nichts Gravierendes. Eigentlich. Routinesachen. Leider sehr viele Zahlungserinnerungen diesmal. Zwei, nein, drei haben sich schon geklärt. Und es sieht ganz danach aus, als dürfte ich nächstes Jahr ordentlich Steuern (nach-) zahlen.
  • E-Mails habe ich nicht beantwortet. Ein paar, ja. Aber nicht die Masse, die eigentlich gestern dran gewesen wäre. Nun ja. Kismet.
  • Meine beiden Hundemädels sind wieder weg. Die kommen immer in mein Arbeitszimmer, wenn Frauchen durchlüftet. Dann ist es überall arschkalt, außer bei mir. Das passiert nicht wegen der Seuche, sondern wegen Feuchtigkeit, die sich dank ständig zu lahm laufender Heizungen – Frau! – an den Fenstern niederschlägt. Außer in meinem Arbeitszimmer. Sie übersieht dabei, dass sie durch die Lüfterei erst zusätzliche Feuchtigkeit ins Haus holt. Aber selbstverständlich ist das falsch.
  • Die Chancen stehen gut, dass das Wetter morgen genauso wird wie heute. Kalt, einstellig. Regen. Dazu Sturm. Das Auge des Tiefs liegt noch über Großbritannien.
  • Morgen werde ich mir meine Routine zurückholen und sie als Bildschirmhintergrund installieren. Mit diesem Chaos in meinem Tagesablauf geht es nicht weiter. Definitiv. Beim Fernsehprogramm stehen die Chancen wohl gut. Auf NITRO jedenfalls. Damit ist der Montagmorgen schon mal gerettet. Nur abends mit Barnaby wird’s nichts. Aber es gibt ja noch die Mediathek.

Das ist mein Mädchen!

Die letzten Tage ging es Kim nicht gut. Und gestern ging es ihr schlecht.

Kim ist ein Mix von Labrador und Schnauzer. Der Labrador lieferte die Farbe (schwarz, die braun schimmernden Stellen stammen wohl vom Schnauzer), eine Reihe von Charaktereigenschaften und die Lust auf alles, was man fressen kann. Ein Labbi halt. Nur mit Wasser hat sie es nicht so.

Kim bekommt morgens eine Tablette, ein Schmerzmittel wegen ihrer altersbedingten Knochengerüstmalessen, dieselbe, weil sie nicht sehr groß ist und sich nicht vernünftig zerkauen lässt, mit einem Stückchen Käse, ein Brie, schön weich, schön lecker. Und gestern nahm sie das Stückchen Käse nicht. Und das nicht wegen der Tablette.
Den ganzen Tag über mäkelte sie an den Leckerlis herum, nahm nicht alle. Und abends dann die endgültige Katastrophe: Zum allerersten Mal in den rund neuneinhalb Jahren, die sie nun bei uns ist, hat sie ihren Napf nicht leer gefressen. Huhn mit Gemüse, dazu Kartoffelflocken, mit Wasser angesetzt (das ist dann wie Kartoffelbrei). Nach der Hälfte war Schluss. Ich konnte sie noch überreden, ein wenig mehr zu fressen, aber nach drei Vierteln ging einfach nichts mehr. Sie ging weg und ließ sich nicht mehr locken.

Ich hatte schon vorher überlegt, was ich tun konnte. Sie war nicht nur unlustig, was die Aufnahme von Nahrung anging. Sie war müde, irgendwie niedergeschlagen, unaufmerksam – sie reagierte nicht auf jede Ansprache –, beim Gassigang lief sie neben mir her, was sie normalerweise nie tut, sie geht immer voraus. Ich entschied dann – ohne Rücksprache mit der Tierärztin –, das Gabapentin abzusetzen, das sie wegen ihrer neurologischen Probleme – ihr Zittern und Schwanken – bekam, ein Humanmedikament – in meinen Augen für ein Tier sowieso nicht wirklich geeignet – gegen epileptische Symtpome und neuropathische Schmerzen. Ich gab ihr abends die übliche Kapsel einfach nicht.

Das Ergebnis zeigte sich schon in der Nacht. War sie in den zwei Nächten zuvor unruhig, stand immer wieder auf und taperte im Schlafzimmer herum – sehr schön dank des nicht vorhandenen Teppichs auch das Geräusch ihrer Krallen auf dem Laminat. Gestern Nacht schlief sie praktisch wie immer. Sie wurde einmal wach, trank Wasser, wollte zum Pieseln runter und schlief dann weiter.
Morgens nahm sie ihren Käse, und um kurz vor acht Uhr fanden wir uns wie verabredet bei der Tierärztin ein, direkt in der Nachbarschaft. Nach dem üblichen Theater, das Kim beim Anlegen des Maulkorbs – ein einfaches Stoffteil, das das Zuschnappen und Beißen verhindern soll – anstellte, war alles nicht ganz so tragisch. Fieber hatte sie nicht, ihr Magen war leicht verhärtet, was auf Magenschmerzen schließen ließ, und gegen ihren Schnupfen – sie niest schon längere Zeit häufig und heftig – bekam ich Tabletten mit pflanzlichen Wirkstoffen, schön groß diesmal und geschmacklich so attraktiv, dass Kim sie mit rechter Begeisterung zu sich nahm.
Und schon beim mittäglichen Gassigang dachte ich mir: ›Ja, das ist mein Mädchen.‹ Da lief sie im Freilauf vor mir her, strammen Schrittes, wie immer, bis sie anhielt, sich umdrehte und auf mich wartete, um ein Leckerli zu kassieren. Und am Abend war alles wie immer: Der Napf leerte sich mit der für einen Labbi typischen Geschwindigkeit, vollständig – und nur Naomi fand wie üblich noch das eine oder andere Molekül, das sie mit griechischer Sorgfalt seiner Bestimmung zuführte.

Meinem Mädchen geht es wieder gut. Sie ist immer noch alt, sie ist immer noch nicht hundertprozentig fit, aber ohne Gabapentin ist sie wieder das, was ich erwarte, wenn ich sie anschaue, wenn ich sie rufe, wenn sie zu mir kommt, mich anschaut …
Und jetzt, wo es ihr wieder besser geht, fühle auch ich mich wieder besser.

P.S.: Übrigens … das ist auch mein Mädchen … Meine Naomi …

Ein Fest für die Tiere

Deutschland macht dicht. Heute wurde es entschieden. Weihnachten ganz klein, nur im engsten Familienkreis – wobei »engsten« sehr eng auszulegen ist. Aber das Beste: Silvesterfeuerwerke sind dieses Jahr UNTERSAGT! Keine Feiern, keine Feste, keine Feuerwerke! — Wie seltsam: Eine Seuche kann sogar Positives bewirken!

Kim-Sachen

Wenn man einen Hund hat, ist es gut, wenn man nicht auch noch Kinder hat. Ein Hund – oder zwei, wie in meinem Fall – können einen genug beschäftigen, auch, was Sorgen angeht, die man sich machen muss. Meine dritte Gattin (1998–2007) hatte einen Sohn aus erster Ehe. Und wir hatten einen Hund, Kim I., ein Mixmädchen aus Labrador und Airdale Terrier. Und im Nachhinein erinnere ich mich wenig an diesen Hund, was für mich ein Zeichen ist, dass er nicht annähernd die Rolle in meinem und unserem Leben spielte, wie das Mädchen es sicherlich verdient hätte. Aber gut, das ist Vergangenheit …

Kim II., unsere ungarische Prinzessin, wie wir sie auch nennen, ist im November elf Jahre alt geworden, und auch, wenn die Rechenformel nicht wirklich stimmt, wäre sie nun über 77 Jahre alt, würde die Formel doch korrekt sein. Ein Alter, in dem auch ein Mensch nicht mehr hundertprozentig gesund ist. Und Medikamente nehmen muss.

Nachdem wir mit Prednisolon-Unterstützung eine Entzündung am Vorderlauf in den Griff bekamen, sind wir von diesem cortisonähnlichen Präparat nun weg und haben auf eine neue Medikation umgestellt. Neue Herausforderungen, denn:

  • Galliprant ist ein echtes Tierarzneimittel: »Galliprant ist ein Tierarzneimittel. Es wird bei Hunden zur Behandlung von Schmerzen aufgrund einer leichten bis mäßigen Osteoarthritis, einer Erkrankung, die Schwellungen und Schmerzen in den Gelenken verursacht, angewendet. Es enthält den Wirkstoff Grapiprant.« Und mit den Knochen und Gelenken hat Kim so ihre altersbedingten Probleme. Sie geht etwa einmal in der Woche zum Schwimmen, was ihr erkennbar gut tut, und die Gassigänge sind ein wenig kürzer geworden, aber ohne Medikament geht es halt nicht mehr.
    Galliprant ist noch einigermaßen gut zu geben. Vorgestern Abend klärten wir in einem Gespräch mit der Tierärztin, dass die Forderung der Gabe »auf nüchternen Magen« auch dann noch erfüllt wird, wenn die halbe Tablette mit einem Stückchen Käse gegeben wird. Kim neigt dazu, Leckerlis und ähnliche Objekte kauen zu wollen. Da ihr schon einige wenige Zähne fehlen, sind Lücken im Gebiss entstanden, die es schwierig machen, die nicht einmal einen Zentimeter durchmessende halbe Tablette zu kaufen. Daher der Käse als Hilfsmittel.
  • Gabapentin ist ein Humanarzneimittel – »ein Antiepileptikum (Antikonvulsivum) und wird zur Behandlung von Anfallsleiden wie der Epilepsie sowie bei Nervenschmerzen (Neuropathien) angewendet« – und die ersten Tage waren schwierig. Es gibt nur Kapseln; erst ab 600 mg Wirkstoff gibt es auch Tabletten. Kim sollte zweimal täglich je 50 mg Gabapentin erhalten. Das war mit jeder Menge Problemen verbunden: Die weißen Kapseln sind verschweißt und lassen sich nicht einfach aufdrehen. Hat man sie aufbekommen, muss man den weißen Inhalt in der weißen Kapsel so teilen, dass die Hälfte für den Abend übrig bleibt. Ein ganz tolles Spielchen.
    Dazu kommt, dass Gabapentin absolut scheiße schmecken muss, denn selbst mithilfe eines Stückchen Käses ging nichts – Kim hat es wieder ausgespuckt. Erst die Gabe mit viel Flüssigkeit funktionierte – und natürlich die mit der abendlichen Futterration.
    Nach dem tierärztlichen Beratungsgespräch wurde die Dosis nun auf zweimal 100 mg täglich gesetzt, sodass grundsätzlich ganze Kapseln gegeben werden können. Wobei nicht klar war, ob der Wirkstoff zuvor überhaupt seine Wirkung entfalten konnte. Eine Kapsel hat ihren Grund, und die Wirkstoffgabe ohne Kapselumhüllung erzeugt eben andere Ergebnisse. Vermute ich.
    Dann war mir nicht klar, wie ich Kim dazu bringen sollte, die Kapsel zu schlucken, ohne sie zu zerbeißen – bzw. gleich wieder auszuspucken, weil sie das kleine Ding nicht zerbeißen kann. Die Rettung war körniger Frischkäse, eine Kugel, darin die Kapsel, mit der Hand gegeben. Ich war selbst überrascht, dass das auf Anhieb funktionierte. – Abends war das Problem kleiner, da verschwand die Kapsel erst im Futter, dann im Hund.

Kim ist übrigens, wie es aussieht, keine Epileptikerin; wir gehen von einer dieser Neuropathien aus, aber eindeutig wissen wir es nicht. Einen Tumor zum Beispiel im Kopf hat sie nicht, das hat letztens eine Röntgenrunde wegen ihres Knochenbaus nebenbei ergeben. Ein MRT können wir nicht machen lassen, weil sie einen Diabolo im Körper trägt – verkapselt und harmlos, aber eben aus Metall und damit ein Ausschlusskriterium. Ein CT bringt angeblich nichts – das kann ich nicht beurteilen –, das Röntgen hat, wie erwähnt, nichts ergeben. Jetzt hoffen wir, dass das Gabapentin letztlich eine Wirkung zeigt. Man wird sehen.

Und egal, was ist, egal, was wird. Kim ist unsere Moppelmaus – obwohl sie mit nur noch achtzehn Kilo längst nicht mehr dick zu nennen ist –, unser Hasenkäfer, unser Mausemädchen und was uns sonst noch an Kosenamen einfällt. Sie ist nicht mehr jung und wird es nie mehr sein, und ich ertappe mich manchmal beim Gedanken, ob ein Gebet vielleicht etwas bringen könnte, ein Gebet, das mir erlaubt, ihr die Last abzunehmen. Die Maus hat das nicht verdient und weiß auch nicht, wie ihr geschieht; ich könnte damit fertig werden, und sei es nur, dass ich es hassen würde.

Noch ein Tag 02/12

  • Sie reihen sich aneinander. Einer nach dem anderen. Tag für Tag.
  • Gestern kamen die aktuellen Sprachnachrichten des VDS. Ich mag das Blatt. Es fühlt sich an, als würde es mich bilden. Im Sinne von Bildung. Sprachbildung. Ich denke, die Nummer werde ich hier besprechen, wenn ich sie durch habe.
  • Morgens dem Schaltungsdienst einen Druckauftrag gegeben. Und Nachdruckaufträge. Der Bestelleingang kann sich derzeit sehen lassen. Aber gut – es weihnachtet.
  • Dann Layout für ein Buch über Verschwörungstheorien. Aus dem Blickwinkel von Platon. Wird Band 51 »Außer der Reihe«.
  • Und nachmittags ein Lektorat. Neuer Auftrag. Zweites Buch einer Reihe einer Autorin, die auch schon bei p.machinery veröffentlicht hat.
  • Ärgerlich. Eines meiner letzten Bücher strotzt vor Fehlern. Meint ein Leser. Ich bin nicht sicher, ob da nicht eine Verwechslung der Textdatei passiert ist. Ich war überzeugt, bei der Fahnenkorrektur sorgfältig gewesen zu sein. Ärgerlich. Muss ich mir anschauen.
  • Kim geht es nicht wirklich besser, aber sie hat sich im Griff. So sieht es jedenfalls aus. Die Medikamentenlage ist problematisch. Sie bekommt unter anderem Gabapentin. Zweimal 50 mg pro Tag. Es gibt nur 100 mg-Kapseln. Hartkapseln. Tabletten gibt es erst ab 600 mg – und die kann ich dann nicht mehr dosieren. Dass Arzneimittelhersteller so überhaupt nicht nachdenken. Als wenn es sie gar nicht interessiert, was man als Anwender für Malessen mit ihrem Scheiß hat. Muff.

Die Tage 27/11 – 01/12

27/11

  • Das dritte Ikebana-Buch ist im Druck. Bzw. auf dem Weg dahin. Druckfreigabe erteilt. Und die ersten Bestellungen für Autorenexemplare kommen herein. Immerhin haben sich 31 Ikebanisten (plus die Autorin Ayako Graefe) an dem Werk beteiligt.

28/11

  • Kim geht es nicht gut. Medikamentenwechsel. Ein Medikament fehlt noch, das kommt erst am Montag. Wenn es meinem Hund nicht gut geht, geht es mir auch nicht gut.
  • E-Mail-Tag. Das Übliche.
  • Abends fünf Titel für den SERAPH 2021 eingereicht. Ich ahnte nicht, dass das so einfach geht.

29/11

  • Buchhaltung.
  • Fck!
  • Seit Ende August habe ich nichts mehr gemacht. Das ist die Strafe. Und es ist ja nicht so, dass ich das nicht wüsste.

30/11

  • Buchhaltung, Tag 2.
  • Fck!
  • Ansonsten Kleinkram erledigt.
  • Kim geht es nicht gut. Muff.

01/12

  • Die üblichen Aufgaben zum Monatsersten. Lexware-Nummernkreise aktualisieren. VLB-Lieferstati aktualisieren.
  • Beim Versuch, EON den Zählerstand per 30.11. zu melden, kann ich nur einen Vertrag erledigen. Der andere ist nicht zu finden. Chat aufgerufen. Die Chatpartnerin fängt mit 0815-Routinekram an. Daten aktualisieren. Abgebogen. Der Vertrag ist abgelaufen und Feierabend. Zählerstand für den zweiten Zähler via Chat übermittelt.
  • Stromio, der neue Anbieter, erlaubt gar keine Zählerstandsmeldung. Mit einer blöden Fehlermeldung. Von wegen maximal zwölf Mal im Jahr. Und nicht so kurz hintereinander. Toll. Der Vertrag mit denen läuft seit heute. Ich hasse solche Internetkrücken. Entweder kann ich das oder ich lass es bleiben. Aber diese Internetseiten, die einem unterstellen, man sei doof, die gehen gar nicht. Erster Punkt auf der schwarzen Liste für Stromio.
  • Sky-Receiver abgebaut, verpackt, versandfertig gemacht. TechniSat-Receiver in Betrieb genommen. Ablauf eigentlich ganz cool, wenn auch zeitaufwändig. Aber das sind die heutzutage wohl alle. Immerhin hat er WLAN, Internetzugang usw. usf. Schaumermal, was er taugt.
  • Kim geht es nicht gut. Das macht mich fertig.

Der Tag 19/11

Mein Blog entwickelt sich zum Tagebuch. Nicht nur, aber auch. Das ist okay so. Wenn ich es nicht wollte, würde ich es nicht tun. In früheren Jahren habe ich diverse Anläufe genommen, Tagebuch zu schreiben. Mal von Hand, mal mit Schreibmaschine, später auch auf dem Computer. Am Ende schlief das immer ein. Zeitmangel, aber irgendwann auch die Frage, wofür eigentlich das Ganze. Am Anfang dachte ich noch: für die Nachwelt, meine Memoiren, zur Erinnerung, einfach so. Und dann ist es halt versandet. – Mal sehen, wie lange das hier so geht.

Gestern, 18/11, war nichts Besonderes. Ich habe diverse Stunden damit zugebracht, fünf Neuerscheinungen meines Verlages im Internet kundzutun. Das kostet richtig Zeit, mindestens eine Stunde pro Buch, manchmal mehr. Da sind die eigenen Websites – vom Verlag und der Blog hier –, da sind diverse Foren, Instagram, pinterest. Am Ende noch das VLB. Für die nächsten Tage habe ich auf meinen Websites jedenfalls immer mindestens einen neuen Beitrag. Denn natürlich bringe ich die Infos nicht in einem Rutsch. Warum auch?

Heute, 19/11, ging etwas mehr:

  • Ein E-Book im Auftrag habe ich fertiggestellt. Kleinkram. Bringt knapp 60 Euro. Aber ich habe noch einmal einen neuen Weg ausprobiert, der schneller zum Ziel führt, als der, den ich bislang gegangen war. Ich verrate ihn nicht, interessiert vermutlich eh niemanden, aber wenn doch … So ein bisschen Betriebsgeheimnis darf ich mir auch gönnen.
  • Dann standen Nacharbeiten, letzte Korrekturen, Änderungen am dritten Ikebana-Buch an. Besonders aufwendig die Versuche, die Wünsche der Autorin bzgl. dreier Fotos umzusetzen – letztendlich sind sie in ihrem Sinne gescheitert, was ganz gut ist, denn so, wie die Fotos vorliegen, sehen sie besser aus. Natürlicher, realistischer.
  • Und zum Schluss habe ich mit dem Layout an einem neuen Buch begonnen, über das ich hier jetzt noch überhaupt nichts verraten darf. Gar nichts, total gar nicht überhaupt nichts. Eigentlich nicht mal, dass ich damit angefangen habe. Gnfrrz.
  • Die Gassigänge waren kacke. Morgens um 7 Uhr ging es noch. Mittags wollte ich eine große Runde drehen, aber da hatte es angefangen zu stürmen; später gab es sogar eine Unwetterwarnung für die Nordseeküste. Das Ergebnis war eine Quickierunde durch die sogenannte Siedlung, zwanzig Minuten nur. Es war stürmisch, arschkalt und die Mädels hatten sichtlich keinen Bock. Nachmittags um 16 Uhr war es noch schlimmer, da hat es zusätzlich auch noch geregnet. Nicht sehr stark, aber es nervt, wenn der Wind einem den Regen in die Fresse peitscht. Auch da wieder nur eine Runde durch die Siedlung. Es ist eh ein Wunder, dass den Hunden die immer gleichen Wege nicht langweilig werden. Aber wenn man Naomi so zuschaut, wie sie sich durch die Gegend schnüffelt … Sie schnüffelt seit bald zwei Jahren immer an den gleichen Stellen, und ich denke mir manchmal, ob ihr das nicht vorkommt, als würde sie immer die gleiche Seite 3 der gleichen BILD lesen … gnichel.