Hamburg prüft die Abschaffung der Rasseliste

Heute morgen auf NDRinfo: In Hamburg wird ein neues Hundegesetz diskutiert, wobei der Tenor in Richtung eines Hunde-Führerscheins für die Halter geht (wie schon in Niedersachsen praktiziert). Mit einem solchen Hunde-Führerschein würde die Last von der Hunderasse an sich auf den Halter gehen — eine sehr weise Entscheidung und gute Entwicklung. Denn Hunde wegen ihrer Rasse partout als gefährlich einzustufen, das ist längst bewiesener Unsinn. Das Problem ist immer am anderen Ende der Leine.
Vorbildlich ist hier unter anderem Schleswig-Holstein, wo es keine Rasseliste mehr gibt, sondern Hunde nur dann als gefährlich eingestuft und besonderen Bedingungen unterworfen werden (Stichwort: Maulkorb, Leinenpflicht), wenn sie sich auffällig benommen haben.
Nebenbei wird in dem Beitrag auch erwähnt, dass die zuletzt festgestellten meisten Beißvorfälle von Dackeln und Labradoren ausgingen. (Was beim Labrador auch an seiner unbändigen Fresslust liegen könnte :).

Den Wortbeitrag kann man hier nachhören: https://www.ndr.de/903/CDU-fordert-neues-Hundegesetz-fuer-Hamburg,audio1532592.html

 

Wer hat das Recht?

Das ist ein Listenhund.
Ein junges Hundemädchen, gerade aus einer Lage gerettet, aus der Schlechtes hätte entstehen können.
Ein Hundemädchen. Mit einer guten Beschreibung. Und allen Chancen.
Und trotzdem gibt es Menschen (?), die sich das Recht anmaßen, ein solches Hundemädchen am Anfang seines Lebenswegs als gefährlichen Hund einzustufen.

Alles Lesens- und Wissenswerte zur kleinen Hermine gibt es hier.

Herzzerreißend

Ich arbeite ja als Dienstleister im Verlagsbereich. Ich mache Korrektorate, Lektorate, ich mache Buchsatz und baue E-Books. Ich mache alles, was in dem Bereich von Relevanz ist. Mein Portfolio findet man auf globalepropaganda.de.

Letztens hatte ich ein E-Book zu bauen. Der Autor Detlef Dudenhoff hat die Geschichte seines Abschieds von einem seiner geliebten Hunde aufgeschrieben.
Das Word-Dokument, mit dem ich die Vorarbeiten erledigen wollte, war in keinem guten Zustand. Es stammte wohl aus einem PDF-Export oder so, egal. Es sah nicht gut aus, ich musste also Zeit und Hirnschmalz investieren, um es in eine Form zu bringen, aus der man ein E-Book machen konnte. Und dazu musste ich den Text auch lesen …

Barry Dodenhoff

Es hat mir fast das Herz herrissen. Ich habe im Januar 2023 meine Hündin Kim gehen lassen müssen, gewollt damals, weil es keine Aussichten auf Besserung mehr gab. Damals war ich emotional irgendwie … keine Ahnung … entfernt, weit weg, nicht beteiligt. Der letzte Moment, als ich Kim in meinen Armen hielt, wird mir unvergessen sein.
Und dieser Moment knallte durch, als ich die Geschichte um Barry las. Es war eine schwere Arbeit, eine sehr schwere Arbeit. Nicht, weil das Word-Dokument störrisch gewesen wäre – aber ich habe immer wieder die Arbeit unterbrechen müssen, weil ich durch die Tränen in meinen Augen nichts mehr sehen konnte.

Am Ende war alles geschafft und alles war gut.
Wirklich?

Keine Ahnung. Selbst heute noch, nach einigen wenigen Wochen, fange ich an zu heulen, wenn ich nur an das Buch von Detlef Dodenhoff denke. Ich lese es nicht mal, ich muss nur daran denken. Das reicht.

Dieses Buch ist nichts für Menschen, die keine Hunde hatten oder haben, nichts für Menschen, die mit Tieren nichts anfangen können. Das Buch ist für Menschen mit Hunden, nicht nur solchen, die schon einen Verlust erlitten haben, sondern für alle Hundebesitzer.

Als wir damals Kim haben gehen lassen, war ich emotional nicht dabei. Ich wusste, dass ich einen geliebten Hund verloren hatte, aber mehr wusste ich nicht. Erst nach der Lektüre des Abschieds von Barry spüre ich auch, was ich verloren habe.

Danke, Barry. Danke, Detlef.

Ace – der Blick

Ace ist ein sogenannter Staff Mix, geboren 2018. In den meisten Bundesländern (und auch im benachbarten Ausland) gehört er auf die »Rasseliste« angeblich besonders gefährlicher Hunde. In einigen deutschen Bundesländern — so in Schleswig-Holstein — sieht man nicht jeden Hund, der einen böse anschaut, als gefährlich an.

Ace findet sich derzeit auf der Website des Listenhunde-Nothfile e.V., in dem ich mit meiner Frau zusammen Mitglied bin. Die Chance, dass wir uns jemals einen solchen Hund zulegen werden, sind gering, denn in der Regel sind die Hunde dieses Vereins — und seiner Kollegenvereine — nicht gefährlich, aber anspruchsvoll. Und leider sind sie oft sogenannte »Einzelprinzen«, das heißt, Hunde die ihresgleichen in direkter Gesellschaft nicht akzeptieren wollen — und wir mögen es jedenfalls gerne doppelt.
Auch Ace ist so ein anspruchsvoller Hund, handhabbar, aber eben kein Couchpotato und durchaus mit einigen, wenn auch kleineren »Baustellen«. Auf dem Foto oben schaut er, wie diese Rasse — und andere Listenhunde wie Pitbulls z.B. — gerne schaut. Ihre Augen sind verhältnismäßig klein, der Kopf im Verhältnis sehr groß, rund — bis zur Kugelform –, die Ohren eher klein, wenn sie nicht eh kupiert sind (was längst verboten ist). Aces Gesicht bringt einen einmal mehr auf den Gedanken, seinen Kopf in beide Hände nehmen zu wollen.

Dass er auch witzig schauen kann, zeigt das Bild mit dem heranfliegenden Leckerli. Und auf diesem Bild zeigt er — wie auch auf dem nächsten –, was für ein schöner Hund er ist.

Auf der Vermittlungsseite des Vereins finden sich natürlich noch mehr Hunde, die auf Pflegestellen dabei sind, sich auf ihr »Zuhause für immer« vorzubereiten. Und natürlich finden sich auch die erfolgreich vermittelten Hunde, Erfolgsgeschichten – und die »Regenbogenbrücke«, mit den Hunden, die gegangen sind …

Weitere Details und eine ausführliche Beschreibung von Ace finden sich auf seiner Seite.

Tiere aus dem Tierheim haben mit vielen Vorurteilen zu kämpfen

(c) Annelie Fornoff, von TASSOs Website ausgeliehen

Auf TASSOs Website liest man zum Thema:

In Tierheimen warten unzählige Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und andere Heimtiere auf ein artgerechtes und liebevolles Zuhause. Tiere aus dem Tierheim und ihre Vermittlung haben leider oft einen schlechten Ruf. Mit diesem Artikel wollen wir mit einigen hartnäckigen Vorurteilen aufräumen und zeigen, dass die Adoption eines Tieres aus dem Tierheim eine wunderbare Möglichkeit für ein glückliches Zusammenleben von Mensch und Tier sein kann.

Mehr und Ausführliches dazu: hier.

Galgos und ihr Los

Am 26. Januar um 16 Uhr startet »Hilfe für Galgos in Not« 2023. Mehr Details: hier.

VETO Tierschutz schreibt dazu: »Unter dem Motto „Hilfe für Galgos in Not“ machen wir uns auch in diesem Jahr wieder für die vielen verstoßenen Jagdhunde stark, die in Spanien zum Ende der Jagdsaison aussortiert werden.
Schon nächsten Donnerstag, den 26. Januar geht es los und wir hoffen, dass auch in diesem Jahr wieder zahlreiche tierliebe Menschen Teil unserer Aktion sind.
Dank dieser Unterstützung konnten die nach der Jagdsaison ausrangierten Tiere mit Futter aufgepäppelt sowie finanzielle Mittel für medizinische Hilfe und Aufklärungsarbeit für Tierschutzvereine zur Verfügung gestellt werden.
Auch in diesem Jahr wollen wir so vielen Galgos wie möglich bei ihrem Start in ein neues Leben helfen.
Wir sind überzeugt: Gemeinsam mit dir, der ganzen VETO-Community, den zehn teilnehmenden Tierschutzvereinen, unserer Botschafterin Jacky Wruck und starken Partnern wird die Aktion auch in diesem Jahr Großes bewirken für die Hunde und die Tierschützenden.«

Bald dürfen die Idioten wieder

Deshalb:

Erklärungen zu den Gründen, warum Hunde bei der Silvesterballerei Angst haben, und Informationen, wie man als Hundehalter damit umgeht, finden sich natürlich bei TASSO: hier. Lesenswert sind die Hinweise nicht nur für Hundehalter — bei TASSO gibt es solche Informationen natürlich auch für Katzenhalter –, sondern auch für das Pack, das nichts Besseres zu tun hat, als Geld in die Luft zu ballern, Lärm zu machen, die Umwelt zu verseuchen und eben Tiere zu quälen. Die Hoffnung stirbt ja zuletzt — und vielleicht hat ja doch so mancher von den Missetätern mehr als eine vertrocknete Erbse im Schädel.

Für den letzten Deppen, der es immer noch nicht kapiert hat

Nicht nur kleine Kinder, auch Tiere – und nicht nur Hunde – gehören nicht in ein Auto eingesperrt. Und ein kleiner geöffneter Fensterschlitz hilft überhaupt nicht. Nur ein Anruf bei der Polizei und eine eingeschlagene Scheibe. Für den Anfang — vor der eigentlichen Rettung.

Hitzefalle Auto -Selbstversuch bei 18 Grad Außentemperatur