Vertrauen gut, Misstrauen besser?

Ich weiß sogar aus eigener Erfahrung, dass man nicht einfach jedem Hundetrainer vertrauen sollte. Als Kim damals zu uns kam, hatten wir wegen ihres uns gegenüber ablehnenden Verhaltens eine Trainerin beauftragt, die meinte, Kim sei nur zickig, würde einen auf Mädchen machen. Das Wenige, das wir über ihre Historie wussten, hat sie nicht interessiert. — Die Trainerin, die wir danach hatten, war deutlich besser. Ihr haben wir viel zu verdanken — und Kim auch.

Wie leicht es passiert, dass einem ein Trainer den eigenen Hund versaut, wenn man nicht misstrauisch ist und alles hinterfragt, was da vor sich geht, zeigt die Geschichte von Olaf. Lest sie hier in aller Ausführlichkeit. Ich will das hier nicht diskutieren, akzeptiere aber Kommentare, die das tun. Für mich ist klar, dass diese Trainerin aus dem Verkehr gezogen gehört. Leider ist es viel zu einfach, die Prüfung abzulegen, und so ist missbräuchlichem Verhalten gegenüber einem von Grund auf dem Menschen zunächst vertrauenden Tier Tür und Tor geöffnet. Menschen, die auch noch Geld dafür verlangen und dabei eindeutig gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, dürfen nicht geduldet werden.

Ich hoffe für Olaf, dass es den Menschen, die den Schaden nun wieder reparieren dürfen, gelingt, dass er wieder zu dem Hund werden kann, der er im Grunde war und im Grunde auch immer noch ist. Er hat es mehr als verdient. Er hat noch ein langes Leben vor sich — und das soll nicht nur für ihn, sondern auch für seine Menschen ein schönes Leben sein.

[Die Fotos stammen von einer Fotografin namens Carina; ihre Website: https://facebook.com/cbfotografie.bs.]

Nicht vergessen – nicht ballern!

Zur Erinnerung: Der schrecklichste Tag des Jahres für Tiere – gleich, ob in unserem Heim oder draußen in der Wildnis – ist Silvester. Es gibt sicherlich sinnvollere Dinge, für die man sein Geld ausgeben kann.

Quelle: DER TIERNOTRUF, Ausgabe 68, Tasso e.V., Sulzbach/Taunus, Dezember 2021, www.tasso.net

Alle Jahre wieder: Die Zeit der Marathons

Schaut ihn euch an. Den Hund. Ein Mädchen, denke ich. Auf den ersten Blick ist das irgendein Hund. Aber wenn man sich ein wenig auskennt, sieht man, wie dünn sie ist. Und vermutlich ist sie hungrig. Wie so viele Hunde zu jeder Zeit im Jahr. Nicht nur vor Weihnachten. Und nicht nur Hunde …

Ich bin in zwei Tierschutzvereinen mit Schwerpunkt Hund Mitglied.
Einerseits in der Listenhunde-Nothilfe e.V., der sich um sogenannte Listenhunde kümmert, die Hunderassen also, die außer in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Thüringen auf Listen stehen, weil sie von ahnungslosen Fachidioten als gefährlich eingestuft werden.
Und der zweite Verein ist der DsN e.V., dessen Schwerpunkt in Rumänien liegt, wo man ein eigenes Tierheim unterhält.

Der DsN ist dieses Jahr auf die Liste von VETO gelangt, die einen Spendenmarathon vor allem für Futter, aber auch andere Dinge durchführen. Der DsN hat eine eigene Wunschliste veröffentlicht und berücksichtigt dabei nicht nur Hunde (und Hundewelpen), sondern auch Katzen. Der DsN-Vorstand schreibt dazu:

Liebe Spender und Unterstützer,
der Spendenmarathon für Tiere ist eine große Spendenaktion für alle Streuner und Tierheimtiere, die es so notwendig haben, täglich Futter, hochwertiges Futter zu erhalten, um gut durch den kalten Winter zu kommen.
Jedes Jahr startet VETO dafür einen Spendenmarathon. Die gesammelten Spenden werden auf insgesamt 50 Tierschutzorganisationen aufgeteilt!
Dieses Jahr haben wir es geschafft!
Wir sind dabei!
Spendet für unsere Schützlinge!
Anhand des Links, den wir euch einfügen, kommt ihr zu unserer Wunschliste und seht, was wir uns vorrangig wünschen:
https://www.spendenmarathon-tiere.de/?wid=677021
Sehr gerne könnt und dürft ihr diesen Newsletter an eure Freunde und Bekannte weiterschicken. Wir freuen uns über jede noch so kleine Unterstützung, denn viel Kleines kann Großes bewirken.
Wir danken euch von Herzen.
gez. Heidi Achenbach / Christiane Horlacher
Vorstand von DsN e.V. Tierschutz für alle

Und ich habe nicht lange überlegt. Meine Spende deckt jeweils zwei Monatsrationen Futter für 2-3 erwachsene Hunde und 1-2 Hundewelpen.

Heute ist ihr Tag

Heute ist Welthundetag. »Hunde begleiten den Menschen schon seit vielen Generationen. … Hunde helfen Blinden, suchen nach Sprengstoff oder Drogen, finden verschüttete Personen und können sogar Menschen therapieren. Für all die Hilfe und Freude, die uns die Vierbeiner spenden, ehren wir sie mit dem internationalen Welthundetag«, kann man im Internet lesen, wenn man nach dem Stichwort »Welthundetag« googelt.

Kim hinten, Naomi vorne.

Aber nicht allen Hunden geht es so gut wie meinen beiden. Das Hundeelend weltweit ist so groß wie das Tierelend insgesamt. Auch daran sollte an einem solchen Tag gedacht werden.

bpt: Ein Update

Ich habe vor Kurzem die Kampagne „Europäisches Parlament: EU will weitreichendes Antibiotikaverbot für Tiere – Gefahr für unsere Tiere“ auf Change.org unterschrieben und hier auch berichtet (der Beitrag stand eine Weile ganz oben auf dieser Seite, festgepinnt).
Jetzt gibt es eine spannende Entwicklung.
Der Petitionsstarter hat folgendes Update gepostet: „Offener Brief zur Pressmitteilung vom 10. September an Herrn Häusling“. Unter dem Link unten kann man Ausführliches dazu lesen und vielleicht hat ja noch jemand Lust, die Petition auch zu unterschreiben.

Für mich ganz persönlich zeigt dieser offene Brief, dass die Grünen für mich unwählbar sind und bleiben. Aber das ist nur ein Nebeneffekt.

Petitionslink: https://chng.it/QWHc6Qm6Md

Das ist nicht euer Ernst!

Es wird vorgegeben, dass sich das auf Nutztiere bezieht, für Nutztiere gelten soll – aber es ist leicht auszurechnen, dass am Ende alle Tiere, auch Haustiere und selbst die wertvollen Tiere in europäischen Zoos von dem geplanten Verbot betroffen sein werden. Und das geht nicht – schon unter Gesichtspunkten des Tierschutzes ist eine Umsetzung einer solchen EU-Verbotsrichtlinie in Deutschland verfassungswidrig. Und das Ganze führt endlich auch zu einer Kriminalisierung der Landwirtschaft, denn es wird für die industrielle Landwirtschaft ein mafiöser Grau- und Schwarzmarkt jenseits jeglicher Kontrollmöglichkeiten entstehen.

Tiere können krank werden. Es ist nicht die Lösung, kranke Tiere zu töten. Kranke Menschen werden auch nicht getötet, es wird versucht, ihnen mit allen Mitteln zu helfen. Tiere zu töten, weil man ihnen aufgrund der Entscheidungen von desinteressierten Schreibtischtätern nicht helfen darf, das grenzt an Mord.

  • Aktuelle Informationen zum Thema auf der Seite des Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt): hier.
  • Der Text zur Kampagne des bpt: hier.
  • Die Petition auf Change.org – bitte lesen und unterschreiben: hier.

Edit 10.10.2021: Der Link zur Kampagne ist abgelaufen. Die aktuellen Informationen sind aber immer noch vorhanden und – nicht nur wegen der bisherigen Erfolge der Kampagne – nach wie vor interessant.

Wer glaubt denn so was? Das Popotop!

Jedermann hat heutzutage den Begriff des Biotops im Ohr und im Kopf. Ständig wird er in den Mund genommen. Wenn eine Autobahn gebaut werden soll, ein Windrad zu errichten ist, irgendein Eingriff in die Natur erfolgen soll, entstehen auf einmal Biotope – wie aus dem Nichts. Die Nachbarin meiner Hundephysiotherapeutin wollte ein durchaus für Bebauung geeignetes Grundstück zum Biotop erklären lassen, um keinen direkten Nachbarn hinnehmen zu müssen. Das einzig Biotopische an dem Grundstück allerdings waren und sind bis heute plattgemachte Bäume, die offensichtlich auch gestört haben.

Was aber ist ein Popotop? Wenn man zwei Hunde hat, dann weiß man irgendwann, dass auch Hunde mit zunehmendem Alter ihre Zipperlein entwickeln. Meine beiden Mausemädchen leiden gleichermaßen unter Arthrose. Hüfte, Rückgrat, Pfoten – man könnte glatt von klassischen Problemstellen sprechen. Damit die Entwicklung nicht ganz so schnell und nicht ganz so umfangreich ausartet, gibt es heute Möglichkeiten. Zum Beispiel eine Hundephysiotherapeutin, die über einen Pool verfügt, in dem die Hunde schwimmen können (auch wenn meine beiden Mäuse das zugegebenermaßen lieber nicht tun würden).
Nach so einer Schwimmung, die in der Regel zwanzig bis dreißig Minuten pro Hund dauert, sind die Hunde nass. Ja, manch Leser mag überrascht sein, aber sie sind nicht nur einfach nass – sondern nass bis auf die Haut (und nicht nur oberflächlich wie nach einem Gassigang bei Regen). Und auch, wenn der Hund den größten Teil des Wassers im Fell los wird, indem er sich schüttelt, und auch, wenn man als Mensch selbst mit großen Badetüchern zulangt, Feuchtigkeit bleibt.
Interessanterweise ist der Körperteil des Hundes, der sich am längsten die Feuchtigkeit bewahrt, das Heck, das Hinterteil – vulgo: der Popo. Und es dauert Stunden, bis der getrocknet ist, und in dieser Zeit hat man das Vergnügen, ein vierbeiniges Feuchtbiotop im Hause zu haben, das beim Hinsetzen auf Laminat und Parkett gerne einen Sitzfleck hinterlässt.
Und das ist es – das hündische Feuchtbiotop, das sogenannte Popotop.

Hat man diese Erkenntnis erst einmal verinnerlicht, ereilen einen Menschen mit verlegerischer Tätigkeit sogleich verlegerische Gedanken. Das Genre der Utopie ist uralt, Thomas Morus hat es begründet und viele Autoren haben sich mehr oder minder erfolgreich an Utopien versucht. Die ewigen Griesgräme unter den Schriftstellern kamen irgendwann auf die Idee, die Lesewesen dieser Welt mit dem Gegenteil der Utopie zu behelligen – der Dystopie. Sie ist heutzutage nicht nur modern, sondern omnipräsent. Wer etwas anderes zu schreiben und zu vermarkten versucht, als eine Dystopie, muss schon damit rechnen, schräg angeschaut zu werden.
Aber die Rettung ist in Sicht. Utopien sind durch, Dystopien nerven – morgen schreibt man Popotopien, und wer behauptet, das sei Literatur für den (Hunde-) Arsch, der ist ein böser Mensch. Popotopien zu schreiben ist einfach. Knuffig muss die Literatur sein, mit langem oder kurzem Fell gestaltet, eben feucht – mal mehr, mal weniger –, und vier Beine, zwei große, nicht kupierte Ohren und einen allerlieblichsten Blick muss das Werk haben, so sehr, dass der Leser bei der Lektüre vor Freude und Zuneigung zum Werk, zur Popotopie förmlich zerfließt.
Also auf! Autoren! Schreibt Popotopien! Mein Verlag, die p.machinery (vulgo: popoganda machinery, deutsch: Popogandamaschinerie), wartet auf eure Ergüsse.

Sonnenschein, schon reserviert

Es hätte mich gewundert, wenn die kleine Tilda – immerhin erst acht Monate alt – lange auf Interessenten hätte warten müssen. Die süße Maus mit den lustigen Marienkäferohren – die Punkte, die Punkte (für all diejenigen, die Marienkäfer noch nie gesehen haben) – könnte in der richtigen Familie und mit der richtigen Erziehung ein wundervolles Beispiel für die grenzenlose Idiotie der Schreibtischhonks mit ihren Rasselisten werden. Ich drücke die Daumen, dass das alles so hinhaut. Genau so. Und nicht anders.

Zu Tildas Seite: hier.

Tilda *** R E S E R V I E R T ***