Sonnenschein, schon reserviert

Es hätte mich gewundert, wenn die kleine Tilda – immerhin erst acht Monate alt – lange auf Interessenten hätte warten müssen. Die süße Maus mit den lustigen Marienkäferohren – die Punkte, die Punkte (für all diejenigen, die Marienkäfer noch nie gesehen haben) – könnte in der richtigen Familie und mit der richtigen Erziehung ein wundervolles Beispiel für die grenzenlose Idiotie der Schreibtischhonks mit ihren Rasselisten werden. Ich drücke die Daumen, dass das alles so hinhaut. Genau so. Und nicht anders.

Zu Tildas Seite: hier.

Tilda *** R E S E R V I E R T ***

Verkehr erziehen

Verkehrserziehung kann nicht früh genug beginnen. In vielen Fällen kennt sich ja die Natur aus. Bei der Geburt versucht sie darauf zu achten, dass der Kopf zuerst erscheint – immer hübsch voraus. Und später – quasi ein Leben lang, sofern nichts Unerwartetes geschieht – wird immer an den richtigen Stellen gepinkelt und gekackt (unten) sowie gekotzt (oben). Aber sind nicht alle Verkehrsregeln, die es im Leben zu beachten gilt.

Verkehrserziehung in den frühestens Jahren eines Kindes ist von allergrößter Wichtigkeit. So kann rechtzeitig eine gewisse Sensibilität gegenüber härteren, stabileren, größeren und rücksichtsloseren Verkehrsteilnehmern (ScheißUV-Fahrern, A6- und A8-Zuhältern usw. usf.) hilfreich sein, kleine und möglicherweise aussichtsreiche Leben zu retten. Aber auch andere Verhaltensregeln sind sinnvoll, frühzeitig erlernt zu werden:

  • Neben einem vorbeigehenden Hund beginnt man nicht wie bescheuert zu brüllen, zu kreischen oder irgendwie laut zu sein.
  • Vor einem sich nähernden Hund läuft man tunlichst nicht weg.
  • Auf einen sich nähernden Hund rennt man auch nicht zu. Vor allem nicht bescheuert brüllend und auch nicht mit einem langen und hart aussehenden Gegenstand (Stock, Holzschwert) fuchtelnd.
  • Und – ganz wichtig – man rast nicht auf einen Hund mit einem Bobbycar, einem Laufrad, einem Fahrrad oder irgendeinem anderen beschissenen Vehikel zu, ohne Andeutungen zu machen, ausweichen zu wollen.

All diese fehlerhaften Verhaltensweisen führen nicht zwingend dazu, dass der Hund zubeißt, obwohl das manche Hubschrauber fliegende Nachwuchserzeuger gerne so hätten, damit nicht ihr Balg, sondern ein unschuldiges Tier eingeschläfert werden kann. Was aber definitiv die Folge sein wird, ist, dass der Hundebesitzer mit der Faust seiner Wahl zulangen wird. Und zwar nicht zu knapp.

Hanna

An diesem besonderen Tag möchte ich sie euch vorstellen: Hanna. Traurig sind ihre Augen. Ich habe keine Vorstellung von ihrem Schicksal, aber allein das Wissen, dass man sie trächtig kastrieren wollte – und damit neun Hundebabys zum Tode verurteilt hätte –, erfüllt mich mit Grauen. Würde man eine schwangere Frau im achten Monat sterilisieren, gälte das als eine ganze Reihe von Straftaten, schwere Körperverletzung und Mord (am Baby) inklusive. Eine Hündin indes darf ihre Babys nicht zur Welt bringen, jedenfalls nach der Meinung von gefühllosen Schreibtischtätern, die willkürlich und ohne jede wirklich hieb- und stichfeste Begründung festgelegt haben, dass eine trächtige American-Staffordshire-Mix-Hündin in Bayern, Baden-Württemberg und anderen Bundesländern eine Bestie sein soll. Und keiner dieser unheiligen (und nicht nur potenziellen) Mordbuben kann erklären, warum Hanna in Schleswig-Holstein und Niedersachsen harmlos ist.

Hanna. Ein Schicksal, von dem man nicht mehr wissen möchte, weil man die eigene Wut nicht aushalten kann. Ein Schicksal, das man in ihren Augen sieht.

Hanna ist in der Obhut der Listenhunde-Nothilfe e.V., schon längere Zeit, und ich denke, sie wünscht sich nichts mehr, als ein Heim bei ihren Menschen. Auf ihrer Pflegestelle ich sie gut untergebracht, das ist sicher; aber so eine Pflegestelle ist eben kein Heim, nur eine Zwischenstation.

Hanna

Hier kommt Matz!

Heute morgen ist er zum ersten Mal da, bei der Listenhunde-Nothilfe: Matz. Ein Welpe, ein ganz junger Hund, noch in einem Alter, in dem ein toller Hund aus ihm werden kann (und wird), wenn seine Leute Zeit für ihn haben – und den Willen, dass er zu dem Familienhund wird, den American Staffordshires normalerweise darstellen. Matz

Der Hund des Tages

Gina ist – wie man auf den Fotos sehen kann – eine »bildschöne Hündin«, »ein kleiner Sonnenschein«. Die Beschreibung auf der Vereinsseite ist ein wenig älter und man darf davon ausgehen, dass sie sich längst in positiver Richtung – das ist so üblich auf den Pflegestellen, die die Hunde des Vereins übernommen haben – weiterentwickelt hat.

Der Listenhunde-Nothilfe e.V. ist »mein Verein«, ich bin Mitglied und möchte mich (nach dem Ende meiner Facebook-Mitgliedschaft) wenigstens auf diesem Wege bemühen, etwas (mehr) für den Verein zu tun (als nur meinen Beitrag zu zahlen). Die Hunde, um die es hier geht, sind in der Regel ganz normale Hunde mit oft von Menschen verursachten Baustellen, wozu auch gehört, dass diese eigentlich liebenswerten und friedlichen Tiere in den meisten Bundesländern dieses Staates als gefährlich gelten, weil sie von Schreibtischtätern auf eine Liste gesetzt wurden.

Problematisch (für mich und meine Frau) ist, dass zahlreiche dieser Hunde Tiere sind, die einen Einzelplatz möchten – was bei uns schon von Haus aus nicht drin ist –, und Hündinnen (die ich einem Rüden vorziehe) gegenüber anderen Hündinnen meist »nach Sympathie« entscheiden, was auch immer das heißt. (Als wir seinerzeit Naomi zu uns holten, war das im Grunde auch die Frage: Macht Kim das mit? Hat sie – und möglicherweise ist die entsprechende Anmerkung in der Vereinsbeschreibung nicht vorsichtig gedacht, allzu vorsichtig möglicherweise … Aber in der Tat weiß man nie.

Gina indes ist kein Einzelplatzhund, im Gegenteil. In der Beschreibung wird eine sportliche Familie – oha! – mit Kindern und anderen Hunden gesucht, weshalb davon ausgegangen werden darf, dass Gina jedenfalls nicht soziophob oder gegenüber Artgenossen aggressiv ist. Sie ist ein hübscher Hund und vor allem die Fellfarbe wäre genau unser Ding. Und noch dazu lebe ich in einem Bundesland, das keine sogenannte »Rasseliste« hat …

Nur … wir sind keine »sportliche Familie«. Seufz.

Blaumaus mit Schicksal

Dank ihres Vorlebens mit wenig intelligenten Menschen sind solche Hunde wie dieses hübsche Mädchen dann immer Einzelhunde. Keine Kinder ist ja okay, aber andere Hunde gehen dann auch nicht. Und das ist einfach schade …

Klickt auf das Bild und gönnt euch einen Besuch bei »unserem« Verein, der sich um sogenannte »Listenhunde« kümmert.

Ein Fest für die Tiere

Deutschland macht dicht. Heute wurde es entschieden. Weihnachten ganz klein, nur im engsten Familienkreis – wobei »engsten« sehr eng auszulegen ist. Aber das Beste: Silvesterfeuerwerke sind dieses Jahr UNTERSAGT! Keine Feiern, keine Feste, keine Feuerwerke! — Wie seltsam: Eine Seuche kann sogar Positives bewirken!

Wortlos

Senior blind Pit Bull waited his whole life for this rescue!

Eigentlich wollte ich dazu nichts schreiben, weil ich es eigentlich nicht kann. Mir fehlen angesichts solcher Hunde oft … nein, fast immer die Worte. Man bekommt nur eine winzige Andeutung einer Vorstellung, was der Hund mitgemacht haben könnte, allein, wenn man sieht, welche Farbe sein Fell wirklich hat.