Zielscheibe Böhmermann: Volltreffer

Ich liebe Böhmermann. Hassliebe. Der Mann hat es mit seinen zweifelhaft kabarettistischen (und oft genug dreckschleudernden) Beiträgen verdient, aufs Korn genommen werden. Zuletzt hat ihm nicht nur ein Imker, sondern auch das Landgericht Dresden — Kompliment, Leute, Kompliment! — eine Breitseite verpasst. Sehr schön.

Jan Böhmermann geht gegen Imker vor: Bienen-Streit um "Beewashing" | Anwalt Christian Solmecke

Und ein Textbeitrag dazu von wbs.legal: hier.


Und ja, ihr Böhmermann-Fans, ihr dürft hier gerne kommentieren. Ob ich die Kommentare veröffentliche, wird sich zeigen. Eure Chancen steigen, je plakativer ihr euch wie Böhmermann zeigt. Versucht einfach euer Glück, wenn ihr wollt.

Verkaufsunterstützung?

Welcher selbst veröffentlichende Autor und welcher Kleinverleger träumt nicht davon, dass sein Buch mit ordentlichen Verkaufszahlen aufwarten kann. Dirk C. Fleck, den ich in meiner p.machinery verlege, hat mit mehreren Büchern vorgemacht, wie so was gehen kann. Und wer aktuell wissen möchte, wie man seine Verkaufszahlen hochtreibt, der mag sich dieses Interview bei apolut.net anschauen.
Freilich, KenFM war nicht unumstritten, apolut.net ist es auch nicht. Aber da hat Dirk Fleck eben gesprochen, das haben Leute gesehen – und das Buch »Heroes« gekauft. Und kaufen es immer noch.
Schaut es euch an. Lernt daraus. Oder lasst es. Eure Entscheidung.

Neujahrswünsche

Ich mag das ja nicht. Weihnachtswünschemails. Neujahrswünschemails. Die verkleben meine sowieso an der Überlastungsgrenze vegetierende Mailbox nur noch mehr. Ich mag die nicht, weil ich immer ein schlechtes Gewissen habe, weil ich nicht antworten will. Kann. Mir fällt da nichts ein. Alles Gute. Viel Erfolg. Glück. Gesundheit. Tralala. Es ist immer das Gleiche. Es sind immer Sachen, die man auch all denjenigen nicht wünscht, die man nicht leiden kann, denen man die Pest an den Arsch wünscht. Allen anderen wünscht man eh das Gleiche, das man sich für sich selbst in Anspruch nehmen möchte.
Also – was soll’s?
Gut. Das sind so Dinger, die üblich sind. Traditionen. Pseudotraditionen. Aber muss man das immer mitmachen? Einer meiner Mailpartner meinte dazu, dass er sich das merken würde. Gut. Oder auch nicht.
Im Grunde ist da alles okay.
Wenn da nicht das Gefühl wäre und bliebe, sich nicht gesellschaftsnormenkonform verhalten zu haben.
Muff.

Wie auch immer. Ich wünsche all den wenigen Lesern meines privaten Blogs, die das hier mitkriegen, ein gutes neues Jahr. Und ihr wisst es selbst – wir kriegen das hin. Mag Putin weiter spinnen, mag die Hamas weiter morden, mögen sich sonst irgendwelche Dinge ereignen, die wir für uns nicht mögen. Den Rest schaffen wir. Nicht im Merkelschen Sinne, sondern einfach, weil wir das so wollen. Und ich wünsche euch, die ihr hier mitlest, viel Glück dabei.
Und Gesundheit.
Denn die ist heutzutage und in unserem Alter immer wichtiger.

Ohne Schwanz

Man macht sich keine Vorstellung, wie es sich anfühlt, wenn man moderne Kommunikationsmöglichkeiten – sprich: DSL, Internet, Telefon – verliert. Ich weiß es jetzt: Es fühlt sich an, als ob einem jemand den Pimmel abgeschnitten hätte und man nicht mehr pieseln kann. Oder so ähnlich.

Am Donnerstag, den 07.12., hat es gegen 14.30 Uhr einer der in Winnert marodierenden, Glasfaser verlegenden und Leitungen kappenden Bautrupps geschafft, die Telefonleitung, an der ich hänge, zu kappen. Weg war’s.
Anruf bei Vodafone (mit dem Handy), Störung gemeldet. Die waren recht schnell, informierten die Telekom. Am nächsten Tag würde ein Techniker kommen, wir sollten den Zugang zu den Einrichtungen im Haus ermöglichen.
Der Techniker war superpünktlich, hatte aber keine guten Nachrichten. Es war Freitagnachmittag, die nötigen Reparaturarbeiten würden zwei bis drei Werktage dauern. Werktage. Also bis Mittwoch.
Derweil hätte ich gerne einen Mobilfunkstick für die Fritz!box gehabt. Hatte niemand in Husum. Der Vodafone-Shop dort ist eh ein Witz – die haben ein paar Handys und Vertragsunterlagen, sonst nichts. Die Telekom nebenan hatte immerhin Mobilfunkkarten. Ich kaufte eine, weil ich daheim noch einen LTE-Router hatte (aus der Anfangszeit hier in Winnert, bevor der Vodafone-Anschluss gelegt wurde).
Der Router erwies sich auch als zickig. Bzw. die ganze Hardware. Am PC wollte er nicht laufen. Also ans Notebook. Ging. Problem: Die ganzen Outlookdaten waren auf dem PC. Also rüberkopieren. 9 GB gehen ja ganz fix … halbe Stunde auf den USB-Stick und aufs Notebook. Alles cool. Aber praktikabel war das nicht.
Am Samstag erwarb ich zwei RJ45-Kupplungen, falls ich das Netzwerkkabel von der Fritz!box zum LTE-Router verlängern müsste. Und ich besorgte einen USB-RJ45-Netzwerkstöpsel.
Nach Stunden schweißtreibender Fummelei hatte ich eine funktionable Lösung gefunden – für meinen Arbeitsplatz; Frau Haitel schaute in die Röhre, weil das WLAN-Modul des LTE-Routers sichtbar, aber nicht ansprechbar war. Meine Lösung war: Mail auf dem PC = okay; Internet mit Websites usw. nicht. Internet ging aber auf dem Notebook. Das habe ich schließlich mit dem Remotedesktopdienst ferngesteuert.
Bemerkenswert war das Verhalten mancher Anwendungen. Alle Office-Programme brauchten ewig zum Start, weil die Authentifizierung auf dem PC natürlich nicht funktionierte. DVDfab erledigte seine Arbeit nur, wenn es den LTE-Router-Zugang exklusiv hatte; also Notebook abstöpseln bzw. ausschalten. Und auf den Tablets ging natürlich auch nichts. Vom Telefon – das hier über die DSL-Leitung läuft – ganz zu schweigen.

Heute Mittag waren sie dann da, die Leute von der Firma Pohl, die hier im Landkreis die Telekom-Installationen durchführt. Nach einer SMS der Telekom hieß es zuvor, es gäbe Verzögerungen bis 25.12. … na toll. War aber nicht der Fall; die »zwei bis drei Werktage« des Technikers vom Freitag waren richtig. Und die Jungs waren gut und schnell – um 12.30 Uhr oder so lief DSL wieder, alles war gut … für fünf Minuten. Dann gab es noch einmal einen Abbruch – ab 13.40 Uhr läuft es aber wieder stabil.

Abschließend hoffe ich, dass die Glasfaserinstallationen fehlerfrei(er) laufen. Immerhin habe ich auch einen Zugang gebucht (und das Kabel liegt auch schon direkt am Haus). Wenn ich mir allerdings vergegenwärtige, was die Polen hier in Winnert angerichtet haben – kaputte Gehwege, ebenso kaputte Grünstreifen, Dreck überall, dazu die grundsätzlich möglichst dämlich geparkten Fahrzeugen, deren Motoren auch dann laufen mussten, wenn mit einer Nutzung überhaupt nicht zu rechnen war –, ja, dann habe ich so meine Zweifel. Aber gut, man wird sehen. Zur Not habe ich ja noch mein Mobilfunkequipment, von dem ich jetzt weiß, wie ich es zusammenschalten muss, dass was geht.

Der Tag des Fuchses

Ja, den gibt es in der Tat … Genau heute.

Auch wenn es so aussieht, als sei das Projekt nach dem ersten Weltfuchstag 2021 gleich wieder eingeschlafen – es ist wichtig. Und gerade Landwirte sollten ein Interesse daran haben, dass sich die Füchse um die Mäuse kümmern, die ansonsten durch die Felder marodieren …
Es geht übrigens die Mär — die ich für keine solche halte –, dass die Fuchsjagd zwecks Dezimierung der Bestände sinnlos ist, weil die Zahl der getöteten Füchse durch entsprechende Geburtenraten ausgeglichen wird. Ein Regulatorium der Natur — aus der sich der Mensch einmal mehr einfach heraushalten sollte.

Lustig: KI und Musik

Ich halte nicht viel von dem aktuellen KI-Hype. Aus meiner Sicht gibt es keine künstliche Intelligenz. Künstlich ja, intelligent? Ganz sicher nicht. Aus meiner Sicht handelt es sich um algorithmengesteuerte Megadatenbanken, die zugegebenermaßen verblüffende Ergebnisse liefern können – abhängig von der Intelligenz des Anwenders, der die Vorgaben macht -, aber sie sind eben einfach nicht intelligent. Und von einem Skynet-Szenario und Terminatoren aus der Zukunft sind wir Äonen entfernt.
Trotzdem kann man sich mit dem Thema beschäftigen, und wenn es einem so amüsant geboten wird, wie im »KI-Podcast«, den man in der ARD- und anderen Audiotheken findet, dann hat man durchaus einen Erkenntnisgewinn, der sich mitunter lohnt.
Heute hörte ich im Auto zufällig ein Stück des aktuellen Podcasts zum Thema »KI und Musik« und musste bei »Gangstas Paradise«, gesungen von einer Zahnbürste – ja! – herzhaft lachen.