Schnelle Nummer: Ich bin gedrimpft

»Boostern« sagt nur jemand, der seine deutschen Sprachkenntnisse verleugnet, weil sie unmodern sind, oder – schlimmer noch – wer sie bei Ebay vertickt und den Erlös gehirnzellenrelevant versoffen hat. Wer das Wortmonstrum »Auffrischungsimpfung« nicht mag, dem wird deutsche (!) Erleichterung geboten, wenn er die dritte Impfung gegen die Seuche »Corona« als »Drimpfung« gezeichnet. (Und ja, manche Fachleute haben schon die Überlegungen über eine »Viermpfung« angeregt.)

Ich bin jedenfalls gedrimpft. Und das war eine schnelle Nummer. Termin im Impfzentrum Husum auf dem Messegelände war um 10:45 Uhr. Ich bin um 10:40 Uhr rein – und um 10:58 Uhr saß ich schon wieder in meinem Auto.
Das ging echt superschnell: Rein, Einladung checken lassen. Im ersten Stock anmelden, rein in Warteraum 1, wo gerade noch jemand über eine Nebenwirkung namens Herzmuskelentzündung referierte. Dann weiter, ich wurde gleich rangenommen, konnte mich nicht mal hinsetzen. Unterlagen wurden geprüft, Impfbuch ausgefüllt, und weiter. Wieder kam ich nicht zum Hinsetzen, wurde gleich hereingerufen. Zack, Impfung – mit Moderna. Die Nadel war nicht zu spüren (da sind die Pikse bei den viermal täglichen Insulingaben schmerzhafter). Und weiter in Warteraum 2. Da bekam ich mein Impfbuch zurück, das Zertifikat mit dem QR-Code für die CoronaApp. Und ein bisschen warten.
Das war’s.
Ich bin gedrimpft.

Und ich habe kein Verständnis für Menschen, die sich einer solchen Impfung ohne guten Grund – z. B. einem gesundheitlichen – verweigern.
Nebenwirkungen? Na und? Wenn ich Alkohol trinke, werde ich betrunken. Wenn ich rauche, bekomme ich eine Raucherlunge. Wenn ich Auto fahre, gehe ich das Risiko ein, zu verunglücken. Was also ist das Risiko bei einer solchen Corona-Impfung?
Für mich sind solche Menschen Feiglinge oder – schlimmer noch – Solidaritätsverweigerer. Egoisten. Dumme Egoisten noch dazu. Denn die Hauptnebenwirkung, wenn man sich nicht impfen lässt, ist, dass man eine ordentliche Corona-Infektion bekommen kann. Vor allem, weil man als Impfverweigerer ja gerne auch Corona-Leugner ist.
Herzlichen Glückwunsch also zu so einer dämlichen Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen.

Vertrauen gut, Misstrauen besser?

Ich weiß sogar aus eigener Erfahrung, dass man nicht einfach jedem Hundetrainer vertrauen sollte. Als Kim damals zu uns kam, hatten wir wegen ihres uns gegenüber ablehnenden Verhaltens eine Trainerin beauftragt, die meinte, Kim sei nur zickig, würde einen auf Mädchen machen. Das Wenige, das wir über ihre Historie wussten, hat sie nicht interessiert. — Die Trainerin, die wir danach hatten, war deutlich besser. Ihr haben wir viel zu verdanken — und Kim auch.

Wie leicht es passiert, dass einem ein Trainer den eigenen Hund versaut, wenn man nicht misstrauisch ist und alles hinterfragt, was da vor sich geht, zeigt die Geschichte von Olaf. Lest sie hier in aller Ausführlichkeit. Ich will das hier nicht diskutieren, akzeptiere aber Kommentare, die das tun. Für mich ist klar, dass diese Trainerin aus dem Verkehr gezogen gehört. Leider ist es viel zu einfach, die Prüfung abzulegen, und so ist missbräuchlichem Verhalten gegenüber einem von Grund auf dem Menschen zunächst vertrauenden Tier Tür und Tor geöffnet. Menschen, die auch noch Geld dafür verlangen und dabei eindeutig gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, dürfen nicht geduldet werden.

Ich hoffe für Olaf, dass es den Menschen, die den Schaden nun wieder reparieren dürfen, gelingt, dass er wieder zu dem Hund werden kann, der er im Grunde war und im Grunde auch immer noch ist. Er hat es mehr als verdient. Er hat noch ein langes Leben vor sich — und das soll nicht nur für ihn, sondern auch für seine Menschen ein schönes Leben sein.

[Die Fotos stammen von einer Fotografin namens Carina; ihre Website: https://facebook.com/cbfotografie.bs.]

Neue Praxis im Ort

Eigentlich schon am 01.01., aber heute, am 03.01., eröffnet ganz offiziell meine holde Gattin ihre Praxis als Heilpraktikerin und Wellness-Fachfrau. Ihr Wellnessprogramm hat einen erkennbar asiatischen Einschlag, und Genaues erfährt man auf ihrer eigenen Homepage hp-saskia.haitel.de.
Für die Praxis mit zwei Behandlungsräumen, dem Bad mit Duschgelegenheit und einem separaten WC haben wir das Obergeschoss unseres 2018 gekauften Hauses »geopfert«, was unter dem Gesichtspunkt, dass Kim inzwischen keine Treppen mehr laufen kann — weder rauf noch runter — und auch Naomi nicht jünger wird, nicht wirklich tragisch ist, auch wenn wir uns in unserem verkleinerten privaten Lebensraum einschränken mussten und müssen. Aber was tut man nicht alles für den Erfolg …
Und genau solchen Erfolg wünsche ich meiner Gattin. Sie arbeitet nebenbei auch noch hauptberuflich, was sicher eine kluge Entscheidung ist. Wie lange das nötig sein wird, wird sich zeigen — vielleicht ist es nächste Woche schon nicht mehr nötig <gnichel>.

Wenn das alte Jahr in Panik versinkt

Dann ist man vielleicht ein kleines, fünf Jahre altes, rotbraunes Hundemädchen aus Rumänien, dessen vergangenes Leben mit den vermutlich nicht immer schönen Erlebnissen im Dunkel der Zeit verborgen liegt …

Die im Grunde illegale Silvesterballerei in Winnert am letzten Tag des Jahres 2021 war erkennbar schlimmer als im Jahr zuvor. Damals waren die deutschen Durchgeknallten (sic!) gegenüber dem Verbot des Verkaufs von Silvesterknallern unvorbereitet; 2021 war genügend Zeit, sich über alle möglichen dubiosen Quellen – auch im Internet (und nicht etwa im Darknet) – zu versorgen. Und es ist ja egal, dass auch das Abfeuern gebunkerten Sprengstoffs nicht erlaubt war. (Und die Frage, dass nichtprofessionelle Feuerwerker [vulgo: Privatpersonen] außerhalb eines sehr eng gefassten Zeitraums im Jahr überhaupt keine Sprengstoffprodukte nutzen dürfen, war ja schon immer Gegenstand umfassenden Unwissens, Unverständnisses und letztlich zivilen Ungehorsams.)
Aber wen interessiert heutzutage überhaupt noch das Wohl anderer. In Zeiten der Corona-Diktatur, die es auch dem letzten Spinner erlaubt, aus seinem Dreckloch zu kriechen und seine Volksverhetzung in der Öffentlichkeit auszuwalzen, ist sich jeder selbst der Nächste. Und was sind schon Tiere. Hunde kann man hierzulande nicht fressen, also ist deren Wohl völlig unwichtig. Wie das von Katzen, Schafen, Ziegen, Rindern … Die Liste ist endlos.

Kim, unsere ungarische Prinzessin, hat sich überraschend gut gehalten. Sie war entspannt, es gab keinen Augenblick, in denen sie die Angst zeigte, die wir eigentlich erwarteten, weil es in früheren Jahren immer so war. Sie war immer die Ängstliche, wenn es knallte. Auch die Schüsse von Jägern – als wir noch in Bayern lebten, umgeben von Wäldern – haben sie immer erschreckt. Und selbst letztes Jahr noch … Diesmal war sie entspannt und ruhig, fast desinteressiert, ignorant. Es ist fraglich, ob das Altersweisheit ist, nach dem Motto: »Ich hab nicht mehr lang, was soll ich mich also noch aufregen?« Aber vielleicht ist es auch nur altersbedingte Schwerhörigkeit, denn sie hört in der Tat schlechter als in früheren Zeiten. In ihrem Alter kann sie sich das erlauben.

Naomi war nicht so entspannt. Sie war erkennbar beunruhigt. Das äußert sich dadurch, dass sie beim Gassigehen immer hinter sich blickt, dass sie keine Leckerlis nimmt, wenn wir unterwegs sind. Daheim schläft sie nicht, sondern sitzt oder liegt irgendwo, den Kopf erhoben, die Ohren aufgestellt; die sind dann auch ständig in Bewegung, um die Geräuschquelle zu orten, die sie irritiert.

Susi indes ist der klassische Fall, wegen dem ich die Ballerei – inklusive der Idioten, die sie veranstalten – hasse wie die Pest. Sie reagiert schlicht panisch. Draußen reagiert sie auf den ersten Böller, indem sie an der Leine anzieht, nach vorne, weg, nur weg. Zu Hause verkriecht sie sich in den dunkelsten Ecken – vor allem unter meinem riesigen Schreibtisch. Da lag sie gestern Abend und auch noch heute morgen an Orten, die nie zuvor ein Hund gesehen hat. Das Frühstücksleckerli versuchte sie im Papierkorb ihres Frauchen zu verspeisen – und so zierlich sie mit ihren siebzehn Kilo sein mag, der war dann doch ein wenig zu klein für sie. Erst mittags ging es ihr dann besser und inzwischen – es wird langsam Abend – geht es ihr erkennbar gut. Sie ist nun wie immer.

Die Menschen, die all die Probleme kennen, die mit der Ballerei verbunden sind – Umweltverschmutzung, Lärm, Angst bei Tieren und durchaus auch Menschen, Verletzungsgefahren –, und die trotzdem ballern, halte ich für latent psychisch krank. Ich habe schon öfter Initiativen und Petitionen unterstützt, die sich für das vollständige Verbot der Silvester- und jeder anderen sinnlosen Ballerei einsetzen, und ich werde das auch weiterhin tun – und 2022 in noch größerem Umfang. Denn für mich bleibt es dabei: Ich hasse euch! Alle! Und ich halte es für fraglich, ob ihr ein gutes neues Jahr überhaupt verdient habt.

P.S.: Und auf dem abendlichen Gassigang begegneten wir einem Ehepaar mit ihren zwei Kindern. Und die Gören hatten nichts Besseres zu tun, als mit irgendwelchen übrig gebliebenen Knallerbsen rumzumachen. Und Susi und Naomi waren wieder da, wo sie am Vorabend waren …

Ich wünsche was

Das Gleiche, das ich als Verleger wünschte: hier.

Obwohl ich das relativieren muss. Nazis, COVIDioten und Verschwörungstheoretiker möchte ich ausnehmen – die haben mindestens keinen Erfolg, aber wohl auch kein Glück verdient; gesund sollten sie bleiben dürfen, ich möchte mich nicht der verbalen Körperverletzung schuldig machen.

Und konkretisieren muss ich das Geschriebene. Gemeint sind alle Menschen. Da ich Gendersternchen, Unterstriche und sonstiges Sonderzeichenzeug ablehne – wie auch das Gendern überhaupt – kann ich nur sagen, dass alle gemeint sind. Alle Menschen. Gleich, welcher Sorte sie angehören. Und für die, denen das nicht reicht: Gemeint sind auch alle meine Autorenden, Grafickenden … äh …, ja, doch …, Herausgebernden, Kundenden, Rezensierenden und alle anderen, die einfach nur enden wollen.

Ich freue mich auf ein neues Jahr, in dem wieder Sternchenfans und Unterstrichende versuchen, die deutsche Sprache zu verhunzen und ihre zweifelhaften Minderheitenmeinungen den Menschen aufzudrücken, die in diversen Umfragen schon mehrheitlich geäußert haben, dass sie das – indirekt oder direkt – albern und unpassend finden, sprich: ablehnen. Aber welche Minderheit hat sich schon mal dafür interessiert, was die Mehrheit will; es ist ja immer die Mehrheit, die die Minderheit unterdrückt.

In diesem Sinne: rutscht gut, aber rutscht nicht aus. Auf was auch immer. Und gegebenenfalls meinem Buckel runter, wenn er (sic!) gendern gut findet.

Dein Arschloch, der Stromlieferant

Jeder Mensch ist mit einem Exkrementalausgang gesegnet, rein biologisch gesehen. Die Natur – oder für die, die das so sehen möchten: der Herrgott – hat dafür gesorgt, dass das, was wir von dem, was wir zu uns nahmen, nicht mehr benötigen, unseren Körper verlassen kann und anderweitig vielleicht noch einer sinnvollen Verwendung – zur Not als Dünger – zugeführt werden kann. Aber das Leben ist vielfältig und reichhaltig – und so werden uns aus den verschiedensten Quellen Alternativen beschert. Mehr, als wir uns bisweilen wünschen.

Ich fand – und finde – Stromanbieter von Ökostrom schon immer dubios. Ein Anbieter, der mir einreden möchte, dass er von etwas, das bekanntermaßen in einem Mix aus verschiedenen Stromerzeugerquellen – ehedem Kernkraft, heute Kohle, Gas, auch Wasser, Sonne und Wind – durch die deutschen und internationalen Stromleitungen fließt – besonderes Augenmerk auf den Export von Kernkraftstrom durch Frankreich! –, nur das liefert, was seiner Ansicht nach das Label »Ökostrom« verdient, und das auch garantieren will, der ist in meinen Augen mindestens unglaubwürdig.
Aber das spielt auch keine wirkliche Rolle. Wichtig für mich war nach vielen Jahren als E.ON-Kunde, auf die Kosten zu achten. Weil ich seit Ende 2018 bzw. Anfang 2019 selbstständig bin und von zu Hause aus arbeite, ist der Stromverbrauch deutlich angestiegen – und so auch die Kosten, die E.ON geltend machte. Also suchte ich mir einen günstigeren Anbieter, den ich dank Check24 auch fand: die Stromio GmbH, die unter dem Label Grünwelt Energie zu buchen war. Und dieser Stromanbieter, der schon von Anfang an keine Freude macht, erweist sich nun als eines der alternativen Arschlöcher, die mir mein Leben bietet:

Sehr geehrter Herr Haitel,
heute kommen wir leider mit einer unerfreulichen Nachricht auf Sie zu.
Leider machen es uns die fortlaufenden Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten sowie die Kündigung unseres Bilanzkreisvertrags durch den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber unmöglich, Ihre Versorgung mit Strom fortzusetzen. Wir sehen uns daher leider gezwungen, die Lieferung mit Strom kurzfristig einzustellen.
Wir kündigen hiermit den zwischen uns bestehenden Stromliefervertrag mit Ablauf des 21.12.2021. Zu diesem Termin haben wir die Belieferung mit Strom eingestellt. Hilfsweise erfolgt die Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
Aufgrund der Feiertage zum Ende des Jahres erreicht Sie diese Mitteilung trotz unserem größten Bemühen aus technischen Gründen möglicherweise erst nach dem Ende der Strombelieferung. Dafür bitten wir um Entschuldigung.
Wie Sie der Berichterstattung in den Medien entnehmen konnten, sind wir seit einigen Wochen mit einer nie dagewesenen Preisexplosion an den europäischen Energiehandelsplätzen konfrontiert, deren Ursachen in einem außergewöhnlichen Zusammentreffen verschiedener Faktoren zu sehen sind.
Zuletzt hat sich der Strompreis für Lieferungen in der kommenden Winterzeit auf den Beschaffungsmärkten in der Spitze um mehr als 400 % erhöht.
Diese Ereignisse und ihre Folgen suchen in ihrer Gesamtwirkung in den vergangenen Jahrzehnten ihresgleichen und sind in dieser Form nicht vorauszusehen gewesen.
Wir bitten um Ihr Verständnis für diese Entscheidung, die uns sehr schwergefallen ist. Wir gehen auf Basis dieser Entscheidung davon aus, die mit Ihnen bestehende Kundenbeziehung sachgerecht und auch in Ihrem Interesse abwickeln zu können. So werden wir im Rahmen der Endabrechnung Ihnen zustehende Guthaben sowie auch (zeitanteilig) Neukundenboni an Sie auszahlen.
Was bedeutet das Lieferende für Sie und welche Maßnahmen müssen Sie ergreifen?
Zunächst das Wichtigste: Ihre Stromversorgung wird seit dem 22.12.2021 automatisch durch den zuständigen Grund- und Ersatzversorger in Ihrer Region übernommen. Das ist durch gesetzliche Vorgaben sichergestellt. Sie brauchen also nicht zu befürchten, dass Sie keinen Strom mehr erhalten.
Zur Kostenersparnis kann es für Sie unter Umständen Sinn machen, nicht längerfristig von Ihrem Grund- und Ersatzversorger mit Strom beliefert zu werden. Die Belieferung im Rahmen der Ersatzversorgung kann jederzeit durch den Wechsel zu einem anderen Lieferanten beendet werden. Wir empfehlen Ihnen daher in Ihrem eigenen Interesse, sich zeitnah nach alternativen Angeboten zu erkundigen. Hierfür stehen Ihnen z. B. die bekannten Preisvergleichsportale im Internet zur Verfügung.
Wegen der Einstellung der Strombelieferung durch uns brauchen Sie ab sofort keine weiteren Abschlagszahlungen mehr an uns zu leisten. Wir werden daher auch keine Abschläge mehr von Ihnen einziehen. Sofern Sie für Ihre Abschlagszahlungen einen Dauerauftrag eingerichtet haben, passen Sie diesen bitte entsprechend an.
Aufgrund gesetzlicher Vorgaben sind wir verpflichtet, für eine Endabrechnung ausschließlich den Zählerstand zu verwenden, den uns der für Sie zuständige Messstellenbetreiber – in der Regel Ihr örtlicher Netzbetreiber – übermittelt.
Zur verbrauchsgenauen Abrechnung Ihres Stromverbrauchs sollten Sie Ihren Zählerstand daher möglichst noch heute ablesen und dem zuständigen Messstellenbetreiber Schleswig-Holstein Netz AG mitteilen. Bitte senden Sie Ihren Zählerstand ausschließlich an den Messstellenbetreiber und nicht an uns.
Auf unserer Internetseite www.stromio.de haben wir alle aktuellen Informationen sowie ergänzende Fragen & Antworten (FAQ) zur Beendigung des Stromliefervertrags für Sie zusammengestellt.

Sehr geehrter Herr Haitel,
diese Entscheidung ließ sich leider mit keinerlei Bemühungen unsererseits aufhalten. Nichts ist uns jemals so schwer gefallen wie die Einstellung der Belieferung.
Wie Sie sicherlich selbst in den vergangenen Wochen aus sämtlichen Medien nahezu täglich entnehmen konnten, ist unsere Branche bundesweit durch politische Querelen in diese für uns alle schlimme Lage gedrängt worden.
Ein Ende aufgrund entsprechender neuer und abschließender Verhandlungen für dringend nötige Gaslieferungen ist bis heute nicht in Sicht und wirkt sich damit auch unmittelbar auf die Situation für Stromlieferungen aus.
Vielen Dank, dass Sie gemeinsam mit uns einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Unterstützung von sozialen Projekten geleistet haben.
Wir bedauern diese Mitteilung außerordentlich und entschuldigen uns für alle Unannehmlichkeiten.
In großer Hoffnung auf ein Wiederhören verbleiben wir zunächst
Mit freundlichen Grüßen
Stromio GmbH

Stromio GmbH – Kundenservice: Postfach 14 63 – 39004 Magdeburg – kundenservice@stromio.de
Firmenanschrift: Girmes-Kreuz-Str. 55, 41564 Kaarst – USt-IdNr.: DE815091293 Amtsgericht Neuss – HRB 17224 – Geschäftsführer: Ömer Varol – Sitz der Gesellschaft: Kaarst

Es wird noch zu beweisen sein, ob es rechtens ist, per Mail am 30.12. eine Strombelieferung per 21.12. zu kündigen. Sicher ist für mich, dass ich Stromio/Grünwelt Energie auf Schadensersatz verklagen werde, wenn der »Grund- und Ersatzversorger« höhere Kosten in Rechnung stellen wird, als sie mir bei fortgesetzter Belieferung durch Stromio/Grünwelt Energie entstanden wären.

Nicht vergessen – nicht ballern!

Zur Erinnerung: Der schrecklichste Tag des Jahres für Tiere – gleich, ob in unserem Heim oder draußen in der Wildnis – ist Silvester. Es gibt sicherlich sinnvollere Dinge, für die man sein Geld ausgeben kann.

Quelle: DER TIERNOTRUF, Ausgabe 68, Tasso e.V., Sulzbach/Taunus, Dezember 2021, www.tasso.net

Weihnachten? Zeit für Tiere

Auch dieses Jahr werden zu Weihnachten sicher wieder Tiere verschenkt, die am Ende so oder so im Tierheim landen. Oder auf der Straße. In einem Müllcontainer. In einem See, verpackt in einem Plastiksack. Oder wo auch immer. — Das muss nicht sein. Wenn man schenken will, dann sollte man Tieren schenken. Ein Leben, ein Heim, eine Zukunft.

Helfen Sie dem Deutschen Tierschutzbund mit einer Spende

DPDS 21/12 – der Designpreis für Designscheiß

Es ist mal wieder Zeit für einen Designpreis. Für Designscheiß.

»Kesium« ist ein Antibiotikum für Hunde, der Wirkstoff ist Amoxicillin. Inhaber der Zulassung ist die Firma Biokema SA in Crissier (Schweiz), den Vertrieb in Deutschland hat die Ceva Tiergesundheit GmbH in Düsseldorf. Beiden Firmen wird hiermit der

Designpreis für Designscheiß 21/12

verliehen.

Zur Begründung:

»Kesium« wird in der Variante »Kesium 250« bei Hunden mit einem Gewicht zwischen 20,1 und 25 kg zweimal täglich in Form von 1 ¼ Tabletten gegeben. Es handelt sich um Kautabletten. Um die Viertelung der recht großen Tabletten zu ermöglichen, gibt es dank der Geistesgegenwart eines an der Designentwicklung beteiligten Wichtes eine entsprechende Einkerbung.
Damit hatte Intelligenz allerdings ihren ganzen Auftritt. Denn: Die Tabletten werden in einer Blisterverpackung geliefert, deren Folie so stark ist, dass die mit ungeeigneten Füllstoffen designten Tabletten zerbröseln (und zwar nicht in Viertelstückchen), bevor man sie herausnehmen kann. (Es empfiehlt sich, die Blisterfolie mit einem spitzen Messer einzuschneiden und mit dem Fingernagel hochzuknibbeln; ein intelligenter Designer hätte ich einer Masturbationspause eine Perforation vorgesehen oder eine dünnere Folie genommen.)

Es handelt sich, wie gesagt, um Kautabletten. Es gibt Hunde, die bei der Aufnahme von Leckerlis – die jeder Hund deutlich von anderen Leckerlis, die er normalerweise bekommt, unterscheiden kann – ein wenig mäkelig sind und nicht alles in sich aufnehmen wollen, was ihnen angeboten wird. Es stellt sich daher die Frage, warum ein Produktdesigner für ein Hundearzneimittel nicht darüber nachdenkt, wie er das Arzneimittel für jeden Hund olfaktorisch und lukullisch so attraktiv machen kann, dass man kein Joghurt, keinen Käse und keine Leberwurst benötigt, das Arzneimittel erfolgreich zu verabreichen.

Einem Hund Arzneimittel geben zu müssen, ist traurig genug (Naomi hat sich eine Kralle abgerissen, sodass nur das Krallenbein übrig geblieben ist; das ist eine schmerzhafte Angelegenheit, sowieso …), aber immerhin eine Frage des Tierschutzes. Produkte wie »Kesium« verstoßen meiner Ansicht nach gegen jeden Grundgedanken des Tierschutzes, weshalb der DPDS als minimalste Würdigung solchen Unsinns angemessen erscheint.

Neuer Name | alles beim Alten

Dem aufmerksamen Beobachter wird’s aufgefallen sein: Mein Blog hat einen neuen Namen. Der alte Name – der auf Malti »Es gibt keine Barmherzigkeit« heißen sollte – erwies sich als nicht unproblematisch, denn das »M’hemm l-ebda għadra« war leicht als »Es gibt keinen Teich« = »M’hemm l-ebda għadira« miszuinterpretieren. Natürlich fiel das nie jemandem auf – die meisten Menschen haben vermutlich auch nicht mitbekommen, dass das Malti (für Nichteingeweihte: das ist Maltesisch) war.
Ich bezweifle noch immer, dass es wirkliche Barmherzigkeit gibt, aber das spielt für mich längst keine so große Rolle mehr wie noch vor vielen Jahren. Der Fokus meines Lebens hat sich verschoben, und der Mensch an sich wird sich auch nicht ändern, wenn man ihm die Erkenntnis zu vermitteln versucht, dass das, was er für Barmherzigkeit hält, bestenfalls »ambitious, but rubbish« ist.

Und während ich neuerdings immer wieder 89.7 Bay höre und mich über Werbung freue, die so ganz anders ist als der Scheiß, den man in Deutschland zu hören und zu sehen bekommt, während ich mich über Musik freue, die Mittelmeerstimmung vermittelt und die mir manchmal vorkommt, als sei sie genau auf Malta zugeschnitten, nur für Malta und seine Fans gemacht, während ich davon träume, wenigstens noch einmal im Leben nach Malta zu kommen … während all dem hatte ich die Idee, meinen Blog umzubenennen, während ich einmal mehr meinen Lieblingsohrwurm »Uptown Funk!« von Mark Ronson und Bruno Mars hörte, und da lag nichts näher als mein Lieblingsslogan aus dem Track: »Don’t believe me! Just watch!« Und so heißt es nun:

emminnix | ara biss


Mark Ronson - Uptown Funk (Official Video) ft. Bruno Mars