Hörenswerte Ansichten

Tipp von einem Autor und Ex-Redaktionskollegen bei den ANDROMEDA NACHRICHTEN: Ein intelligenter und humorvoller Blogger äußert sich zu Themen, die auch mich – oder gerade mich? – interessieren, unter anderem »Kulturelle Aneignung« und das »Gendern« …

Kulturelle Aneignung, Gendern, Klimawandel - SinansWoche DIE SHOW

Steuerzahlerfreuden II – Antworten an den Fragen vorbei

Traditionell ist die Wahrscheinlichkeit, dass man von einer Hotline eine Antwort bekommt, die nichts mit der Frage zu tun hat, recht hoch. Weltmeisterlich ist hier der Support von Amazon. Aber auch die Firma Buhl Data kann es. Auf meine Fragen vom 14.08.2022 – siehe hier – erhielt ich Antworten, die meine Fragen außer Acht ließen.

Das Grundsteuerportal fordert aktuelle Daten. Es existiert keine Schnittstelle über die die Daten abgerufen werden können. Daher ist die Eingabe manuell erforderlich.

Schnittstellen kann man programmieren. Die Daten sind vorhanden. Und immerhin hätte man auf die Existenz der Grundsteuerportale im Internet hinweisen können, statt dem Steuerpflichtigen zuzumuten, nach mitunter uralten Daten zu schürfen.

Zum Programm WISO Grundsteuer wurde von vorneherein bekantgegeben, dass die Erklärungen lediglich über den Steuer-Versand abgegeben werden können. Eine Identifizierung für den Steuer-Abruf ist auch ohne Angabe von Bankdaten mit Ihrem Personalausweis möglich.

Das ist die größte Höhe! Denn hier wird nicht die Frage beantwortet, warum die Steuererklärung nicht mit dem ELSTER-Zertifikat abgegeben werden kann, sondern sogar noch darauf hingewiesen, dass man programmiererseitig offensichtlich nicht intelligent genug war, diese Möglichkeit einzubinden. Denn der »Steuer-Versand« z.B. im WISO-Steuersparbuch kann mit dem ELSTER-Zertifikat umgehen, die Technik ist also vorhanden.
(Und auch, was der Personalausweis für einen Gewinn bringen sollte, wird nicht erklärt. Nicht nur, dass auch er persönliche Daten enthält, die erst einmal niemanden etwas angehen … Ich habe keine Webcam, ich habe auch kein Lesegerät für einen Personalausweis — und das indirekte Verlangen nach der Verwendung eines Smartphones ist für den Anwohner eines Funklochs schlicht eine Unverschämtheit.)

Die Angabe der Anrede wird von den ELSTER-Formularen gefordert. Die Auswahl „Ohne Anrede“ ist die Grundeinstellung, die durch die Angabe eines von ELSTER akzeptierten Werts zu ersetzen ist.

Und wozu das? Kann man das Feld nicht – selbsterklärend! – leer lassen, statt den Anwender gezielt in die Irre zu führen? Und wozu eine ELSTER-Vorgabe, wenn andererseits ELSTER-Ressourcen (Zertifikat, siehe oben) nicht genutzt werden?

Es ist eine lange bekannte Tatsache, dass ein Softwarekäufer bestenfalls – wenn er Glück hat – Betatester, meist jedoch Alphatester ist. Er zahlt Geld dafür, um Schrott zu verwenden – und ich bezweifle, dass meine Einlassungen zu irgendeiner Änderung führen bzw. geführt haben. Ich kann an dieser Stelle nur einmal mehr empfehlen, diese Grundsteuererklärung direkt bei ELSTER abzugeben. Die ist nicht luxuriöser als der Schrott von Buhl Data, aber wenigstens kostenlos.

Führerscheindiebe!

In Deutschland grassiert die Dummheit. Massiv unter den Führern von Kraftfahrzeugen, die ihren Führerschein auf dem Schwarzmarkt gekauft, gestohlen oder gleich selbst gedruckt haben. Diese Tatbestände müssen so oder so vorliegen, denn wenn solche Fahrzeugführer lesen könnten, wüssten sie auch dies hier. Und anders ist diese Vollidiotie nicht zu erklären:

Gleich links jenseits des sichtbaren Zauns ist der problemlos zugängliche und nie vollständig zugeparkte Parkplatz der Diakoniestation zu Winnert. Ganz davon abgesehen, dass die Hauptstraße, die durch Winnert führt, breit genug ist, um dort zu parken — es gibt kein Parkverbot! –, und der gesamten Verkehrssituation schadet es nicht, wenn der vorbeifahrende Verkehr langsamer fahren muss, um das Hindernis zu passieren.

(Nicht fotografiert habe ich vor lauter Begeisterung den polnischen Sattelschlepper, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite ebenfalls den ganzen Bürgersteig mit seiner vollen Länge blockierte.)

Steuerzahlerfreuden

Ich überlege, mir eine neue Steuersoftware zuzulegen. Die Firma Buhl Data, Hersteller der von mir durchaus gern genutzten, in mancher Beziehung allerdings wenig tauglichen Software »WISO Steuersparbuch« — für bestimmte Funktionen wird eine Updateprüfung vorgenommen, die grundsätzlich scheitert, wenn man nicht vorher alles (!) upgedated hat und Firewalls, Antivirensoftware, Malwarebytes etc. abschaltet, sprich: sich nackig auf die Autobahn stellt und sich einen runterholt — ist offensichtlich wirklich unfähig, mit Softwareprogrammierern zu arbeiten, die nicht ständig masturbieren und dabei Drogen konsumieren.

Die Software zur Grundsteuer-Erklärung 2022, die im Rahmen der Grundsteuerreform bis Ende Oktober 2022 abzugeben ist, ist letztlich als Website geendet. Ich habe sie heute Nachmittag benutzt, meine Erklärung abgegeben und Buhl Data nachfolgend diese Mail geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe soeben meine Grundsteuer-Erklärung 2022 abgegeben. Und lassen Sie mich sagen:

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Müll!

  • Gibt es einen vernünftigen Grund, warum ich einen nicht unerheblichen Teil der Informationen zusammensuchen muss, obwohl diese im Grundsteuerportal (Bodenrichtwerte und Grundstücksdaten) enthalten sind und leicht über die Adresse abgefragt werden können?

  • Können Sie mir den Grund verraten, warum ich bei der Anrede des Eigentümers „Ohne Anrede“ auswählen kann, mir dies dann jedoch als Fehler angekreidet wird und korrigiert werden muss?

  • Und warum verwehren Sie mir die Möglichkeit, die Erklärung über ELSTER mit meinem vorhandenen Elster-Zertifikat abzugeben, und zwingen mich stattdessen, meine Bankzugangsdaten zu offenbaren?

Mehr gibt es dazu fast nicht zu sagen.

Oder doch: Dass man EUR 29,95 für den Zugriff auf eine Internetseite zahlt, damit kann ich leben (man zahlt sie übrigens für jedes Grundstück, das man zu melden hat). Dass Buhl Data die Möglichkeit, diese Erklärung abzugeben, bereits Anfang Juli zur Verfügung stellen wollte, dass es jedoch Anfang August wurde – auch damit kann ich leben. Den Schwachsinn, den man mir dann jedoch präsentiert hat, ist sein Geld in meinen Augen nicht wert. Ich frage mich, wie Leute damit zurechtkommen (sollen), die nicht so web-affin sind wie ich, und die an den letztlich genauso schwurbelig formulierten Hilfen zu den einzelnen Fragen häufig verzweifeln dürften.
Eine gute Lösung ist das jedenfalls nicht; allenfalls ein gutes Beispiel für das Versagen von Softwareprogrammierern. Ich denke, ich werde mir rein neugierhalber noch die Möglichkeit anschauen, das Ganze auf ELSTER abzuwickeln. Das wäre – nebenbei bemerkt – kostenlos gewesen.

Rushdie: Moslemische Schande

Ich kenne Salman Rushdie nicht persönlich, natürlich nicht. Ich kenne auch sein schriftstellerisches Werk nicht. Ich muss das auch nicht kennen, um das letzte, sehr aktuelle Attentat auf sein Leben im Rahmen meiner Möglichkeiten zu verurteilen. Einen Schriftsteller noch nach über dreißig Jahren für ein schriftstellerisches Werk wie »Die satanischen Verse« töten zu wollen, ist ein Verstoß gegen jedes Menschenrecht, vor allem aber gegen das der Freiheit von Gedanken und Rede. Und den Tötungsbefehl der iranischen Ajatollahs damit zu argumentieren, dass Rushdie angeblich den Propheten Mohammed beleidigt habe, ist schlicht ein Witz. Abgesehen davon, dass der Koran mit der Scharia als Gesetzeswerk ganz offensichtlich untauglich ist, ist längst bekannt, dass der Iran vom Status eines Rechtsstaates so weit entfernt ist, wie Alpha Centauri von unserer Erde. Und auch wenn die Gesetze im Iran – sofern sie überhaupt in unserem Sinne existieren – andere sein mögen, ist eine Beleidigung eine Tat, die nur der Beleidigte zur Strafe ahnden lassen – sprich: anzeigen – kann. Denn auch wenn jeder Mensch das Recht hat, sich als Klugscheißer zu betätigen – so auch die vermeintlich allwissenden Ajatollahs, die offensichtlich wissen, ob sich der Prophet beleidigt gefühlt hätte –, so bleibt Klugscheißerei jedenfalls nur straffrei, wenn sie nicht das Leben und Wohl eines Menschen beeinträchtigt.

Wie gesagt, ich kenne Salman Rushdie nicht persönlich. Dennoch bin ich in Gedanken bei ihm und hoffe, seine schweren Verletzungen mögen heilen und ohne bleibende Schäden vergehen, ebenso wie ich hoffe, dass den Täter die ganze Härte des (hier wohl US-amerikanischen) Gesetzes trifft. Bedauerlicherweise wurde die Todesstrafe im Staate New York abgeschafft …

Das reicht ja noch nicht

Nein, das, was ich schon dokumentarisch – genau hier – festhalten durfte, war den neuen Besitzern des Hauses in unserer Nachbarschaft nicht genug. Nachdem es zunächst so aussah, als dürfte die verbliebene Bepflanzung – ein Rhododendron, wie ich annehme – stehen bleiben, ist das nun auch Vergangenheit:

Dem Inneren des Hauses geht es ähnlich gut – aber das ist okay (auch wenn ich die Kiste einfach abreißen und neubauen würde, aber das ist im Augenblick wohl zu teuer). Aber wie man mit dem Außenbereich des Hauses umgeht – und ich fürchte, das war immer noch nicht das Ende –, das kann und will ich nicht verstehen.

Flugverkehr im Norderweg

Wir haben ein Grundstück mit rund 750, 800 Quadratmetern. Die Wiese vorne raus wird nicht so notorisch gemäht, wie das manche Nachbarn mit ihrem Grün machen. Und nach hinten haben wir eine Wildwiese angelegt – für Insekten: Bienen, Hummeln, Wespen (letztes Jahr hatten wir ein Wespennest unter einem Dachvorsprung), was sonst noch so fliegt und brummt. Und wir haben es mit Vögeln. Spatzen, Finken, auch Drosseln, Stare, Amseln. Und das liegt daran, dass wir ganzjährig Vogelfutter – vorrangig in Form von sogenannten Meisenknödeln – zur Verfügung stellen; denn Vögel haben das ganze Jahr über Hunger, und der Mensch gönnt es sich gerne, den wild lebenden Vögeln und anderen Tieren die Ressourcen streitig zu machen. Das Ergebnis ist reger Flugverkehr um unser Haus herum – vor allem nach Norden raus –, von dem ich hier nur einen winzigen Ausschnitt präsentieren kann. (Eine Webcam wäre vermutlich lustiger.)

Kein DPDS für Perforationsscheiß

Dass ich mit Produktdesign gerne auf Kriegsfuß stehe, dürfte inzwischen bekannt sein. Immerhin habe ich der Welt ja den DPDS, den »Designpreis für Designscheiß« gegönnt, den Preis mit dem UUU-Label: unbequem, unverlangt, unbeachtet. Und bei aller Liebe: Manche Produkte sind so scheiße, dass sie mir nicht mal einen DPDS wert sind.

Aktuell gefallen mir die Produkte der Marke »swirl«, ein Produkt der Cofresco Frischhalteprodukte GmbH & Co. KG, als Marke bekannt für jede Menge Plastikzeug, hier sind es Müllsäcke, 35 Liter Volumen, 55 x 62 cm Format. Dass die Säcke inzwischen auch mit Duft (und Geschmack? Nein, das habe ich nicht probiert) daherkommen, ist eine feine Sache, übertüncht der hübsch künstliche Geruch nach Zitrusfrüchten oder Vanille und Lavendel die olfaktorische Zumutung der eigenen Abfälle.
Abenteuerlich indes ist die Handhabung. Das beginnt mit der Papierumhüllung der Müllsackrolle, die sich der reibungs- und rückstandslosen Beseitigung gerne verweigert. Und das geht vor allem weiter mit den Säcken an sich.
Es entzieht sich meinem Verständnis, warum ich meine 9 Müllsäcke auf einer Rolle am Stück bekomme, voneinander nur durch schwachbrüstige Perforationen getrennt, die oft genug so liederlich und lustlos angebracht wurden, dass sich der nächste Müllsack nur mit brachialer Gewalt – resultierend in einem Riss im Sack, einem sogenannten Sackriss – oder besser mit einer Schere – auch hier Sackrissrisiko! – von der Rolle trennen lässt. Mein Verständnis fehlt, weil die Maschine, die die Perforation anbringt, genauso gut die Säcke auseinanderschneiden könnte, und eine nachfolgende Maschine würde sie dann wieder zusammenrollen. Klar, das nächste Argument sind dann die Kosten … blablabla! Ich habe nämlich genau solche Müllsäcke schon gehabt, allerdings von einem anderen Anbieter (der beim nächsten Mal auch wieder den Zuschlag bekommt); und die Anschaffungskosten waren die gleichen wie beim »swirl«-Produkt.

Ich vermute, der deutsche Mensch an sich wird sich an solchen Kleinigkeiten allenfalls marginal stören. Ich könnte das auch tun, aber dann würde ich mir ein Thema für meinen Blog durch die Lappen gehen lassen. Und ebenso eine Gelegenheit, anzumerken, dass ich es bodenlos schwachsinnig finde, VEGANE Müllsäcke zu produzieren – solche kamen mir beim letzten Einkauf auch in die Finger, aber da fehlte mir dann der Sinn: In meinem Haushalt wird kein veganer Müll produziert, also nutzt mir ein veganer Müllsack für die Rettung der Welt überhaupt nichts. (Und sach ma … Plastik vegan? Habt ihr eigentlich ein Rad ab?!)

Eine Hühnerfamilie

Es gibt noch echte Natur, einfach so um die Ecke. Der Norderweg zu Winnert hat eine Abzweigung nach Norden, wo es in die Felder geht, eine Freilaufstrecke für unsere Hunde. Gleich am Anfang gibt es einen ehemaligen Hof, ein Haus mit den typischen Stallanbauten. Als Hof genutzt wird er nicht mehr. Der große Stall ist finster, leer, ungenutzt.

Leer und ungenutzt? Mitnichten! Vor längerer Zeit ist dort ein Hahn eingezogen und hat sich eingenistet. Niemand wollte ihn verjagen, obwohl es Gerüchten zufolge in einiger Entfernung Nachbarn geben soll, die sich am morgendlichen Kikeriki stören. Und irgendwann tauchte dann auch seine Henne auf.
Beide Tiere sind keine Haustiere, kein Haushahn, keine Haushenne. Der Hahn ist sehr groß, fast dreimal so groß wie seine Henne. Seine Färbung ist ungleichmäßig und eher grau mit farbigen Einsprengseln. Und die Henne ist sehr klein, wie gesagt, ganz schwarz, mit einem roten Kamm.

Und letztens entdeckte ich die zwei, die gerne unterwegs sind, durchs Gras spazieren – in Begleitung von mehreren Küken. Ich zählte mindestens drei, vielleicht waren es auch vier. Die Kleinen spazierten mit den mutmaßlichen (gnfrz!) Eltern durch das Gras, und um überhaupt etwas zu übersehen, sprangen sie immer wieder hoch, schlugen mit den kleinen Flügelchen und hüpften so durch das Gelände.
Ein Foto gelang mir leider nicht. Die Handykamera war zu langsam, die Entfernung auch zu groß. Ich wollte mich nicht nähern, um die kleine Familie nicht zu verscheuchen; außerdem hatte ich zwei meiner Hundemädchen dabei, das wäre nicht gut angekommen. Und man muss ja heutzutage nicht alles, was man erlebt, mit einem Bild beweisen. Wer meine Geschichte nicht glauben möchte, kann das gerne tun. Ich freue mich derweil auf die hoffentlich baldige nächste Begegnung mit der Hühnerfamilie. Mit einem Stückchen Natur, das existiert, weil man es einfach sein lässt.

Sankt Rom

Ich kann es langsam nicht mehr hören. Nach Corona, Corona, Corona und Ukraine, Ukraine, Ukraine ist es nun Energiekosten, Energiekosten, Energiekosten. Während ich dies schreibe, jammert ein Landwirt über die steigenden Energiekosten, die die Produktpreise in die Höhe treiben (wovon ich im Supermarkt meiner Wahl bislang noch nichts merke), einer von den Landwirten, die gerne ihre Traktoren und Landmaschinen im Leerlauf herumstehen lassen und damit nicht nur teuren Treibstoff verballern, sondern auch die Umwelt verpesten.

Heute kamen die aktuellen Rechnungen meines Stromlieferanten E.ON. Bis Dezember 2021 bekamen wir unseren Strom von einem dieser Billigökostromanbieter, der hinreichend billig war, um dann pleite zu gehen. E.ON musste als Grundversorger einsteigen und sie taten dies zu etwas höheren Tarifen als der Pleitegeier.
Da unser Haus mal als Zweifamilienhaus genutzt wurde, haben wir zwei Zähler, zwei Verträge. Im Obergeschoss und im Erdgeschoss drückten wir dem Ökopleitier je EUR 78 monatlich ab. Da oben zuvor nur genächtigt wurde und inzwischen die Praxis meiner mit angetrauten Heilpraktikerin existiert, verlangte E.ON nur EUR 18 monatlich, unten dafür EUR 188. Die Zahlen basierten auf meinem Stromverbrauch.
E.ON trat mit dem Basistarif in die Nachfolge der Billigfuzzis ein. Jeder erzählte lang und breit, wie teuer der sei, wie viel man da nachzahlen müsse. Also wünschte ich mir von E.ON ein attraktives Alternativangebot. Das man mir nicht geben konnte – wegen einer Systemumstellung. Man verwies aufs Internet und was ich dort fand, war schlicht indiskutabel. Ich wollte E.ON ja nicht kaufen, ich brauche nur Strom.
Also ließ ich alles auf Basistarif laufen, und mit den heutigen Stromabrechnungen sehe ich nun, was ich davon hab.
Im Obergeschoss braucht die Praxis natürlich eklatant viel Strom … äh … Statt der bisherigen 18 zahle ich dort nun 23 EUR monatlich. Und im Erdgeschoss, wo praktisch den ganzen Tag mindestens ein Computer mit vier Monitoren läuft, wo jede Menge Geräte auf Stand-by laufen, wo eben den ganzen Tag mindestens ein Mensch lebt, arbeitet, Strom verbraucht. Und das wirkt sich nun so aus, dass ich statt den bisherigen 188 nur noch 126 EUR monatlich zu zahlen habe.

Energie wird teurer. Hm. Bei Gas kann ich mir das lebhaft vorstellen, ja. Und wer sein Heim mit Strom heizen muss, ist sicherlich auch nicht auf der sonnigen Seite des Finanzlebens (zumal ja auch nicht jeder seinen Strom via Photovoltaik selbst schnitzen kann). Aber es gibt immer Möglichkeiten, ohne großen Aufwand Kosten zu senken – behaupte ich. Die jammernden Landwirte mit ihren defekten Traktoren (defekt, weil man sie offensichtlich nicht ausschalten kann) können das ganz sicher. Und die Autofahrer, die über die Treibstoffpreise jammern, während sie beim Ratschen den Motor laufen lassen, ganz sicher auch. Aber das ist ein Thema, über das mal viel schreiben könnte.
Ich kümmere mich erst mal darum, Geld anzusparen, denn bei den nunmehr geltenden Abschlagszahlungen muss ich nächstes Jahr ganz sicher fett nachzahlen.