Zielscheibe Böhmermann: Volltreffer

Ich liebe Böhmermann. Hassliebe. Der Mann hat es mit seinen zweifelhaft kabarettistischen (und oft genug dreckschleudernden) Beiträgen verdient, aufs Korn genommen werden. Zuletzt hat ihm nicht nur ein Imker, sondern auch das Landgericht Dresden — Kompliment, Leute, Kompliment! — eine Breitseite verpasst. Sehr schön.

Jan Böhmermann geht gegen Imker vor: Bienen-Streit um "Beewashing" | Anwalt Christian Solmecke

Und ein Textbeitrag dazu von wbs.legal: hier.


Und ja, ihr Böhmermann-Fans, ihr dürft hier gerne kommentieren. Ob ich die Kommentare veröffentliche, wird sich zeigen. Eure Chancen steigen, je plakativer ihr euch wie Böhmermann zeigt. Versucht einfach euer Glück, wenn ihr wollt.

Montag

Was wir als Bewohner der sogenannten westlichen Welt und wenigstens latent Angehöriger des sogenannten christlichen Glaubens von Montagen zu halten haben, wissen wir.
Ich auch.

Es fing damit an, dass Frauchen den ersten Gassigang machen wollte. Huch. Ich war geistig schon so gut wie unterwegs, da kommt sie mit dieser seltsamen Idee. Aber gut. Mehr Zeit für den Einkauf.
Erst wollte ich zum Edeka in Dreimühlen, dann fuhr ich doch zur Famila. Ob das gut war? Chicoree gab’s immer noch nicht, getrocknete Pfifferlinge auch nicht. An der Kasse dann der Beweis für die Montagsabergläubigkeit: Ich stelle aus dem Kasten eine einzelne Flasche Flens frei auf das Band – und die Flasche platzt. Einfach so. Der Rest geht dann gut.
Im Edeka in Dreimühlen gab’s auch keinen Chicoree, keine drüschen Pfifferlinge.
Auf dem Heimweg stelle ich dann fest, dass mein Finger blutet. Der Stinkefinger links. Offensichtlich habe ich mich an der Flasche verletzt. Auf der Suche nach einem Tempotaschentuch entdecke ich die allererste Corona-Maske. Ganz offensichtlich gebraucht. Die war noch handgenäht, damals gab’s ja nicht gleich von Anfang die FFP2-Masken in Apotheken und Supermärkten. Die allererste Corona-Maske stammte aus dem Geschenkeladen auf der anderen Seite der Hauptstraße hier in Winnert. Das waren noch Zeiten :)

Montag also. Schaun wir, wie er weitergeht.

Die Bilanz der Idioten

Silvester 2022 ist vorbei. Die Bilanz der Idioten im Norden kann man detailliert auf NDRinfo nachlesen: hier. Es gab Verletzte, Tote, es gab Tötungsversuche, in Grabow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) wurde trotz Böllerverbots in der Altstadt das Rathaus gezielt durch Sprengstoff beschädigt …

Auch hier in Winnert gab es reichlich Idioten. Umgeben von drei Rinder besitzenden Landwirten am Norderweg haben tierliebende Idioten dafür gesorgt, dass die Tiere einmal mehr eine unangenehme Nacht erleben mussten. An der Hauptstraße hat der Besitzer zweier Katzen diese wohlweislich in einem Zimmer eingesperrt — am Morgen saßen sie am Fenster –, um vor dem Haus mit Freunden zu böllern, was das Zeug hält und das Portemonnaie hergab. Besonders beeindruckend hierbei die Böllerbatterien, die das schöne Flair eines palästinensischen Angriffs auf israelische Siedler im Djihad vermitteln können (oder wohlweise auch ukrainische, syrische, jemenitische usw. Geräuscherlebnisse). — Und natürlich haben die blinden und blöden Idioten unter den Umweltverbrechern ignoriert, dass im Umkreis von 200 Metern um ein reetgedecktes Haus das Abbrennen von Feuerwerk verboten war (und immer wieder ist).

Unsere Kim hat vermutlich ihr erstes entspanntes Silvester erlebt. Die Gnade des Alters: Sie ist fast taub und hat den Lärm vermutlich nicht wahrgenommen. Jedenfalls hat sie nicht erkennbar reagiert.
Naomi und Susi erging es freilich nicht so gut. Beide zeigten ihre Angst auf unterschiedliche Weise. So hat Susi am Silvesterabend nicht gefressen. Beide waren erkennbar unentspannt, wenn das Schlimmste wohl auch die eingesetzten Pheromone verhindern konnten.

Und auch wenn unsere Politiker die Mehrheitsmeinung des Volkes ignoriert: Vielleicht erhöht sich die Quote von 53 % Böllergegnern ja noch, und wir werden noch ein böllerfreies Silvester erleben. Bis dahin müssen wir alljährlich mit Idioten und ihrem Treiben leben. Aber das sind wir bei anderen Themen eh das ganze Jahr über gewöhnt …

P.S.: Und im Nachhinein zeigen sich sogar die Vorteile der Corona-Seuche. die Silvester 2020 und 2021 waren deutlich angenehmer …

Führerscheinverschwendung

Es gibt Führer von Fahrzeugen, bei denen man sich unweigerlich fragt, wie sie an ihren Lappen gekommen sind. An ihre Scheckkarte, sollte man heutzutage sagen. Vor vielen Monaten berichtete ich hier mal über Carsharing in Winnert. Hier, um genau zu sein. Und der Trend ist nicht nur ungebrochen, die Dummheit der versehentlichen Besitzer von Fahrerlaubnissen nimmt offensichtlich zu.

Da steht an der Alten Schule eine rote Reisschüssel … naja, jedenfalls ein Kleinwagen. Daran lehnt eine Frau. Ihr gegenüber ein Paar. Alle drei in ein Gespräch verwickelt. Die Scheinwerfer des Autos sind eingeschaltet, der Motor läuft. Niemand sitzt darin.

Offensichtlich ist die Karre kaputt. Und Scheiße wurde auch getankt, denn die Karre stinkt.

Solche Leute sollte man nicht dazu animieren, Elektroautos zu fahren. Damit wären sie immer noch ein Verkehrsschädling. Nein, solche Leute sollte man einsperren. In einem finsteren Keller. Ohne Wasser und ohne Brot. Wenn solche Leute die Gesundheit ihrer Umwelt zu schädigen in Kauf nehmen dürfen, kann ich das auch für deren leibliches Wohl verlangen. Und am besten endgültig.