Ein Himmel für Verschwörungstheoretiker

Das Bild heute morgen, als ich mit Naomi und Susi unterwegs war, war zu schön, um nicht fotografiert zu werden:

Und ich konnte mir nicht verkneifen, an die Verschwörungstheoretiker zu denken, die bei diesem Anblick das Weite und Deckung gesucht hätten, um von Regierung und Geheimdiensten nicht mit bewusstseinsverändernden und sogar tödlichen Substanzen besprüht zu werden.
Und ich dachte auch an ein Buch aus meinem Verlag:

Knall, Kristjan, PLATON SIEHT CHEMTRAILS

Im Mittelalter waren sie knapp

Die Bindestriche. Immerhin ist es dadurch den Veranstaltern nicht gelungen, einen Mittelalter-Markt – oder gar einen Mittelaltermarkt – zu veranstalten, sondern nur einen mittelalten Markt. Was immer man darunter zu verstehen hat.

Aber selbst wenn man das völlige Fehlen von Bindestrichen als technischen Rechtschreibdefekt erkennen möchte, stellt sich die Frage, was Events, Shows, Live Musik (ähm, Livemusik?) im Mittelalter dargestellt haben könnten. Und was zum Henker waren »Walking Acts«? Darunter kann ich mir sogar heute nichts vorstellen.

Ich denke, wenn die noch mal so einen Markt veranstalten wollen, werde ich mich als Korrektor anbieten.

Nachbarsgesänge

Beim morgendlichen Gassigang kann man sie hören. Manchmal auch abends. Aber immer morgens. Die Nachbarin. Im Kuhstall kommuniziert sie mit den Tieren durch laute Rufe. Dem Unbedarften klingen sie schräg, dem Wissenden wie eine Sprache. Wie Musik. Manchmal. Vielleicht schräge Musik. Aber kein Stockhausen. Ich gehe selten ganz früh morgens mit den Mädels zum Gassigang. Das macht meist die Frau. Aber wenn, dann überlege ich immer wieder, wie es wäre. Musik daraus zu machen. Einen Beat unterzulegen. Und damit die Charts und Clubs zu stürmen. Leider kann ich mit solcher Software nicht umgehen. Sonst hätte ich es vielleicht längst probiert. Immerhin bleibt die Freude auf den nächsten morgendlichen Gassigang. Und die Gesänge der Nachbarin.

Führerscheindiebe!

In Deutschland grassiert die Dummheit. Massiv unter den Führern von Kraftfahrzeugen, die ihren Führerschein auf dem Schwarzmarkt gekauft, gestohlen oder gleich selbst gedruckt haben. Diese Tatbestände müssen so oder so vorliegen, denn wenn solche Fahrzeugführer lesen könnten, wüssten sie auch dies hier. Und anders ist diese Vollidiotie nicht zu erklären:

Gleich links jenseits des sichtbaren Zauns ist der problemlos zugängliche und nie vollständig zugeparkte Parkplatz der Diakoniestation zu Winnert. Ganz davon abgesehen, dass die Hauptstraße, die durch Winnert führt, breit genug ist, um dort zu parken — es gibt kein Parkverbot! –, und der gesamten Verkehrssituation schadet es nicht, wenn der vorbeifahrende Verkehr langsamer fahren muss, um das Hindernis zu passieren.

(Nicht fotografiert habe ich vor lauter Begeisterung den polnischen Sattelschlepper, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite ebenfalls den ganzen Bürgersteig mit seiner vollen Länge blockierte.)

Hühnchen im Bild

Ich berichtete hier von der kleinen Hühnerfamilie in der Nachbarschaft. Da gab es noch keine Fotos, aber inzwischen kann ich eines nachliefern. Zugegebenermaßen ist es nicht sehr gut, weil mit dem Blackberry in der höchsten Vergrößerung aufgenommen. Und auch der Ausschnitt macht es nicht besser. Aber immerhin erkennt man, dass es sich um drei Küken handelt. Und Frau Henne war an diesem Tag allein mit den Kindern unterwegs, sodass ich den Hahn noch immer schuldig bleiben muss.

Das reicht ja noch nicht

Nein, das, was ich schon dokumentarisch – genau hier – festhalten durfte, war den neuen Besitzern des Hauses in unserer Nachbarschaft nicht genug. Nachdem es zunächst so aussah, als dürfte die verbliebene Bepflanzung – ein Rhododendron, wie ich annehme – stehen bleiben, ist das nun auch Vergangenheit:

Dem Inneren des Hauses geht es ähnlich gut – aber das ist okay (auch wenn ich die Kiste einfach abreißen und neubauen würde, aber das ist im Augenblick wohl zu teuer). Aber wie man mit dem Außenbereich des Hauses umgeht – und ich fürchte, das war immer noch nicht das Ende –, das kann und will ich nicht verstehen.

Flugverkehr im Norderweg

Wir haben ein Grundstück mit rund 750, 800 Quadratmetern. Die Wiese vorne raus wird nicht so notorisch gemäht, wie das manche Nachbarn mit ihrem Grün machen. Und nach hinten haben wir eine Wildwiese angelegt – für Insekten: Bienen, Hummeln, Wespen (letztes Jahr hatten wir ein Wespennest unter einem Dachvorsprung), was sonst noch so fliegt und brummt. Und wir haben es mit Vögeln. Spatzen, Finken, auch Drosseln, Stare, Amseln. Und das liegt daran, dass wir ganzjährig Vogelfutter – vorrangig in Form von sogenannten Meisenknödeln – zur Verfügung stellen; denn Vögel haben das ganze Jahr über Hunger, und der Mensch gönnt es sich gerne, den wild lebenden Vögeln und anderen Tieren die Ressourcen streitig zu machen. Das Ergebnis ist reger Flugverkehr um unser Haus herum – vor allem nach Norden raus –, von dem ich hier nur einen winzigen Ausschnitt präsentieren kann. (Eine Webcam wäre vermutlich lustiger.)