Zehn

Bei Hunden aus dem Auslandstierschutz gibt es in der Regel keine Gewissheit, dass der in den Papieren verzeichnete Geburtstag wirklich der Tag war und ist, an dem der Liebling das Licht der Welt erblickte. Bei unserer Naomi ist das eindeutig richtig — denn sie kam in einem griechischen Privathaushalt zur Welt. Susi jedoch stammt aus einem rumänischen Tierheim und der Tag, an dem sie geboren worden sein soll, ist vermutlich … hm … errechnet. Aber wie auch immer: Unsere Susi feiert heute, am 01. Oktober, ihren zehnten Geburtstag.

Herzlichen Glückwunsch, flauschiges Mäuschen — und wir hoffen, dass du uns noch eine ganze Reihe von Jahren Freude machen wirst. Bleib gesund, kleine Maus, und sei dir gewiss, dass wir dich lieben.

Susimaus, im September 2026 fotografiert

Süße Notwendigkeiten

Naomi wird im nächsten Januar 14 Jahre alt. Und man merkt ihr das natürlich an. Sie hört schlecht, sie sieht vielleicht auch nicht mehr so gut. Sie ist halt einfach alt.
Da machen wir uns Gedanken über einen Nachfolger (Susi soll nicht allein zurückbleiben). Nicht konkret. Und doch immer wieder ein bisschen. Und dabei sind auch oft Kandidaten, die toll sind, aber doch nicht infrage kommen (auch, weil wir kleiner werden wollen, damit wir doch mal wider fliegen können, ohne den Hund in einen Laderaum verbannen zu müssen). So einen wie diesen Bautzner hier, eine bildschöne Schnauze:

Mehr zu diesem wundervollen Mäuschen hier: https://listenhunde-nothilfe.de/portfolio-items/bautzner/

Listenhunde = Willküropfer

In zahlreichen deutschen Bundesländern gelten sogenannte Listenhunde – das sind Hunde von Rassen, die am grünen Tisch von Ahnungslosen als gefährlich eingestuft und einer Liste solch gefährlicher Hunde zugeordnet werden – als gefährlich. Einfach so. Weil sie einer Rasse angehören. Niemand käme auf die Idee, den Deutschen Schäferhund aufgrund seiner Beißkraft und der Zahl der jährlichen Attacken als gefährlich einzustufen. Einen Dackel zweimal nicht. Aber ein American Staffordshire ist gefährlich, weil er ein American Staffordshire ist.
Da spielen auch viele historische Gründe eine Rolle. Amerikanische Hundekampforganisatoren in der Vergangenheit und heutzutage sind schuld an solchen Einstufungen. Und auch Fernsehsendungen, Filme, Krimis, in denen Hunde auftreten, tragen eine Mitschuld: Anderenfalls gälte der Rottweiler nicht durchgängig als gefährlich (obwohl er auf keiner Liste steht), und auch der Dobermann hätte ein besseres Image.
Wie auch immer … Es gibt Menschen, die sich für die sogenannten Listehunde engagieren. FÜR Listenhunde, wohlgemerkt. Und einer der Vereine dazu ist die Listenhunde-Nothilfe. Deren aktuelle Hunde findet man unter listenhunde-nothilfe.de/vermittlung, und da finden sich solch süße Mäuse wie die hier:

Fünfzehn

Heute vor fünfzehn Jahen haben wir unsere Kim, die damals noch Gigi hieß, in einem Tierheim in Odelzhausen geholt. Ich erinnere den Moment mit einem kleinen, unauffälligen, irgendwie scheuen und irgendwie auch ängstlichen Hund, was nach einer vielstündigen Fahrt aus Ungarn wohl auch kein Wunder war. Gigi, die wir praktisch sofort Kim nannten (weil sie mich an meine allererste Kim erinnerte), lag dann vorne im Fußraum des Beifahrers zwischen den Füßen meiner Gattin. Und daheim dauerte es dann zwei, drei Tage, bis sie genügend Vertrauen gefasst hatte, dass sie überhaupt Nahrung zu sich nahm. Und alles danach war eine wundervolle Zeit mit einem wundervollen Hund …
Das Foto stammt vom März 2011 – damals war sie vermutlich anderthalb Jahre alt –, das man uns damals quasi als Entscheidungshilfe übermittelte. Die Entscheidung indes war schnell getroffen. Und nie ein Fehler.

Dreizehn

Heute feiert eines meiner Hundemädchen Geburtstag: Naomi ist 13 Jahre alt geworden. 13 Jahre. In Worten: dreizehn Jahre. Man sieht ihr das Alter nicht nur an, manchmal merkt man auch, dass sie älter geworden ist. Sie läuft nicht mehr so schnell, nicht mehr so lang. Und langsamer. Und manchmal erweckt sie den Eindruck, nicht mehr so gut zu hören; obwohl sich ihr zögerliches Verhalten, wenn man sie ruft, auch durch Altersrenitenz erklären lassen könnte. Gnichel.

Auf jeden Fall hat die Maus nun das stolze Alter von dreizehn Jahren erreicht und ich hoffe jeden Tag, dass da noch mehr kommt. Kim ist dreizehn Jahre alt geworden, bevor sie uns verlassen hat. Und die allererste Kim, die mir mit meiner dritten Gattin vergönnt war, wurde immerhin fünfzehn Jahre alt, bevor der Krebs sie holte.
Aber gut. Keine schönen Gedanken für so einen schönen Tag. Heute mittag gibt es ein besonderes Leckereli – einen Kauartikel in Herzform. Für meine Maus, mit den besten Wünschen für ein noch langes Leben.

P.S.: Susi bekommt zur Feier des Tages natürlich auch so ein Leckerli.

Häufchen Elend

So sieht ein Hund aus, der Silvester erleben muss:

Susi hat ihre Lieblingsplätze, die Silvester offensichtlich wertlos sind. Leckerlis mag sie nicht. Draußen zerrt sie an der Leine. Und drinnen sucht sie – wie sicherlich viele Haustiere – dunkle Plätze auf (und unser Schlafzimmer, in dem Susi mit uns zu übernachten pflegt, war wie ein fensterloser Bunker verdunkelt). Der Platz, an dem sie hier sitzt, wird im Normalfall von Frauchen benutzt; links im Bild wäre ein Waschbecken zu sehen. — Wenn ich Susi so sehe, blutet mein Herz. Und meine Wut auf die Geldverschwender, Umweltverschmutzer und Tierschänder blüht.