Chancen und Erfolge, Erfüllung und Vollkommenheit

Auf der Suche nach einem Titel für einen Blogbeitrag gerät man schon einmal in Gegenden des Internetsumpfes und findet Unglaubliches: Ich suchte nach der Bedeutung der Zahl 21 in der Zahlenmagie (vulgo: Numerologie). Und fand das obige. Nebst dem hier: 21.

Dabei geht es hier um ganz was anderes. Um die FanEdition der Perry-Rhodan-FanZentrale. Ich schrieb schon dazu; zuletzt hier. Und sicherlich auch schon zuvor (das mag jeder selbst suchen, wenn er möchte). Und hier geht es im Besonderen eben um den im April 2019 erschienenen Band 21 der FanEdition, geschrieben von Michael Mühlehner und veröffentlicht unter dem Titel »Sternen-Gambit«.

Im PRFZ-Newsletter 29 vom Mai 2019 erschien ein Interview von Alexandra Trinley mit dem Autor Michael Mühlehner. Michael antwortete auf die Frage, was man sich unter dem »Sternen-Gamit« vorstellen könne, wie folgt:

»›Sternen-Gambit‹ ist ein aufregendes Abenteuer, das in der Ära der Dunklen Jahrhunderte spielt. Genau genommen im Jahre 740 NGZ, zu einer Zeit also, als die gesamte Milchstraße von Galbraith Deighton und den Cantaro unterdrückt wird. Um die Galaxis verläuft der sogenannte Chronopuls-Wall, der jedes Schiff daran hindert, in die Milchstraße ein- oder aus ihr auszufliegen. Die Lokale Gruppe ist von den Auswirkungen der Rückkehr Tarkans in das Einstein-Universum stark betroffen.
Besonders die Milchstraße leidet unter den Auswirkungen der Kosmischen Katastrophe. Die Raumfahrt ist eingeschränkt, das Raum-Zeit-Gefüge beschädigt. Der hundertjährige Krieg, der in der Milchstraße tobte, hat für Chaos gesorgt. Ein sehr, sehr dunkles und düsteres Kapitel in der PERRY RHODAN-Chronologie. Und ideal, um darin packende Geschichten aufzugreifen.«

Auch dieser Roman hat mir die Freude an der Arbeit für die FanEdition nicht verdorben, es wird also auch mit der Nummer 22 weitergehen. Im Herbst 2019 vielleicht, vermutlich, voraussichtlich.

Das Titelbild stammt von Andreas Schwietzke. Lektoriert hat wiederum Christina Hacker. Einen Preis kenne ich (noch) nicht, denn das gute Stück wird im SpaceShop der PRFZ noch nicht angeboten.

Ganz ohne Zweifel

Im Dezember 2018 bin ich umgezogen – darüber wird noch zu berichten sein –, seit 01.01. bin ich arbeitslos – dito – und auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Viele Baustellen sind noch offen, viele Dinge laufen noch nicht rund und manchmal glaubt man, ein Fragezeichen zu sehen. Aber eines ist sicher:

Mein Verlag p.machinery besteht weiter. Und sein wohl wichtigstes Projekt, die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke, wird auf jeden Fall weitergeführt. Ich möchte betonen, dass hieran kein Zweifel bestehen kann und soll.

Durch den Umzug gab es Verzögerungen. Überall. Bei allen Dingen. Und so ist der zwölfte Band der Werkausgabe, »Sirius Transit«, mit erheblicher Verspätung, aber schon im April 2019 erschienen. Was wegen solcher Verzögerungen erst jetzt berichtet werden kann. Das Buch jedenfalls ist in der bekannten Aufmachung als Hardcover und Paperback (mit der thomasfrankeschen Grafikausklappseite nur beim Verlag oder im Buchhandel zu bekommen!) verfügbar, und auch das E-Book ist auf dem Markt (noch von Bookrix, bald von uns via Bookwire).

Details zum Buch finden sich hier.

Beim Cover habe ich lange mit dem Kontrast zwischen Hintergrund und Schriftfarbe gehadert. Wir – Thomas als Titelbilddesigner und ich als Verantwortlicher – nähern uns dem Scheitelpunkt der Werkausgabe, ab der die Umschlaghintergründe wieder heller werden; das dürfte so ab Band 14 oder 15 der Fall sein. Bis dahin … Der Kontrast auf dem Umschlag dieses Buches erschien mir zu schwach. Der Aushänger belehrte mich eines Besseren, wenn man sich sicherlich auch mehr wünschen könnte. Aber nun haben wir dieses Konzept angefangen, und es jetzt abzurechen, das ist sicher nicht der richtige Weg.

Alter Schinken, neu gepökelt

Klingt das defätistisch? Wenn ja – so ist es nicht gemeint. Es geht um eine ganz simple Sache:

Im Programm meines Verlags p.machinery gab es eine Reihe namens »Action, Thriller, Mystery«. Zwölf Titel sind in der Reihe erschienen – und sie erwies sich letztlich als »nicht Fisch, nicht Fleisch«. Die Mischung hat nicht gezogen, die Bücher – an sich qualitativ durchaus wert, veröffentlicht zu werden – haben ihre Zielgruppe nicht gefunden, weil eben auch der Genremix aus Action, Thriller und Mystery nicht funktionierte, nicht funktionieren konnte. (Ich glaube nicht an Binsenweisheiten wie die, dass Genremixe in Büchern nicht funktionieren; SF-Romane mit Krimielementen funktionieren ja auch.) Und letztlich ist es auch nicht einfach, Manuskripte zu finden, die mich als Verleger schon ansprechen – unverlangte Einsendungen kamen gar nicht, wenn ich mich recht entsinne.

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Wenn man mal aufräumt …

Ja, wenn. Dann findet man Sachen, über die man schon längst mal ein Wort verlieren wollte. Wie über die Sache hier …

Als unter chronischer Langeweile leidender Mensch mache ich ja unter anderem auch die Perry-Rhodan-FanEdition für die Perry-Rhodan-FanZentrale (PRFZ) e.V. Als Redakteur – jedenfalls nominell (ich bin da nicht alleine, was der Sache letztlich schon rein zeitlich durchaus zugutekommt). Und hauptamtlich als Druckvorlagenmacher (und Vermittler des Drucks der Publikationen).
Die FanEdition war ursprünglich mal als Heftserie gedacht und erschien zunächst auch in Heftchenform, ganz wie der ganz, ganz große Vorlagenbruder aus dem Pabel-Moewig-Verlag. Ich glaube, ich mache die FanEdition seit Nummer 11 (auch wenn ich hier die Nummer 8 auf dem Server liegen habe, die ich aber, glaube ich mich zu entsinnen, nachliefern durfte; irgendwas war da, ist aber auch wurscht).

Schon im September 2018 erschien die Ausgabe 20 der PRFZ-FanEdition. Es handelte sich um den Roman »Die Heilerin von Hangay« von Michael Tinnefeld und Gerhard Huber. Uli Bendick spendierte das Titelbild:

Zum Inhalt gibt es einen Klappentext (oder jedenfalls etwas Ähnliches):

»1384 NGZ, knapp vier Jahrzehnte nach dem Abzug der Terminalen Kolonne TRAITOR und der Retroversion Hangays herrschen immer noch Chaos und Leid in weiten Teilen der Galaxie. Die politischen Verhältnisse sind weitgehend instabil. Funktionierende Infrastruktur und gesicherten Handel gibt es nur eingeschränkt. Marodeure und Piraten bedrohen zudem die Verkehrswege. Trotz der Wiederherstellung des Psionischen Netzes halten sich vor allem im Zentrum der Sterneninsel noch vereinzelte Vibra-Psi-Enklaven. Eine berühmte Kartanin, die in der gesamten Galaxie als Heilerin von Hangay bekannt ist, und ihr Medo-Team haben es sich zur Aufgabe gemacht, medizinische Hilfe zu leisten, wo es nur geht. Hangays Kernregion ist besonders von Not und Chaos betroffen. Kaum jemand wagt es, dorthin zu reisen. Die Heilerin und ihr Team wagen den Vorstoß.«

Und kaufen kann man das Werk mit seinem nicht mehr heftchenromankonformen 96 Seiten auch: Für EUR 7,10 (EUR 4,20 für PRFZ-Mitglieder) findet man das gute Stück im SpaceShop der PRFZ: hier.

Ich hatte meinen Spaß mit dem Text. Er war gut geschrieben, von Christina Hacker sauber lektoriert und auch für mich als de facto Nicht-Perry-Rhodan-Leser verständlich. Da die FanEdition-Romane gerne auch in älteren Zyklenzeiten spielen, tauchen da gerne Figuren auf, die ich sogar noch kenne. Und meine PR-Lektüre ist – sieht man von einem Neustart in den 2930ern ab – wirklich lange her.

Unter Zeitmangel denkt man auch mal darüber nach, bestimmte Aktivitäten einzustellen. Ein Pro-bono-Projekt wie die FanEdition kommt da gerne mal mit auf die Liste. Am Ende sind es jedoch immer wieder genau diese Romane, die mich bei der Stange halten. Es sind zwei Projekte im Jahr – sieht man von den Conbüchern ab, aber die sind ein anderes Thema –, jeweils mit überschaubarem Umfang und damit ebenso überschaubarem Arbeitsaufwand. Und so bleibe ich dabei, wie es aussieht. Und wie man an der FanEdition 21 sehen kann, die hier auch noch erwähnt werden wird

Wie das Kind zum Bade

Die Idee, bei p.machinery ein Hörbuch – neudeutsch: Audiobook – herauszubringen, war nicht ganz neu. Am Ende blieben die Ideen meist in irgendeiner mentalen Ecke liegen; nicht wirklich unsichtbar, aber auch nicht sonderlich beachtet.
Als es dann endlich so weit war, hatten andere Menschen die ganze Arbeit gemacht:

Das Hörbuch »Feuer am Fuß« ist fast 15 Stunden lang. Dirk C. Fleck hat seinen eigenen Text im Studio von Idealism Prevails in Wien (https://www.idealismprevails.at) eingesprochen. Georg Bermuda Bremges (https://www.facebook.com/georg.bermuda) und Enrico Körbitz (https://www.facebook.com/enrico.korbitz) haben Musik beigesteuert. Und Heimo Rauter (https://www.sender.fm) hat den Schnitt bewerkstelligt.
Und fertig war die Kiste.

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Ungern

Ungern gebe ich es zu, aber mein Umzug im Dezember 2018 hat Opfer gefordert. Neben ganz sicher einigen Buchtiteln, die längst hätten veröffentlicht sein können, neben NOVA 27, das letztens ins Lager beim Schaltungsdienst Lange geliefert wurde, hat es auch den HALLER, die Literaturzeitschrift aus Monschau, mit seiner 16. Ausgabe erwischt. Mit dazu beigetragen hat auch der immense Umfang von 332 Seiten – der für HALLER-Verhältnisse außergewöhnlich ausgefallen ist – und die Tatsache, dass wir uns lange nicht ganz klar darüber waren, wie wir sowohl die Storys als auch die – erstmals im HALLER zu findenden – Gedichte adäquat präsentieren sollten.

Letztlich wurde ein Janusbuch daraus, ein Buch also, das man von beiden Seiten beginnen kann und einmal die Prosa, das andere Mal die Lyrik als quasi eigenständige Publikation findet. Und so hat das Buch auch zwei Titelbilder bekommen. Das Titelbild für die Prosa ist:

und das für die Lyrik wiederum:

wobei das Lyrik-Titelbild damit leben muss, den Barcode aufzunehmen (den nicht nur der Buchhandel, sondern auch der Schaltungsdienst für seine Arbeit benötigt).

Auch HALLER 16: WAHRE KUNST wird bei Amazon nur über den Marketplace (also mit den sittsam bekannten 3 Euro Aufschlag) zu bekommen sein. Hauptgrund waren hier die Bilder von Kai Savelsberg, die an Wirkung verlieren würden, würde man sie in Graustufen umwandeln (was für die Produktion via KDP für Amazon notwendig wäre, weil KDP keine Farbseiten in schwarz-weiße Buchblöcke einschießen kann); und der andere Grund ist die dringende Vermutung meinerseits, dass KDP mir sowieso nur wieder mitteilen würde, dass das Buch so nicht produziert werden könnte, weil immer ein Teil des Buches auf dem Kopf stünde und falsch paginiert sei … und so weiter und so fort. – Die Menschheit wird es verkraften. Immerhin ist das Buch mit dem Marketplace-Aufschlag immer noch in einem verkraftbaren und nicht zu teuren Preisbereich.

Alle Details zum Buch finden sich auf der Website des HALLER: hier.

Das Schöne am Verlegerleben

Das ist die Arbeit mit einem tollen Team, das sich mit zahlreichen E-Mails über zahlreiche Themen austauscht, die im direkten oder auch nur indirekten Zusammenhang mit einem Projekt stehen. Bei NOVA, dem jüngsten Imprint meines Verlages, ist das so. Da wird nicht nur die kommende Ausgabe diskutiert und nach und nach zusammengestellt, bis ich sie dann layouten darf, nein, da werden auch schon Pläne für die übernächste Nummer (die 28) und die Jubelnummer 30 gemacht.

NOVA 27 ist ein ziemlicher Brummer geworden: 290 Seiten (davon 18 Farbillustrationen) hatte NOVA, glaube ich, noch nicht auf den Rippen, nicht zuletzt, weil es früher einen Standardpreis gab, nach dem sich der Umfang zu richten hatte. Bei p.machinery ist das anders, und so kostet die Ausgabe 27 auch ein wenig mehr, als man das von NOVA bislang gewohnt war. Aber der Inhalt lohnt sich – mir selbst haben die Vorbereitungsarbeiten (Korrektorat), die Layouterei und die Fahnenkorrektur großen Spaß gemacht, obwohl – oder gerade weil – ich die Texte am Ende (bei der Fahnenkorrektor) schon recht gut kannte.

Ausführliche Details zur aktuellen Ausgabe 27 finden sich hier.

Rückkehr eines Fremdgängers

Es waren nicht wenige Titel, die ich von Axel Kruse in meinem Verlag p.machinery veröffentlichen durfte. Eine ganze Zeit sah es so aus, als hätten wir damals unseren ersten Stammautoren an Land gezogen. Und dann ging er fremd.

Bei Begedia hat er veröffentlicht, ebenso bei Atlantis. Beides Verlage, deren Eigentümer ich kenne – und mag. Und so ergab sich gar nicht die Frage, ob ich Axel wegen seiner Seitensprünge böse sein sollte. Wenn es dann überhaupt auch »nur« Seitensprünge waren …

Aber er kam jüngst dann doch wieder. Mit einem kleinen, aber feinen Büchlein, das einen »Remix« zu einer in einem älteren Titel (»Geschichten aus Joaquins Bar«) erschienenen Kurzgeschichte (»Rothenburg«) ebenso enthält, wie das Original, das die Grundlage der neuen Geschichte ist.

Und ich hatte die große Ehre, von diesem Werk auch ein Hardcover in einer ungewohnt hohen Auflage auflegen zu dürfen. Das Geheimnis: Axel Kruse ist Steuerberater und benutzt solche Bücher als Kundengeschenke. (Und von diesem Hardcover sind mir noch einige wenige Exemplare zum Verkauf geblieben.)

Details zum Buch: hier.

Eigentlich nicht oder doch

Eigentlich gibt es die beiden Bücher von Anna Veen (aka Heike Henzmann) gar nicht mehr. Oder doch. Das Auslaufen des Buchangebots in meinem Verlag wäre 2018 ganz regulär vollzogen worden. Aber die Autorin hatte andere Ideen. Unter anderen Umständen hätte ich ihr die Bücher quasi zur eigenen Verwendung übergeben. Aber sie hatte so ihre Ansprüche:

  • Die Bücher sollten ganz sanft überarbeitet werden. Der ältere Titel »Doris Hauser. Geschichten« sollte ein aktualisiertes Cover erhalten (das alte Verlagslogo war gegen das aktuelle auszutauschen). In den sogenannten Klappentexten auf der Buchrückseite sollten die biografischen Angaben zur Autorin verschwinden.
    Kein Problem.
  • Das Impressum wurde aktualisiert. Immerhin ist mein Verlag ja im Dezember 2018 umgezogen. Und überhaupt.
  • Wichtig war ihr, dass die Daten bei Amazon erhalten blieben, vor allem die aufgelaufenen Rezensionen. Das hatte zur Folge, dass ich als Verleger noch einmal einspringen durfte. Da die Titel beide bei CreateSpace bzw. aktuell bei KDP laufen, war es einfach, den Buchblock und die Umschläge auf neuen Stand zu bringen. Die ISBN blieben erhalten und damit auch das ganze Angebot bei Amazon – mit allen Rezensionen.
  • Und die E-Books sollten ebenfalls aktualisiert werden. Auch das war kein Problem.

Und nun sind beide Bücher als Printversion ganz aktuell wieder zu bekommen – allerdings nicht im Buchhandel und nicht beim Verlag, sondern ausschließlich bei Amazon; ein Druck beim Schaltungsdienst Lange haben wir nicht eingeplant. Dafür gibt es die E-Books auf so ziemlich allen deutschsprachigen E-Book-Plattformen. Und wir finden, die Lektüre lohnt sich, denn die Geschichten um Doris Hauser, Thomas Greiff und deren beide Hunde haben viel Charme und sind in besonderem Maße amüsant und lustig.


Details zu dieser Neuausgabe: hier.


Und Details zu dieser Neuausgabe: hier.