Die Amazon-Schwänze sind auch nicht besser

Amazon macht ja protzige Werbung für Fortbildungen seiner Mitarbeiter. Aber offensichtlich kommen die nicht da an, wo sie sinnvoll wären. Jedenfalls sind Amazon-Zusteller seit Jahren und immer wieder ein Quell endlosen Ärgernisses.
Sendungen werden zwischen den Rädern unserer Autors im Carport abgestellt, irgendwo abgeworfen, zwischen Restmülltonnen (und einmal sogar in einer gelben Kunststofftonne) und ähnliches mehr. Es hat in den letzten zwanzig Zustellungen einen Fall gegeben, wo der Zusteller es geschafft hat, das offensichtlich auf Amazon verweisende Label an unserem Gartenhaus (direkt gegenüber des Eingangs) zu lesen und zu verstehen. Und wenn ein Zusteller es schafft, die Sendung bei strömendem Regen direkt vor der Haustür abzustellen, ohne zu klingeln, kann man fast schon von Glück reden.

Heute habe ich auf eine wichtige Sendung mit PC-Arbeitsspeicher für eine Freundin und ihren PC gewartet. Fazit: Der verblödete, vermutlich drogensüchtige, geistig jedenfalls nicht sehr fähige Zusteller hat einen verschlossenen Briefschlitz (siehe Foto unten) aufgerissen, die Sendung hindurch gedrückt und dabei die beiden Arbeitsspeicherbausteine zerbrochen und zerstört.

Toll.

Amazon-Mitarbeiter werden miserabel ausgebildet, miserabel bezahlt und sind meist Angehörige sogenannter migranter Gemeinschaften, sprich Ausländer. Denen ist daraus kein Vorwurf zu machen – der Vorwurf geht an Amazon, die die Lage solcher Migranten in einer Weise ausnutzen, die letztlich auch auf Kosten der Kunden (= Warenempfänger) geht. Im Gegensatz zu meiner Gattin versuche ich, Bestellungen bei Amazon wo möglich zu vermeiden, aber das geht nicht immer – und oft genug immer wieder schief.

Verdummung bei dhl.de

Bislang galt für mich DPD als der dümmste Paketdienst Deutschlands (sic!). Inzwischen bemüht sich DHL auf ganzer Breite, gleich zu ziehen.
Ich schreibe denen: »Seit heute soll ich für Paketbuchungen (Pakete ab 2 kg) von Deutschland (25887 Winnert) nach irgendwo in Deutschland (zuletzt 23552 Lübeck) Zollunterlagen ausfüllen.«
Ich erhalte als Antwort: »Zollunterlagen werden bei der DHL Online Frankierung nur für Sendungen in das außereuropäische Ausland sowie für Sendungen in die Schweiz, nach Großbritannien und nach Norwegen erstellt bzw. ausgefüllt. Für Sendungen in andere EU-Mitgliedstaaten sind keine Zollunterlagen erforderlich.«
Aber offensichtlich weiß das deren Internetseite nicht, die notorisch Zollunterlagen für innerdeutsche Sendungen verlangt.
Ich war bislang durchaus von DHL und deren Service überzeugt. Ich ziehe in Erwägung, das zu ändern. Das Dumme ist, dass es keine Alternativen gibt: DPD (dümmster Paketdienst Deutschlands), GLS (ganz lahme Spediteure), Transoflex (die schulden mir noch einen fünfstelligen Euro-Betrag für Anfang der 2000er verschlampte Sendungen) und so weiter … Höchstens noch Hermes. Aber die sind auch nicht immer gut (der in Murnau damals hat immer geklingelt und ist sofort wieder weggefahren).
Manchmal hab ich einfach keine Lust mehr.

Ein dicker Brocken …

… war dieses Buch in der Entstehungszeit und ist es auch jetzt im Angebot, im Buchladen, im Regal daheim. 684 Seiten … ich bin nicht sicher, ob ich bislang ein dickeres Buch veröffentlicht habe, aber wenn, dann gehört »Wir Terraner« mindestens zu den Top 3.

Das Buch zu beschrieben, ist nicht einfach. Der Klappentext gibt da noch am meisten her (siehe den Link zur Buchseite unten). Robert Hectors Werk zeugt von einem ungemein umfassenden Wissen über die unterschiedlichsten Dinge: Wissenschaft, Geschichte, Kultur, Gesellschaft. Robert Hector ist in dieser Beziehung in der deutschen SF-Szene wohl eine Ausnahmeerscheinung. Jedenfalls nach unserem Gefühl.
Das Buch wird nicht jedem gefallen. Das kann ein 684-Seiten-Wälzer auch nicht leisten. Vielmehr sollte man sich die jeweils persönlich hochgeschätzten Juwelen herausgreifen, sie genießen und dann vielleicht noch ein wenig vertiefen. Insgesamt lohnt sich die Anschaffung dieses leider nicht ganz preisgünstigen Werkes.
Am Ende jedenfalls wissen wir Leser, was uns als Terraner ausmacht. Wie wir wurden, wie wir sind — und wie wir vermutlich sein werden, in der Zukunft, in der Zeit, die uns SF-Fans am meisten interessiert.

Hector, Robert, WIR TERRANER

 

Wenn’s der unfähige Papst liefert

Es hat sich inzwischen eingebürgert, dass wir in der p.machinery Kurzgeschichtensammlungen (vulgo: Collections) veröffentlichen, die Werke präsentieren, die ursprünglich in den leider nicht sehr erfolgreich vermarkteten Phantastischen Miniaturen der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar erschienen sind. Auch Maike Brauns Sammlung gehört in diese Szene, kann man sagen, und es ist uns einmal mehr eine Freude, eine solche Autorin hier präsentieren zu dürfen. Neben einfachen Kurzgeschichten findet sich auch ein Episodenroman, der aus mehreren solcher Storys entstanden ist. Und genau der ist der Knackpunkt dieser Sammlung …

Braun, Maike, FUTUR CONDITIONAL

 

Zeit für einen Einstieg

Zeit, für eine Einführung in PERRY RHODAN. Alexandra Trinley, quasi zertifizierte Rhodan-Fachfrau, präsentiert in ihrem Buch wichtige und umfangreiche Informationen zu den ersten zweihundert Bänden der weltweit größten SF-Literaturserie PERRY RHODAN — und immer mit Ausblicken auf die dahinter liegende Zukunft der Serie. Das Buch motiviert, wenn man vor dem RHODAN-Serienmonster fassungslos steht und nicht weiß, wo man anfangen soll. Unser Rat: bei diesem Buch. Denn es erleichtert den Einstieg — und macht zudem Geschmack auf mehr.

Trinley, Alexandra, MISSION 65

 

REISSWOLF 70

REISSWOLF 70
Das fantastische Rezensionsmagazin
52 Seiten, DIN A5, Broschur mit Rückenstichheftung
ISSN 2942-1837
ISBN 978 3 95765 536 3 – EUR 4,95

Der »REISSWOLF« 70 enthält auf 52 Seiten Besprechungen zu Büchern von James Islington, Dorothe Zürcher, Achim Stößer & Stefan Junghanns (als Hrsg.), James Alistair Henry, Hafsah Faizal, Birgit Schwäbe & Ingrid Pointecker, Hannes Riffel (als Hrsg.), Alexander Pechmann, Jay Kristoff, Brian Lumley, Michael Siefener, Travis Baldree, Allison King, Michael Knoke & Jörg Kleudgen sowie Lars Dangel (als Hrsg.).

Das gedruckte Exemplar gibt es beim Verlag und in seinem Buchladen zum Preis von EUR 4,95.

Download unter: https://www.reisswolf-magazin.de/edits2/RW70komplett.pdf

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REISSWOLF 69

REISSWOLF 69
Das fantastische Rezensionsmagazin
44 Seiten, DIN A5, Broschur mit Rückenstichheftung
ISSN 2942-1837
ISBN 978 3 95765 535 6 – EUR 4,95

Der »REISSWOLF« 69 enthält auf 44 Seiten Besprechungen zu Büchern von Gabriele Behrend, Andreas Eschbach, Karla & Jörg Weigand (als Hrsg.), Chelsea Abdullah, Tobias Bachmann, Willi van Hengel, Dorothe Zürcher, Frank Lauenroth, Matt Dinniman, Alastair Reynolds, C240042C, Brigitte Ohk, Kai Meyer, Walter Moers, Hans Peter Roentgen, Werner Zillig, Frank G. Gerigk und Benedict Jacka

Das gedruckte Exemplar gibt es beim Verlag und in seinem Buchladen zum Preis von EUR 4,95.

Download unter: https://www.reisswolf-magazin.de/edits2/RW69komplett.pdf

#Science-Fiction #Fantastik #Fantasy #Horror #Rezensionen #Behrend #Eschbach #Weigand #Abdullah #Bachmann #van_Hengel #Zürcher #Lauenroth #Dinniman #Reynolds #C240042C #Ohk #Meyer #Moers #Roentgen #Zillig #Gerigk #Jacka

Mal was für Autobiografen

Die p.machinery ist ja inzwischen gerne auch als Weigand-Verlag verschrien. Lauter Jörg Weigands, lauter Karla Weigands. Aber gut. – Ganz aktuell erschienen sind Karla Weigands Nachkriegserinnerungen unter dem Titel »Meine Kindheit an der Isar in München«, wobei nicht nur die Isar an sich, sondern eben auch München eine Rolle spielt. Gemeint sind Karlas Jahre 1944 bis 1958 … – Das Buch ist nichts für SF- oder Fantastik-Fans, aber für Fans der Karla Weigand, und wer ihre Bücher – vor allem die historischen Geschichten – mag, wird sich für ihre Geschichte ganz sicher interessieren.

Weigand, Karla, Meine Kindheit an der Isar in München