Unklare Gründe

Es fällt mir ums Verrecken nicht ein, wofür das Jahr 2019 und das neue Jahr 2020 bislang draufgegangen ist. Der Umzug nach Schleswig-Holstein ist bald anderthalb Jahre her (im Juni jedenfalls). Meine nicht ganz rund laufende Gesundheit (Diabetes, Diagnose vom September 2019) ist unter Kontrolle. Im Grunde müsste für den Verlag und die Bücher mehr Zeit sein als früher, als ich noch einen Hauptberuf zusätzlich hatte. Und trotzdem …

Der letzte Band der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke, die in meinem Verlag p.machinery erscheint, ist im April 2019 erschienen – vor einem Jahr. Dazwischen … Pause. Warum auch immer. Und es war nicht nur die Werkausgabe, die betroffen war. Es gab Bücher, ja, aber viel weniger, als ich eigentlich erwartet hätte.

Immerhin ist es dann im März 2020 endlich gelungen, den nächsten Band der Werkausgabe herauszubringen. Es ist die Nummer 13, und sie trägt den Titel »Schule für Übermenschen«. Das Buch basiert im Grunde auf dem Drehbuch für eine Filmreihe mit dem Titel »Im Auftrag von ICARUS«, die letztlich nie realisiert wurde. Um diese Filmreihe und vor allem um das Drehbuch der dritten Folge mit genau dem Titel »Schule für Übermenschen« geht es in diesem 13. Band der Werkausgabe. Ulrich Blode schreibt über die Filmreihe und das Drehbuch der dritten Folge ist vollständig enthalten.

Aufmachung und Präsentation des Buches ist wie gewohnt. Das Titelbild stammt einmal mehr von Thomas Franke, weitere Texte von Herbert W. Franke und Bartholomäus Figatowski runden das Gesamtwerk ab.

Wie es weiter geht, muss sich zeigen. Der nächste Band ist bereits in Vorbereitung – Thomas Franke arbeitet just am Titelbild von »Paradies 3000«.

Eigentlich wäre das ärgerlich

Ein Verein feiert sein fünfzehnjähriges Jubiläum. microTEC Südwest e.V. heißt der Verein, und abgesehen von der Tatsache, dass ich mal bei einem Maschinenhersteller gearbeitet habe, der Maschinen herstellt, die auch in der Mikrosystemtechnik Anwendung finden (können), habe ich mit dem Thema Mikrosystemtechnik nichts am Hut.
Gehabt.
Aber ich kenne Marianne Labisch, und die arbeitet bei dem Verein und hatte die fantastische Idee, ein paar der Wissenschaftler und Techniker zu bitten, SF-Geschichten zu schreiben, die sich mit Aspekten und Themen der Mikrosystemtechnik beschäftigen.
Et voilà! Das Projekt ist nicht nur inhaltlich gelungen – es war auch terminlich eine Punktlandung, die ich nicht oft habe, wie das bei einem Alleinverleger mit nur zwei Händen, einem Kopf und 24/7 eben so ist.

Und dann musste die Veranstaltung, die für Mitte März geplant war, verschoben werden. Das Buch immerhin gibt es trotzdem – und die Besucher und Teilnehmer der hoffentlich im September 2020 stattfindenden Veranstaltung, der sogenannten Clusterkonferenz, werden das Buch dort dann spätestens auch erhalten.

Wer wie ich mit Mikrosystemtechnik nicht wirklich warm ist, aber ein paar charmante SF-Geschichten aus dem Themenkreis lesen – und auch einige tolle Bilder von zwei wundervollen Künstlerinnen in Augenschein nehmen – möchte, der kann das Buch kaufen. An den üblichen Orten – und natürlich wie immer auch direkt bei p.machinery.

KLP als Quell der Freude

Die Nominierungen für den KLP 2020 sind raus: http://www.kurd-lasswitz-preis.de/2020/KLP_2020.htm.
3x NOVA mit Kurzgeschichten. 1x p.machinery mit einer Kurzgeschichte aus „Gegen Unendlich 15“ – und das Titelbild ist auch nominiert.
Und nicht nur das erfreut: Udo Klotz, Treuhänder des KLP schrieb, dass p.machinery auf der Longlist (203 Einträge in 8 Kategorien) 17 Mal mit Erzählungen und Covergrafiken vertreten war.

Turtschi für Lesefaule

Meine Frau ist so ein Mensch. Wenn sie liest, dann derzeit meist für ihre Ausbildung. Prüfungsvorbereitungen. Und so was. Ansonsten ist sie — auch nach eigenem Bekunden — eher lesefaul. Aber sie hört Bücher. Hörbucher. Neudeutsch: Audiobooks. Je mehr, umso besser.

Und für solche Leute kann ich verkünden, dass in meinem Verlag p.machinery in den nächsten Tagen das zweite Audiobook erscheinen wird. Es wird bei den üblichen Verdächtigen im Internet zu bekommen sein und wird sich hoffentlich großem Zuspruch erfreuen:

Tom Turtschi
GOTTESZONE
Die Reise ins Licht
AndroSF 103
p.machinery, Winnert, Februar 2020
ISBN 978 3 95765 200 3 – EUR 9,99 (DE)

Sprecher: Markus Amrein
Tonstudio: hof3 GmbH
Schnitt: Tom Turtschi
Laufzeit: 8:46:30

Das Alienwalzerfertigstellungsverzögerungsabmilderungsvideo

Die Texte stehen fest, fürs Layout sind sie vorbereitet – nur wird die Fertigstellung noch ein Weilchen dauern. Das typische Problem eines Einzelkämpfers: nur ein Kopf, nur zwei Hände, nur 24 Stunden am Tag. Werbung vorab kann jedoch nicht schaden, und so hat Stephanie Lammers ihre Story »Die Gabe« aus der am Himmel dräuenden Anthologie »Das Alien tanzt Walzer«, herausgegeben wiederum von Ellen Norten, schon mal gelesen — natürlich mit verlegerischer Genehmigung :) –, und das Video dazu gibt es hier. Oder gleich hier:

Wenn man einen Professor hat …

…, der sich als (Mit-) Herausgeber der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke in meinem Verlag p.machinery betätigt, dann hat das auch Außenwirkung:
Gunnar Sohn, sittsam bekannter Wirtschaftspublizist, Blogger, Moderator, Kolumnist und Dozent mit Sitz in Bonn, hat unseren (Mit-) Herausgeber der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke interviewt: Hans Esselborn spricht über sein Buch, aber nicht nur das; auch die Werkausgabe findet Erwähnung. Herr Sohn hat durchaus richtig vermutet, dass mir das als Verleger auch gefällt. Dem Publikum sei der Genuss nicht vorenthalten – und Auswahl ist geboten:

  • Das Interview findet sich hier.
  • Auch bei Facebook kann man es finden: hier.
  • Und sogar bei Twitter: nämlich hier.

Winnert ist scheiße?

Nein, aber beschissen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Die nachfolgenden Aufnahmen wurden heute, am 10.01.2020, zwischen der Bushaltestelle an der Abzweigung Bunsiek zur Siedlung und der Diakoniestation in der Hauptstraße aufgenommen. Das ist eine Strecke von ca. 200 Metern.

Kacktüten sind eine Erfindung, die an Winnerts Hundehaltern offensichtlich vorbeigegangen ist. Auch der Sinn wird wohl nicht erkannt; ich musste mir schon die Frage stellen lassen, warum ich die Hinterlassenschaften meiner Mädels aufnehme, das würde doch sonst auch keiner machen. Entsorgungsmöglichkeiten gibt es, wenn auch nicht alle drei Meter: Abfallbehälter befinden sich in den diversen kleinen Bushaltestellen im Ort – mir fallen sofort fünf solche Behälter ein –, und jeder Haushalt im Ort verfügt über eine Restmülltonne.

Meine Mädels kacken an dem Teilstück der im Ort üblichen Gassiwege schon nicht mehr. Nicht nur, weil eh fast kein Platz mehr ist, nein, sie finden es offensichtlich auch scheiße, wenn Herrchen dann zwischen den Hinterlassenschaften der Hunde von Dreckschweinen die Häufchen der eigenen Hunde beseitigen muss.

Wer nicht zählen möchte: Es handelt sich um mehr als zwanzig (in Worten: 20!) Haufen.

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Böller in den Ofen

In diesen Tagen schießt man ja nicht in den Ofen, man böllert. Wie die vielen Deppen, die einen Haufen Kohle aus dem Fenster werfen, um Lärm zu machen, Tiere zu erschrecken, sich selbst und die eigenen Kinder zu verletzen, Feinstaub und Gifte in die Atmosphäre zu blasen.
Aber das ist hier nicht das Thema.

Unsere Hunde – Kim und Naomi – sind geräuschempfindlich. Ein Actionfilm mit viel Geballer im Fernsehen juckt sie nicht; ein einziger kleiner Kracher (oder auch der Schuss eines Jägers in der Ferne) versetzt sie in Panik. Silvester ist also keine schöne Zeit für sie (wie für viele andere Haustiere, aber auch Wildtiere auch).
Nachdem wir 2018 feststellen mussten, dass der Kriegszustand in Winnert ausgeprägter als weiland in Murnau-Westried ist, entschlossen wir uns, für 2019 nach einer Lösung zu suchen: Wir wollten irgendwo hin, wo es definitiv ruhiger sein würde. Amrum, die Insel, auf der nicht geballert werden darf, fiel aus, weil Saskia, meine Frau, arbeiten muss; Sylt natürlich auch, zumal man dort ein Höhenfeuerwerk veranstaltet (so viel zur »ballerfreien Insel Sylt«).

Wir fanden ein Domizil in einem kleinen Haufendorf in der Nähe von Wesselburen, Landkreis Dithmarschen. Eine Woche wollten wir dort sein, und Saskia würde davon profitieren, dass der Ort näher an ihrem Arbeitsplatz in Büsum liegt.
Gestern fuhren wir also hin: mit zwei Autos, vollgepackt mit allem möglichen Zeug, und natürlich mit den Hunden. Das Haus lag idyllisch, die Eigentümer und Vermieter waren nicht da, die Nachbarn gegenüber offensichtlich auch nicht. Die nächsten Gebäude waren hinreichend weit entfernt.
Und dennoch …

Wir hatten ein Domizil mit zwei Hunden haben wollen. Was wir bekamen, hatte eine schmale, steile Treppe nach oben – dort lagen Wohn- und Schlafzimmer, unten gab es nur Toilette, Dusche und die Küche. Alles sehr klein, und ohne Hunde wäre das eine knuffige Geschichte gewesen. Aber so …
Unsere Hund sind es gewohnt, in unserer Gesellschaft zu sein, nicht nur, aber vor allem auch nachts. Das hoch liegende Bett war da sowieso schon nichts – aber das wäre nicht tragisch gewesen. Aber da die Hunde die Treppe vielleicht (!) hoch-, garantiert aber nicht mehr runtergekommen wären, hätten wir die Woche dort in der kleinen Küche verbracht.
Und das ging einfach nicht.

Nachdem wir alles ausgepackt, einen – katastrophalen – Gassigang (keine fünfzehn Minuten, weil auf einem Feld zwei Dithmarscher Vollhonks schon mal ein Feuerwerk übten, illegal natürlich) gemacht (Kim war beim ersten Kracher panisch) und eine Pizza gegessen hatten, packten wir wieder zusammen und fuhren zurück nach Winnert.

Daheim sah ich dann nach dem Auspacken und Einräumen »Lethal Weapon 4«, und wer den Film kennt, weiß, wie der anfängt. Kim und Naomi waren von der Ballerei in dem Film völlig unbeeindruckt.
Wir überlegen, die Silvesternacht in dem Haus zu verbringen. Immerhin haben wir das Ding bis 04. Januar gebucht und bezahlt. Vielleicht ist es dort ja doch stiller als in Winnert.
Vielleicht fahre ich mit den Hunden aber auch zwei, drei Stunden durch die Gegend. Irgendwo habe gelesen, dass das auch hilft.