Das ist er, der Utax P-C3563i MFP, heute morgen geliefert und installiert. Er ist klein, knuffig, schnell und sehr leise — und kann das Gleiche wie der Sharp (außer Drucke auf DIN A3).
Mein Großer kommt weg
Das ist ein Sharp MX-4112N. Ein Digitaldrucker. Mit A3- und A4-Fach. Und mit einem gigantischen Zusatzpapierbehälter (vorne im Bild). Und hinten dran (hier nicht sichtbar) ein Sattelheftfinisher.
Er stand lange in Murnau bei meinem früheren Arbeitgeber im Vertrieb und leistete gute Dienste. Als der Leasingvertrag auslief, griff ich zu, nahm ihn mit von Eschenlohe nach Murnau und später dann nach Winnert. Inzwischen ist er w2ohl fünfzehn, sechzehn Jahre alt — und heute verlässt er mir. Sein (durchaus kleinerer) Nachfolger ist bestellt und weil er so alt ist, dass es keine Ersatzteile mehr und auch eine Wartung (1300,- Euro plus Märchensteuer) nicht wirklich lohnt, werde ich ihn gehen lassen.
Ich werde ihn vermissen. Man gewöhnt sich so an die Macken von solchen Geräten. Und auch an die echt positiven Features. Aber am Ende ärgert man sich nur darüber, dass eine solche Technik so schnell im Schrott landen muss, weil die Produktentwickler dann doch wieder nur Murks abgeliefert haben.
Mein Großer, ich werde dich vermissen. Sei mir nicht böse.
Keine ganz leichte Geburt
Die von Achim Stößer und Stefan Junghanns gemeinsam herausgegebene Anthologie »Diesseits fremder Sterne« hatte einen etwas holprigen Start. Eigentlich schon für Januar 2026 fertiggestellt, verzögerte sich die Produktion: Achim Stößer hatte eine Story von Ray Bradbury neu übersetzt, aber die Rechteinhaber an den Werken Bradburys waren unwillig. Unser Angebot wollten sie nicht annehmen, ein eigenes Angebot wollten sie nicht machen. Ergo: Das war’s mit Bradbury in dieser Anthologie. — Aber nun ist sie da (d.h. — am 11. März erscheint sie dann auch physisch in dieser Welt):
Achim Stößer & Stefan Junghanns (Hrsg.)
DIESSEITS FREMDER STERNE
Eine Science-Fiction-Anthologie
AndroSF 229
p.machinery, Winnert, März 2026, 196 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 497 7 – EUR 17,90 (DE)
E-Book: ISBN 978 3 95765 664 3 – EUR 5,99 (DE)

Diese Sammlung umfasst Erzählungen von unserem und anderen Planeten, zukünftigen Gesellschaften und digitalen Wirklichkeiten. Doch im Zentrum steht stets das Menschliche: Verantwortung, Mitgefühl und der Umgang mit Macht, Technik und Umwelt. Mit jedem technologischen Fortschritt wachsen unsere Möglichkeiten, aber auch unsere Verantwortung: gegenüber Menschen, anderen Tieren, Maschinen und den fragilen Ökosystemen, von denen wir abhängen.
In manchen dieser Welten scheinen Hunger, Umweltzerstörung und Konflikte überwunden. Andere Geschichten zeichnen Zukunftsbilder, in denen sich unsere heutigen Probleme verschoben und verdichtet haben: Kontrolle wird delegiert, Mitgefühl verlernt, Verantwortung ausgelagert. Der Fortschritt ist allgegenwärtig – aber nicht für alle.
»Diesseits fremder Sterne« richtet den Blick nicht auf eine ferne Zukunft, sondern auf die Entscheidungen, die wir heute treffen. Vielleicht müssen wir die Sterne nicht erreichen, um etwas Wesentliches zu erkennen. Vielleicht genügt es, uns zu fragen, wer wir sein wollen – als Menschen unter fremden Sternen.
Mit Kurzgeschichten von Galax Acheronian, Axel Aldenhoven, Volker Dornemann, Joshua Friedrichs, C. Gerald Gerdsen, Parker Heimlich, Stefan Junghanns, C. A. Raaven, Nob Shepherd, Beatrice Sonntag, Achim Stößer, Wolfgang Weinberger und Maximilian Wust.
Peter Mathys (13.10.1941–07.02.2026)
In den späten 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war eine meiner wichtigsten Lektüren das »Utopia-Magazin«. Kurze Erzählungen haben mich schon immer mehr gereizt als langatmige Romane; als der Pabel-Verlag nun in diesem Magazin einen Kurzgeschichten-Wettbewerb ausschrieb, hätte ich mich gerne beteiligt – allerdings fiel mir nichts ein. Zumindest nichts, mit dem ich – meiner Meinung nach – eine Chance gehabt hätte. Es gewann – zu meinem Erstaunen, ein wenig Neid war auch dabei – ein Gymnasiast aus Basel, der sogar noch ein Jahr jünger war als ich: Peter Mathys mit seiner Story »Die Weltraumkapsel«. Die Geschichte wurde in »Utopia Magazin 255« veröffentlicht und nur kurze Zeit später auch von »Fiction«, dem französischen Ableger von »The Magazine of Fantasy and Science Fiction« übernommen. In der Folge fand sich der Name Mathys noch als Übersetzer; da das Magazin mit der Folgenummer eingestellt wurde, blieben weitere Storys unveröffentlicht.
Peter Mathys studierte in Folge Jura und wurde erfolgreicher Anwalt mit Schwerpunkt Kartellrecht.
Als ich Ende 1996 das ZDF-Studio Bonn verließ und nach Staufen südlich von Freiburg/Breisgau zog, bemühte ich mich, Autoren der Science-Fiction und Fantastik im Umkreis der Oberrhein-Gegend aufzuspüren. Dabei entdeckte ich Peter Mathys wieder; er hatte seine Kanzlei in Basel und war sofort dabei, als ich die Autoren zu einem ersten Treffen nach Staufen einlud. Daraus bildete sich schnell die »Autorengruppe Phantastischer Oberrhein«.
Wir trafen uns regelmäßig und Peter erhielt so aus unserer Runde Anregungen, wieder im SF- und Fantastik-Bereich zu arbeiten. 2021 konnte er bei p.machinery den Erzählband »Sonnenbrand« veröffentlichen. Wenig bekannt war bis dahin, dass er im Mainstream mehrere erfolgreiche Romane und Krimis veröffentlicht hatte, etwa »In Sachen Renner«, 1999, oder »Die Steuersünder«, 2012.
Im Beruf sehr erfolgreich, war der Kunstkenner und Kunstliebhaber (legendär: seine Sammlung an Elfenbeinschnitzereien) als Autor zurückhaltend und bescheiden. Es pflegte das als solides Handwerk. Für die Schweiz nach 1945 ist er im Bereich SF und Fantastik ein unbedingt zu berücksichtigender Name.
– (Jörg Weigand)

Peter Mathys’ Vita im »Sonnenbrand«:
1941 in Basel (Schweiz) geboren und aufgewachsen gab er sich Mühe, die Schulen mit geringem Aufwand zu absolvieren, studierte Recht und Wirtschaft an den Universitäten von Basel und St. Gallen und doktorierte mit einer Dissertation, die – wie sich bald zeigte – niemanden interessierte. 1959 gewann er den ersten Preis im Kurzgeschichtenwettbewerb eines Science-Fiction-Magazins in Deutschland. Die Kurzgeschichte wurde übersetzt und auch in Frankreich veröffentlicht.
Mit Begeisterung arbeitete er als Journalist für zwei Tageszeitungen. Nebenher übersetzte er für einen deutschen Verlag Science-Fiction-Romane aus dem Englischen. Trotzdem brachte er die Uni problemlos hinter sich und wurde Rechtsanwalt und Notar. Es folgte ein Abstecher in die Rechtsabteilung eines Industrieunternehmens; er endete glanzlos mit dem Ablauf der vereinbarten Probezeit. Dank einem unerträglichen Seniorpartner endete auch der Eintritt in eine angesehene Anwaltskanzlei vorzeitig.
Deshalb gründete er mit Freunden kurzerhand eine neue Kanzlei, die heute zu den Großen in der Schweiz zählt. Die Lust zum Schreiben war ihm allerdings nicht ganz abhandengekommen. Seit 1996 sind vier Romane entstanden.
Zur Science-Fiction fand er Ende der Neunzigerjahre zurück. Versuchsweise verfasste er einige Geschichten, die in SF-Anthologien abgedruckt wurden. Die Einladung, in der Autorengruppe Phantastischer Oberrhein mitzuwirken, hat ihn motiviert, die Fragestellungen und Möglichkeiten der Science-Fiction schriftstellerisch auszuloten. Er freut sich darauf, noch einige Ideen zu realisieren.

Die p.machinery informiert
Neuigkeiten aus meinem Verlag finden sich diesmal hier.
Wenn der Kiefer einmal liest …
… dann geht die Einladung an mich garantiert verloren. So geschehen in diesem Fall. Am Wochenende 07./08.02. hat Peter Kiefer vor immerhin 50 (in Worten: fünfzig) Zuhörern gelesen, einerseits eine alte Geschichte mit dem Titel „Eingriff“ aus seinem Buch „Stausbergs Geschichten“ (siehe unten; es ist noch bei Amazon & Co. zu bekommen), andererseits eine unveröffentlichte Geschichte (siehe hier), die er derzeit noch nicht so recht unterbringen kann. Ach ja. Gelegenheit verpasst. Schade. Aber nicht mehr zu ändern. Aber dafür habe ich ja einige seiner Geschichten verlegen dürfen.


Drei neue REISSWÖLFE
Es gibt drei neue REISSWOLF-Ausgaben. Zum einen die Jubiläumsnummer 60 — nicht nur wegen der 60, sondern auch, weil es sich um die dreißigste Ausgabe nach dem Neustart handelt — sowie die Ausgaben 61 und 62. Man findet sie am gewohnten Orte unter www.reisswolf-magazin.de. Als Teaser hier eines der Titelbilder:

Niehaus, die fünfte
»Rabenschwarz« ist inzwischen der fünfte Band von meist kurzen und einigen längeren Geschichten, der bei p.machinery erscheint. Diesmal dreht sich alles um Tiere: im ersten Teil um die Erben der spleenigen Miss Vault, die ihren tierischen Gefährten – Hund, Katze, Schnappschildkröte und Papagei – ein ganz besonderes Haus hinterlässt. Und im zweiten Teil geht’s dann in Wald und Flur, in die Lüfte und ins Meer, und auch Geschöpfe mit deutlich mehr als vier Beinen haben ihren Auftritt.
Die Sammlung bietet eine Mischung aus Fantastik, klassischer SF, Horror, Märchenhaftem und gibt überdies fundierte psycho- und sexualtherapeutische Ratschläge für alles, was da kreucht und fleucht (m/w/d).

Der Weigand wieder
Der Weigand, der Jörg, das ist so einer. Storys, Romane, Artikel — was er nicht alles kann. Nicht nur in Sachen SF, Fantastik. Diesmal hat er sich ein fast schon ausgefallenes Thema ausgesucht: die anspruchsvolle Literatur wohlbekannter Autoren im Heftroman. Das Buch ist quasi ein Nachschlagewerk, und es geht nicht um »Perry Rhodan« und andere SF-Serien, sondern um in der Tat anspruchsvolle Literatur, die heutzutage möglicherweise im Hardcover mit Luxusausstattung neu aufgelegt wird, vor vielen, vielen Jahren — und Jörg Weigand geht hier weit zurück — im Heftroman erschienen ist.
Nebst der insgesamt eher nüchternen Auflistung — darunter auch ein Spezialkapitel für die fantastische Literatur, um die große Sucherei zu ersparen — ist das Buch mit zahlreichen Abbildungen von klassischen Romanheft-Covern ausgestattet. De facto auf jeder zweiten Seite.
Für Menschen, die recherchieren wollen, ist das Buch gedacht.
Der vorletzte Erler in der p.machinery
Ein Erler-Roman folgt noch zu einem späteren Zeitpunkt (jedenfalls 2026): »Zucker«. Bis dahin darf der gewillte Leser nebst den anderen schon veröffentlichten Titeln mit diesem Werk aushalten. Eine Besonderheit ist hier die zusätzliche Veröffentlichung eines Drehbuchs zu einem nicht produzierten Film mit dem Titel »Surabaya«.

