Mini, mini, Panoptikumini :))

Physisch ist das Buch schon eine ganze Weile verfügbar. Aber Kai Focke hat einen offiziellen Veröffentlichungstermin Oktober 2026 im Auge gehabt, und da wir nicht wollten, dass er deswegen zum Augenarzt muss und sich möglicherweise noch eine komplifikante OP einpfeift, haben wir Geduld gezeigt. Das Buch gedruckt, Pflichtstücke, Belegexemplare und Reziexemplare — erstmals in p.machinery-Historie mit einem Sperrtermin (der heute abläuft) — verschickt und ansonsten gewartet. Gewartet. Und gewartet.

Heute jedoch ist es so weit. Das Buch darf verkündet werden — so auch von uns — und wir hoffen, der knallig-knackige Miniaturen-Sammelband wird von der Szene entsprechend angenommen. Auf dem BuCon am 10.10. wird man das Buch jedenfalls finden und kaufen können. Und wir sagen euch: Gönnt es euch!

(Unter dem Link ganz unten kann man noch mehr zum Buch erfahren.)

Focke, Kai (Hrsg), DAS KLEINE FANTASTIK-PANOPTIKUM

 

Die zweite Runde

Das ursprüngliche Anthologieprojekt zum Magischen Realismus fand im »Sammler glücklicher Tage« seine Vollendung und Veröffentlichung. Seine Vollendung? Mitnichten! Die Zahl der eingegangenen Beiträge, die nicht gleich reif für die Ablage P waren, war so groß, dass sich schnell ein zweiter Band anbot. Und nun ist es so weit: »Das Dorf hinter den Gleisen« indes beschäftigt sich nicht mehr ausschließlich mit Magischem Realismus, sondern bietet eine größere Bandbreite. Qualität spielt das Buch in der gleichen Liga wie sein Vorgänger.

Jungheim, Gregor (Hrsg.), DAS DORF HINTER DEN GLEISEN

 

REISSWOLF 68

REISSWOLF 68
Das fantastische Rezensionsmagazin
44 Seiten, DIN A5, Broschur mit Rückenstichheftung
ISSN 2942-1837
ISBN 978 3 95765 533 2 – EUR 4,95

Der »REISSWOLF« 68 ist ein »kleines Special« und enthält auf 44 Seiten zwei ausführliche Besprechungen zu Harlan Ellisons Anthologie »Gefährliche Visionen«, besprochen von Horst Illmer und Thomas Harbach.

Das gedruckte Exemplar gibt es beim Verlag und in seinem Buchladen zum Preis von EUR 4,95.

Download unter: https://www.reisswolf-magazin.de/edits2/RW68komplett.pdf

#Science-Fiction #Fantastik #Fantasy #Horror #Rezensionen #ellison #harlan_ellison #illmer #harbach

Wiederholungstat

Jörg Weigands »Tödlicher Bambus« ist keine Erstveröffentlichung — nicht mal in der p.machinery. Der Roman erschien ursprünglich 2017 unter dem etwas unpassend wirkenden Titel »Die unheimliche Brücke« im Kelter Verlag. Der alte Titel gefiel dem Autor nicht sonderlich, und so erschien das Buch 2024 als unverkäufliches Geburtstagsgeschenk anlässlich des 84. Geburtstags des Autors. Die neue Version mit dem gleichen Titel »Tödlicher Bambus« ist identisch mit dem 2024 erschienenen Buch, hat allerdings ein neues Titelbild erhalten, damit es doch einen kleinen Unterschied gibt.

Weigand, Jörg, TÖDLICHER BAMBUS

Der letzte Welling?

Es sei sein letzter Roman, hat Wolf Welling gesagt. Ob das so stehen bleibt, wird sich zeigen. Wenn es sich bewahrheitet, dann ist dieser Roman ein gelungener Abschluss einer nicht unansehnlichen Schriftstellerkarriere. Der Roman »Das Grüne Zimmer« ist eine Umweltdystopie, in der ein psychotropisches Gras Gebäude von innen befällt und die Bewohner mit Schmerzen und Wahnvorstellungen vertreibt. Die drei Handlungsstränge finden einer im Laufe der Geschichte – und mit voller Absicht werden nicht alle Fragen, die sich stellen, auch beantwortet. Das wäre vielleicht auch zu einfach.

Welling, Wolf, DAS GRÜNE ZIMMER

 

Der letzte Erler

»Zucker« war natürlich nicht sein letzter SF-Roman, aber für die p.machinery ist die »wirklich süße Katastrophe« der letzte Erler-Titel, der veröffentlicht wird. Der Grund ist einfach: Der Vertrag vom September 2021 ist erfüllt. Es gäbe noch weitere Optionen, als da wären »Feuerzeichen«, »Delay – Verspätung«, »Reise in eine strahlende Zukunft« und »Die Delegation«, jedoch wären hier Nachverhandlungen mit dem Autor notwendig – und Rainer Erler lebt ja leider nicht mehr –, und auch die Frage nach der Lukrativität würde keine grundsätzlich positive Antwort nach sich ziehen; soll heißen: Die Neuausgaben der Erler-Romane in der p.machinery haben sich finanziell nicht gelohnt.

Wie auch immer: »Zucker« ist immerhin ein gelungener Abschluss der »kleinen Werkausgabe« zu Erlers SF-Werk. Ein durchaus amüsantes Buch mit einem ernsthaften Thema. Und für einen Verleger mit einem deutlich erkennbaren Schwerpunkt auf gedruckten Büchern hat der Plot im Grunde auch ein wenig Horrorpotenzial.

Erler, Rainer, ZUCKER. Eine wirklich süße Katastrophe

 

Schmutzige Geschichten?

Nein. Ganz sicher nicht. Die Sammlung »DIRT TALES« vereinigt Geschichten, die Marianne Labischs Alter Ego Diane Dirt geschrieben hat und die sich von anderen SF-Geschichten durch den Ruhrpottslang der Protagonistin abheben, ein Dialekt, an den man sich gewöhnen muss oder den man am besten selber zum Besten geben kann. Wie auch immer – hier sind die Geschichten, nicht nur von Diane Dirt aka Marianne Labisch, sondern in zwei Fällen auch von Michael Schmidt, dem Ernstfall.

Dirt, Diane, Labisch, Marianne, Schmidt, Michael, DIRT TALES

 

Nichts für Hitler-Fans

Denn in unseren Zeiten, in denen sich die deutsche Gesellschaft auf direktem Wege zu neuerlicher Heldenverehrung für den größten Psychopathen, Größenwahnsinnigen und Judenmörder aller Zeiten zu befinden scheint, ist dieses Buch – basierend auf wahren Ereignissen – als Demontage des »GröFaZ« ungemein wichtig. »HAIL! verbindet historische Fakten mit psychologischer Expertise zu einem zeitgeschichtlichen Roman über Liebe und Macht, Wahrheit und Lüge, Angst und Mut – und über die Frage, wie viel ein Mensch wagen muss, um das Richtige zu tun«, sagt der Klappentext.

https://www.pmachinery.de/?p=13080