Tiny Stricker liest

Tiny Stricker liest aus seinem gerade erschienenen Buch „London, Pop und frühe Liebe“, in dem es um eine deutsch-britische Teenage-Affäre vor dem aufregenden Hintergrund der Swinging Sixties geht. Passend dazu werden Musiktitel aus dieser Zeit gespielt (Moderation und DJ: Wolfram Hirche). Außerdem liest Tiny Stricker aus dem noch nicht abgeschlossenen Manuskript „Hippies in Chittagong“.

Die Lesung findet am 25.11.2022 ab 19.30 Uhr im MLb (Münchner Literaturbüro) in der Milchstraße 4 in München statt. Der Eintritt ist frei. Um zahlloses Erscheinen wird gebeten; Bücher zum Erwerb werden vor Ort vorhanden sein.

Weitere Informationen dazu: hier, hier und hier.

Stricker, Tiny, LONDON, POP UND FRÜHE LIEBE

Abschied von einer Legende

Für mich war und ist er eine Legende. Nicht in jeder Beziehung, nicht in allen Aspekten im Umgang mit der deutschen Sprache stimmte und stimme ich mit ihm überein. Aber ich habe viel von ihm gelernt.

Sprachpapst Wolf Schneider gestorben

„Mit Worten ordnen wir die Welt.“ Der Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider hatte stets ein besonderes Gespür für die Feinheiten der Sprache. Waren es einerseits Schachtelsätze, die er für die „akademische Missgeburt schlechthin“ hielt, so waren es einfache, kurze Wörter, die für ihn einen guten Text ausmachten: Einsilber seien das Verständlichste, Natürlichste, Selbstverständlichste und Kraftvollste. Die Natur sei aus Einsilbern beschrieben: Berg und Tal, Wald und Feld. Nach seiner Ausbildung bei der Neuen Zeitung in München war er u. a. bei der Nachrichtenagentur AP, der Süddeutschen Zeitung und beim Stern, zunächst als Chef vom Dienst, später als Verlagsleiter. Schneider leitete von 1978 bis 1995 die Henri-Nannen-Schule in Hamburg und prägte dort mit scharfem Kommando die Ausbildung mehrerer Generationen von Journalisten. Sein Standardwerk „Deutsch für Profis“ steht sicher im Regal eines jeden Journalisten. Er kritisierte sprachliche Schlampigkeiten, ungenaue Sprachbilder, überflüssige Anglizismen und das Gendern der Sprache. Die Frankfurter Rundschau nannte ihn „Sprachpapst“ – und wurde damit seinem Renommee mehr als gerecht.

Schneider war auch dem Verein und insbesondere der Stiftung Deutsche Sprache verbunden. Von 2006 bis 2010 betrieb er mit Josef Kraus, Cornelius Sommer und Walter Krämer die von der Stiftung geförderte Aktion lebendiges Deutsch. Die Autoren erbaten jeden Monat für einen der zahlreichen überflüssigen Anglizismen Übersetzungsvorschläge und suchten den mehrheitsfähigsten aus. Der Rekordhalter war die Frage nach einem deutschen Begriff für „brainstorming“.  Die abgeschlossene Arbeit ist in dem Buch  Deutsch lebt dokumentiert. Beispiele sind bei der Stiftung Deutsche Sprache nachzulesen. Wir verneigen uns vor einem großen Journalisten, Sprachkritiker und Vereinsmitglied. Er hat bis zuletzt viele Menschen inspiriert. Adieu … (tagesschau.de, stiftung-deutsche-sprache.de)

Quelle: VDS-Infobrief 13.11.2022

Vom Streicheln einer Zentaurin :)

Horst Illmer, sittsam bekannt aus der »phantastisch!« und seinem »temporamores«, hat sich die »Gelehrtenrepublik« gegriffen und besprochen – nachzulesen en detail hier – und hat ein nettes Fazit gefunden: »Beide Ausgaben«, schreibt er, »sind in CABRA eingebunden, einem Material, das sich anfühlt, als würde man(n) eine Zentaurin streicheln. Gefühlsecht!« :))

Schmidt, Arno, DIE GELEHRTENREPUBLIK

Die »Normalausgabe« ist ja längst lieferbar. Die »Vorzugsausgabe« ist in Produktion. Der Buchdruck beim Schaltungsdienst Lange wird Anfang Dezember fertiggestellt sein, wenn nichts dazwischen kommt. Die Produktion des Schubers wird noch ein wenig dauern. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Vorzugsausgabe zum Preis von EUR 222,- (incl. MwSt. und Versand) spätestens im Januar 2023 verfügbar sein wird. Vielleicht auch früher. Wird man sehen.

Lager leer, Lage gut

Dieser Tage habe ich mein Buchlager aufgeräumt … ausgeräumt wäre beinahe richtiger. Zahlreiche Bücher sind aus dem Programm geflogen — die Website pmachinery.de wird noch nach und nach aktualisiert, der Buchladen ist es bereits — und die Restbestände wurden verschiedenen Institutionen zur Verfügung gestellt, um damit Sinnvolles für z. B. soziale Projekte zu unterstützen.
Einer der Nutznießer unserer Räumungsaktion ist Uwe Barthel mit seinem »modernen Antiquariat« BUCHTEDDY. Das Antiquariat liegt in Dresden und führt ein umfangreiches Programm nicht nur mit unseren Büchern.

Weihnachtslesung: Dessert zur Leiche

Am Freitag, den 04.11.2022, 19 Uhr, findet im Pfarrzentrum Unkelbach (Remagen) eine Weihnachtslesung von Anne Labus und Udo Weinbörner statt. Anne Labus wird vor allem aus ihren Irlandromanen lesen und Udo Weinbörner wird Unterhaltsames in Form von Kurzgeschichten frei nach dem Motto »Eine Leiche zum Dessert« (aus dem Band mit Storys »Bei Sonnenaufgang sind wir zurück« p.machinery Verlag) und Abschnitte aus seinem neuen Roman »Das Feuer, die Schuld und das Schweigen« (Wellhöfer Verlag) vortragen. Dauer 2 Std. Auskunft in der Pfarrbücherei Unkelbach.

Weinbörner, Udo, Bei Sonnenaufgang sind wir zurück

Geplant war das nicht

Jedenfalls nicht von Anfang an.

Im Februar 2018 erschien mit »99NOTES« die erste Sammlung verstreut veröffentlichter Texte des Autors Dirk C. Fleck, wobei schon damals in erster Linie Texte aus dem Internet zwischen die Buchdeckel gesteckt wurden. Damals war zwar klar, dass der preisgekrönte Schreiber nicht aufhören würde, zu schreiben — aber über eine weitere Sammlung solcher Texte haben wir damals noch nicht nachgedacht.

Die neue Sammlung »THE NOTES 66« kam ein wenig chaotisch zustande. Dirk Fleck hat mehrfach Texte ausgetauscht, Reihenfolgen neu festgelegt, auch mal einen Text komplett verworfen. Ein ganz normaler Ablauf, wenn man es genau nimmt — aber für jemanden wie mich, der das Buch dann zusammenbauen darf, schon spannend. Kann man sagen. — Und eigentlich hatte ich ein ganz anderes Titelbild im Auge. Ich hatte überlegt, das Logo der US-amerikanischen »Route 66« herzunehmen und abzuwandeln, aber das scheiterte letztlich schon daran, dass sich in den einschlägigen Fotopools im Internet kein vernünftiges Ausgangsmotiv fand. — Und Dirk Fleck hatte sich für den Nachfolger ein Bild gewünscht, wo das Meer nicht wie auf dem Titel von »99NOTES« hübsch ruhig und flach aussieht, sondern wild und aufgewühlt. Et voilà:

Fleck, Dirk C., THE NOTES 66