Debütant mit Hintergrund

Adrian Urban durfte ich seinerzeit in Murnau noch persönlich kennenlernen, woran man ablesen kann, wie lange die ersten Manuskripte schon hier liegen. »Die Killer-App« ist Band 1 einer Reihe um die Hauptfigur Ram Collins, die im Premierenband in Großbritannien nach einer dubiosen, nach einer Phantomfirma suchen muss, um eine App loszuwerden, die er sich – leichtsinnigerweise – auf seinem implantierten Cyberport – moderner Nachfolge eines Smartphones, kann man sagen – installiert hat und die ihm dann doch nicht so gut gefällt. Eine Deinstallationsroutine indes gibt es nicht, also kann nur der Hersteller helfen …
Adrian Urban ist hauptberuflich Psychotherapeut und als Autor nicht unerfahren, denn er hat zahlreiche Sachbücher zu einschlägigen Themen mit populärwissenschaftlichem Œuvre geschrieben, wie man leicht nicht nur bei Amazon herausfinden kann.
Die abenteuerlichen Geschichten von Ram Collins gehen jedenfalls weiter – nach »Die Killer-App« liegen bereits vier weitere Manuskripte vor.

Urban, Adrian, DIE KILLER-APP. Ram Collins 1

Xenosys zum dritten

Bernhard Kempens Romane aus dem Xenosys-Universum, die sich um Greedy, die ansehnliche Angehörige eines freikörperkulturell veranlagten Volkes, und Adrian Ginjeet, den Sensationsreporter, drehen, gehören zu einer Art Science-Fiction, die heutzutage vermutlich eher selten geworden ist. Ich entsinne mich dumpf daran, dass ein Philip José Farmer auch erotisch angehauchte SF geschrieben hat, aber mehr Namen fallen mir schon nicht mehr ein – und das hat nicht nur damit zu tun, dass ich zu wenig SF lese, sondern eben damit, dass dergleichen SF selten geworden ist.
Bernhards dritter Roman »Aura« jedenfalls fügt dem erotischen Reigen seiner Romane einen neuen Aspekt hinzu – und ich werde mich nicht dazu herablassen, die Handlung auf ein Schlagwort zu verkürzen, das dem einen oder anderen Kritiker vielleicht einfallen wird. Der Roman selbst jedoch setzt die bisherigen Geschichten zielgerichtet fort, und obwohl wir bislang nur von drei Romanen miteinander sprachen, halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass es weitergehen wird.
Man wird sehen.

Sehen wird man auch, welche Reaktion Amazon diesmal zeigen wird. Beim ersten Band – »Arkadia« – wurde ich aufgefordert, Titelbild und Innenillustrationen (von Michael Wittmann) auszutauschen. Man kann sich denken warum – der Umgang der Amerikaner mit erotischen Darstellungen ist ja nun bekannt (und kann als Definition von »Verklemmung« verwendet werden). Man kann sich auch denken, dass ich das abgelehnt habe. Und witzigerweise schien das Problem für Amazon dann doch nicht so groß, denn alle drei Titel sind dort sowohl als E-Book als auch als Printbuch zu bekommen.

Kempen, Bernhard, AURA

Malta mit dem Boot

Drei schräge Fakten zur Reihe »ErlebnisMalta« und letztlich auch zu dem neuen Buch »Secret« von Anke Jablinski:

  • Manche Stimmen kolportieren, Bücher über Malta würden niemanden interessieren. Das mag so sein. Es gibt sicherlich auch Menschen, die sich nicht dafür interessieren, wofür sich (angeblich) andere Menschen nicht interessieren. Ich gehöre dazu.
  • Anke Jablinski und ich haben schon darüber gescherzt, dass die Reihe eigentlich nicht »ErlebnisMalta«, sondern »ErlebnisJablinski« oder ähnlich heißen sollte. Fakt ist, dass es sicher Bücher über Malta gäbe, die veröffentlichungswürdig wären – ich selbst bin Sammler und habe in meinem Rücken eine weit über 800 Titel umfassende Sammlung stehen –, allein, sie zu finden ist eine Aufgabe, die ich bislang nicht in befriedigendem Umfang bewältigen konnte. Und andererseits habe ich keine Probleme damit, Ankes Werke zu veröffentlichen. Denn wer sie kennt, weiß, dass Anke im Grunde ein Synonym für Malta ist.
  • Im Impressum hat Siegmund Freud zugeschlagen. Das Segelschiff auf dem Titelbild hat Björn Koch, Betreiber des Angebots von Segeltörns im griechischen Mittelmeer, zur Verfügung gestellt. Aus völlig unerfindlichen Gründen machte Freud dann aus Björn Koch im Impressum den bekannten Horror- und Fantastikautor Boris Koch. Wow.

Ansonsten ist das Buch kein Reisebericht. Es geht um Menschen, um die beiden Protagonisten, über – wie es im Klappentext heißt – den »Verlust geliebter Menschen, Obdachlosigkeit und den Kontrast zwischen Arm und Reich und schließlich auch die Geschichte einer Liebe zwischen zwei Menschen – und zum Meer«. Ich hatte großen Spaß dabei, das Buch zu machen, denn die Geschichte hat viele Facetten, die nicht nur auf Malta, sondern auf das östliche Mittelmeer und die Inseln dort neugierig machen, denn natürlich gibt es in so einem Roman keine vollständigen, allumfassenden Reiseinformationen, sondern viele Hinweise und letztlich Anregungen, die man auf einer eigenen Reise mit ebenso eigenen Erlebnissen und Erkenntnissen vervollständigen könnte.
(Nebenbei: Als Dank für Björn Kochs völlig undramatische Überlassung des Titelfotos habe ich ihm am Buchende eine mehrseitige Anzeige gegönnt. Vielleicht mag ja jemand, der das Buch liest, dort mit den eigenen Erlebnissen und Erkenntnissen beginnen.)

Jablinski, Anke, SECRET

NOVA 33: Storyauswahl steht

Michael Iwoleit ist dieser Tage fleißig – nun ja, er ist es immer :) – und hat die Liste der Erzählungen für NOVA 33 präsentiert. Die sieht so aus:

  • Joachim A. Hagen »Yuggoth«
  • Anke Hüper »Außerirdische Daten«
  • Karsten Kruschel »Kurz nach dem Einmarsch der Befreiungsarmee«
  • Glen Sedi »Kobo, das Wunschkind«
  • Rafael J. Torra »Die Spinne«
  • Erik Wunderlich »Unearthling«
  • Dieter Rieken »Jonas und der Held Terranovas«
  • Alex Souza  (Brasilien) »Invisible Bodies«  (Gaststory)

Eine Geschichte wird möglicherweise noch hinzugefügt werden, ein Kandidat liegt dafür unter der Lupe. Man wird sehen. — Und wie gehabt gibt es zum sekundärliterarischen Teil noch keine Informationen, und hier fehlt uns auch noch ein Titelbild.

Neueröffnung

Es hätte genauso gut eine nie endende Geschichte werden können.
Seit wann ich den WordPress-Blog auf pmachinery.de betreibe, kann ich nicht mehr so leicht nachvollziehen; das liegt unter anderem daran, dass ich vor Kurzem die Blogdaten der Website nova-sf.de integriert habe, und die datieren bis zum Dezember 2002 zurück, als es meinen Verlag noch nicht gab. Aber das ist auch nicht wichtig.
Lange genug hatte ich auf meiner Verlagswebsite pmachinery.de zwar Bücher im Angebot, aber keinen Shop, keinen Buchladen (wie ich es lieber nenne). Wenn man also meine Bücher bestellen wollte, musste man entweder irgendwo im Internet suchen – Stichwort: Amazon & Co. – oder in den Buchhandel gehen. Oder – was noch schlimmer war, wie es manchmal den Anschein hatte – eine E-Mail schreiben. Oder gar anrufen – igitt.

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Noch eins nachgelegt

Wolfram Hirches »Spottlichter« sollten eigentlich nur als Hardcover erscheinen. Hatte ich mir eingebildet und der Autor hat nicht widersprochen. Das erwies sich dann kalkulatorisch als ein wenig problematisch. Denn der Preis sollte nicht höher als 15,90 oder 16,90 Euro liegen – und zu dem Preis lässt sich das Buch beim Schaltungsdienst nicht machen.
Nach einigem Hin und Her, mit der Überlegung, das Hardcover auf 29,90 Euro anzuheben, und dann wieder doch nicht, habe ich entschieden, ein Paperback nachzulegen, das mit 13,90 Euro preislich gut machbar ist, und vom Hardcover wurde noch eine kleine Auflage von 25 Stück als limitierte Auflage nachgedruckt — allerdings erstmals nicht beim Schaltungsdienst, sondern bei CPI in Leck, hier in Nordfriesland. Was aber eine Ausnahme bleiben wird.
So oder so ist das Buch nun sowohl als Paperback als auch als Hardcover lieferbar. Auch im Buchladen der p.machinery natürlich.

Hirche, Wolfram, SPOTTLICHTER

Gut muss es sein

Wenn ich nach meinem Fernsehkonsum gehe, mag ich eigentlich keine französischen Krimis; andererseits mag ich die englischen auch nicht wirklich. Aber immerhin sind die Jean-Reno-Filme »Die purpurnen Flüsse« echte Brecher, Meisterwerke, wie man sie von einem Luc Besson und einem Jean Reno zu erwarten hat. Und wenn man es wirklich ganz genau nimmt, ist mir die Herkunft eines Krimis eigentlich schnurz. Gut muss er sein.

Das gilt auch für Karla Weigands erstes Buch in meinem Verlag bzw. im Verlagsimprint »Zwischen den Stühlen«. Hätte es Letzteres nicht gegeben, wäre der Roman »Außer der Reihe« erschienen, aber Kai Beisswenger, meinem Partner »zwischen den Stühlen« hat das Buch auch gefallen und wir waren uns einig, es in unserem Multigenreimprint (ähm …) zu veröffentlichen. Und dann haben wir es auch noch vorgezogen, nachdem sich der erste Marketingansatz seitens Ray Müller, des Autors des ersten ZdS-Bandes »Odyssee eines Unvernünftigen«, ein wenig sperrig entwickelte.
Wie auch immer: Der Kontakt zu Karla läuft in der Regel über ihren Gatten Jörg und das ist okay so. Das Buch wurde mir angeboten, und obwohl ich damals noch keinen von Karlas historischen Romanen kannte, war mir klar, dass ich den veröffentlichen wollte. Am Ende gilt das Prinzip: Ein Weigand ist ein Weigand ist ein Weigand.
Und so präsentiere ich in meinem Verlag »zwischen den Stühlen« nun den ersten Band um den französischen Polizisten Lavalle, der während des Beginns der Französischen Revolution einen Serienmörder fassen muss. Ein zweiter Band liegt bereits vor, und auch diesen wird es – wie alle Bücher des Imprints »Zwischen den Stühlen« als Softcover und als Hardcover geben.

Weigand, Karla, Kommissar Lavalle und der Seinemörder

NOVA 32 und seine Storys

Die zweiunddreißigste Ausgabe von NOVA, nunmehr das Magazin für spekulative Literatur, soll im Herbst 2022 erscheinen, und soeben verkündet Michael Iwoleit, welche Erzählungen enthalten sein werden. Es handelt sich um:

  • Thomas Grüter »Auf eigene Gefahr”
  • Benjamin Hirth »The War Is Over«
  • Karsten Lorenz »Geliebte Savona«
  • Aiki Mira »Nicht von dieser Welt«
  • Victoria Sack »Obsoleszenz«
  • Ricky Wilhelmson »Planetare Verteidigung«
  • Wolf Welling »Im Tulou«
  • Frank W. Haubold »Das Mädchen aus dem All«(Novelle)
  • Brandon Crilly (Kanada) »Remembrance« (Gaststory)

Der Sekundärteil steht noch nicht fest. Und das Titelbild — das bei einer bestimmten Klientel für große Begeisterung sorgen wird — stammt von Andreas Schwietzke — und ist hier noch geheim.