Krasse Sache

Heribert Kurth kenne ich nun schon ein Weilchen. Nicht persönlich, aber aus zahlreichen Mails und inzwischen einigen Telefonaten. Seinen ersten Roman – »Unter den Sternen von Tha« (AndroSF 105) durfte ich auf Empfehlung von René Moreau, den die Szene als Herz und Hirn von EXODUS (und inzwischen COZMIC) kennt, veröffentlichen (und das Buch war und ist ein besonderes Leseerlebnis). Als er vor einigen Monaten mit der Idee des neuen Buches kam, das den Titel »SOUNDCASE. The Playlist Book« bekam, musste er nicht lange argumentieren und diskutieren. Verrückten Ideen bin ich durchaus aufgeschlossen – nicht jeder, aber dieser doch durchaus, denn es geht um Musik, Musik aus einer Zeit, meiner Zeit, als ich anfing, mich für Musik zu interessieren, einer Zeit, die bis heute anhält, wenn sich mein Musikgeschmack auch stark verändert hat. Bei der Arbeit an dem Buch habe ich schnell und immer wieder festgestellt, was ich im Laufe meines Lebens alles gehört und geliebt habe, was ich selbst auf Vinyl besessen und heute als MP3 auf meinem Server abgelegt habe.

Das Buch handelt von Musik, von Lieblingsmusik, von Musik für menschliche Stimmungen. Heribert Kurth hat – gemeinsam mit Freunden und Bekannten (und darunter finden sich bekannte Namen, ich denke da nur an Helmut Wenske für den Anfang) – Playlisten zusammengestellt, die das Beste vom Besten klassischer und neuzeitlicher Musik präsentieren. Einen eigentlichen Schwerpunkt gibt es nicht, wenn auch eine gewisse Rocklastigkeit festzustellen ist … obwohl … eigentlich stimmt das nicht. Die Zusammenstellungen sind einfach, was Musik immer ist … Geschmackssache.

Heribert hat einen immensen Aufwand betrieben, das Buch zustande zu bringen. Ein sehr langes, sehr ausführliches Vorwort, das an Wünschen wenig offen lässt, führt zu den Abspiellisten und vor allem dem eigentlichen Höhepunkt des Buches: den Sammlungen von Abbildungen von Vinylschreiben und CDs.

Am Ende haben wir gemeinsam ein kleines Buchmonster geschaffen – kein böses, sondern eines vom Schlage des Schmunzelmonsters, ein Buch, das man lieben muss. Wir überlegten, ein Hardcover zu präsentieren, doch das erschien uns dann zu teuer. Und selbst der hoch erscheinende Preis von 59 Euro ist mit spitzester Feder kalkuliert, wohlwissend, ein finanzielles Risiko einzugehen. Aber Heribert ist nicht nur Schöpfer krasser Ausnahmebücher – wie es eigentlich schon sein Roman war –, sondern auch Marketinggenie, der dank bereits existierender zahlreicher Kontakte dem Buch wohl zu einem Erfolg verhelfen wird.

Wie auch immer … Das Buch ist nicht für jeden. Aber wie Heribert meint (und geschrieben hat):
Und allen »Musikverrückten« sei gesagt: »Dieses Buch ist für euch!«
Und das in zwei Sprachen.

Kurth, Heribwert & Friends, SOUNDCASE. The Playlist Book

Nach all den Jahren

Ich arbeite gerade an einem Projekt mit Heribert Kurth. Es geht um Musik. Playlists. Und auf einer Seite, die ich gerade layoute, bin ich auf Steely Dans »Aja« gestoßen. Eine Platte, die ich seit 20 Jahren nicht mehr gehört habe. Vielleicht seit 30 Jahren. Und ich kann immer noch die Texte mitsingen …

S̤t̤e̤e̤l̤y̤ ̤D̤a̤n̤ ̤-̤ ̤A̤j̤a̤ Full Album

Zum Heulen schön … Weltmusik – Musik aus meiner Welt.