Nachbarsgesänge

Beim morgendlichen Gassigang kann man sie hören. Manchmal auch abends. Aber immer morgens. Die Nachbarin. Im Kuhstall kommuniziert sie mit den Tieren durch laute Rufe. Dem Unbedarften klingen sie schräg, dem Wissenden wie eine Sprache. Wie Musik. Manchmal. Vielleicht schräge Musik. Aber kein Stockhausen. Ich gehe selten ganz früh morgens mit den Mädels zum Gassigang. Das macht meist die Frau. Aber wenn, dann überlege ich immer wieder, wie es wäre. Musik daraus zu machen. Einen Beat unterzulegen. Und damit die Charts und Clubs zu stürmen. Leider kann ich mit solcher Software nicht umgehen. Sonst hätte ich es vielleicht längst probiert. Immerhin bleibt die Freude auf den nächsten morgendlichen Gassigang. Und die Gesänge der Nachbarin.

Wer suchet, der findet

Binsenweisheit, das. Ja. Aber wahr. — Durch die Ferrero-Werbung bin ich zuletzt auf Parov Stelar und seine Musik gestoßen, und dadurch letztlich auch auf Electro Swing, eine Musikrichtung, die mir derzeit sehr liegt. — Es gibt gute und schlechte Werbung, wobei letztere überwiegen dürfte, wenn man es genau nimmt. Und dann gibt es Werbung, die wieder mit Musik punktet. Und mich fängt, nicht mehr loslässt. Die hier zum Beispiel:

Visit Bulgaria - A Discovery to Share in 2022

Und es hat ein paar Tage — wenn auch nicht durchgehend — gedauert, bis ich endlich herausgefunden hatte, von wem die Musik stammt. Die hier:

Danny Dimitroff & Yassen Drumev - JELKA (Official Video)

Bulgarien als Urlaubsziel steht nicht auf meiner Agenda. Nie. Aber diese Musik, die bleibt. Mindestens in meinem Blog, aber auch in meinem Ohr.