Wunderland SF

Susanne Päch, Chefin des Internetsenders HYPERRAUM.TV (Website | Youtube) hat einen weiteren Teil der Lesung Herbert W. Frankes mit Weltraumlyrik aus dem Zyklus »Astropoeticon« zu einem multimedialen Flug durch Raum und Zeit gestaltet. Das kongeniale Video schafft den freien Raum, losgelöst von der Wirklichkeit um uns herum, der uns im Wunderland der visuell-auditiven Assoziationen den frei fliegenden Gedanken folgen lässt. Wundervolle Bilder, untermalt von Musik und den lyrischen Worten Herbert W. Frankes, zeigen Science-Fiction in einer klaren Eindeutigkeit, wie sie in dieser Form zwischen Dystopien und Literaturpunkströmungen selten geworden ist.

Astropoeticon zum Jahreswechsel

Der erste Teil steht selbstredend auch zur Verfügung:

Filmisches fürs Herz

Wer sich in der vorweihnachtlichen Zeit mal etwas Filmisches fürs Herz ohne Schnee und Weihnachtsgedöns gönnen möchte, sollte sich »Süßer September« mit Caroline Peters anschauen. Mir hat der Film sehr gut gefallen. Schön gezeichnete Charaktere, eine letztlich vorhersehbare, aber doch gerne mal wendende Handlung, insgesamt ein sonntägliches Filmvergnügen, das ich mir gönnte. Zu sehen gibt’s den Streifen in der ARD-Mediathek, entweder in beim Hessischen Rundfunk oder bei ONE.

Ein Hauch Science-Fiction?

Das Projekt – sehenswert: justdiggit.de, bedenkenswert – mutet beinahe ein wenig wie Science-Fiction an. Aber das muss es nicht sein, nicht bleiben.

Justdiggit Campaign 2019, Germany | Thomas D 30"

Justdiggit Campaign 2019, Germany | Thomas D 25"

Thomas D.s »Gebet an den Planet« ist fast schon die natürliche Folge dieser Werbekampagne – und doch nicht, denn der Clip stammt schon vom Anfang der 2010er-Jahre. Es ist ein nachdenklicher Text und es sind schöne Bilder, die gemeinsam zu denken geben.

Thomas D • Gebet an den Planet 11.0 Original Videoclip

Wer weiß es schon? Es kann funktionieren. Aber nicht, wenn niemand mitmacht. JUSTDIGGIT.

Der Engel Erz

Mein Vorname ist Michael. Der Name ist über das Griechische aus dem Hebräischen in unsere Namenswelt gelangt und bedeutet »Wer ist wie Gott?«. Michael ist der Erzengel, der als der Erste in der Riege von insgesamt vier Erzengeln – nebst Gabriel, Raphael und Uriel – gilt.
Und nicht nur wegen meines Vornamens, seiner Herkunft und Bedeutung faszinieren mich schon lange Geschichten über und mit Erzengeln, weniger in Texten als vielmehr in Filmen. Streifen wie »Legion« – mit dem als Michael sensationellen Paul Bettany –, »Constantine« mit Keanu Reeves und der unglaublichen Tilda Swinton als Gabriel, oder auch die etwas humorvoller angelegte Variante »Dogma«, solche Filme hatten und haben es immer leicht, mich zu packen.
Irgendwann – ich glaube, der neuerliche Genuss der »Legion« war der Auslöser – kam mir die Idee zu dieser Anthologie, die ich einmal mehr als »Story Center« ausschrieb. Und wie leider viel zu oft blieben die Texte viel zu lange liegen, bis Detlef Klewer – ich weiß nicht mehr, ob von sich aus oder auf Anfrage meinerseits – die Herausgabe übernahm, die Storys lektorierte, zusammenstellte und in seiner üblichen Weise kongenial illustrierte.
Am Ende hatte ich eine kleine, feine Anthologie mit ebensolchen Geschichten in Händen, in denen die Erzengel die Rolle spielten, die ich ihnen zugedacht haben wollte: Superhelden, die sie in den genannten Filmen in ganz anderer Form als Batman, Superman & Co. sind, Helden, die die Welt vor dem Bösen beschützen und retten, nicht allmächtig, nicht immer übermächtig, aber jedenfalls mächtig und letztlich immer nur einem Wesen gegenüber Rechenschaft schuldig: Gott.

Ich bin kein religiöser Mensch, aber das muss man auch nicht sein, um sich von den Figuren, den Geschichten und den Ideen hinter den Namen – auch jenseits der Bibel – inspirieren zu lassen. Und vielleicht bin ich es meinem Namen ja doch schuldig, das Thema einmal so verarbeitet zu sehen.

Klewer, Detlef (Hrsg.), DAS ERZ DER ENGEL. Story Center