Pussy Böhmermann

Heute Morgen bezeichnet Jan Fleischhauer, bekannter Kolumnist im FOCUS, Jan Böhmermann als »nervigen Sozialkundelehrer«. Ich finde das ganz arg ganz lieb ausgedrückt. Denn ich hätte da andere Prädikate für diesen medialen Platzverschwender, dessen unterirdischer Pseudohumor allenfalls für hochnotpeinliche Dreckschleuderei geeignet ist – und netterweise auch schon mal Konsequenzen hatte (und damit meine ich nicht nur die Causa Ziegenficker, die vor allem Auskunft über die schlicht zweifelhaften Fantasien des Täters gab), die allerdings leider nicht dazu führten, Böhmermann aus der Riege deutscher Kabarettisten dauerhaft zu entfernen (aber vielleicht schafft er das ja auch noch selbst …).

Aber ich steigere mich hinein. Sinnvoller – und deutlich amüsanter – ist es, die Kolumne von Jan Fleischhauer zu lesen: hier.

Eingeknickt

Ich hatte Hoffnung. Ein wenig. Aber am Ende hat der BR doch seinen üblichen Weg gewählt und ist eingeknickt. Unter dem Titel »Über das Ende von Maxwell Strauß wurde nicht diskutiert« textet die FAZ zum Thema »Blackfacing im BR«: »Der Bayerische Rundfunk hat Helmut Schleich die Satirefigur des „Maxwell Strauß“ wegen vermeintlichen Rassismus’ gestrichen. Der Kabarettist will sich nicht verkämpfen. Aber das kritische Potential seines Auftritts sieht er verkannt.« Der ganze Beitrag hier: https://www.faz.net/-gqz-aatoc?GEPC=s5.

Helmut Schleich als Maxwell Strauss. Bild: Imago, Quelle: FAZ, siehe obigen Link

Schleich dürfte sich nicht gewundert haben, erlaube ich mir zu vermuten. Immerhin ist einem guten Kabarettisten inzwischen längstens bekannt, dass in Deutschland nicht mehr die Inhalte, sondern nur noch der Anschein zählt. Möglicherweise hätte er mehr Erfolg gehabt, hätte er sich im »Yellowchinesing« geübt … Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass dies seitens des BR und seiner Kritiker auch wieder nur ein Versuch ist, von der wirklich relevanten Sache abzulenken.