Eingeknickt

Ich hatte Hoffnung. Ein wenig. Aber am Ende hat der BR doch seinen üblichen Weg gewählt und ist eingeknickt. Unter dem Titel »Über das Ende von Maxwell Strauß wurde nicht diskutiert« textet die FAZ zum Thema »Blackfacing im BR«: »Der Bayerische Rundfunk hat Helmut Schleich die Satirefigur des „Maxwell Strauß“ wegen vermeintlichen Rassismus’ gestrichen. Der Kabarettist will sich nicht verkämpfen. Aber das kritische Potential seines Auftritts sieht er verkannt.« Der ganze Beitrag hier: https://www.faz.net/-gqz-aatoc?GEPC=s5.

Helmut Schleich als Maxwell Strauss. Bild: Imago, Quelle: FAZ, siehe obigen Link

Schleich dürfte sich nicht gewundert haben, erlaube ich mir zu vermuten. Immerhin ist einem guten Kabarettisten inzwischen längstens bekannt, dass in Deutschland nicht mehr die Inhalte, sondern nur noch der Anschein zählt. Möglicherweise hätte er mehr Erfolg gehabt, hätte er sich im »Yellowchinesing« geübt … Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass dies seitens des BR und seiner Kritiker auch wieder nur ein Versuch ist, von der wirklich relevanten Sache abzulenken.

Eine Art „Notiz für mich“

Ich bin Kabarettfan. Ich mag politisches Kabarett, Kabarett, das sich einfach auf die Gesellschaft bezieht. Ich mag auch Comedy. Stand-up. Poetry Slam. Ich mag witzige Menschen, die witzige Sachen übermitteln. Ich mag nachdenkliche Menschen, die Nachdenkliches mitteilen. Ich mag auch Witzige, die nachdenklich sind, und Nachdenkliche, die es witzig drauf haben.
Und manchmal entdecke ich Kabarettstückchen, die ich mir merken möchte. Also, eine Notiz an mich selbst:

Wortgewalt, möglicherweise cholerisch

Jochen Malmsheimer. Dass er am 05.02. im Murnauer Kultur- und Tagungszentrum (kurz KTM) spielen würde, bekam ich nur durch Zufall mit, weil ich ausnahmsweise mal das Murnauer Regierungsorgan … äh, Gemeindekäseblatt durchblätterte. Die Entscheidung war schnell gefallen. Ich kannte Malmsheimer vor allem aus der Priolschen Reihe »Neues aus der Anstalt«, wo er die Figur des Hausmeisters ausfüllte. Und ich mochte ihn vom ersten Halbsatz an, den ich vernahm.


(Fotoquelle: www.jochenmalmsheimer.de/fuer-der-presse.html, Motiv: Malmsheimer schaut aus Hemd; ein Copyright ist nicht angegeben)

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Der Nachmittag ist gerettet

Denn soeben sind postalisch zwei DVDs von Serdar Somuncu, meinem derzeit unbestritten allerliebsten Kabarettisten, aufgeschlagen.

Da ist zum einen die DVD »Der Hassprediger liest BILD« (von 2009, glaubt man dem aufgedruckten Copyright), die mit einer Bonus-CD daherkommt, zum anderen die produktionsfrische, nämlich offiziell heute erschienene neue Doppel-DVD »Der Hassprediger | HardCore live!«, wobei die zweite DVD eine »Gala-Show zum 25jährigen Bühnenjubiläum mit vielen Gästen« präsentiert.

Ich bin sackengespannt. Vielleicht sollte ich Feierabend machen …