Neuzugang im NOVA-Team

Es gibt noch Neuigkeiten in dieser Welt, die nicht mit Katastrophen verbunden sind:

Es ist den im NOVA-Team verbliebenen Herren Iwoleit, Sieber, Steinbacher und Haitel eine große Freude, zu verkünden, dass das Team in Marianne Labisch eine Erweiterung erfahren hat. Marianne, die selbst schriftstellerisch tätig ist und auch schon herausgebend aufgetreten ist, wird sich in Absprache mit Michael Iwoleit um die Storys kümmern, in denen Potenzial steckt, die jedoch noch weiteren handwerklichen Einsatz vonnöten machen. Sprich: Als Lektorin mit bekannten, herausragenden Qualitäten wird sie mit den Autoren versuchen, das Letzte aus Geschichten herauszuholen, die noch nicht rund laufen, aber schon zeigen, dass sie es können werden.

Teamintern hat die Männerwirtschaft Marianne bereits herzlich willkommen geheißen.

Obwohl ich natürlich nicht weiß, wie lange es dauern wird, bis ich den Thread im SF-Netzwerk sperren muss …

Illustres Pub

Am Montag, den 26.07.2021, liest Dieter Rieken aus seinem Epos »Land unter«, und zwar im Mediengarten des Holbein-Gymnasiums (Hallstr. 10, 86150 Augsburg) im Rahmen des »10. Just Kids-Festival«. Diese Lesung findet, wie er schreibt, vor »LuL und SuS, Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern« statt. Ein illustres Pub, also. Likum.

Rieken, Dieter, LAND UNTER

 

Das war’s dann

Die ANDROMEDA NACHRICHTEN 274 sind fertig. Die Druckdaten wurden soeben auf meinen Server hochgeladen, wo die Druckerei sie sich holen kann. Die offizielle Fertigstellungsverlautbarung ist erfolgt: hier; weitere Informationen dieser Art werde ich diesmal nicht mehr verbreiten, im Zweifelsfall hat das in der Vergangenheit sowieso niemanden interessiert. Auch die Downloadversion steht zur Verfügung: hier. Die Liste mit den Belegexemplarempfängern ist auch verschickt. Das war’s.

Vielleicht werde ich noch einzelne Rubriken auskoppeln und dem zuständigen Redakteur zuschicken. Mal sehen. Und vielleicht werde ich mich auch noch endgültig von meinen Redakteuren verabschieden: Auch: mal sehen. Im Augenblick, hier, jetzt und heute habe ich dazu keine Lust mehr.

Das war’s. Meine Zeit als Chefredakteur und Herausgeber der ANDROMEDA NACHRICHTEN (wie im Übrigen zuletzt auch des ANDROMEDA SF MAGAZINs) ist vorbei. Ein seltsames Gefühl. Ich überlege, ob ich das schade finden soll, aber im Grunde bin ich erleichtert. Ich werde jetzt gleich nach diesem Post mit meinen Hundemädchen an die frische Luft gehen, in den Wald, eine Runde drehen, und wenn ich zurückgekehrt bin, werde ich mich um ein Printbuch aus meinem Verlag kümmern, dazu um zwei E-Books, die zu erstellen sind, und dann werde ich E-Mails beantworten, die beim gestrigen E-Mail-Tag übriggeblieben sind. Routine.

NOVA 30 + Markus Müller: Regenmädchen

Ein Geräusch hinter ihr ließ sie herumfahren. Ein verhuschtes, hohlwangiges Männlein mit schwarzen Ringen unter den Augen sprang erschrocken zurück und starrte auf das Blitzen des halb gezogenen Saari-Messers, das ebenso zur Standardausrüstung gehörte wie ihr Deck. Es gab jede Menge Freaks und Möchtegern-Hacker mit großen Träumen und leeren Bankkonten, die kein Problem damit gehabt hätten, eine Saari-Priesterin in der Mitte durchzusägen, nur um an ihre Hardware zu kommen. Deshalb hatten die Instruktorinnen dafür gesorgt, dass sie notfalls sogar mit bloßen Händen ein paar Dinge anstellen konnte, die selbst die Fans von Kettensägenfilmen hätten zusammenzucken lassen.

»Vorsicht, Freund«, sagte sie beschwichtigend. »Hat man dir nie gesagt, dass man sich an eine Saari-Priesterin besser nicht anschleicht?«

NOVA 30 – das Jubiläum

Ein neues Baby ist im Haus

Nicht mehr lange

und die ANDROMEDA NACHRICHTEN sind irgendwann nur noch ein Kapitel in meinen Memoiren, die ich vermutlich nicht schreiben werde. Die Layoutarbeiten heute gingen gut voran. Nachdem ich zuerst vergaß, dass ich mir eine spezielle Reihenfolge der Rubriken vorgenommen hatte – absichtlich durcheinander und ganz entgegen den sonst üblichen Reihungen – und deshalb ein wenig konfuses Layoutzeug produzierte, flutschte es. Rund die Hälfte des zu erwartenden Umfangs – derzeit rund 90 Seiten – habe ich, wobei das täuscht. Die noch fehlenden Rubriken sind so riesig nicht, sodass es vermutlich keine 180 Seiten werden. Aber das wird sich zeigen. Und ist mir eigentlich auch egal. Ich habe die Laufweite der trotzdem noch gut lesbaren Schrift auf 90 % gestaucht, sodass ich am Ende keiner über Platzverschwendung beklagen kann. Obwohl natürlich irgendjemand trotzdem meckern wird.

Im SFCD-Forum hat sich jemand bedankt, dass ich das Titelbild der ANDROMEDA NACHRICHTEN 274 nicht nur in meinem privaten Blog, sondern auch im SFCD-Forum präsentiert habe. Naja. Im SFCD-Forum muss ich ja inzwischen damit rechnen, dass meine Posts gelöscht werden. Ohne Kommentar, ohne Information, ohne Grund. Die Befürchtung ist durchaus begründet. Bei zwei Posts ist das schon geschehen. Und selbstverständlich wurde das Ganze so hingestellt, als ob ich schuld daran sei.

Inzwischen weiß ich auch, wer mein Nachfolger wird, aber natürlich verrate ich den Namen noch nicht. Kommende Woche werden wir skypofonieren oder so, um Details der Übergabe zu besprechen. Und wer den Namen offiziell verkündet, ist mir gleichgültig. Irgendwer wird es schon verlautbaren.

Fortschritt im Abschied

Die Vorbereitungsarbeiten für das Layout der ANDROMEDA NACHRICHTEN 274 sind beendet.

Auf der »Schlachtplatte« finden sich einmal mehr zahlreiche Rezensionen zu Büchern meines Verlages. Fast könnte man annehmen, es gäbe nichts anderes mehr zu lesen. Vielleicht verschickt auch außer mir niemand mehr Rezensionsexemplare. Keine Ahnung. Die SFCD-Mitglieder werden ab der Ausgabe 275 sicherlich wohlwollend zur Kenntnis nehmen, dass die Zahl der p.machinery-Rezensionen angenehm gegen Null tendieren wird. Nehme ich jedenfalls an. Beides.

Ich erwähnte bereits die »Story:Files«. Es sind insgesamt sieben Geschichten, die in den ANDROMEDA NACHRICHTEN 274 zu finden sein werden. Nebst Kurzgeschichten von Michael Baumgartner, Clemens Nissen, Gard Spirlin, Peter Kiefer, Marianne Labisch und Ellen Norten – alles keine unbekannten Namen, denke ich – findet sich vor allem ein monumentales Epos von Jürgen Lautner, das mit großer Aufmerksamkeit und höchstmöglicher Sensibilität bezüglich der zahlreichen, fast zahllosen Anspielungen gelesen werden kann und sollte. Ein echtes Vergnügen. Vor allem für den, der erkennt, wer hier auf Korn und Schippe genommen wurde und wird.

Und ein Titelbild gibt es auch schon. Von Steve Mayer. Ein Pseudonym. Ich sag aber nicht, von wem.

Unwiderruflich

Gestern habe ich mit den Arbeiten an meiner unwiderruflich letzten – und gleichzeitig meiner hundertsten – Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD, des »Science Fiction Club Deutschland« e.V. begonnen. Es ist nicht anzunehmen, dass der Verein bereit ist, mich für meine Dienstleistung zu bezahlen, sodass es keine Ausgabe 275 aus Winnert geben wird. Die 274, die wohl Anfang August an die Vereinsmitglieder verschickt wird, wird meine letzte Ausgabe gewesen sein.
Die Arbeiten beginnen mit Standardaufgaben. Texte sichten, zusammenstellen, einzelne Dateien (eine pro Themensparte) bauen, Korrekturlesungen, ein wenig Lektorat geht auch immer – und vor allem wird entgendert, denn einiges Material – allem voran: Pressetexte – ist heutzutage schlicht und ergreifend nicht mehr lesbar, sofern man einem Text nicht hilft, zur offiziellen deutschen Rechtschreibung zurückzukehren.

Gekommen bin ich gestern bis zum »Reissswolf«, Michael Baumgartners Rezensionssparte. Bei den Texten war auch eine Asimov-Kellerbar-Story von Klaus Marion, ein allerliebster Text, mit dem er sich bei Ralf Boldt und mir für unsere Dienste im SFCD bedankt.
Heute folgt noch die »Schlachtplatte« mit den Rezensionen, die nicht über Michael Baumgartners Tisch gelaufen sind, sowie die »Story:Files«, die in dieser Ausgabe sehr umfang- und zahlreich ausfallen werden.

»Vom seriösesten Hippie zum U-Bahn-Reiter«

Herzliche Einladung zum »Nordöstlichen Divan«

Tiny Stricker liest aus seinem jüngsten Buch und spricht mit dem Literaturkritiker und Publizisten Klaus Hübner

Niemand dachte im März 2020, als die Pandemie unser Kulturleben zum Erliegen brachte, dass wir uns heute noch mit öffentlichen Veranstaltungen schwertun würden. Der verursachte Schaden ist immens. Heute wissen wir, dass es noch lange dauern wird, bis wir ein vollbesetztes Theater oder einen Konzertsaal, eine Lesung mit Hunderten von Zuhörern erleben werden. Umso wichtiger ist es, nicht zu verzagen, sondern nach alternativen Lösungen zu suchen. Ich freue mich sehr, dass ich auf bereits Bewährtes zurückgreifen und meine im vergangenen Sommer schon begonnenen Lesungen im kleinen und »coronasicheren« Format nun fortsetzen kann!

Die Lesung findet am Freitag, 16. Juli 2021, um 19:30 Uhr in der Spilhofstraße 47, 81927 München* statt.
Sowohl auf meiner Terrasse – bei schönem Wetter – als auch im Wohnzimmer unter Einhaltung der Abstandsregeln 10 Personen bequem Platz.
Danach stehen auch mein Gärtlein und weitere Zimmer für Gespräche bei Wein und Knabberzeug zur Verfügung.

Ich freue mich sehr auf Dein / Ihr / Euer Kommen und bitte um verbindliche Anmeldung bis Ende Juni.

Mit herzlichen Grüßen
Esther Leue
0176 5145 6353 oder info@esther-leue.de

* in Oberföhring: Tram 16 / 17 Taimerhofstr., Buslinie 50 Regina-Ullmann-Str. oder S8 Johanneskirchen,
auch Parkplätze sind in der Nähe vorhanden

»… – niemals war U-Bahn-Fahren so aufregend wie bei Tiny Stricker«, schreibt Klaus Hübner auf literaturkritik.de (Februar 2021). Mit dem in der Münchner Maxvorstadt lebenden Tiny Stricker durch die Stadt schlendern, mit seinen Büchern kleine Reisen machen, heißt Neues entdecken und Bekanntes neu sehen – mit seinen, »mit anderen, an der Antike und der Klassik geschulten Augen«. Mitreisende und Passanten, ihre Gesten, Blicke, Stimmungen und Codes werden beobachtet – aufmerksam, mit Empathie, nie voyeuristisch. U-Bahn-Reiter ist eine kurzweilige, nachdenkliche und anregende Roadnovel. »Wer den seriösesten Hippie aller Zeiten aus anderen Büchern kennt – hier lernt er ihn neu kennen«, stellt Hübner fest. Und wer ihn noch nicht kennt, den erwartet in dieser Lesung eine bereichernde Entdeckung!

Der im Schwäbischen geborene Tiny Stricker studierte Anglistik / Amerikanistik und Germanistik und war als Lektor, Lehrer und Leiter verschiedener Auslands-Niederlassungen des Goethe-Instituts tätig. Er ist ein zurückhaltender, bescheidener Mann der leisen Töne, der immer wieder mit seinem enormen Wissen beeindruckt, durch die Vielfalt der Schauplätze seiner Bücher überrascht und mit Details seiner außergewöhnlichen Lebensgeschichte verblüfft. Über all das erfahren wir mehr durch sein Gespräch mit Klaus Hübner. Und natürlich erhalten wir eine Kostprobe aus Tiny Strickers U-Bahn-Reiter.

Tiny Stricker: U-Bahn-Reiter (= Werkausgabe Bd. 11).
Winnert 2020: verlag p.machinery.

Der Literaturkritiker und Publizist Klaus Hübner lebt ebenfalls in München. Er studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaft in Erlangen und München und war nach seiner Promotion als DAAD-Lektor an der Universidad de Deusto (Bilbao / Spanien) tätig. Hübner war Alleinredakteur der Zeitschrift Fachdienst Germanistik und Sekretär des Adelbert-von-Chamisso-Preises der Robert Bosch Stiftung. Heute ist er Redakteur der Zeitschrift Literatur in Bayern und – als Mitarbeiter des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) – Redaktionsmitglied der Halbjahresschrift Spiegelungen. Vor kurzem veröffentlichte er eine Auswahl seiner Schriften aus den letzten zwanzig Jahren.

Klaus Hübner: Kein Twitter, kein Facebook.
Von Menschen, Büchern und Bildern, Bände 1–4,
Winnert 2020/2021:  verlag p.machinery.

https://www.pmachinery.de/adr3/khktkfflyer202104.pdf

Die DSFP-2021-Nominierungen sind da

Die Nominierungen zum Deutschen Science-Fiction-Preis 2021 wurden veröffentlicht. Mein Verlag ist auch wieder dabei: T. Ellings Story »Die letzte Jungfrau« aus NOVA 29 wurde als »beste deutschsprachige Kurzgeschichte« ebenso nominiert wie Gabriele Behrends Roman »Salzgras und Lavendel« als »bester deutschsprachiger Roman«. Die Konkurrenz ist groß, jetzt gilt es, Daumen zu drücken. Weitere Details: hier.

Behrend, Gabriele, Salzgras & Lavendel