Zwei Partner, zwei Stühle

Kai Beisswenger kenne ich, seit er drei Bücher in meinem Verlag veröffentlicht hat — das waren die Werke »Der verlorene Bruder«, »Schräge Helden« und »Finger im Spiel«. Inzwischen kann man ihn mit Fug und Recht als Privatier bezeichnen — und bevor er Langeweile schiebt, engagiert er sich an verschiedenen Fronten. So kam er vor einer schon geraumen Weile auf die Idee zu einem Verlag, der sich auf Bücher verlegt, die keinem Genre eindeutig zuzuordnen sind, Bücher also, die auf dem Markt als unverkäuflich, als schwergängig, als unbeliebt gelten, weil der Deutsche an sich Schubladen und eindeutige Klassifizierungen liebt.
Lächerlich, denken wir. Der Verlag, der zunächst als Imprint meines Verlages p.machinery beginnt — eine Eigenständigkeit irgendwann in der Zukunft wird nicht ausgeschlossen –, trägt den schönen Titel »Zwischen den Stühlen« und genau dort liest man die Bücher, die wir veröffentlichen werden, auch am besten.

Müller, Ray, Odyssee eines Unvernünftigen

Tiny Stricker liest wieder

Und zwar am 12. November ab 19.30 Uhr im MLb in der Milchstr. 4 zu München. Siehe auch hier. Seinen »Mercedes für Täbris« gibt es derzeit vom MaroVerlag und 2022 auch in unserer Werkausgabe. Wo das »Hotel Amir Kabir« erscheinen wird, ist noch nicht klar – das Manuskript ist noch ganz frisch.

Tiny Stricker in der Hörbahn on stage

Im Literaturradio »Hörbahn on stage« wird man Tiny Stricker am 14.07.2021 ab 18 Uhr hören können – und so die Seuche will, kann man ihn in der Georgenstraße 63 zu München sehen. Es geht vor allem um sein aktuelles Buch »U-Bahn-Reiter« und er wird über die Entstehung des Buches, sich selbst und seine Odyssee sprechen. Weitere Details zur Veranstaltung: hier. Weitere Informationen zum Buch: hier. Und zur Werkausgabe insgesamt: hier.

Endlich gelungen: Vom Streunen und Spüren

Nach mehreren seuchenbedingten Verschiebungen ist es dann doch noch gelungen: Mein Werkausgaben-Autor Tiny Stricker hat am 18.06.2021 im Münchner Literaturbüro (MLb) lesen dürfen – vor Publikum. »Der Andrang hätte eine Idee besser sein können«, hat er geschrieben, aber angesichts der großen Hitze an dem Abend, des Fußballs und des inzwischen bekannten »Cave-Syndroms« (die Leute sitzen lieber zu Hause und zoomen oder streamen), »war es schon befriedigend«, findet er. Ich habe mich sehr gefreut, dass Tiny Stricker endlich lesen konnte – und endlich wieder vor Publikum. Und ein Video wäre hübsch gewesen – oder ein Zoom oder Stream :) Immerhin hat Wolfram Hirche, Vorstand des MLb, einen kleinen Bericht veröffentlicht: hier.

Eine neue Chance für Tiny Stricker

Dank der Seuche wurde seine Lesung zwei Mal verschoben – nun wird es am 18. Juni 2021 einen neuen Anlauf geben: Tiny Stricker liest. Und wenn es nicht klappen sollte, prüft man die Möglichkeit, das Ganze über Zoom zu veranstalten. – Weitere Details zur Lesung: hier. Informationen zu seiner Werkausgabe: hier.

Keine Aufregung 17/3

  • Morgens am Naturwanderführer-Buch gearbeitet. Texte in einer Masterdatei zusammengestellt. Bilder durchgesehen. Vorbereitungen für ein Testlayout (zum Zwecke der Bewerbung) getroffen.
    Die erhaltene InDesign-Vorlage ist eine Katastrophe. Es heißt, man solle nicht mehr als zwei, ganz ausnahmsweise drei Schriften verwenden. Hier sind es mehr als fünf, sechs, mehr als zehn im ganzen Buch (das ich als Vorlage erhalten habe).
    Und InDesign selbst ist auch eine Katastrophe. Störrisch, undurchsichtig, unübersichtlich. Wenn ich mich auf den Text konzentrieren will, sind mir Rahmen, Kreuze, Symbole und ein farbiger Hintergrund im Bild, der Text nur schwer zu entziffern. Ja, ich bin ein InDesign-Neuling … aber mit so einem Zeug werde ich kein Freund dieser Software werden.
    (Warum kann der Microsoft Publisher das Gleiche, nur sehr viel einfacher und eleganter?)
  • Mittags Gassi, ohne Besonderheiten. Nein, halt – Kim war sehr wacklig unterwegs.
  • Nachmittags an Gabriele Behrends Meisterwerk weiter korrigiert. Sie wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie die Datei zu sehen bekommt.
  • Nachmittags Gassi, wie gehabt.
  • Bis zum Feierabend Polieren der »Liebesmaschine«.
  • Und während Frau dann ihre Agatha-Christie-Sache anschauen wird, werde ich mir Bernhard Kempens zweiten Teil der Greedy-Trilogie vorknöpfen, »Darling« der Titel.

Hoffentlich darf der Stricker lesen!

Edit: Es sieht allerdings schlecht aus, denn: »Diese Lesung findet wegen der von der Regierung verfügten Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Virus-Pandemie nicht statt.«

Nach der Verschiebung wegen der Seuche: Tiny Stricker liest wieder. Am 22.01.2021 ab 19 Uhr in den Räumlichkeiten des MLb, des Münchner Literaturbüros (Milchstr. 4, 81667 München). »Tiny Stricker liest Auszüge aus der Erzählung ›Vom Gehen in griechischen Städten‹ von 2017 und dem schon 2020 erschienenen München-Buch ›U-Bahn-Reiter‹ sowie aus dem noch unfertigen Manuskript ›Hotel Amir Kabir oder Die Wege der Hippies‹.

Das erste Buch handelt von fünf Jahren in Thessaloniki und dem gar nicht so leichten ›Gehen in griechischen Städten‹. ›U-Bahn-Reiter‹ ist eine Roadnovel durch München mit der U-Bahn als adäquatem Reisegefährt. ›Hotel Amir Kabir oder Die Wege der Hippies‹ schließlich beschreibt einen Roadtrip, der vom Hotel Amir Kabir in Teheran und einer Gruppe von Gästen dort ausgeht und am Ende wieder dorthin zurückkehren soll.«

Soweit die Info auf der MLb-Website (hier; man muss ein wenig blättern).

Tiny Stricker im LiteraturVerhör

Heute Abend, 18.12., stellt sich unser Autor Tiny Stricker auf dem Münchner Radio Lora dem LiteraturVerhör. Den Livestream kann man auf der Internetseite des Radiosenders finden und hören. Tiny Stricker ist Autor der »Werkausgabe Tiny Stricker« bei p.machinery.

Wenn der Stricker wieder liest

Freude! »Diese Lesung findet wegen der von der Regierung verfügten Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Virus-Pandemie nicht statt und wird auf den 22.1.2021 verschoben.« Muff.

Tiny Stricker liest wieder. Am 27.11.2020 ab 19 Uhr in den Räumlichkeiten des MLb, des Münchner Literaturbüros (Milchstr. 4, 81667 München). »Tiny Stricker liest Auszüge aus der Erzählung ›Vom Gehen in griechischen Städten‹ von 2017 und dem gerade erschienenen München-Buch ›U-Bahn-Reiter‹ sowie aus dem noch unfertigen Manuskript ›Hotel Amir Kabir oder Die Wege der Hippies‹.

Das erste Buch handelt von fünf Jahren in Thessaloniki und dem gar nicht so leichten ›Gehen in griechischen Städten‹. ›U-Bahn-Reiter‹ ist eine Roadnovel durch München mit der U-Bahn als adäquatem Reisegefährt. ›Hotel Amir Kabir oder Die Wege der Hippies‹ schließlich beschreibt einen Roadtrip, der vom Hotel Amir Kabir in Teheran und einer Gruppe von Gästen dort ausgeht und am Ende wieder dorthin zurückkehren soll.«

Soweit die Info auf der MLb-Website (hier; man muss ein wenig blättern).

Lustig, wenn man es genau nimmt: Ich bin aus Bayern abgehauen, weil ich genug davon hatte. Alpen – zehn Jahre unverbaubarer Blick in die Berge. Bayern, die Gesellschaft, die Stimmung, die maulfaulen, oft ewig grantigen Menschen. Lauter so Dinge. Und kein Wind. Und ich veröffentliche Bücher von Bayern, Infos zu Veranstaltungen ausgerechnet in München. Und solche Dinge. Und musste letztens feststellen, dass ich mein Bayerisch mag. Siebenunddreißig Jahre haben meine Sprache geprägt. Und diesen Dialekt und die Sprachfärbung (Wortwahl, Satzstellung etc.) loszuwerden, dafür brauche ich sicher noch einmal so lange. Und das schaffe ich nicht mehr. – Aber egal. Das wird mal ein Thema für einen eigenen Blogbeitrag. Denke ich.

Alter Schinken, neu gepökelt

Klingt das defätistisch? Wenn ja – so ist es nicht gemeint. Es geht um eine ganz simple Sache:

Im Programm meines Verlags p.machinery gab es eine Reihe namens »Action, Thriller, Mystery«. Zwölf Titel sind in der Reihe erschienen – und sie erwies sich letztlich als »nicht Fisch, nicht Fleisch«. Die Mischung hat nicht gezogen, die Bücher – an sich qualitativ durchaus wert, veröffentlicht zu werden – haben ihre Zielgruppe nicht gefunden, weil eben auch der Genremix aus Action, Thriller und Mystery nicht funktionierte, nicht funktionieren konnte. (Ich glaube nicht an Binsenweisheiten wie die, dass Genremixe in Büchern nicht funktionieren; SF-Romane mit Krimielementen funktionieren ja auch.) Und letztlich ist es auch nicht einfach, Manuskripte zu finden, die mich als Verleger schon ansprechen – unverlangte Einsendungen kamen gar nicht, wenn ich mich recht entsinne.

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