Hoffentlich darf der Stricker lesen!

Edit: Es sieht allerdings schlecht aus, denn: »Diese Lesung findet wegen der von der Regierung verfügten Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Virus-Pandemie nicht statt.«

Nach der Verschiebung wegen der Seuche: Tiny Stricker liest wieder. Am 22.01.2021 ab 19 Uhr in den Räumlichkeiten des MLb, des Münchner Literaturbüros (Milchstr. 4, 81667 München). »Tiny Stricker liest Auszüge aus der Erzählung ›Vom Gehen in griechischen Städten‹ von 2017 und dem schon 2020 erschienenen München-Buch ›U-Bahn-Reiter‹ sowie aus dem noch unfertigen Manuskript ›Hotel Amir Kabir oder Die Wege der Hippies‹.

Das erste Buch handelt von fünf Jahren in Thessaloniki und dem gar nicht so leichten ›Gehen in griechischen Städten‹. ›U-Bahn-Reiter‹ ist eine Roadnovel durch München mit der U-Bahn als adäquatem Reisegefährt. ›Hotel Amir Kabir oder Die Wege der Hippies‹ schließlich beschreibt einen Roadtrip, der vom Hotel Amir Kabir in Teheran und einer Gruppe von Gästen dort ausgeht und am Ende wieder dorthin zurückkehren soll.«

Soweit die Info auf der MLb-Website (hier; man muss ein wenig blättern).

Tiny Stricker im LiteraturVerhör

Heute Abend, 18.12., stellt sich unser Autor Tiny Stricker auf dem Münchner Radio Lora dem LiteraturVerhör. Den Livestream kann man auf der Internetseite des Radiosenders finden und hören. Tiny Stricker ist Autor der »Werkausgabe Tiny Stricker« bei p.machinery.

Wenn der Stricker wieder liest

Freude! »Diese Lesung findet wegen der von der Regierung verfügten Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Virus-Pandemie nicht statt und wird auf den 22.1.2021 verschoben.« Muff.

Tiny Stricker liest wieder. Am 27.11.2020 ab 19 Uhr in den Räumlichkeiten des MLb, des Münchner Literaturbüros (Milchstr. 4, 81667 München). »Tiny Stricker liest Auszüge aus der Erzählung ›Vom Gehen in griechischen Städten‹ von 2017 und dem gerade erschienenen München-Buch ›U-Bahn-Reiter‹ sowie aus dem noch unfertigen Manuskript ›Hotel Amir Kabir oder Die Wege der Hippies‹.

Das erste Buch handelt von fünf Jahren in Thessaloniki und dem gar nicht so leichten ›Gehen in griechischen Städten‹. ›U-Bahn-Reiter‹ ist eine Roadnovel durch München mit der U-Bahn als adäquatem Reisegefährt. ›Hotel Amir Kabir oder Die Wege der Hippies‹ schließlich beschreibt einen Roadtrip, der vom Hotel Amir Kabir in Teheran und einer Gruppe von Gästen dort ausgeht und am Ende wieder dorthin zurückkehren soll.«

Soweit die Info auf der MLb-Website (hier; man muss ein wenig blättern).

Lustig, wenn man es genau nimmt: Ich bin aus Bayern abgehauen, weil ich genug davon hatte. Alpen – zehn Jahre unverbaubarer Blick in die Berge. Bayern, die Gesellschaft, die Stimmung, die maulfaulen, oft ewig grantigen Menschen. Lauter so Dinge. Und kein Wind. Und ich veröffentliche Bücher von Bayern, Infos zu Veranstaltungen ausgerechnet in München. Und solche Dinge. Und musste letztens feststellen, dass ich mein Bayerisch mag. Siebenunddreißig Jahre haben meine Sprache geprägt. Und diesen Dialekt und die Sprachfärbung (Wortwahl, Satzstellung etc.) loszuwerden, dafür brauche ich sicher noch einmal so lange. Und das schaffe ich nicht mehr. – Aber egal. Das wird mal ein Thema für einen eigenen Blogbeitrag. Denke ich.

Alter Schinken, neu gepökelt

Klingt das defätistisch? Wenn ja – so ist es nicht gemeint. Es geht um eine ganz simple Sache:

Im Programm meines Verlags p.machinery gab es eine Reihe namens »Action, Thriller, Mystery«. Zwölf Titel sind in der Reihe erschienen – und sie erwies sich letztlich als »nicht Fisch, nicht Fleisch«. Die Mischung hat nicht gezogen, die Bücher – an sich qualitativ durchaus wert, veröffentlicht zu werden – haben ihre Zielgruppe nicht gefunden, weil eben auch der Genremix aus Action, Thriller und Mystery nicht funktionierte, nicht funktionieren konnte. (Ich glaube nicht an Binsenweisheiten wie die, dass Genremixe in Büchern nicht funktionieren; SF-Romane mit Krimielementen funktionieren ja auch.) Und letztlich ist es auch nicht einfach, Manuskripte zu finden, die mich als Verleger schon ansprechen – unverlangte Einsendungen kamen gar nicht, wenn ich mich recht entsinne.

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Gut gemeint, schlecht gewählt

Michael Kleemann
Panoramawege für Senioren: Bayerische Hausberge
32 aussichtsreiche Höhenwanderungen
J. Berg Verlag (Bruckmann Verlag), München, 2017, 128 Seiten, Klappenbroschur, ISBN 978 3 86246 576 7

VORBEMERKUNG
Ja, das war wohl gut gemeint. Wahrlich. Ich will meiner Gattin da keine böse Absichten unterstellen. Obwohl …
Ich lebe seit 1982 in Bayern, bin aber in Düsseldorf geboren. Seit 1982 lebe ich also hier. Seit 2005 lebe ich in Murnau am Staffelsee mit direktem Blick über das Murnauer Moos in die Alpen, seit 2008 noch ein Stückchen weiter südlich – genauer: 400 Meter –, und je nachdem, wo ich im Umkreis von fünf Kilometern um meine Wohnung bin, kann ich die Zugspitze sehen, in aller ihrer bedenklichen und zweifelhaften Restschönheit (denn wir wissen ja alle, dass auch der Zugspitzgletscher unter der Trumplüge zu leiden hat).
Und eines ist sicher … Ich weiß nicht, wann es anfing, aber ich hasse die Berge. Ich hasse sie. Alle. Jeden einzelnen. Jede noch so winzige Erhebung. Jede noch so kleine und unauffällige Steigung löst Mordgelüste in mir aus. (Nicht nur in Bayern übrigens, auch in den Moränenendzonen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.)
Und dann bringt meine holde Gattin dieses Buch mit …

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5 Jahre und doch kein Ende

Irgendwann in den nächsten Monaten ist es fünf Jahre her, dass ich mich mit meinem Verlag p.machinery von Books on Demand in Norderstedt getrennt habe. Lange Zeit war es ganz praktisch, dass die die Bücher produzierten und im Markt verfügbar machten, auch wenn die Margen gering (und manchmal gar winzig) waren. Aber BoD hatte schon damals für einen Kleinverlag keinen wirklich guten Ruf.
Anfang 2013 wurden dann alle Titel – mit Ausnahme zweier – gekündigt und die letzten Verträge werden 2018 auslaufen.

Aber das heißt nicht, dass die Titel, deren Verträge ausgelaufen sind, weg vom Fenster wären. Ganz aktuell ist dieser Titel neu herausgegeben worden:

Weitere Details zum Buch: hier.

Am Anfang einer Werkausgabe

Dort steht meist ein Buch. Von einem Autor. Der heißt in diesem Fall Heinrich Stricker – Spitzname »Tiny«.

Ich habe Heinrich erst spät persönlich kennengelernt. Das war, glaube ich, anlässlich der Veröffentlichung seines Buches »Vom Gehen in griechischen Städten«, des Bandes 2 der Reihe »ErlebnisWelten – Welten erleben«, die möglicherweise auch durch dieses Buch überhaupt zustande gekommen ist. (Band 1 war die Weltreiseschilderung »Bei Regen und bei Sonnenschein« von Bernd Robker; als das Buch erschien, war mir noch gar nicht richtig klar, dass ich Verleger sein würde.) »Vom Gehen …« ist augenblicklich nur antiquarisch zu bekommen, aber das heißt ja nichts.

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Opulentes Bildwerk

Die Reihe »ErlebnisWelten« meines Verlages p.machinery war nie als Reiseführer-Reihe vorgesehen. Reiseführer gibt es wie Sand am Meer – kaum mehr eine Ecke der Welt, die nicht bis zum letzten wichtigen Restaurant, Hotel oder auch nur Iglu oder Zelt beschrieben wäre. Mir waren Reiseerlebnisse wichtiger, Reiseberichte, -tagebücher, die eher subjektiven Beschreibungen dessen, was ein Mensch auf seinen Reisen erlebte. Und das Ganze untermalt mit Bildern, Fotos.
Die Reihe entwickelte sich. Abweichend von einem »normalen« Taschenbuchformat folgten drei Titel im Format 170 x 170 mm, produziert von Books on Demand. Mit dem Wechsel zur Kombination aus CreateSpace/Amazon und dem Schaltungsdienst Lange änderte sich noch einmal das Format auf 210 x 210 mm, die Aufmachung wurde edler, hochwertiger und – dank des Schaltungsdienstes – qualitativ zuverlässiger.
Nun ist mit dem achten Band der bislang wohl opulenteste Bildband der Reihe, kombiniert mit einem erzählenden und beschreibenden Text, erschienen. Bei einem Werk mit mehr als 180 Farbseiten – Fotos, Fotos, Fotos! (und nicht im Briefmarkenformat!) – wirkte sich das leider auch auf den Preis aus – so dass wir zusätzlich noch eine »preisgünstige« Version über CreateSpace ins Programm aufgenommen haben (die es auch nur bei Amazon gibt). Und an dieser Stelle darf ich es verraten: Hinter dem Autor Conni Mainzelmann verbirgt sich ein bekannter Name: Ellen Norten.

Conni Mainzelmann
WIE ICH DIE WELT SEHE
Ein ungewöhnliches Reisebuch
ErlebnisWelten 8
p.machinery, Murnau, April 2015, 224 Seiten (davon 184 in Farbe), 210 x 210 mm
Softcover ISBN 978 3 942533 84 3, EUR 27,90
Hardcover ISBN 978 3 942533 85 0, EUR 36,90
Softcover in s/w ISBN 978 3 942533 86 7, EUR 14,90 (nur via CreateSpace/Amazon, amazon.de etc., nicht beim Verlag)

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Reingeschaut: Kroatien für Biker

Cubo Bisiani
DER LANGE WEG NACH KROATIEN
The Long Way to Croatia
Ein humoristisches Reisebildertagebuch
Complett Verlag, Passau, November 2010, Klappenbroschur, 190 Seiten, ISBN 978 3 9802076 9 0

Ich bin kein Motorradler, und ich habe auch keine besondere Beziehung zu Kroatien. Aber ich kenne den Menschen hinter dem Pseudonym Cubo Bisiani und – wie ich jetzt lustigerweise feststellte – das Umschlaglayout stammt von mir, ein Umstand, den ich gar nicht mehr auf dem Schirm hatte.

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Überflogen: Ich will nicht auf den Eiger

Emil Kostadinov
EIGER. TRAUM UND WIRKLICHKEIT
Selbstverlag, Dreieich, 2009, Paperback, 219 Seiten, ISBN 978 3 00 027973 7

Ich bin kein Bergsteiger. Das vermutlich nicht mehr lieferbare Buch – jedenfalls findet man es nicht mehr im Web – wurde mir als Verleger angeboten, nachdem ich Bergsteiger-Texte von Matthias Falke in der Reihe »ErlebnisWelten« veröffentlicht habe.
Aber der Eiger ist nichts für mich.

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