Der VDS-Infobrief vom 27.11.2022

Den Infobrief des VDS kann man immer unter https://vds-ev.de/infobrief finden und nachlesen. Dort kann man ihn auch problemlos abonnieren — dann gibt es einmal wöchentlich — i.d.R. am Wochenende — einen Infobrief.

Diesmal ist dies der Inhalt:

1. Presseschau
• Zunehmend Englisch
• Neue Maß- und Gewichtseinheiten
• Kreatives Dazwischengrätschen
• Juristen-Deutsch
• Noch weniger Geld für Deutsch in Polen
2. Gendersprache
• „Tschüß Genderstern!“
• Münchens kostspielige Symbolaktion
• Echo auf Erfurter CDU-Antrag
• Magisches Denken
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• Denke
4. Kultur
• Ein sprachliches Händchen
• Redeangst überwinden
• Weckmann oder Stutenkerl
• Vom Hebräischen ins Deutsche
5. Berichte
• VDS als Zielscheibe
6. Kommentar
• Feministische Pointe nur genderfrei
7. Termine

Der VDS-Infobrief vom 20.11.2022

In voller Schönheit: hier. (Diesmal hat es lange gedauert, bis der Link verfügbar war — sorry.)

1. Presseschau
• Mehr Geld für Sprachförderung im Ausland
• Integration mit Vielsprachigkeit
• Verpönte Sprache im Spiegel
2. Gendersprache
• Gendern in England
• Wissenschaftler gegen Genderentscheidung in Thüringen
3. Kultur
• Sprache im geteilten Deutschland
• Rheinische Wendungen
• Wann iss, wann ess?
4. Denglisch
• Stellenanzeigen entschlüsseln
5. Soziale Medien
• Prien mit Ansage gegen Gendern
6. Kommentar
• Sichtbare Verlogenheit
7. Termine

Abschied von einer Legende

Für mich war und ist er eine Legende. Nicht in jeder Beziehung, nicht in allen Aspekten im Umgang mit der deutschen Sprache stimmte und stimme ich mit ihm überein. Aber ich habe viel von ihm gelernt.

Sprachpapst Wolf Schneider gestorben

„Mit Worten ordnen wir die Welt.“ Der Journalist und Sprachkritiker Wolf Schneider hatte stets ein besonderes Gespür für die Feinheiten der Sprache. Waren es einerseits Schachtelsätze, die er für die „akademische Missgeburt schlechthin“ hielt, so waren es einfache, kurze Wörter, die für ihn einen guten Text ausmachten: Einsilber seien das Verständlichste, Natürlichste, Selbstverständlichste und Kraftvollste. Die Natur sei aus Einsilbern beschrieben: Berg und Tal, Wald und Feld. Nach seiner Ausbildung bei der Neuen Zeitung in München war er u. a. bei der Nachrichtenagentur AP, der Süddeutschen Zeitung und beim Stern, zunächst als Chef vom Dienst, später als Verlagsleiter. Schneider leitete von 1978 bis 1995 die Henri-Nannen-Schule in Hamburg und prägte dort mit scharfem Kommando die Ausbildung mehrerer Generationen von Journalisten. Sein Standardwerk „Deutsch für Profis“ steht sicher im Regal eines jeden Journalisten. Er kritisierte sprachliche Schlampigkeiten, ungenaue Sprachbilder, überflüssige Anglizismen und das Gendern der Sprache. Die Frankfurter Rundschau nannte ihn „Sprachpapst“ – und wurde damit seinem Renommee mehr als gerecht.

Schneider war auch dem Verein und insbesondere der Stiftung Deutsche Sprache verbunden. Von 2006 bis 2010 betrieb er mit Josef Kraus, Cornelius Sommer und Walter Krämer die von der Stiftung geförderte Aktion lebendiges Deutsch. Die Autoren erbaten jeden Monat für einen der zahlreichen überflüssigen Anglizismen Übersetzungsvorschläge und suchten den mehrheitsfähigsten aus. Der Rekordhalter war die Frage nach einem deutschen Begriff für „brainstorming“.  Die abgeschlossene Arbeit ist in dem Buch  Deutsch lebt dokumentiert. Beispiele sind bei der Stiftung Deutsche Sprache nachzulesen. Wir verneigen uns vor einem großen Journalisten, Sprachkritiker und Vereinsmitglied. Er hat bis zuletzt viele Menschen inspiriert. Adieu … (tagesschau.de, stiftung-deutsche-sprache.de)

Quelle: VDS-Infobrief 13.11.2022

VDS: Der Infobrief vom 13.11.2022

In voller Länge: hier.

1. Presseschau
• Gegenderte Sprache gefährdet Zusammenhalt
• Herablassende Technokraten-Sprache
• Kritische Sprache, keine Hassrede
• Verständliche Sprache statt Behördendeutsch
• Ohne Vorlesen schlechte Chancen für Kinder
2. Gendersprache
• Thüringer Landtag lehnt Gendern ab
• Pur-Sänger steht zum Gendern
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• Rote Linie
4. Kultur
• Sprach-Gewürze
• Dialekt sprechen macht klug
• Winnetou-Shitstorm sorgt für Umsatzplus
5. Berichte
• Sprachpapst Wolf Schneider gestorben
6. Denglisch
• Weird
7. Soziale Medien
• Zeitungen werden auch digital gelesen
8. Termine

ARD-Sendung zur Gendersprache

ARD-Sendung zur Gendersprache

„Streitfall Gendern – der Krieg ums Sternchen“ ist der Titel einer kommenden Sendung des Filmemachers Claus Hanischdörfer. Mit dabei sind VDS-Vorstandsmitglied Sabine Mertens und die Moderatorin und Buchautorin Petra Gerster. Erstausstrahlung: Mittwoch, 9. November, 20:15 Uhr im SWR. (ard.de)

Edit 09.11.: Anschauen kann man die Sendung hier.

Und schon wieder ein Infobrief

Da kommt man ja mit seinen eigenen Beiträge nicht mehr hinterher. Der VDS-Infobrief ist vom 05.11.2022 und bietet folgenden Inhalt (die bemerkenswerten Beiträge sind wie immer rot markiert):

1. Presseschau
• Le Doppelwümms
• Dramatikerpreis wird nicht vergeben
• Duzen und Siezen im Journalismus
• Geliebtes Deutsch
2. Gendersprache
• Bosbach warnt vor dem Kipppunkt
3. Kultur
• Peinliche Kindernamen
• Endlich Frieden an der Teilchen-Theke
4. Berichte
• VDS beim „Phrasendrescher“
• ARD-Sendung zur Gendersprache
• Tag der deutschen Sprache in Benin
5. Denglisch
• Oxford-Wörterbuch der afroamerikanischen Sprache
6. Soziale Medien
• Engländer beim Gendern in Cambridge
7. Kommentar
• Auf Distanz
8. Termine

Den ganzen Inhalt gibt es wie immer beim VDS e.V., genau hier.

Der VDS-Infobrief vom 30.10.2022

Diesmal mit diesen Themen:

1. Presseschau
• Deutschgebot auf dem Pausenhof nicht rechtmäßig
• Respektvoller Streit bei SAT.1
• Katzen erkennen direkte Ansprache
• Einfluss der Baby-Sprache
2. Gendersprache
• Pseudoreligiöses Gendern in Betrieben
• Monty Python ist zurück
• Im Dialekt scheitert das Gendern
3. Sprachspiele:
• Oberweite
4. Kultur
• Von Hand schreiben und Sprache hören
• Handwerk im Sprachalltag
5. Berichte
• Ausstellung Alpha*Beten
6. Denglisch
• Smash, bodenlos, Macher
• Noch ein tolles Wort
7. Soziale Medien
• Statistiker und Sprachfreund mal anders
8. Kommentar
• Umgang mit Abweichlern
9. Termine

Und in aller Ausführlichkeit hier.

Wir schreiben den 23.10.2022, der neue VDS-Infobrief ist da

Komplett: hier.

1. Presseschau
• Rechtschreibung weiterhin schlecht
• Muttersprache statt Elternsprache
• Kompromiss beim Sprach-Kita-Programm
• Fälschende Sprache
• Körpersprache lügt nicht
2. Gendersprache
• Juli Zeh findet Gender-Regeln übergriffig
• Uwe Tellkamp gegen das Gendern
• Gendern in Prüfungen nicht bestrafen
3. Kultur
• Deutscher Buchpreis für Kim de l’Horizon
• Woke tötet Kultur
• Mundart in der Kirche
4. Berichte
• Neue Wettbewerbe
5. Denglisch
• Denglisch und Tschörmen
6. Soziale Medien
• Sehr geehrter Penis!
7. Kommentar
8. Termine

Wer sie Pseudolinke nennt

Letztens schrieb ich in diesem Blog von Pseudolinken. Hier. Das hatte zur Folge, dass einige wenige eifrige Leser meines Blogs meinten, wer den Begriff »Pseudolinke« benutze, müsse aus der rechten Ecke zu hören sein. Das ist die Ecke, in der einige Zeitgenossen seit einiger Zeit glauben, mich orten zu können.

Es ist gewissermaßen bodenlose Dummheit, in der heutigen Zeit nicht zu recherchieren. Was Pseudolinke sind, ist ganz eindeutig beschrieben. Sehr ausführlich und ganz klar auf der Website des Internationale Komitees der Vierten Internationale (IKVI). Genau hier.

Indes gebe ich zu, dass ich den Begriff an der genannten Stelle – hier, wie gesagt – durchaus falsch verwendete. Denn für mich sind Pseudolinke noch viel schlimmer: Es sind Faschisten aller Art, die ihre rechte Gesinnung mit (pseudo-) [sic!] linken Gedankengängen und Argumentationsketten zu verschleiern suchen. Und eine rechte Gesinnung findet man heutzutage nicht mehr nur unter Neonazis, AfD-Mitgliedern und Erzkonservativen. Die rechte Gesinnung verbirgt sich auch an ganz anderen Orten. Im Feminismus zum Beispiel. Im Sprachgendersumpf. In der Cancel Culture.

Es täte der Menschheit sicherlich gut, über sich selbst und die eigene Gesinnung nachzudenken. Statt die grundsätzlich Missverständnissen Raum bietenden Auswürfe anderer Menschen einer vermeintlich vollständigen und ebenso vermeintlich richtigen Analyse zu unterziehen, gilt es, für sich selbst zu prüfen und zu entscheiden, welcher Gesinnung man nachhängt. Und wenn man meint, die Zeit dafür nicht zu haben, oder grundsätzlich unwillig ist, sich selbst zu prüfen, dann tut man gut daran, auch andere Mitmenschen in Ruhe zu lassen.

Der VDS-Infobrief vom 16.10.2022

In voller Pracht nachzulesen: hier.

1. Presseschau
• Eigene Rechtschreibregeln für Berlin
• Musterfall der Diskriminierung
• Bedrohte Dialekte
• Selbst die Guten nicht gut genug
2. Gendersprache
• Jargon der Eigentlichkeit
• DAX-Konzerne ignorieren Proteste
• Hassrede auf Twitter
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• Mitarbeitende
4. Kultur
• Kulturpreis Deutsche Sprache an Max Goldt
• Die Spuren alter Weltreiche im Bairischen
5. Berichte
• Über Unstatistik
6. Kommentar
• Das Genderwashing der 40 Größten
7. Termine