Spottlichter im Lokalradio

Radio Lora 92.4 ist ein Münchner Lokalsender auf der Frequenz 92,4 MHz und im Internet (lora924.de). Auf 92,4 MHz tummeln sich noch andere Lokalsender, und so ist die Sendung vom 20. Juni, in der Wolfram Hirche aus seinem Buch »Spottlichter« gelesen hat, für die Nachwelt durchaus erhaltenswert:

 

Wolfram Hirche und seine Gesprächspartnerin lesen im Wechsel einzelne Glossen aus dem Buch und unterhalten sich über das Werk. Wer den Literaturbetrieb nicht nur in München gerne mit dem satirischen und sarkastischen Auge in den Blick nehmen möchte, sollte sich nicht nur diese Sendung anhören, sondern sich auch das Buch gönnen.

Hirche, Wolfram, SPOTTLICHTER

Der VDS-Infobrief vom 25.06.2022

Nagelneu, webfrisch: hier.

1. Presseschau
• Das Wiedererblühen des Partizips
• Hattingens nette Wortpartnerschaft
• Tatort Wittenberg
• Deutungshoheit, eine Sparversion von Macht
2. Gendersprache
• Journalisten-Preis für genderkritischen Artikel
• Genderleitfaden an TH Nürnberg eskaliert
• Kapitalismus vs. Wokeness
• Nicht gegendert – kein Job
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• Gestorben oder verstorben?
4. Kultur
• Deutscher Sprachpreis 2022 für Daniela Danz
• Schmuck, Schrift und Sprache in Pforzheim
5. Berichte
• Freie Studienplätze am Eurythmie-Theater in Hannover
• Medien-Praktikum im Ausland
• Märchenhafter Schuh-Einkauf
6. Denglisch
• Wie ein Skandal die Sprache änderte
7. Soziale Medien
• Gegenderte Verschriftlichung
8. Termine

Der VDS-Infobrief vom 19.06.2022

Den aktuellen VDS-Infobrief gibt es wie immer auch auf der Vereinswebsite zum Nachlesen, genauer: hier. Die bemerkenswertesten Beiträge sind rot markiert.

1. Presseschau
• „Gemma Kino“
• Neuer Name für Pockenvariante
• Micky Maus auf Ukrainisch
• Sprachenvielfalt
• Mit Kondomen dem Sorbischen dienen
2. Gendersprache
• Audi verwirft Gender-Vergleichsvorschlag
3. Kultur
• das goethe
4. Berichte
• Mainuferfest Offenbach
5. Denglisch
• Licht und Schatten bei der automatischen Übersetzung
• Edelrümpel und Sonderbeischlaf
6. Termine

Doch keine Lust auf Akzeptanz?

Man könnte wirklich meinen, dass die Angehörigen der LGBTQIA+-Gemeinschaft — so man das als Gemeinschaft betrachten möchte — dann doch keine Lust darauf haben, akzeptiert zu werden, wie sie sind. Oder warum wird auf einem Fernsehsender im Werbetrailer für eine Themenwoche das LGBTQIA+ englisch runtergesabbelt? Was ist falsch an der deutschen Aussprache simpler Buchstaben?
Ich denke, in die Buchstabenfolge LGBTQIA+ gehört dann demnächst ein M — für Muttersprachler. Der Minderheitenstatus ist ja nicht mehr fern, wie es scheint.

Noch einer: VDS-Infobrief 11.06.2022

Wie immer in aller Ausführlichkeit nachzulesen: hier.

1. Presseschau
• Frankreich für vielsprachiges Europa
• „Powerfrau“ ein diskriminierendes Wort
2. Gendersprache
• Gendern bei Audi – Termin steht
• Genderstern in Zürich
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• Wording, Vintage, Finals
4. Kultur
• Deniz Yücel gründet PEN Berlin
5. Berichte
• VDS-Region Bergisches Land geht wieder auf Sendung
• Ausschreibungen für den Literarischen Nachwuchs
• ABCM-Zweisprachigkeit hat Geburtstag
6. Denglisch
• Aufgeblähte Stellenanzeigen
7. Kommentar
8. Termine

Der VDS-Infobrief vom 04.06.2022

Der VDS-Infobrief vom 04.06.2022 liegt vor. Man findet ihn hier. Und das ist der Inhalt diesmal:

1. Presseschau
• Die Türkei ist kein Vogel
• Sprachpanscher des Jahres 2022
• Französischer Lehneinfluss in Luxemburg
2. Gendersprache
• Ärztetag beschließt Verwendung von Gendersprache
3. Kultur
• Fabel auf Saterfriesisch
• Feuerfeste Magd
4. Berichte
• „Mer losse d’r Dom en Kölle“
5. Denglisch
• Weniger Franglais in Video-Spielen
6. Soziale Medien
• Fahndende
7. Kommentar
• Ende der digitalen Verdummung der Kinder
8. Termine

Gegenwind bläst Hirn leer?

Im VDS-Infobrief vom 29.05.2022 (Quelle: hier) ist zu lesen:

Moderatorin erfährt Gegenwind

Die ehemalige ZDF-Moderatorin Petra Gerster äußert sich erschrocken über negative Reaktionen auf ihre Verwendung der Gendersprache. Gerster hatte im vergangenen Jahr ihre letzte Nachrichtensendung moderiert. Wie andere Moderatoren des ZDF nutzte sie die weibliche Form und kurz vor der Endung den sogenannten Glottisschlag, also eine Sprechpause, um klarzumachen, dass beide Geschlechter gemeint seien. Gerster erklärt: „Vor allem älteren Männern macht Angst, dass Frauen und Minderheiten immer lauter in unserer Gesellschaft mitreden und mitbestimmen wollen.“ Leserkommentare betonen jedoch, dass im durch Gebühren finanzierten Fernsehen wert auf gängige Grammatikregeln und Verständlichkeit gelegt werden sollte. (tagesspiegel.de)

Die Aussage der Gerster nähert sich gefährlich völligem Schwachsinn an.
Ich bin einer dieser »älteren Männer« (derzeit 63 Jahre alt) und wenn ich vor etwas Angst habe, dann, dass irgendjemand wirklich glaubt und für wahr hält, dass mit dem Gendern wirklich mehr Menschen gemeint sind, als die Verdummten, die das machen und für richtig halten. Denn mit gegendertem Pausengesabbel — das massiv an Sprachfehler erinnert — sind ganz sicher keine Minderheiten gemeint. Frauen sind keine Minderheit, und durch ein »*innen« (oder mit welcher Hilfskrücke auch immer) werden keine Angehörigen der unter LGBTQIA+ zusammengefassten gesellschaftlichen Gruppen gemeint. Und das wird sich durch Gendern auch nie ändern.
Und gerade auch Frauen haben nichts von dieser Genderei, denn ihre gesellschaftliche Position — egal auf welchem Gebiet — ändert sich dadurch überhaupt nicht, ganz im Gegenteil: Das Gendern lenkt letztlich die Aufmerksamkeit aller ausschließlich auf die durchgeknallten Genderbefürworter und ihre selbstherrlichen Sprachverunstaltungen. Denen könnte man ja noch eine sprachliche Behinderung unterstellen, wenn man damit den Menschen, die mit einer wirklichen Behinderung leben müssen, nicht unrecht tun würde.

Soll Literatur verdorben werden?

Ein gerade für mich als Verleger belletristischer Literatur hochinteressantes Thema. Meine Ansicht ist simpel: Wer Literatur gendert, sollte nicht veröffentlicht werden. Geschweige denn gelesen. — Der anfängliche Tenor der Umfrage zeigt eine Ablehnung deutlich über 60 %.

Umfrage: Romane gendern?

In der „Schönen Literatur“ findet sich Gendersprache sehr selten – aus gutem Grund: Genderformen stören den Lesefluss oder führen zu Unklarheiten, beispielweise wenn maskuline und feminine Personenbezeichnungen abgewechselt werden. Wird hingegen konsequent durchgegendert, entsteht ein unlösbares Dilemma. So als würde man vom Nachbartisch dauernd um die Uhrzeit gebeten, zerreißt die abstrakte Frage (nach der jeweils angemessenen diversitätsgerechten Form) die Stimmung und lenkt ab von der Geschichte. Der Text wird ungenießbar. Das Meinungsforschungsinstitut Civey führt derzeit eine Umfrage durch, ob sich die Leserschaft mehr Genderformen in der Literatur wünscht. (civey.com)

Quelle: VDS-Infobrief 29.05.2022

Der neue VDS-Infobrief vom 29.05.2022

Und wieder gibt es einen — einen VDS-Infobrief, wie immer mit hochinteressanten Themen (meine Empfehlung ist rot markiert). Den Infobrief findet man hier.

1. Presseschau
• Analphabetismus bei Erwachsenen – Schulen allein gelassen
• Sprechende Affen
• Russisch lohnt sich immer noch
• Mehr Sprachen an hessischen Schulen
• Latein zum Deutschlernen
2. Gendersprache
• Umfrage: Romane gendern?
• Moderatorin erfährt Gegenwind
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• Pfingsten
4. Kultur
• Wieder mehr »Moin« in Schulen
5. Berichte
• »Braunschweiger Till« an Lutz Tantow
6. Termine

Der VDS-Infobrief vom 21.05.2022

Und damit es gar nicht erst langweilig wird, geht es gleich weiter – wie immer beim VDS: hier.

1. Presseschau
• Urheberrecht wichtiger als Gendern
• Sprache zwischen Vernunft und Gefühl
2. Gendersprache
• Oberbürgermeister bezweifelt Lesefähigkeit des VDS
• Sprachgendern keine Lösung gegen Diskriminierung
• VHS löscht Gendersternchen
• NDR verfälscht Original-Zitat
3. Sprachspiele: Flimmern und Rauschen
• Wenn Rebellen nur bellen. Über die Sprache der Jugend und das Fragezeichen
4. Kultur
• Kulturpreis Deutsche Sprache 2022
5. Berichte
• Aktion „Anstoß“ – Stadtbibliothek verschenkt Erstlesebücher
6. Denglisch
• Streitgespräch mit dem VDS auf Englisch
7. Soziale Medien
• Queer-Beauftragter setzt auf Gendersprache
8. Termine