luegner.edu

Die Website academia.edu behauptet, 177 Millionen (!) registrierte Benutzer zu haben, die 28 Millionen (!!) Dokumente hochgeladen haben und 83 Millionen (!!!) Besuche (»visits«) pro Monat verzeichnet.
Schön.
Ich kann das Gegenteil nicht beweisen, aber ich denke, dass die Kultur der Lüge auf dieser Website sehr umfangreich gepflegt wird.

Irgendwann hatte ich mal einen Text gecheckt, der mich interessierte. Irgendwas zu fantastischer Literatur. Seitdem bekomme ich mehr oder minder regelmäßig Mails von academia.edu, in denen ich über neue Beiträge, die hochgeladen wurden, informiert werde. 99,9 % davon sind für mich uninteressant und die restlichen 0,1 % überlese ich.
Viel interessanter ist jedoch, dass ich berühmt bin. Denn mein Name taucht gemäß den Behauptungen von academia.edu ständig in einer inzwischen vierstelligen Anzahl von Dokumenten aller Art aus aller Herren Länder und von Autoren aller Genres und Wissenschaften auf.
Der Witz dabei: Ich werde immer wieder eingeladen, mir anzuschauen, in welchen Dokumenten überall mein Name auftaucht. Das Problem dabei: Dazu muss ich einen kostenpflichtigen Account eröffnen – und damit haben wir das Motiv der Betrüger entlarvt.
Wenn nur 1 % der angeblichen Benutzer bezahlt, dann sind das 1,77 Millionen zahlende Benutzer. 1,77 Millionen … ähm, wow!

P.S.: Und dann werben sie auch noch frech mit dem Spruch »The world’s largest open access library in your pocket«. Unter »open access« verstehe ich eher was Gebührenfreies.

Amazonische Idiotie: Das Ende von KDP

Nun, richtiger müsste es heißen: »Das Ende meiner Geschäftsbeziehung zu KDP«, aber wer liest schon einen Blogbeitrag mit so einem Titel?

KDP ist der Print-on-Demand- und E-Book-Ableger von Amazon, Heimat für zahlreiche Selfpublisher, die auf der Suche nach Veröffentlichungsmöglichkeiten ihrer Werke ausgerechnet bei dem Ableger des großen bösen A hängen geblieben sind.
Ich selbst habe auch jahrelang mit KDP gearbeitet. Zuerst mit CreateSpace, die dann ja in KDP, dem Kindle Direct Publishing, aufgegangen sind. Viele lustige Abenteuer durfte ich mit den völlig ahnungslosen Honks auf der anderen Seite meines Mailclients erleben. Da ging es um die Abmessungen von Buchcovern, die im Tausendstelmillimeterbereich von den Vorgaben KDPs abwichen – und folglich beanstandet wurden –, obwohl sittsam bekannt ist, dass der Acrobat Distiller PDFs mit Toleranzen im Zehntelmillimeterbereich schreibt. Oder das lustigste Spielchen mit dem im Anschnitt sitzenden SFCD-Logo der Reihe »AndroSF«, bei der KDP unter anderem behauptete, die unvollständige Präsentation des Logos – die so eben beabsichtigt war und ist – würde zu einem negativen Kauferlebnis beim Kunden führen. Ganz klar, gegenüber einer Firma aus einem Land, das Donald Trump zum Präsidenten gewählt hat, hat man kein Anrecht auf eine eigene Corporate Identity, wenn sie nicht den Maßgaben von KDP (und damit Amazon) entspricht.

Das Ende kam aus einem anderen Grund. Ich erinnere mich, sieben Jahre mit CreateSpace und KDP gearbeitet zu haben, mindestens. Vielleicht mehr, vielleicht etwas weniger. In der ganzen Zeit gab es mit der Auszahlung der Tantiemen nie Probleme. Selbst die Kombination meines nordfriesischen Wohnsitzes mit einem oberbayerischen VRbank-Konto war zunächst kein Problem. Bis KDP irgendwann meinte, meine Bankverbindung sei falsch. Nicht etwa die Daten seien falsch, nein – meine Bankverbindung. Ich wurde aufgefordert, die Bankverbindung zu korrigieren. Was ich tat – ich habe nur eine Bankverbindung. Und die ist falsch, behauptete KDP standhaft. Ich wurde wechselweise angemeckert, dass man meine Tantiemen – es ging um einen Restbetrag von 12 oder 15 Euro – nicht auszahlen könnte, weil meine Bankverbindung falsch sei, und dass ich meine Bankverbindung aktualisieren solle, was nicht funktionieren wollte, weil sie ja falsch sei.
Schließlich traf ich eine Entscheidung. KDP weigerte sich, die laufenden Bücher aus der Datenbank zu löschen – ich musste sie alle einzeln aufrufen, vorgeben, sie aktualisieren zu wollen, sie aber nicht wieder als fertig speichern. Auch meinen Account konnte KDP nicht löschen, behauptete man, weil man ja meine Tantiemen – die 12 oder 15 Euro – wegen einer falschen Bankverbindung nicht auszahlen könne.
Am Ende musste ich rechtliche Schritte androhen.

Der Spaß indes ist nicht zu Ende. Heute arbeite ich über Bookwire, einen Dienstleister, mit dem ich recht zufrieden bin, und wenn ich eines der Bücher, die bei KDP liefen, bei Bookwire (neu) einstelle (was peu à peu für eine ganze Reihe Bücher geschieht und weiterhin geschehen wird), bekomme ich nach einer Weile ein Ticket, laut dem Amazon das Buch über Bookwire nicht annehmen könne, weil die ISBN in der Amazon-Datenbank bereits vergeben sei, und ich müsse eine neue ISBN vergeben. Und das, weil die kleingeistigen und vollständig ahnungslosen Knöpfchendrücker und Textbausteinscheißer nicht in der Lage sind, herauszufinden, dass das neu eingestellte Buch mit dem in der Amazon-Datenbank schon vorhandenen identisch ist (was schon mithilfe des »Blick ins Buch« ansatzweise recht einfach zu regeln wäre; und ansonsten könnte man sich ja auch bestätigen lassen, dass das Buch … aber nein, das schaffen die nicht).

Interessant ist, dass die so beanstandeten Bücher trotzdem bei Amazon gekauft werden können; ebenso wie die wegen des Logos – und anderer Kleinigkeiten mitunter – beanstandeten Werke der »AndroSF«-Reihe. Das ist, wenn man es genau nimmt, dann die Krönung der amazonischen Idiotie.

Ohne Worte

Denn Arnold Schwarzenegger ist nichts mehr hinzuzufügen. Beeindruckende 9 Minuten, die man sich anhören sollte. Nicht nur, aber vor allem dann, wenn man dank medialer Hetze dazu neigt, alle Russen in einen Topf zu werfen.

Позвольте мне сказать вам правду: Арнольд Шварценеггер

Ausgerechnet heute

Es ging schon in der Nacht los. Gestern Nachmittag bekam Kim Durchfall. Zunächst nicht sehr massiv. Sie setzte einen Haufen ab, direkt in der Einfahrt. Aber nachts … Sie musste acht Mal raus, und immer war ich derjenige, der sie hinauslassen und dann in der Kälte warten durfte, bis sie zurückkehrte. Und sie tat sich schwer. Es kam nichts wirklich Großes mehr, aber es zwickte offensichtlich doch so heftig, dass sie raus wollte. Viel geschlafen habe ich jedenfalls nicht.

Und dann sollten morgens die Handwerker kommen. Um sieben. Monatelang tat sich nichts, außer kruden Terminideen, falls das Wetter draußen nicht gut wäre (was es dieser Tage garantiert nicht ist), und auf einmal dann doch … Um sieben. Morgens. Es ging um einen Türdurchbruch, damit man von der Wohnung im Erdgeschoss in die ins Obergeschoss nicht mehr außen rum musste. Und natürlich hat der Erbauer des Vorbaus mit den beiden Haustüren Intelligenz in Hochform walten lassen – um die Stromleitungen zu verlegen, brauchten wir einen Elektriker, und ganz entgegen meiner bisherigen Erfahrungen ging das schnell. Es ging dann alles schnell. Die Tür ist nun eingebaut, ein bisschen ist noch nachzuarbeiten – natürlich, irgendwas bleibt ja immer offen –, aber jetzt haben wir eine Tür und müssen nicht mehr raus, um … Das heißt, meine Frau muss nicht mehr raus, um in ihre Praxis zu kommen. Ich habe da oben ja nichts mehr zu suchen.

Und das Auto. Morgens um sieben – ha! – gab ich meinen Passat in der Werkstatt ab und holte mir einen Leihwagen. Es bestand der Verdacht, dass rechts vorne das Radlager seinen Abschied nehmen wollte. Klassische Effekte – die ich schon von meinem Laguna kannte, der das auch mal hatte: An- und abschwellendes Brummen zwischen 95 und 110 km/h, ansonsten hörbares Brummen in Linkskurven, Stille in Rechtskurven. Am Ende war da nichts. Alles okay. Man vermutete Sägezahnbildung auf den Vorderreifen. Wie das zustande kommen sollte, erklärte man mir. Jetzt warten wir die Sommerreifen ab, wenn die auch so ein Geräusch liefern, wird noch mal geschaut.

Kim geht es den ganzen Tag nicht gut. Sie läuft schlecht, müde, matt. Sie schnappte nicht wie sonst nach den Leckerlis, nahm sie einfach nur, zögerlich. Der Dünnpfiff ist möglicherweise erledigt, nachdem sie vorher noch auf einem Teppich ein Malheur angerichtet hat. Nach dem Mittagsgassi, kurz nur wegen Kim, bot ich ihr Zwieback an – der soll ja bei Dünnpfiff helfen –, aber sie nahm ihn nicht, blickte mich nur unglücklich an. Das Würstchen nahm sie dann. Das Abendessen verspeiste sie auch nicht vollständig; ein Fünftel blieb übrig und sie war nicht davon zu überzeugen, sich noch einmal damit zu beschäftigen. Wenn sie gekonnt hätte, hätte sie das Gesicht verzogen, jedenfalls sah es so aus. Leider blieb auch die Pregabalin-Kapsel liegen, die ich ihr später auch mit einem Stückchen Lieblingskäse – der nun scheinbar keiner mehr ist – nicht verabreichen konnte. Das Ganze gefällt mir nicht, und zwischendurch musste ich meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Es wird wohl sowieso Zeit, mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass sie nicht mehr bei uns ist.

Und das alles an so einem Tag. Früher hätte ich mir vielleicht gedacht: »Was für ein Scheißtag.« Aber heute? Man wird halt abgeklärt. Immerhin haben alle dran gedacht. Hermann, meine Schwester, Mama, mein Bruder. Und meine Frau natürlich auch (wenn auch verspätet, gnihii).

DPDS 22/03 – der Designpreis für Designscheiß

Im DPDS geht es nicht nur ausschließlich um Idiotien, die sich Designer teuer bezahlen lassen und die wir Kunden am Ende in jeder Beziehung zu verkraften haben. Es gibt auch andere Sünden, die letztlich als Designscheiß auf den Nutzen eines Produktes durchschlagen. Der

Designpreis für Designscheiß 22/03

geht diesmal an den Konzern Pedigree.

Den Preis erhält Pedigree nicht für sein Produkt »Dentastix« an sich – das ist ein Produkt, das allgemein positive Bewertungen erhalten hat und erhält und in dem einen oder anderen Test als Testsieger hervorgegangen ist. Meine Hündinnen vertragen es und nehmen es gerne an.

Zu kritisieren ist die Verpackung. In dem Vorratskarton sind 15 Verpackungen à 7 Dentastix enthalten. Jede dieser Verpackungen ist aus innen metallbedampftem Plastik. Nicht nur die Plastikmenge, sondern auch die Tatsache, dass man zum Öffnen der Verpackungen brachiale Gewalt braucht – sofern man keine Schere zur Hand hat – ist zu kritisieren. Insbesondere letztgenannter Punkt kann gerade für ältere Menschen schon mal ein Problem darstellen – und zeigt nur, dass die Verpackungsdesigner vollständig versagt haben. Gerade die Riffelung am oberen Rand sowie der Länge der Verpackung nach dient nicht etwa dazu, das Öffnen der Verpackung zu vereinfachen, sondern ganz im Gegenteil: Aus welchen Gründen und zur Vermeidung welcher Fehlbedienung auch immer dient die Riffelung der Stabilisierung der Verpackung.

Bemerkenswert sind noch weitere Dinge. Zum einen sind die Verpackungen auf der Rückseite in 11 Sprachen beschriftet, jedoch findet man keinerlei Information über die Inhaltsstoffe. Auf der Internetseite erfährt man nur: »Nothing Extra. No added sugars or fillers.«
Interessant ist auch, dass so ein »Multipack« zwar oben eine Öffnung besitzt, damit er in Verkaufsregalen aufgehängt werden kann, laut Beschriftung jedoch »nicht zum Wiederverkauf« gedacht ist. Was bedeutet: Hat man den Vorratskarton gekauft, dient der Inhalt rein zum privaten Gebrauch. Das ist verständlich – immerhin möchte Pedigree dem Handel nicht mehr Spanne einräumen, als er sowieso schon haben könnte. Andererseits stellt sich dann die Frage, warum man ein Produkt, das »nicht zum Wiederverkauf« gedacht ist, eine Verpackung gönnt, die genau dies zu widerlegen scheint.

Letztlich bekommt Pedigree den DPDS 22/03 vorrangig wegen seiner massiven Teilnahme an der weltweiten Plastikverseuchung – und dies ist insbesondere unter dem Gesichtspunkt angemessen, dass es – zwar wenige – Anbieter gibt – aber es gibt sie! –, die ihre gleichartigen Produkte in Papier verpacken. Ohne Plastikzusatz, ohne metallbedampfte Innenseite der Verpackung, einfach nur mit Papier.

Galgos: Spanisches Leid – eine Petition

Ich weiß nicht, ob solche Petitionen überhaupt etwas bewirken, aber ich vergebe mir nichts, sie zu unterschreiben und sie auf diesem Wege weiterzutragen. Und wenn das nur ein wenig Aufmerksamkeit erregt, dann ist das mehr, als es nur zur Kenntnis zu nehmen, zu unterschreiben und ansonsten zu schweigen. Schweigen und Ignoranz sind mitschuldig an diesem und anderem Tierleid.
Initiator dieser Petition ist die VETO, die Vereinigung europäischer Tierschutzorganisationen.

Wer glaubt, das Leid der spanischen Galgos beginne erst mit dem Tag ihrer Entsorgung, der irrt. Im Rahmen der anhaltenden Jagdtradition in Spanien sind die Tiere für die Jäger allein Jagdausrüstung und werden entsprechend behandelt.
Um die Unterhaltskosten gering zu halten, mangelt es an Futter, Wasser und einer artgerechten Unterbringung. Abgelegen werden sie in dunklen Verschlägen gehalten. Viele der Hunde werden misshandelt, bei der Abrichtung gequält und bei der Jagd ausgebeutet.
In Spanien gilt die Hasenjagd mit Galgos immer noch als Volkssport. Offizielle Wettkämpfe, Zuchttiere und hohe Geldsummen machen die Hunde zu einem profitablen Wirtschaftsfaktor unter dem Deckmantel der Tradition.
Die aktuelle Lage in Spanien ist daher für Jagdhunderassen wie den Galgo Español lebensbedrohlich. Sie werden nicht nur von den Jägern, den sogenannten Galgueros, sondern auch aus gesetzlicher Sicht als Nutztiere gewertet und erfahren daher keinerlei Schutz und Hilfe. Vielmehr ermöglicht die unzureichende Gesetzeslage die Ausbeutung der Windhunde und bestärkt die Jäger in Spanien an der grausamen Jagdtradition festzuhalten.
Wir von VETO finden, das muss sich ändern! Darum bitten wir dich inständig, unsere Petition zum Schutz der Galgos zu unterschreiben.

Zur Petition: hier lang!

Warum ist es so wichtig, unsere Petition zu unterstützen?
Gesetzliche Regelungen zum Schutz von Tieren können die Galgos und andere Jagdhunderassen vor Ausbeutung und Leid bewahren. Aber: Bisher gibt es kein nationales Tierschutzgesetz in Spanien, welches die Vierbeiner schützt.
Es ist enorm wichtig, dass sich in Spanien sowohl auf politischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene grundlegend etwas ändert. Tierschutz hat in der Politik oftmals einen geringen Stellenwert. Häufig findet das Thema kaum Beachtung und steht ganz unten auf der Tagesordnung. Abhilfe können nationale und internationale Standards und Regelungen schaffen.
Mit unserer aktuellen Petition fordern wir von der spanischen Regierung eine Gesetzesänderung zum Schutz des Galgo Español und anderer Jagdhunderassen.
Je mehr Stimmen wir für unsere Petition zusammenbekommen, desto größer wird der Druck auf die spanische Politik, endlich zu handeln. Eine langfristige Veränderung der gesetzlichen Lage erreichen wir nur gemeinsam.
Gib auch du den Galgos jetzt deine Stimme, um das Leid der Vierbeiner zu beenden!

Jetzt unterschreiben!

Gemeinschaftlich können wir so viel mehr erreichen! Bitte verbreite diese Petition auch über Social Media, um noch mehr Menschen auf den Missstand und das Leid der Galgos aufmerksam zu machen.

TASSOtistik: TASSO liefert Zahlen

Wer TASSO nicht kennt, besitzt kein Haustier – vor allem keinen Hund oder keine Katze. Wer TASSO nicht kennt, jedoch ein Haustier besitzt, ist bis zu einem gewissen Grade verantwortungs-, jedenfalls aber gedankenlos. Denn TASSO ist in Deutschland die wohl größte Datenbank für Haustiere – wie gesagt: vorrangig Hunde und Katzen –, und es gibt ganz sicher eine Unmenge an Fallbeispielen, in denen die Registrierung bei TASSO ein entwischtes Haustier seinen Haltern zurückgebracht hat.

Weil Datenbank, kann TASSO natürlich Auswertungen machen. Und so stellte TASSO dieser Tage fest, dass die beliebteste Hunderasse in Deutschland – und das in allen Bundesländern – keine Hunderasse ist, sondern: der Mischling. Erst danach folgen der Labrador Retriever (Platz 2), der Deutsche Schäferhund (3) und die Französische Bulldogge (4). Und auch die übrigen Rassen in der Top Ten sieht man häufig im deutschen Gassistraßenbild. Mit unseren drei Mädels – allesamt Mischlinge – liegen wir also bestens im Trend.

Bei den beliebtesten Tiernamen sieht das freilich anders aus. Da können Kim, Naomi und Susi – ebenso wenig wie einige TASSO-Bürohunde wie Micha, Kay, Izzy, Lady und Toki – gegen Luna bei Hundemädchen (seit 2011 Platz 1) und Balu oder Balou bei Hundebuben (seit 2015 Platz 1) nicht anstinken. Und auch unter den übrigen Plätzen finden sich unsere Mädels nicht. Das hat allerdings auch einen Vorteil: So kann es nicht vorkommen, dass gleich acht bis dreizehn Hunde angelaufen kommen, wenn wir »Kimmi!« rufen …

Bei Katzenmädchen ist ebenfalls Luna die Nummer 1 (seit 2019, zuvor zwischen 2011 und 2015), während die Katzenmänner Assoziationen zu größeren Ausführungen erregen wollen: Simba auf Platz 1, Leo auf Platz 2 – und der gute alte Felix – zuletzt 2014 auf Platz 1 – hat offensichtlich kein Glück mehr, denn er landete 2021 nur noch auf Platz 7.

Wenn Software nur noch nervt

Manchmal frage ich mich ernsthaft, was in den Köpfen von Softwareprogrammierern vor sich geht. Ich lästere gern, dass die vor lauter Drogenkonsum und Masturbation nicht dazu kommen, anständige Produkte abzuliefern. (Das Gleiche gilt auch für Produktdesigner, aber das ist ein anderes Thema.)
Seit vielen Jahren nutze ich das Steuer-Sparbuch der WISO-Redaktion, richtiger: der Firma Buhl Data Service. Ich mache damit meine private Steuererklärung (incl. der meiner Gattin) und natürlich auch die Einnahme-Überschuss-Rechnungen (EÜR) meiner Gewerbe. Im Großen und Ganzen war ich immer zufrieden, aber inzwischen entwickelt sich die Software zu einem echten Ärgernis. Ende 2021 hatte ich das Problem mit einem Update, das standhaft behauptete, meine Software (WISO 2021, wohlgemerkt) sei älter als zwei Jahre, daher funktioniere das Update nicht. Des Rätsels Lösung war ein Überbleibsel eines Updates der Version 2019. Das Problem ließ sich mit einer Fernsteuerungssitzung beheben.

Bei der Version 2022 hat sich einiges geändert. Man bekommt keine CD oder DVD mehr automatisch geliefert, sondern muss sie anfordern. Anderenfalls arbeitet man mit einem Download. Das hätte mir auch gereicht, also verzichtete ich auf die Silberscheibe. Offensichtlich ein Fehler.
Denn der Download der Version des Steuer-Sparbuchs 2022 ließ sich nicht installieren. Gleichgültig, ob ich mit dem Buhl-Konto oder nur mit der Garantienummer (eine Art Seriennummer) arbeitete, immer wurde behauptet, ich solle meine Internetverbindung prüfen. Ich schaltete alles ab: Windows-Firewall, Malwarebytes, Avira, Programme, die evtl. eine Internetverbindung blockieren könnten. Aber selbst auf einem frisch gestarteten und entsprechend präparierten Rechner ging nichts. Internetverbindung prüfen.
Dergleichen Fehlermeldungen sind Arschlochfehlermeldungen. Da waren Programmierer am Werk, die nicht in der Lage waren und sind, eine Software unter realistischen Bedingungen zu prüfen.
Also löste ich ein Ticket aus. Die Antwort war ein Textbaustein mit dem Inhalt, dass man mehr Informationen brauche. Mit einer ausführbaren Datei sollte ich Systeminformationen sammeln und übermitteln. Das Bezeichnende an den Informationen, die da gesammelt wurden: Die Behauptung, der Benutzer hätte keine Adminrechte, war schon Bullshit.
Auf meine Mail mit den gewünschten Systeminformationen erfolgte keine Reaktion. Auch auf die drei Wiederholungen nicht. Und schon gar nicht auf das Fax, das ich schickte, nachdem sich wohl niemand für E-Mails interessierte.

Während der ganzen Tage versuchte ich immer wieder, das Setup zu starten. Immer mit dem gleichen Ergebnis. Bis auf heute Abend.
Heute Abend war ich besonders stur. Ich versuchte zuerst nur mit der Garantienummer das Setup auszuführen, und nach – Achtung! – achtzehn Versuchen, eine Verbindung herzustellen, kam sie auf einmal zustande. Ich brach ab, denn ich wollte die Software mit vollem Support und vollem Programm installieren.
Der neue Start, diesmal mit Buhl-Konto (Benutzername und Kennwort), brauche wiederum – Achtung! – sieben Anläufe, dann ging es auf einmal doch. Das Setup lief fehlerfrei durch, alles schien gut.
Der nachfolgende Versuch, das Programm zu starten, scheiterte. Das Logo erschien, sonst nichts. Ich probierte es einige Male, nichts geschah. Insgesamt startete ich in zugegebenermaßen brutal-sturer Manier das Programm – Achtung! – 41 (einundvierzig!) Mal, und dann erschien auf einmal ein Dialog, der trotz bereits erfolgter Buhl-Konto-Anmeldung bei der Installation die Garantienummer und dann nochmals die Buhl-Konto-Anmeldung verlangte.

Aber jetzt funktioniert es. Endlich. Endlich kann ich meine Gewerbebuchhaltungen 2022 in Angriff nehmen. Endlich ist klar, dass Softwareprogrammierer drogensüchtig sein müssen und sich gerne einen runterholen. Und die Supporter scheinen sich zu beteiligen. Anderenfalls hätte mir vielleicht wenigstens jemand gemailt, ich solle mir doch auch einen Dealer suchen und mal Hand anlegen.

Klar ist für mich, dass ich WISO 2023 wieder mit CD oder DVD nehmen werde. Denn vielleicht läuft die Installation da wieder so ab, wie es bis zur Version 2021 der Fall war. Schnell, einfach, reibungslos.

P.S.: Die FAQ, die ich konsultierte, um eine Problemlösung zu finden, hat sich übrigens als restlos falsch erwiesen. Die Informationen zu Windows-10-Installationen, was man unternehmen solle, den Rechner auf die Installation vorzubereiten, verwiesen auf Windows-Bestandteile, die so vielleicht noch bei Vista existierten, seitdem aber nicht mehr. Und selbst wenn: Es ist schlicht eine Frechheit, von einem Softwareanwender zur Installation einer Software zu verlangen, seinen Rechner unter Sicherheitsgesichtspunkten nackig zu machen, nur damit die Softwareprogrammierer ihren zweifelhaften Leidenschaften (siehe oben) weiter frönen können, statt  anständige Arbeit abzuliefern.