23

Nein, es geht nicht um Verschwörungstheorien. Es geht um die 23. Ausgabe der FanEdition der PERRY-RHODAN-FanZentrale e.V., die ich layouten durfte. Einmal mehr eine FanEd aus dem Hause global:epropaganda.

Bei der Gelegenheit habe ich dann auch festgestellt, dass ich mit der FanEdition schon eine kleine Ewigkeit zu tun habe. Wenn mich mein Datenserver nicht völlig verkohlt, dann war das Band 8 – »Das Ta Ra El« von Jörg Isenberg – und den habe ich schon 2007 gemacht. Und seit Band 11 im Jahre 2009 – das war »Zeiten« von Judith Fandrich – habe ich jeden Band der FanEdition gemacht und dazu noch fünf Sonderprojekte, darunter drei Conbücher zu den PR-Tagen in Osnabrück.

Wann der aktuelle Band 23 genau verfügbar sein wird, muss sich noch zeigen. Der PRFZ-Vorstand wird erst in den nächsten Tagen entscheiden. Dazu wird neben der Auflagenhöhe auch der Preis gehören. Immerhin kann ich schon mal den Klappentext präsentieren:

Der Eisenfürst – so nennen die Bewohner der Randwelten der Milchstraße den gefürchteten und berüchtigten Piraten der Southside. Wer sich weigert, dem Eisenfürsten Tribut zu zahlen, wird ausgelöscht oder versklavt. Als der Eisenfürst den Medoplaneten Tahun im Zentrum der Milchstraße überfällt, will der Kriegsminister der LFT, Galbraith Deighton ein Exempel statuieren. Doch schnell stellt er fest, dass der Eisenfürst kein gewöhnlicher Pirat ist. Und er ist nicht der Einzige, der Jagd auf ihn macht. Aus dem Verborgenen operiert eine Macht, die Deighton und den Eisenfürsten längst ins Visier ihrer finsteren Pläne genommen hat. Die politische Ordnung der Milchstraße steht auf dem Spiel.

Das war’s dann

Die ANDROMEDA NACHRICHTEN 274 sind fertig. Die Druckdaten wurden soeben auf meinen Server hochgeladen, wo die Druckerei sie sich holen kann. Die offizielle Fertigstellungsverlautbarung ist erfolgt: hier; weitere Informationen dieser Art werde ich diesmal nicht mehr verbreiten, im Zweifelsfall hat das in der Vergangenheit sowieso niemanden interessiert. Auch die Downloadversion steht zur Verfügung: hier. Die Liste mit den Belegexemplarempfängern ist auch verschickt. Das war’s.

Vielleicht werde ich noch einzelne Rubriken auskoppeln und dem zuständigen Redakteur zuschicken. Mal sehen. Und vielleicht werde ich mich auch noch endgültig von meinen Redakteuren verabschieden: Auch: mal sehen. Im Augenblick, hier, jetzt und heute habe ich dazu keine Lust mehr.

Das war’s. Meine Zeit als Chefredakteur und Herausgeber der ANDROMEDA NACHRICHTEN (wie im Übrigen zuletzt auch des ANDROMEDA SF MAGAZINs) ist vorbei. Ein seltsames Gefühl. Ich überlege, ob ich das schade finden soll, aber im Grunde bin ich erleichtert. Ich werde jetzt gleich nach diesem Post mit meinen Hundemädchen an die frische Luft gehen, in den Wald, eine Runde drehen, und wenn ich zurückgekehrt bin, werde ich mich um ein Printbuch aus meinem Verlag kümmern, dazu um zwei E-Books, die zu erstellen sind, und dann werde ich E-Mails beantworten, die beim gestrigen E-Mail-Tag übriggeblieben sind. Routine.

Vorletzte Runde

Das Layout ist auf Seite 165 vollständig. Es fehlt noch Thomas Harbachs »Nostalgia«, die Infos zum diesjährigen Kurd-Laßwitz-Preis und die Story »Hotel« von Peter Kiefer. Dann sind die ANDROMEDA NACHRICHTEN 274 komplett, fertig, vollendet. Naja, ein bisschen Kleinkram folgt noch. Inhaltsverzeichnis. Die Vierfarbdaten für den späteren Download. Die Schwarz-Weiß-Version für die Druckerei. Und zwei, drei Rubriken als Einzel-PDF. Morgen ist E-Mail-Tag, am Sonntag bekommt meine letzte ANDROMEDA NACHRICHTEN-Ausgabe den Rest. Und das war’s dann.

Am Dienstag gibt es vielleicht ein Skypofonat. Nachdem ich den Termin bestätigte, gab es keine Reaktion mehr. Es ist ziemlich eindeutig erkennbar, dass die SFCD-Verantwortlichen nicht mehr mit mir reden wollen. Oder so wenig wie möglich. Zugegeben, bei mindestens einem dieser Verantwortlichen kann ich diesem das auch nur raten …

Glasgow 2024: Ein WorldCon für Europa

Eine Bewerbung um die Ausrichtung des 82. Worldcon in Glasgow, 8. bis 12. August 2024

Glasgow ist eine pulsierende Stadt voller Science-Fiction, Fantasy und Erfindungsreichtum, und unser Team hat sich zum Ziel gesetzt, die Liebe zu diesen Themen in unsere Bewerbung um die Ausrichtung des 82. Worldcon einzubringen. Glasgow hat bereits zwei Worldcons ausgerichtet:
Intersection im Jahr 1995 und Interaction im Jahr 2005. Wir freuen uns, den SEC-Campus wieder besuchen zu können, der in den letzten Jahren ein beträchtliches Wachstum erlebt hat, einschließlich neuer Hotels und Restaurants vor Ort und der Entwicklung innerhalb des Kongresszentrums selbst, das ein fantastischer Mittelpunkt für einen Worldcon sein wird.

Unser Team ist eine engagierte Gruppe von Fans, sowohl lokal als auch international, erfahren und neu, alt und jung. Unterstützt werden wir unter anderem von ehemaligen Worldcon-Vorsitzenden (Chairs) und Bewerbungsvorsitzenden (Bid Chairs), die sich ehrenamtlich neben Neulingen engagieren, um den Worldcon zurück nach Schottland zu bringen.
Wir schöpfen unsere Erfahrungen aus den vielen Veranstaltungen, die in ganz Großbritannien, Irland und darüber hinaus stattfinden. Nach den Erfolgen des Loncon 3 (2014) und der anhaltenden Leidenschaft für Dublin 2019 – An Irish Worldcon (2019), ist der Enthusiasmus groß, wieder einen Worldcon auszurichten. Unser Bid Chair ist Esther MacCallum-Stewart.
Außer dem Know-how zur Bewerbung bringen wir auch viel Spaß mit. Wir haben einige aufregende Events veranstaltet, darunter Autoreninterviews und die Vorstellung von Original-Bid-Kunst von unseren fantastischen Bid-Künstlern Sara Felix und Iain Clark. All das könnt Ihr auf unserem YouTube-Kanal mitverfolgen. Sucht einfach nach »Glasgow In 2024«.
Wir haben nicht nur über die Hugo-Finalisten, sondern auch über einen Glasgower Vampir und vieles mehr gebloggt: glasgow2024.org/blog.
Wir haben auch einige tolle Wettbewerbe veranstaltet, darunter Malwettbewerbe für die Kleinen, einen Bid-Garn-Namenswettbewerb für die Großen und einen ABC-Gürteltier-Kreativ-Wettbewerb: glasgow2024.org/fun-stuff.

Kommt und habt Anteil an der Begeisterung für Glasgow 2024 und helft uns, einen Worldcon für unsere Zukunft zu schaffen: glasgow2024.org.
Bleibt auf dem Laufenden über uns auf Facebook, Twitter und Instagram, indem Ihr @Glasgowin2024 oder den Hashtags #Glasgowin2024 und #GIn2024 folgt.

Aus dem Englischen von Dirk M. Weger

Unwiderruflich

Gestern habe ich mit den Arbeiten an meiner unwiderruflich letzten – und gleichzeitig meiner hundertsten – Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD, des »Science Fiction Club Deutschland« e.V. begonnen. Es ist nicht anzunehmen, dass der Verein bereit ist, mich für meine Dienstleistung zu bezahlen, sodass es keine Ausgabe 275 aus Winnert geben wird. Die 274, die wohl Anfang August an die Vereinsmitglieder verschickt wird, wird meine letzte Ausgabe gewesen sein.
Die Arbeiten beginnen mit Standardaufgaben. Texte sichten, zusammenstellen, einzelne Dateien (eine pro Themensparte) bauen, Korrekturlesungen, ein wenig Lektorat geht auch immer – und vor allem wird entgendert, denn einiges Material – allem voran: Pressetexte – ist heutzutage schlicht und ergreifend nicht mehr lesbar, sofern man einem Text nicht hilft, zur offiziellen deutschen Rechtschreibung zurückzukehren.

Gekommen bin ich gestern bis zum »Reissswolf«, Michael Baumgartners Rezensionssparte. Bei den Texten war auch eine Asimov-Kellerbar-Story von Klaus Marion, ein allerliebster Text, mit dem er sich bei Ralf Boldt und mir für unsere Dienste im SFCD bedankt.
Heute folgt noch die »Schlachtplatte« mit den Rezensionen, die nicht über Michael Baumgartners Tisch gelaufen sind, sowie die »Story:Files«, die in dieser Ausgabe sehr umfang- und zahlreich ausfallen werden.

Erste Amtshandlung

Die erste Amtshandlung des neuen Webmasters des SFCD-Internetauftritts unter sfcd.eu ist die typische eines jeden Aggressors nach der Eroberung fremden Terrains: Zerstörung. Auch der Daesh – Sympathisanten bekannt als der »Islamische Staat« – hat das getan; Stichwort Palmyra. So funktionieren jedenfalls all die Links auf die Titelbilder bisheriger ANDROMEDA NACHRICHTEN- und ANDROMEDA SF MAGAZIN-Ausgaben nicht mehr – die Titelbilder werden nicht mehr angezeigt –, und selbst die sfcd.eu-internen Links zum Beispiel auf den Mitgliedsantrag wurden geopfert. Aber – ganz wichtig! – die fett-bratzige Werbung für die »Aktion Bücherrettung«, die ist natürlich vorhanden – wie auf allen Websites, die der neue Webmaster zu verantworten hat. Nun gut, solche Sachen können passieren – wenn man nicht nachdenkt, und Nachdenken ist halt schwierig, wenn man die ganze Zeit irgendetwas in die Welt brüllt.

Mit der Übernahme der sfcd.eu-Website hat der Verein einen Teil seiner Vergangenheit verloren. Aber auch diese Form von Geschichtsklitterung war schon immer Werkzeug von Eroberern.