Das war’s dann fast

Meine 99. Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN
und voraussichtlich meine vorletzte Ausgabe:

ANDROMEDA NACHRICHTEN 273
SFCD e.V., Winnert, April 2021, 144 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt ist der übliche. Das Titelbild stammt von Lothar Bauer. Ob diese Ausgabe jemals zum Download angeboten wird, entzieht sich meinem Einfluss und meiner Kenntnis.

Der vorletzte Schritt

Nach der gestern getroffenen Entscheidung beginne ich heute nun endlich – mit wiederum einmonatiger Verspätung – mit den Arbeiten an den ANDROMEDA NACHRICHTEN 273, meiner vorletzten Ausgabe, die – sofern mich der SFCD für meine Arbeit ab der Ausgabe 275 nicht bezahlen möchte, wovon auszugehen ist – dann Anfang Mai erscheinen wird.

Piper im Herbst, Vorwarnung

Man kann sich fragen, was bei Piper los ist. Die Programmvorschauen, die ich noch im Jahre 2020 erhalten habe, sehen heute anders aus. Und es sind auch keine Vorschauen, sondern Vorvorschauen, enthalten »erste Informationen«, so als wäre ein Verlag neuerdings mit seinen Erscheinungsterminen so abhängig wie Filmstudios von der Öffnung (oder Schließung) von Kinos oder Musiker von den Absagen ihrer Konzerte.

Die Vorvorschauen sind optisch spartanisch aufgemacht. Es gibt keine echte Verlags-CI, keine Titelbilder zu den Büchern.

Aufgefallen ist mir (einmal mehr) jedoch etwas anderes: Von 16 vorangekündigten Titeln im Bereich Fantasy, SF und dem Programm »ivi« tragen 8 Titel – mithin 50 % – ganz oder teilweise englische Titel.

Ich möchte das unkommentiert lassen, nicht zuletzt, weil Ausreden zu einfach wären. So könnte man bei Astrid Scholtes »Into Dark Waters« argumentieren, dass die Autoren in Australien lebt und deshalb …

Blödsinn. Ganz klar. Und es ist die pure Verschwendung. »In dunkle Wasser« wäre ein lyrischerer, poetischerer Titel gewesen, der viel schöner über die Stimmbänder vibriert hätte als dieses englische Lallabralla.

Unendlich viel Zeit

… haben sich Michael Awe und Andreas Fieberg mit der sechzehnten Ausgabe von GEGEN UNENDLICH nicht gelassen, nein, nein – und auch mein fast unvermeidlicher Zeitaufschlag war letztlich überschaubar. Trotzdem hat es gedauert, da beißt die Maus keinen Faden ab. Aber es hat sich gelohnt. Die Storys stellen in ihrem Zusammenhang ein sehr homogenes Werk auf recht hohem Niveau dar. Die Storys, so unterschiedlich die Genres aus der Fantastik mitunter auch sein mögen, passen gut zusammen und bieten dem Fan der Reihe und der Genres durchgehend angenehmes Lesevergnügen.

Klar, meint ihr jetzt, muss er ja sagen, ist ja der Verleger.

Ja, bin ich. Aber heißt das, das ich keinen eigenen Geschmack habe, ihr Nasen? Mitnichten. Und ich beschäftige mich intensiv mit so einer Anthologie, intensiver als ihr, denn ich lese die Texte nicht nur einmal, sondern selbst bei einer schon von ihren Herausgebern vorbereiteten Sammlung mindestens zwei Mal, oft drei Mal. Ich behaupte also durchaus mit Recht, dass ich weiß, wovon ich schreibe.

Und jetzt ihr!

Unter der Haube gab’s auch eine Neuerung: Bis zur Ausgabe 15 wurde zuerst das E-Book veröffentlicht, erstellt von Andreas Fieberg und seinen Mannen (wer es genau war, weiß ich nicht, ist auch wurscht, denn:) Mit der Ausgabe 16 durfte erstmals ich das E-Book zeitgleich mit dem Printbuch machen, und das hatte – abgesehen von dem wegfallenden Druck des schon erschienenen E-Books und dem noch ausstehenden Druckwerk – auch den für mich charmanten Vorteil, dass die Texte nun in beiden Varianten wirklich identisch sind, während sie zuvor wegen der für die Printversion noch einmal erfolgenden Korrektur durchaus Abweichungen aufweisen konnten.

Eine weitere Neuerung wird es erst ab Ausgabe 17 geben, denn vorliegenden Informationen aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zufolge wird Andreas Fieberg die Reihe ab der Ausgabe 17 alleine fortführen. Aber er wird sie fortführen, hat er gesagt bzw. geschrieben, und das freut mich sehr. Aber bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit.

Awe, Michael J. & Fieberg, Andreas (Hrsg.), GEGEN UNENDLICH 16

Mit angemessener Verspätung

Diese Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN litt unter großer Verspätung; fast einen Monat später als regulär üblich erschien die Ausgabe 272 Ende Januar bzw. Anfang Februar, und es lag nicht an der Druckerei, sondern an mir und meinen zeitlichen Möglichkeiten. Und nun, einen weiteren Monat später, will ich auch hier verkünden, dass es die Ausgabe gibt:

ANDROMEDA NACHRICHTEN 272
SFCD e.V., Winnert, Januar 2021, 148 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
Impressum 3 * Notorische Verspätungen (Vorwort) 3 * Leserbriefe 3 * ESFS-Awards 2021 8 * Gewinnspiel AN 271 8 * Dieter Steinseifer – Nachrufe auf einen großen Menschen 8 * Conventions 12 * Curt-Siodmak-Preis 2021 14 * Fantasy 15 * Nostalgia 27 * Science Fiction 31 * Zwielicht 36 * Cinema 42 * Comix 51 * eGames 57 * Perry Rhodan 65 * Science 76 * FanzineKurier 90 * Reissswolf 99 * Schlachtplatte 110 * StoryFiles 142

Das Titelbild stammt von Lothar Bauer.

Tage des Wiederbelebens

Als in Deutschland die Märchensteuer von 19 auf 16 und von 7 auf 5 Prozent gesenkt wurde, erwies sich KDP als »kleines dämliches Pack«, denn aus reiner Faulheit gibt man dort Nettopreise ein und KDP rechnet die jeweilige Meerschweinchensteuer oben drauf. Problem: In Deutschland unterliegen Bücher einer Preisbindung, und so stand ich – wie viele andere KDP-Nutzer auch – vor dem Problem, die Nettopreise bei KDP entsprechend anzupassen, um am Ende den z. B. im VLB hinterlegten »offiziellen« Verkaufspreis auch in dem halben Jahr der Steuersenkung zu erhalten.

Das war mir zu doof. Das wären bei mir weit über 100 Titel gewesen, und KDP neigt zusätzlich noch dazu, bei jeder Gelegenheit mit irgendeinem Scheiß daherzukommen, warum ein Buch nicht (mehr) freigeschaltet werden könne. Ich habe mehr als einmal Schadenersatzforderungen angedroht, damit das aufhörte. Wie gesagt, das alles war mir zu doof.

Also habe ich alle Titel bei KDP deaktiviert – löschen kann man sie ja nicht –, wodurch sie aus dem Amazon-Shop verschwunden sind. Halt, nein, nicht verschwunden – sie waren (und sind) einfach nicht lieferbar.

Peu à peu belebe ich die Titel auf anderem Wege wieder. Mit meinem (neuen) Partner Bookwire kommen die Printtitel wieder auf den Markt. Das ist allerdings ein nicht zu unterschätzender Haufen Arbeit: geringfügige Anpassung des Buchblocks, Erstellung von drei verschiedenen Covervarianten (manchmal sind es auch nur zwei, bei Hardcovern auch nur eines, weil nur ein Bookwire-PoD-Partner Hardcover kann … immerhin …), Dateneingaben, Uploads und so weiter und so fort. Pro Titel kann man von bis zu 60 Minuten Zeitaufwand ausgehen.

Heute gab es drei Autoren, die von einem ganzen Tag Arbeit profitieren durften:

  • Julia Beylouny mit ihren drei »Durch die Flut«-Titeln »Weltenreise« (Fantasy 8), »Das Flüstern der See« (Fantasy 11) und »Tiefe Wasser« (Fantasy 14), sowie »Lisanne« (Fantasy 19) und das Bändchen »Menschliche Augenblicke« (Außer der Reihe 23);
  • Kai Beisswenger mit seinen Titeln »Der verlorene Bruder« (Action, Thriller, Mystery 5), »Schräge Helden« (Außer der Reihe 19) und »Finger im Spiel« (Action, Thriller, Mystery 12); sowie
  • Dirk C. Fleck mit »GO! – Die Ökodiktatur« (AndroSF 38), »Feuer am Fuß« (Band 3 der Maeva-Trilogie, AndroSF 49), »Palmers Krieg« (Action, Thriller, Mystery 9), »99NOTES« (Außer der Reihe 24) und »La Triviata« (Außer der Reihe 31), wobei es drei der Titel sowohl als Paperback als auch als Hardcover gibt.

In einigen Tagen sind die Bücher über die üblichen Internetbuchportale verfügbar – und durch Bookwire erstmals auch im Barsortiment, dem Buchgroßhandel (Libri ausgenommen; die haben ja keine Lust mehr auf Kleinverlage).

Freilassen!

Die Fotos von Sebastian Schwarz sind mir nun schon mehr als einmal unter die Augen gekommen, nicht nur im Vorgängerband des aktuellen Buches, »DIE ZUKUNFT und andere verlassene Orte«. Der zweite Band dieser kleinen Quasireihe präsentiert achtzehn weitere seiner fantastischen Fotos, im Zusammenspiel mit einem ordentlichen Packen Storys, die zwar nicht konkret von seinen Fotos inspiriert wurden, aber die Stimmungen einfangen, die seine Bilder auch in sich tragen.

Wenn ich die Fotos betrachte, werde ich neidisch. Nicht nur, dass ich ihm am liebsten nacheifern würde, solche Orte zu fotografieren. Ich fotografiere auch leidenschaftlich gern, wenn sich die Gelegenheit bietet, und mein »Spezialgebiet« sind Kirchen. Aber ich habe nicht Sebastians Auge, nicht sein Talent.

Und wenn ich die Geschichten lese, geht es mir bei manchen davon nicht anders. Ich würde auch gerne schreiben können. An Ideen mangelt es nicht, eher an der Zeit. Und daran, dass ich nicht wirklich gut darin bin, »runde« Geschichten zu erfinden. Irgendwo hakt es immer.

Immerhin bleibt mir der Job als Verleger. So komme ich in den Genuss solcher Fotos, obwohl ich sie selbst nicht schaffen kann; und in den Genuss solcher Geschichten, obwohl mir das eigene Schreiben wohl dauerhaft verwehrt bleiben wird.

Griesbach, Corinna (Hrsg.), KINDERGEFÄNGNIS und andere verlassene Orte

Tagwerk 3/11

Seltsam. Manche Dinge sind seltsam.

Da habe ich mich heute mit alten Kamellen beschäftigt. Vormittags. Siehe den vorherigen Beitrag. Nachmittags habe ich dann das E-Book, die Auftragsarbeit, repariert. Eines der enthaltenen Bilder entpuppte sich als richtig miese Zicke, ein Miststück sondergleichen. Mehrere Versuche, das mit einfachen Mitteln zu beheben, schlugen fehl. Am Ende habe ich es neu abgespeichert, erst JPG >> TIF, dann TIF >> PNG und dann wieder PNG >> JPG – und auf einmal klappte es. Rotzding, rotziges!

Und danach flutschte es in Sachen Band 2 der »Welten der SF«, die Jörg Weigand gewidmet sind. Die Storyauswahl oblag Frank Gerigk, der als Herausgeber der Reihe firmiert, und dass es diesmal eine Auswahl ist – und nicht wie bei Rainer Erler das gesamte Schaffenswerk –, liegt vor allem an Jörg Weigands immensem Schreibausstoß im Laufe der Zeit. Aber gut – auch eine Auswahl hat etwas für sich, und Franks Geschmack hat hier Gutes zusammengestellt. Die Texte sind jetzt jedenfalls bereit fürs Layout.

Und den Abschluss bildete der Beginn der Arbeiten an einem besonderen Buch, zu dem ich hier noch nichts verraten darf. Geheimsache.

Was ich heute eigentlich machen wollte, habe ich wieder nicht geschafft. Aber so ist das Leben. So ist mein Leben. Seltsam. Manchmal.

Vormittagsprogramm

Was man so an einem Vormittag macht, wenn der Terminkalender voll ist. Natürlich voll mit ganz anderen Dingen.

Nach der Trennung von KDP – eine lange Story, die ich in einem anderen Post erzählen werde – sind eine ganze Reihe – mehr als 120 – Titel meines Programms bei Amazon praktisch rausgefallen. Es war klar, dass ich sie über meinen neuen Partner Bookwire als Printwerk wieder einstellen und damit über Amazon wieder verfügbar machen wollte und will – aber das kostet Zeit. Heute Morgen ist es mir gelungen, immerhin fünf Bände der Reihe »GEGEN UNENDLICH« wieder einzustellen. Die Arbeit eines Vormittags. Nicht nur, aber auch, weil ich Instagram und pinterest gleich mit »erschlagen« habe.

Schweinehund

Da dräut am Horizont ein Lektorat, das ich aber vermutlich nicht bekommen werde. Heute sollte der Auftrag vergeben werden, aber bislang ist noch nichts gekommen. Es ist 19.22 Uhr.

Eine Anfrage für ein Korrektorat habe ich positiv beantwortet. Eine Woche Zeit für die Arbeit. Mit links. Der Text ist noch nicht da. Kommt vermutlich morgen früh.

Derweil habe ich meinen inneren Schweinehund überwunden und meinen Rekord nicht noch weiter ausgedehnt: Der Redaktionsschluss für die ANDROMEDA NACHRICHTEN 271 ist morgen drei Wochen her – und ich habe heute endlich mit den Textvorbereitungsarbeiten begonnen. Es könnte diesmal eine dünnere Nummer werden, jedenfalls sieht es ein wenig danach aus. Aber das hat mich auch früher schon das eine oder andere Mal getäuscht. Immerhin zeige ich hier erstmalig das Titelbild – von Lothar Bauer, der nicht nur genial, sondern immer hilfsbereit ist, wenn man nach einem Titelbildmotiv sucht.