Cornelia Schneider hat die Ehre, lesen zu dürfen

Cornelia Schneider ist eine nicht unbekannte, in meinem Verlag aber leider wenig gelesene Autorin. Ihre beiden Bücher – »Von Perlen und Hunden« und »Über dem Abgrund der Himmel«; letztgenanntes Buch erschien vor nicht allzu langer Zeit im Juli 2019 – gehören nicht zu meinen Verkaufsschlagern. Nichtsdestoweniger wird Cornelia als Autorin durchaus wahrgenommen, und so wird sie Gelegenheit erhalten, bei der Vorstellung der Neuerscheinungen von VS-Mitgliedern am 23.10.2019 ab 20 Uhr aus ihrem Buch »Über dem Abgrund der Himmel« zu lesen. Die Lesung findet im Literaturhaus Berlin statt.

P.S.: Mit »VS« ist der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in der ver.di gemeint, hier der Landesverband Berlin.

Wer sich noch nicht entschieden hat …

… kann dies noch ändern: Auf dem BuchmesseCon 2019 wird am 19.10.2019 ab 18 Uhr im »Holodeck« aus der Anthologie »Sternentod« gelesen. Geladen zur Präsentation hat Herausgeber Frederic Brake die Autoren Nele Sickel, Gabriele Behrend, André Geist und Felix Woitkowski.

Das Buch wird auch käuflich zu erwerben sein. Der Acabus-Verlag – mein allergrößter Dank an Björn Bedey und seine Mannschaft (allen voran Laura K.) – hat dem »Sternentod« für die Veranstaltung des BuCon 2019 eine Heimat gegeben, nachdem ich selbst einmal mehr nicht anwesend sein kann (und inzwischen gibt es dafür nicht nur organisatorische, sondern auch – wenn auch nicht sehr schlimme – gesundheitliche Gründe).

Aus der Haut …

… könnte man fahren, aber das hilft auch nicht. Für all die Dinge, die man tagtäglich zu tun hat – die man tun möchte (mit der Betonung auf »möchte«) –, ist einfach nicht genug Zeit. Es ist ja nicht nur der Beruf: Ich bin derzeit auf der Suche nach einer neuen, nach einer freiberuflichen Herausforderung (mit im Augenblick eher traurigen Ergebnissen); meine Frau hat einen Arbeitsweg von einer Stunde einfach, arbeitet 3 ½ Tage die Woche, manchmal 5, 6 Tage am Stück, und leidet unter einer absolut indiskutablen Organisation der Arbeitstermine (was sich wiederum auf mich und meine Verlagsarbeit, die da ja auch noch ihr Recht fordert, auswirkt). Das Haus, die Autos – und vor allem die Hunde, die ganz sicher als Letzte darunter leiden sollten, dass für nichts wirklich Zeit da ist.

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Wie man’s macht …

… ist es meistens falsch. So scheint es. Bei der Veröffentlichung von »DAEDALOS 1994–2002« (Details zum Buch siehe: hier) war klar, dass es nicht nur ein Paperback, sondern auch ein Hardcover in limitierter Auflage geben würde. 22 Exemplare, mehr nicht. Abgesehen von Beleg- und Pflichtstücken ist die Verkaufsauflage dieser Version regelrecht verdampft. Und da denkt man sich schon mal, dass man mit einer höheren Auflage vielleicht schöne Umsätze hätte machen können – oder auch nicht, denn bei dieser Frage bin ich durchaus ein nicht ganz ungebranntes Kind. Da gibt es ein Buch, von dem die attraktiven und wirklich schönen Hardcover wie Blei im Regal liegen.

Aber gut. Das Hardcover ist weg, das Paperback problemlos lieferbar – und nun gibt es auch ein E-Book. Man kann es auf so ziemlich jedem deutschsprachigen E-Book-Portal beziehen, vorrangig natürlich bei den bekanntesten Anbietern wie Thalia, Hugendubel und natürlich auch Amazon (Link hierzu auf der Buchseite).

Legendenbildung

Legenden bilden sich nicht von allein. Da hilft immer jemand mit. im Falle der zwischen 1994 und 2002 erschienenen Magazinreihe »Daedalos« waren das zum einen Hubert Katzmarz († 2003) und Michael Siefener, das waren zum anderen die zahlreichen Autoren – und nicht zuletzt die Leser der Magazine.

Ellen Norten ist inzwischen in der deutschen SF-Szene bestens bekannt. Sie schreibt selbst, sie gibt heraus. Und sie verwaltet das literarische und publizistische Erbe des Hubert Katzmarz. Neben den längst nicht mehr lieferbaren Storysammlungen »Schattenspiel« (AndroSF 23) und »Alptraumhaft« (AndroSF 24) war es wohl irgendwann naheliegend, aus den alten »Daedalos«-Materialien etwas Neues zu stricken.
Und so kam der Band »DAEDALOS 1994–2002« zustande, der wiederum mit Unterstützung – vulgo: Erlaubnis – zahlreicher Autoren zustande kam und eine erkleckliche Anzahl seinerzeit erstmals und nun wiederholt publizierter Geschichten präsentiert.

»DAEDALOS 1994–2002« präsentiert sich in ausgefallenem Format, größer als die normalen Paperbacks meines Verlages, aber hoffentlich immer noch handlich und handhabbar. Das Layout sollte dem Original nachempfunden sein. Die Bildauswahl ebenso – und in der steckte noch ein wenig Arbeit, weil es galt, zu den Abbildungen auch die Quellen ordentlich zu recherchieren, was im Vorfeld nicht in allen Fällen gelungen war.

Am Ende hatte ich Druckdaten für ein durchaus opulentes Buch auf der Festplatte, das es als Paperback gibt – und als Hardcover gab, sieht man davon ab, dass noch genau ein (1!) Exemplar als Hardcover verfügbar ist – und das mich – durchaus gemeinsam mit Ellen Norten und mit bereits vorliegender Zustimmung einiger seinerzeit beteiligter Autoren – auf einige lustige Ideen brachte. Aber das ist Thema für einen weiteren Beitrag.

Weitere Informationen zum Buch finden sich hier und hier.

Da ist wohl der Wurm drin

Gestern, am 25.01.2018, ist der QUARBER MERKUR 119 in der Druckerei zu Berlin fertiggestellt worden. Das zeigt: In den letzten Jahren steckte in der Produktion des QUARBER MERKUR wohl der Wurm.

Ich mache den QUARBER MERKUR nun auch schon wieder ein paar Jahre. Meine erste Ausgabe war die 114, die 2013 erschien. Und in all den Jahren war es immer das Gleiche.
Franz Rottensteiner sammelte das Material. Autoren kamen mit ihren Texten später als erwartet und erwünscht. Ich erhielt die Materialien mit Verzögerung, und es gab immer irgendeinen Grund, den Beginn der eigentlichen Layoutarbeiten zu verzögern. Kleinigkeiten meist, Ärgerliches im Grunde, keine wirklichen Katastrophen.
Im Falle der Ausgabe 119 könnte ich meinen Umzug im Dezember 2018 als solche Katastrophe anführen, aber korrekt wäre das nicht. Ein solcher Umzug kostet halt Zeit – nicht nur während des Umzugs, sondern auch vorher – also zu einer Zeit, zu der ich mit dem QUARBER MERKUR 119 schon begonnen hatte – und vor allem nachher – zu einer Zeit, da der QUARBER MERKUR 119 eigentlich schon fast fertig war.

Am Ende wurde er erst im Januar 2019 fertiggestellt und ist nun auf dem Weg nach Gießen zu Gerhard Lindenstruth, der als Verleger zeichnet. Man kann den QUARBER MERKUR 119 zum Preis von EUR 16,00 (in Deutschland; für den Versand ins Ausland fallen EUR 19,00 an) erstehen; unter https://verlag-lindenstruth.de/Impressum_-_AGB/impressum_-_agb.html findet sich ein Bestellformular.
Der Inhalt kann sich wie immer sehen lassen:

  • Franz Rottensteiner: Einleitung
  • Erik Simon: Verlage und Publikationsformen der DDR-SF
  • Franz York Haarmann: Star Wars – Machtfantasie einer Fantasymacht
  • Agnieszka Gajewska: Aufspaltung (Teil 2)
  • Martin Alexander Sieber: Thomas Glavinic’ Die Arbeit der Nacht
  • Christian Schobeß: Willkommen im Überwachungsstaat! Torkelnde Kinder in Joachim Zelters Roman Schule der Arbeitslosen
  • Wolfgang Both: Utopie, Theorie, Realisierung. Die Popularisierung der Weltraumfahrt durch die deutschen Raketenpioniere
  • Wladimir Borissow: Den Schritt der Denkmäler hören
  • Dennis Mombauer: Genre-Experimente: Cordwainer Smith
  • Kurt J. Fickert: Kafkas »Gehilfen« aus dem Schloß
  • Sophie Holzberger: Das politische Unbewusste in Simulacron-3 und den Filmen Welt am Draht und The Matrix
  • Michael K. Iwoleit: Determiniertheit und Ekstase. Verborgene Motive in den Kurzgeschichten von James Tiptree, jr.
  • Rainer Eisfeld, Christian Hoffmann, Almut Oetjen, Franz Rottensteiner, Matthias Schmid, Erik Simon, Holger Wacker: Der Seziertisch

Schwere Geburt

Die allererste Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD war die 101, die ich im März 1986 ans Licht der Welt bringen durfte; ich hielt bis zur Ausgabe 138 im Jahr 1992 durch, bevor mich private Gründe – es war wohl das Scheitern meiner zweiten Ehe, die aus heutiger Sicht von vornherein überflüssig war – veranlassten, Entscheidungen zu treffen.
Im Dezember 2006 kehrte ich mit der Ausgabe 213 an den Redaktionstisch der ANDROMEDA NACHRICHTEN zurück – und in diesem Januar 2019 habe ich die Ausgabe 264 fertiggestellt und zum Druck gegeben.

In all den Jahren, in denen ich die ANDROMEDA NACHRICHTEN gemacht habe und mache, hat mir keine Ausgabe so viel Schwierigkeiten gemacht und – wenn man es genau nimmt – so wenig Spaß gemacht, wie die Nummer 264. Dabei kann diese Ausgabe – die nebenbei bemerkt von interessanten Materialien nur so strotzt – selbst gar nichts dafür. Die Redakteure haben wie immer geliefert, es gab sogar – wie erwähnt – besondere Texte, die quasi »aus dem Rahmen fallen«. Aber irgendwie war der Wurm drin.
Sicherlich spielte mein Umzug im Dezember 2018 eine Rolle. Umgeben von nachklingendem Umzugschaos arbeitet es sich nicht so entspannt wie in einer Umgebung, in der man weiß, wo alles steht, in der alles reibungslos funktioniert, in dem aufgeräumt ist.
Durch den Umzug war eine Verspätung programmiert – und Verspätungen, wie es sie 2018 bei allen ANDROMEDA NACHRICHTEN-Ausgaben gegeben hat – ärgern mich, weil ich ein Präzisionsscheißer mit leichtem Hang zum Ameisenficken bin. Und nachdem ich mich endlich aufgerafft hatte, mit den Arbeiten am Layout der ANDROMEDA NACHRICHTEN 264 zu beginnen, erfreute mich einer der Beiträger mit einer Datei, die mir dank über 160 sinnloser Formatvorlagen, die ins Layoutprogramm mitimportiert wurden, ein bereits fertiges, 55seitiges Layout zerschoss. Zwei Tage Arbeit über den Jordan gehen zu sehen, weil ein formatierungswütiger Mensch nicht in der Lage ist, STRG+a zu bedienen und »Standard« als Formatvorlage einzustellen, das macht keinen Spaß.
Am Ende war die Ausgabe fertig, die Druckdaten waren hochgeladen, die Downloadversion war hochgeladen, das Cover war für die Abbildungen im Internet fertig, da stellte ich fest: Das Inhaltsverzeichnis fehlt.

Dieser Tage ist die Ausgabe 264 fertig geworden, die Druckerei wartete noch auf die Versandetiketten und machte Vorschläge zur Abwicklung der Auslandssendungen, die dank der Post nicht mehr einfach als Büchersendungen (vorher: »Imprimé à taxe reduite«) verschickt werden können. Ich habe die eigentliche Enttäuschung der Produktion dieser Ausgabe überwunden, und ja – ich freue mich auf die Nummer 265, die im März 2019 fällig sein wird. So wie ich mich auf alle ANDROMEDA NACHRICHTEN-Ausgaben freue, die ich noch produzieren dürfen werde.

P.S.: Die aktuelle Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN, die 264, kann man über archiv@sfcd.eu zum Preis von EUR 8,00 incl. Versandkosten bestellen oder unter https://www.sfcd.eu/download/pubs/an201-300/an264open.zip herunterladen. Oder beides