Wie man’s macht …

… ist es meistens falsch. So scheint es. Bei der Veröffentlichung von »DAEDALOS 1994–2002« (Details zum Buch siehe: hier) war klar, dass es nicht nur ein Paperback, sondern auch ein Hardcover in limitierter Auflage geben würde. 22 Exemplare, mehr nicht. Abgesehen von Beleg- und Pflichtstücken ist die Verkaufsauflage dieser Version regelrecht verdampft. Und da denkt man sich schon mal, dass man mit einer höheren Auflage vielleicht schöne Umsätze hätte machen können – oder auch nicht, denn bei dieser Frage bin ich durchaus ein nicht ganz ungebranntes Kind. Da gibt es ein Buch, von dem die attraktiven und wirklich schönen Hardcover wie Blei im Regal liegen.

Aber gut. Das Hardcover ist weg, das Paperback problemlos lieferbar – und nun gibt es auch ein E-Book. Man kann es auf so ziemlich jedem deutschsprachigen E-Book-Portal beziehen, vorrangig natürlich bei den bekanntesten Anbietern wie Thalia, Hugendubel und natürlich auch Amazon (Link hierzu auf der Buchseite).

Legendenbildung

Legenden bilden sich nicht von allein. Da hilft immer jemand mit. im Falle der zwischen 1994 und 2002 erschienenen Magazinreihe »Daedalos« waren das zum einen Hubert Katzmarz († 2003) und Michael Siefener, das waren zum anderen die zahlreichen Autoren – und nicht zuletzt die Leser der Magazine.

Ellen Norten ist inzwischen in der deutschen SF-Szene bestens bekannt. Sie schreibt selbst, sie gibt heraus. Und sie verwaltet das literarische und publizistische Erbe des Hubert Katzmarz. Neben den längst nicht mehr lieferbaren Storysammlungen »Schattenspiel« (AndroSF 23) und »Alptraumhaft« (AndroSF 24) war es wohl irgendwann naheliegend, aus den alten »Daedalos«-Materialien etwas Neues zu stricken.
Und so kam der Band »DAEDALOS 1994–2002« zustande, der wiederum mit Unterstützung – vulgo: Erlaubnis – zahlreicher Autoren zustande kam und eine erkleckliche Anzahl seinerzeit erstmals und nun wiederholt publizierter Geschichten präsentiert.

»DAEDALOS 1994–2002« präsentiert sich in ausgefallenem Format, größer als die normalen Paperbacks meines Verlages, aber hoffentlich immer noch handlich und handhabbar. Das Layout sollte dem Original nachempfunden sein. Die Bildauswahl ebenso – und in der steckte noch ein wenig Arbeit, weil es galt, zu den Abbildungen auch die Quellen ordentlich zu recherchieren, was im Vorfeld nicht in allen Fällen gelungen war.

Am Ende hatte ich Druckdaten für ein durchaus opulentes Buch auf der Festplatte, das es als Paperback gibt – und als Hardcover gab, sieht man davon ab, dass noch genau ein (1!) Exemplar als Hardcover verfügbar ist – und das mich – durchaus gemeinsam mit Ellen Norten und mit bereits vorliegender Zustimmung einiger seinerzeit beteiligter Autoren – auf einige lustige Ideen brachte. Aber das ist Thema für einen weiteren Beitrag.

Weitere Informationen zum Buch finden sich hier und hier.

Schwere Geburt

Die allererste Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD war die 101, die ich im März 1986 ans Licht der Welt bringen durfte; ich hielt bis zur Ausgabe 138 im Jahr 1992 durch, bevor mich private Gründe – es war wohl das Scheitern meiner zweiten Ehe, die aus heutiger Sicht von vornherein überflüssig war – veranlassten, Entscheidungen zu treffen.
Im Dezember 2006 kehrte ich mit der Ausgabe 213 an den Redaktionstisch der ANDROMEDA NACHRICHTEN zurück – und in diesem Januar 2019 habe ich die Ausgabe 264 fertiggestellt und zum Druck gegeben.

In all den Jahren, in denen ich die ANDROMEDA NACHRICHTEN gemacht habe und mache, hat mir keine Ausgabe so viel Schwierigkeiten gemacht und – wenn man es genau nimmt – so wenig Spaß gemacht, wie die Nummer 264. Dabei kann diese Ausgabe – die nebenbei bemerkt von interessanten Materialien nur so strotzt – selbst gar nichts dafür. Die Redakteure haben wie immer geliefert, es gab sogar – wie erwähnt – besondere Texte, die quasi »aus dem Rahmen fallen«. Aber irgendwie war der Wurm drin.
Sicherlich spielte mein Umzug im Dezember 2018 eine Rolle. Umgeben von nachklingendem Umzugschaos arbeitet es sich nicht so entspannt wie in einer Umgebung, in der man weiß, wo alles steht, in der alles reibungslos funktioniert, in dem aufgeräumt ist.
Durch den Umzug war eine Verspätung programmiert – und Verspätungen, wie es sie 2018 bei allen ANDROMEDA NACHRICHTEN-Ausgaben gegeben hat – ärgern mich, weil ich ein Präzisionsscheißer mit leichtem Hang zum Ameisenficken bin. Und nachdem ich mich endlich aufgerafft hatte, mit den Arbeiten am Layout der ANDROMEDA NACHRICHTEN 264 zu beginnen, erfreute mich einer der Beiträger mit einer Datei, die mir dank über 160 sinnloser Formatvorlagen, die ins Layoutprogramm mitimportiert wurden, ein bereits fertiges, 55seitiges Layout zerschoss. Zwei Tage Arbeit über den Jordan gehen zu sehen, weil ein formatierungswütiger Mensch nicht in der Lage ist, STRG+a zu bedienen und »Standard« als Formatvorlage einzustellen, das macht keinen Spaß.
Am Ende war die Ausgabe fertig, die Druckdaten waren hochgeladen, die Downloadversion war hochgeladen, das Cover war für die Abbildungen im Internet fertig, da stellte ich fest: Das Inhaltsverzeichnis fehlt.

Dieser Tage ist die Ausgabe 264 fertig geworden, die Druckerei wartete noch auf die Versandetiketten und machte Vorschläge zur Abwicklung der Auslandssendungen, die dank der Post nicht mehr einfach als Büchersendungen (vorher: »Imprimé à taxe reduite«) verschickt werden können. Ich habe die eigentliche Enttäuschung der Produktion dieser Ausgabe überwunden, und ja – ich freue mich auf die Nummer 265, die im März 2019 fällig sein wird. So wie ich mich auf alle ANDROMEDA NACHRICHTEN-Ausgaben freue, die ich noch produzieren dürfen werde.

P.S.: Die aktuelle Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN, die 264, kann man über archiv@sfcd.eu zum Preis von EUR 8,00 incl. Versandkosten bestellen oder unter https://www.sfcd.eu/download/pubs/an201-300/an264open.zip herunterladen. Oder beides

Fleißarbeit, die 263ste

Nun, eigentlich sind die ANDROMEDA NACHRICHTEN keine Fleißarbeit. Jede Ausgabe zwingt mich, aus meinem eigenen Verlagsgeschäft aufzublicken. Der Anfang ist immer schwierig, aber wenn die Arbeiten einmal angelaufen sind, flutscht es regelrecht. Und es macht dann doch immer wieder Spaß. Das Layout ändert sich immer ein wenig, ich probiere eigentlich mit jeder Ausgabe irgendetwas Neues, Anderes. Kleinigkeiten nur. Aber Manches bleibt dann auch mal. Nicht immer.

Wenn ich mich recht entsinne, war meine erste Zeit als ANDROMEDA-NACHRICHTEN-Chefredakteur nicht so lang wie die aktuelle. Inzwischen mache ich die ANDROMEDA NACHRICHTEN seit 2006, also seit 12 Jahren. Angefangen habe ich 2006 mit der Nummer 216 (oder 217? — … die 216 findet sich seltsamerweise nicht in meinem Stapel …). Woraus folgt, dass ich Mitte 2019 in meiner aktuellen Redakteurskarriere die fünfzigste Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN machen werde.

Im Augenblick ist die Ausgabe 263 beim Drucker. Und bei der Ausgabe 264 sehen wir dann weiter.

ANDROMEDA NACHRICHTEN 263
SFCD e.V., Murnau, Oktober 2018, 108 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:

Thomas Dreger: Princes of the Universe
Conventions (mit Martin Stricker, Jörg Ritter, Ralf Steinberg)
Fantasy
Science-Fiction
Zwielicht
Cinema
e:Games
Science
FanzineKurier
Reissswolf
Storyfiles: Uwe Lammers’ Das winzige Mysterium

Das Titelbild stammt von Lothar Bauer.

Diese Ausgabe gibt es auch zum Download: https://www.sfcd.eu/download/pubs/an201-300/an263open.zip

Geschichten weben ist nicht leicht

Für die Geschichtenweber ein Projekt zu realisieren, ist keine ganz einfache Geschichte. Man hat oft mehr als einen Ansprechpartner – in Falle des hier behandelten Buches gab es gleich drei Herausgeber –, die Kommunikationswege sind oft nicht einheitlich – da kommt normale E-Mail, Facebook Messenger und das Postfach des Geschichtenweber-Forums zusammen – und am Ende hat man es auch noch mit ungeduldigen Autoren oder simplen Klugscheißern zu tun.

Insofern verlief das Projekt »Bilder einer Ausstellung« fast schon harmonisch. Es gab viel Material, darunter zwangsläufig auch solches, das keine Chance hatte und zu verwerfen war. Es gab ab und zu ein Häkchen und Öschen in der Kommunikation zwischen Herausgebern und mir als Verleger. Aber im Großen und Ganzen ist das doch recht rund gelaufen. Keine besonderen Vorkommnisse. (Und selbst wenn: Ich erinnere mich nicht.)

Dank des Buches »Inspiration. Die digitalen Welten des Andreas Schwietzke«, das ich gemeinsam mit Andreas und der Herausgeberin Marianne Labisch machen durfte, ist mir dann auch eingefallen, wie ich die »Bilder einer Ausstellung« im Layout sehen wollte. Diesmal nicht ganz so experimentell – ich wollte eine weitere Flucht des Produktsionsleiters beim Schaltungsdienst Lange schon im Vorfeld verhindern –, eher fast schon bieder und bürgerlich, wenn man so davon sprechen darf. Die »Inspiration« hat die »Bilder« sprichwörtlich inspiriert, was Buchformat und Layout angeht. Und auch die Idee, auch von diesem Werk eine streng limitierte Hardcoverauflage (22 Exemplare) zu produzieren, war so eine »Inspiration«.

Die Geschichten in den »Bildern einer Ausstellung« haben viel mit Fantasy, durchaus auch mit Horror und eher wenig mit Science-Fiction zu tun (obwohl sich auch da Elemente finden). Gemeinsam mit den zahlreichen Illustrationen unterschiedlicher Grafikkünstler ist das Ganze einmal mehr ein schönes, rundes Buch geworden (das darüber hinaus noch von einem Folgeroman begleitet wird: »Gnomus oder Der König, der nicht lachte« von F. A. Peters, über den ich noch separat fabulieren werde).

Details und Daten zum Buch: hier.

Wer zum Albtraume neigt …

… sollte dieses Buch mit Vorsicht genießen. Okay, es ist kein Splatterhorrorschinken. Es geht nicht wirklich an die Nieren. Aber durchaus an die Synapsen. Und wer dazu neigt, von dem zu träumen, was er zuletzt las, der sollte sich einige dieser Geschichten nicht als Betthupferl gönnen. Da gibt es sinnvollere Literatur. Aber wer gut drauf ist, wer ein bisschen Horror, Mystik, Fantastik und auch Science-Fiction mag, ist hier bestens bedient.
Für das Buch haben sich mit Autor Sascha Sinse und Lektorin Marianne Labisch zwei gefunden, die bestens miteinander können. Was herausgekommen ist, hat sogar mich Massenleser (nicht nur DSFP-Titel, sondern eben auch Bücher für meinen Verlag – und das ständig) schwer beeindruckt. Auf dem SF-Sektor ist für den DSFP oder gar KLP vielleicht nichts drin mit diesem Werk; aber es würde mich wundern, wenn hier nicht wenigstens eine Nominierung für den Vincent-Preis drin wäre. Wir werden sehen …

Alle Details zum Buch: hier.

Das Leben ist kein Ponyhof

Binsenweisheit. Das ist vielleicht auch gut so. Ich habe durchaus ein Gefühl für Tiere, aber das beschränkt sich bislang ziemlich vollständig auf Hunde. Mit Ponys habe ich keine Erfahrungen. Und wäre mein Leben ein Ponyhof, könnte das übler enden, als das Leben so oder so enden wird.
Gelaber.
Zugegeben.

Mein Nicht-Ponyhof beschert mir seit geraumer Zeit Verspätungen bei der Produktion meines Lieblings-Pro-Bono-Magazins, den ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD e.V. Auch die Ausgabe 262, die in diesen Tagen an die Druckerei übermittelt wurden, ist davon nicht ausgenommen. Und das wird bei der 263 und 264 sehr wahrscheinlich nicht anders sein. Denn ich befinde mich in einer Umbruchsituation meines Lebens. Man könnte auch sagen, dass meine Ponys gerade gegen reinrassige Araber ausgetauscht werden. Obwohl mir Lipizzaner lieber wären.
Egal.
Gelaber.
Eben.

Die ANDROMEDA NACHRICHTEN 262 sind jedenfalls in der Druckerei, und wenn deren Urlaubszeit nicht zur völligen personellen Ausblutung führt, dann dürften die gedruckten Produkte Ende Juli oder Anfang August dann doch bei den Mitgliedern aufschlagen.

ANDROMEDA NACHRICHTEN 262
SFCD e.V., Murnau, Juli 2018, 100 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
Conventions
Clemens Nissen: Die Zukunft und wir
Jürgen Lautner: ConFetti
Jürgen Lautner: Von Hasen und Igeln (5. Aethercircus)
Jürgen Lautner: Once upon a Time in Dortmund
Ralf Boldt: Der Deutsche Science-Fiction-Preis 2018
Udo Klotz: Der Kurd-Laßwitz-Preis 2018
Karl E. Aulbach: Fantasy
Michael Haitel: Science-Fiction
Michael Schmidt: Zwielicht
Jörg Krömer: Cinema
Gerd Frey: eGames
Ralf Boldt & Robert Hector: Perry Rhodan
Robert Hector: Science
Armin Möhle: Fanzine Kurier
Michael Baumgartner: Reissswolf
Michael Haitel: Story:Files

Das Titelbild stammt von Andreas Schwietzke.

Diese Ausgabe gibt es auch zum Download:
https://www.sfcd.eu/download/pubs/an201-300/an262open.zip

P.S.: Und ich freue mich schon auf die Einlassung von Hermann R. aus H., dass die Einladung zur MV 2018 in sfcd:intern 39, das gleichzeitig mit den ANDROMEDA NACHRICHTEN 262 erscheinen und ausgeliefert werden wird, zu spät kommt. Das Spielchen hatten wir schon mal zu Zeiten, als Horst »Hope« Schwagenscheidt noch lebte, was weiland zu einer außerordentlichen MV in Offenbach am Main führte. Die wurde dann auch ordnungsgemäß in Anwesenheit des gesamten SFCD-Vorstandes plus einem Mitglied durchgeführt. Ich habe schon mit dem Wirt des Murnauer Griesbräu konferiert, und sehe kein Problem, die dann denkbare außerordentliche MV 2018 in Murnau am Staffelsee durchzuführen. Oder irgendwo in Norddeutschland, je nachdem, wie schnell meine Ponys ausgetauscht werden.

Nicht zu vergessen

ANDROMEDA NACHRICHTEN 261
SFCD e.V., Murnau, April 2018, 92 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
KLP 2018 Nominierungen
Michael Schmidt interviewt Michael Haitel
Conventions
Fantasy
Science Fiction
Zwielicht
Cinema
e:Games
Perry Rhodan
Science
Fanzine:Kurier
Reissswolf
Story:Files

Das Titelbild stammt von Lothar Bauer.

Diese Ausgabe gibt es auch zum Download: https://www.sfcd.eu/download/pubs/an201-300/an261open.zip