Jeden Tag ein Buch ist noch kein Tagebuch

Aber ich habe lange nicht zusammengefasst, worum es hier in Winnert gegangen ist, worum es geht. Während die Welt die Schotten dichtmacht – wenn man denen glaubt, deren Schotten im Kopf längst dicht sind –, spüre ich nach wie vor nichts von allem. Die Masken, gut. Aber an die gewöhnt man sich so schnell, trotz all der Unbilden: Brillennebel (auch so eine idiotische Wortneuschöpfung, immerhin eine deutsche), das Bartjucken, die Atemfeuchtigkeit zwischen den Barthaaren. Während also die Welt … scheiß drauf.

Was also war zuletzt?

  • »Kindergefängnis …« und »Himmel und Erde« sind durch. Norbert Stöbes »Kleiner Drache« im Grunde auch. Von »Kindergefängnis« und vom »Kleinen Drache« liegen hier die Andrucke zur Durchsicht und ggf. Freigabe. »Himmel und Erde« kommt wohl morgen.
  • Die letzten Tage war ich mit einem Auftrag beschäftigt. Eine Fantasygeschichte mit einem nicht zu übersehenden Bezug zur Realität: Es geht um Dämonen und Menschen, um Mutter Natur und Wälder, um Blaue Feuer, die die Wälder vernichten. Eine sehr schöne Geschichte, an deren Lektorat ich vielleicht noch ein wenig zu verbessern gewusst hätte. Eigentlich sollte ich nur das E-Book bauen, dann stellte sich aber heraus, dass das erste Korrektorat offensichtlich schiefgegangen ist. Jedenfalls durfte ich das dann auch noch machen. Dann das E-Book und die Eingabe der Korrekturen in die InDesign-Vorlage für die Druckversion. Meine erste Arbeit mit InDesign, das ich mir extra dafür angeschafft habe (Kosten: 20 Euro pro Monat, das wird sich schon irgendwie amortisieren; für den ersten Job auf jeden Fall). Der Autor erwies sich als ausgesprochen nett und nicht unglücklich über meine Arbeit. So kann das weitergehen.
  • Gestern Abend habe ich dann noch Ron Müllers »Das Theodizee-Problem« fertiggestellt: Druckdaten für den Schaltungsdienst incl. Druckauftrag, Daten für Bookwire, das E-Book, alles fertig. Jetzt warte ich auf den Andruck.
  • Heute war E-Mail-Tag, weil ich am Samstag keine Zeit dafür hatte. Und geschafft habe ich wieder nur einen Bruchteil. Nicht zuletzt diversen Telefonaten geschuldet. Nein, die sind nur dann Störungen, wenn ich nicht rangehe, obwohl ich nicht gerade mit den Hundemädels draußen bin.

Die Einkäufe am Morgen haben ordentlich Zeit gekostet, waren aber gut verlaufen. Keine Probleme. Oder doch: Man sieht mir nicht an, dass ich leichter geworden bin. Um 450 Euro. Davon 270 Euro alleine für frisches Insulin. Und meine Krankenversicherung habe ich gleich mit einem neuen »Leistungsauftrag« erfreut. Den letzten Leistungsauftrag habe ich von meiner Krankenkassenbeitragszahlung für November abgezogen. Ich hatte das angedroht, weil die mich vier, sechs, acht Wochen auf mein Geld warten lassen und dann immer die dämlichsten Ausreden haben. Mein Berater meinte, ich solle das nicht tun, das gäbe nur Ärger – aber auf genau den bin ich auch aus.

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