NOVA 30 + Tom Turtschi: Neuromarketing

Mazurenko, 05:23: »Du willst verhindern, dass morgen den Chinesen das System präsentiert wird. Die ganze Zeit suchst du nach einem Grund, um das Projekt zu canceln.«

Felix Schwarz, 05:24: »Wie kommst du auf diese Idee? Warum sollte ich unsere Arbeit torpedieren? Das will ich definitiv nicht, und werde es nie wollen!«

Mazurenko, 05:24: »Du wirst den Rollout verhindern. Alle Daten vernichten, um eine künftige Auslieferung zu verunmöglichen. Die Brille zerstören, im Serverraum ein Feuer legen, die Backups löschen. Und du wirst dich nicht mehr von Lazard blenden lassen. Du wirst sie ausschalten.«

Felix Schwarz, 05:27: »Lydia? Warum zum Teufel soll ich Lydia ausschalten?«

NOVA 30 – das Jubiläum

Ein neues Baby ist im Haus

Tipp: Englischmann in Malta

Ich bin Maltafan. Bekennend. Ich bin extra tausend Kilometer weiter nach Norden gezogen, damit es sich lohnt, von den Inseln im Mittelmeer zu träumen. Ich habe zwei Hunde, die ich nie im Flieger irgendwohin mitnehmen würde, weil ich den Tiertransport in Flugzeugen für Tierquälerei halte. Ich würde sie auch niemandem geben, damit ich ohne sie in Urlaub fliegen könnte.
Ich bin Maltafan.
Am Arsch.

Umso mehr interessiert mich, was so im Internet mit Malta zu tun hat. Und vom Ableger der Deutsch-Maltesischen Gesellschaft in Adenau kam die Information zu einem Youtube-Kanal des »Englishman in Malta«, der in einigen Videos verschiedene Orte Maltas vorstellt. Die St. John’s Co-Cathedral in Valletta gehört dazu, die Upper Barrakka Gardens, die St. Nicholas Church in Siġġiewi, der neue Park Nazzjonali tal-Inwadar … Wunderschöne Bilder, die für mich nach fünf Aufenthalten (ja, Anke, es sind nur fünf :) mit Erinnerungen gespickt sind, dass mir bisweilen auch schon mal ein Tränchen im Augenwinkel erscheint.

Für mich – belebend; für Maltafans ein Muss: Englishman in Malta @ Youtube.

€200,000 invested at 2nd largest park, Park Nazzjonali tal Inwadar, MALTA

 

Die Quadratur des Herbert W. Franke

In der ersten musealen Ausstellung zur Geschichte der NFT-Kunst wurde des jüngste Projekt vorgestellt: Herbert W. Frankes Einstieg in die Welt der NFT-Kunst, der dank eines gemeinsamen Projektes mit dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ermöglicht wird.

Details: hier.

[Die Bilder stammen von der Website hyperraum.tv, die sich aufgrund eines anderen Protokolls jedoch nicht direkt einbinden lassen.]

Impfaquatsch ohne Susanne

  • Ich bin 62 Jahre alt. Ich bin Diabetiker Typ 2. Ich spritze Insulin.
  • Ich lebe in Schleswig-Holstein. Wenn ich einen Impftermin gegen die Seuche haben möchte, versuche ich mein Glück auf www.impfen-sh.de.
  • Glücklos.
  • Zwei Wochen lang gibt es keine freien Termine.
  • Am 17.05. morgens gibt es auf einmal ein Angebot für den Impfstoff Janssen (Janssen-Cilag, Johnson & Johnson). Für über Siebzigjährige. Ich bin immer noch 62 Jahre alt.
  • Dann bietet sich auf einmal die Möglichkeit zur Terminbuchung.
  • Ich trage mich ein, verifiziere die erhaltene E-Mail.
  • Ein Termin in Lübeck (> 150 km) wird angeboten.
  • Nach einem Refresh der Seite Kreis Pinneberg (> 100 km).
  • Nach einem weiterem Refresh keine Termine mehr.
  • Später gibt es einen Termin in Bad Oldesloe (124 km).
  • Und dann in Elmshorn (< 100 km).
  • Und bei weiteren Versuchen wird man auch gerne mal nach zehn, fünfzehn Minuten aus der Seite geworfen, weil der zwei Stunden lang gültige Link ungültig geworden sei.
  • Und dann gar keine Termine mehr.

So geht das einige Tage lang. Zwischendurch gibt es manchmal Terminangebote, die alle über 100 km weit entfernt liegen. Einmal, nein, zweimal wird ein Termin in Kropp angeboten, eine halbe Autostunde entfernt. Das wäre machbar. Ist aber nicht machbar, denn sobald man den Link anklickt, ist der Termin weg. Da hat man mit Lotto mehr Erfolg.
Am 01.06. verfasse ich den Blogbeitrag »Priorisierte Impfverarschung endet« anlässlich der bevorstehenden Aufhebung der Priorisierung. Passend kann man sich als Schleswig-Holsteiner dann auch für einen Impftermin in einem Impfzentrum seiner Wahl registrieren. Freilich ist nur eine Registrierung erlaubt. Ich wähle Husum. Naheliegend. Und nahe liegend.
Danach geschieht nichts mehr. Ich müsste lügen, wenn ich anderes erwartet hätte.

Zum Glück brauche ich die Impfung nicht dringend. Meine Frau – 51 Jahre alt, gesund – ist zweifach geimpft und treibt sich in der Regel in Kreisen herum, von denen kaum Gefahr droht. Und ich selbst habe praktisch keine persönlichen Kontakte. Gassigänger, denen ich begegne, halten manchmal schon wegen der Hunde Abstand – nicht alle Hunde sind sich bekanntermaßen grün –, und den Supermarkteinkauf einmal die Woche bewältige ich ohne Probleme mit Maske und Abstand.
Aber es stellen sich halt Fragen, die einem vermutlich keiner beantworten kann. Warum ist meine Frau geimpft und ich nicht? Warum bekommt mein Hausarzt keinen Impfstoff? Sollte ich tatsächlich auf das Angebot einer Gynäkologin eingehen, mich in eine Liste eintragen zu lassen, falls sie Impfstoff zur Verfügung hat?
Dass Deutschland das Thema schon aus föderalistischen Gründen nicht im Griff haben kann – viele Köche verderben bekanntermaßen den Brei –, das erscheint mir beinahe logisch. Und Mühe gibt sich auch keiner. Es ist ja wichtiger, beim kleinsten Lichtblick Beschränkungen aufzuheben, damit die Bürger ihre Freiheitsrechte wiedererhalten; seltsamerweise fühle ich mich keines einzigen Rechtes beraubt, sieht man davon ab, dass ich mit einer Clique, in der ich nicht bin, nicht in einer Disco saufen und schwofen kann. Oder ich mich nicht ohne Maske und mit Fremden kuschelnd an den Demonstrationen geistiger Querschläger (sic!) beteiligen kann.

Aber was soll’s? In mindestens einem Bundesland dieser Republik werden schon die ersten Überlegungen und sogar Vorbereitungen zur Bewältigung der vierten Welle getroffen. Oh, eine vierte Welle wird es nicht geben? Weil wir dann alle geimpft sind?
Ich wette lieber darauf, dass ich am 31. Oktober noch nicht geimpft sein werde – und dann werden die ersten Ausläufer der vierten Welle schon zu sehen sein.

Science-Fiction für die Fingerspitzen

Das Manuskript war eine Empfehlung von René Moreau, den man als einen der Herausgeber von EXODUS kennt. Das Buch zu veröffentlichen, entpuppte sich als brillante Idee. Nicht nur, dass »Unter den Sternen von Tha« Chancen auf einen Kurd-Laßwitz-Preis hat, und nicht nur, dass Heribert Kurth, der Autor, zu der Gruppe von Schriftstellern gehört, die nicht der Ansicht sind, alles Marketing müsse der Verlag leisten, sondern sich selbst mit großer Vehemenz an der Vermarktung des eigenen Werkes beteiligen. Nein, im Rahmen seiner Aktivitäten, das Buch unter das lesende Volk zu bringen, ist er auf eine Zielgruppe gestoßen, an die Kleinverleger selten denken: blinde, seh- und lesebehinderte Menschen. Und so wird es mir als Verleger des Romans »Unter den Sternen von Tha« irgendwann in derzeit noch nicht absehbarer Zeit eine große Ehre und Freude sein, offiziell zu verkünden, dass Heribert Kurths Meisterwerk dank des Deutschen Zentrums für barrierefreies Lesen (dzb lesen) als Braillebuch erschienen sein wird.

dzb lesen | Brailleschrift | Punktschrift

Und mit der Sonne kommt die Dummheit

Sonne. Temperaturen über 30 Grad. Autos mit leicht geöffneten Seitenscheiben. Darin kleine Kinder. Und Hunde. Die Dummheit des Menschen ist unglaublich. Unbegreiflich. Aber es ist jeder Jahr das Gleiche.
Und immer wieder fragen sich die Leute, ob sie die Autoscheibe einschlagen dürfen.
Ja, dürfen sie. Es liegt eine Notlage vor, es geht um das Wohl und sogar Leben eines Kindes, eines Hundes, eines anderen Tieres. Ergo: Scheibe einschlagen, Kind oder Tier retten (und in den Schatten bringen!), Polizei rufen – und bei der Gelegenheit gleich Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz (Stichwort: Tierquälerei) bzw. wegen Körperverletzung erstatten.

Mehr auf: br.de

Keine Meinung? Besser isses

FOCUS Online meldet, dass »noch nie so wenige Deutsche an die freie Meinungsäußerung« in diesem unserem Lande glaubten. Sie sei »nicht mehr möglich, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen«.
Nicht nur, dass die Formulierung unterstellt, dass die freie Meinungsäußerung mit Konsequenzen rechnen muss, es ist auch die arme, arme AfD, die sich mit und in ihrer braunen Brabbelsuppe eingeschränkt fühlt.
Aber in der Tat könnte an der Behauptung etwas Wahres dran sein, denn eigentlich ist es heutzutage gleichgültig geworden, was du zu sagen hast – du wirst auf jeden Fall einen Shitstorm ernten.

Quelle: focus.de

Keexalaam

Frau kocht. Ich nicht. Kochen ist nicht mein Ding. Frau macht ihre Sache gut. Nicht immer nach meinem Geschmack, was aber daran liegt, dass ich eigentlich immer noch ein Fleischfresser bin. Und sie halt nicht. Aber es gibt auch Fleisch.
Und es gibt Abwechslung: Lachs mit Gemüse und Gemüse mit Lachs. Manchmal auch Gemüse ohne Lachs, aber nie Lachs ohne Gemüse. Und manchmal auch anderen Fisch, aber eher selten. Es zeigt sich, dass Lachs einer der geschmacklich attraktivsten Fische ist, die man hierzulande bekommt. Aber gut. Wir haben uns da eingeschossen.
Ach ja, Hühnchen mit Reis und Tomatensoße. Das ist eine ihrer Spezialitäten. Hört sich nicht so an, ist es aber. Unzweifelhaft.
Und ihre Pizza. Ich habe in meinem Leben viele Pizze verzehrt. Und in der berühmten »Trattoria« zu Murnau am Staffelsee waren die Pizze hervorragend. Aber das, was meine Frau da abliefert, ist allererste Sahne. Und wird immer besser.

Und: Shortbread. Auch für den hauseigenen Diabetiker. Halt nicht mit Zucker pur, sondern gemischt mit Zuckeraustauschstoffen wie Xylit, Erythrit etc. Immer wieder werden Variationen der Rezeptur getestet, aber am Ende sind sie immer gut. Sehr gut. Hervorragend. Shortbread vom Feinsten.

Und Keexalaam ist, wenn man in der Keexdose mehr Boden als Keex sieht.