Die vierte Ausgabe COZMIC ist im Kommen

COZMIC hat keine eigene Website, nur eine Unterseite beim EXODUS-Magazin (von einer eventuellen Fehlermeldung beim Aufruf nicht beeindrucken lassen, einfach auffrischen, dann geht es). Mehr Infos bekommt man bei Facebook und Twitter zu lesen. Oder man legt sich gleich das aktuelle Heft (und die Vorgänger!) zu. Für Comicfans ein Muss – für solche, die es werden wollen, auch.

Ich bin eine linke Socke

Es wird all die NOVA-Feinde, die zuletzt versucht haben, mich in eine rechte Ecke zu schieben, nicht freuen, aber es ist wahr: Ich bin eine linke Socke.

Am 26.09. ist Bundestagswahl.
Seit gestern ist der Wahl-O-Mat® für diese verfügbar.
38 Thesen werden aufgestellt, denen man zustimmen, sie ablehnen oder sich neutral entscheiden kann. Danach wählt man die Parteien aus, die man vergleichen möchte, et voilà.

Meine Ergebnisse sind 2021 vom letzten Mal verschieden. Zum einen haben es diesmal die Piraten in Schleswig-Holstein nicht auf den Wahlzettel geschafft. Zum anderen gab und gibt es in Bayern, wo ich bei der letzten Bundestagswahl noch lebte, den SSW nicht, den Südschleswigschen Wählerverband, ursprünglich die Partei der dänischen Minderheit im Landesteil Schleswig und der nationalen Friesen in Nordfriesland.
Ansonsten ähnelt sich aber das Ergebnis: Die höchste Zustimmung gibt es mit der Tierschutzpartei (72,8 %), dann mit den Piraten (die ich natürlich geprüft habe, obwohl ich sie 2021 nicht wählen kann; immerhin bin ich Parteimitglied; 70,7 %), gleichauf mit der MLPD (70,7 %), dem SSW (68,5 %) und der Linken (67,4 %).
Scherzeshalber habe ich auch das Übereinstimmungsergebnis mit der AfD (38,3 %) und der NPD (38,5 %) angeschaut.

Was ich also 2021 wählen werde, ist recht einfach zu beantworten. Die Briefwahlunterlagen sind fertig und gehen morgen in die Post. Zur Kanzlerfrage habe ich sowieso keine Antwort – auch für mich nicht. Keinen der drei Kandidaten sehe ich mit Freuden im Amt, keine der drei Parteien würde ich ums Verrecken wählen. Ich werde mir am 26.09. die Wahlsendung in der ARD anschauen und Mutti Merkel vermissen.

Das ist nicht euer Ernst!

Es wird vorgegeben, dass sich das auf Nutztiere bezieht, für Nutztiere gelten soll – aber es ist leicht auszurechnen, dass am Ende alle Tiere, auch Haustiere und selbst die wertvollen Tiere in europäischen Zoos von dem geplanten Verbot betroffen sein werden. Und das geht nicht – schon unter Gesichtspunkten des Tierschutzes ist eine Umsetzung einer solchen EU-Verbotsrichtlinie in Deutschland verfassungswidrig. Und das Ganze führt endlich auch zu einer Kriminalisierung der Landwirtschaft, denn es wird für die industrielle Landwirtschaft ein mafiöser Grau- und Schwarzmarkt jenseits jeglicher Kontrollmöglichkeiten entstehen.

Tiere können krank werden. Es ist nicht die Lösung, kranke Tiere zu töten. Kranke Menschen werden auch nicht getötet, es wird versucht, ihnen mit allen Mitteln zu helfen. Tiere zu töten, weil man ihnen aufgrund der Entscheidungen von desinteressierten Schreibtischtätern nicht helfen darf, das grenzt an Mord.

  • Aktuelle Informationen zum Thema auf der Seite des Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt): hier.
  • Der Text zur Kampagne des bpt: hier.
  • Die Petition auf Change.org – bitte lesen und unterschreiben: hier.

Edit 10.10.2021: Der Link zur Kampagne ist abgelaufen. Die aktuellen Informationen sind aber immer noch vorhanden und – nicht nur wegen der bisherigen Erfolge der Kampagne – nach wie vor interessant.

Das war Impf 2

Genau. Am Sonntag, 15.08., goutierte ich meine zweite Comirnaty-Impfung (vulgo: Biontech/Pfizer). Es war mehr los als beim ersten Mal. Kein Wunder, denn inzwischen braucht man keinen Termin mehr. Das Impfzentrum ist inzwischen auch am Montag und Dienstag nicht mehr geöffnet. Seltsam, denke ich. Der Bedarf ist noch da, aber die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, ist offensichtlich im Argen.
Oder auch nicht. Denn es war durchaus eine gut besuchte Sonntagsveranstaltung. Diesmal musste ich warten. Nicht allzu lange, aber doch länger als beim ersten Mal.
Der beratende Arzt – der mich nicht beraten musste – war gut aufgelegt. Es gab einen Scherz und den umfangreichen Hinweis auf die Nebenwirkungen, die mich bei der zweiten Impfung auf jeden Fall (!) erwarten würden. Kopfschmerzen, Müdigkeit, Fieber, all die Klassiker, die wir aus Funk und Fernsehen (und Boulevardblättern) längst kennen.

Könnte ich Geld verlangen, würde ich reklamieren. Nebenwirkungen habe ich – nach nun zwei Tagen – auch diesmal nicht (obwohl sie mir versprochen wurden, menno), sieht man davon ab, dass mein Oberarmmuskel den Pikser nicht nett fand. Aber der hat sich auch schon wieder abgeregt. Der Oberarmmuskel, nicht der Pikser.

Summasummarum: Alles gut. Impfbuch und die Impfzertifikate liegen im Auto, denn wenn ich die brauche, bin ich auch mit dem Auto unterwegs. Die Corona-App hat die digitalen Zertifikate. Und in – ab heute – 12 Tagen ist mein Impfschutz komplett. Und mein Lebenswandel unverändert.
Was ich all denen, die sich nicht impfen lassen wollen – gleichgültig, aus welchen Gründen –, kann ich an der Stelle nur raten, sich das zu überlegen. Selbst ein paar Tage mit Symptomen auf der Fresse zu liegen, ist letztlich unproduktive Zeit- und Energieverschwendung. Und wer vielleicht doch ein paar Nebenwirkungen hat, der kann sich immerhin sagen, dass es nur Nebenwirkungen sind – und keine Erkrankung.

Löwe 60

Seltsam, welche Informationen man in Erinnerung behält. Telefonnummern zum Beispiel, ich wähle eine Nummer zweimal und vergesse sie nicht mehr. Jedenfalls nicht gleich.
Heute Morgen fällt mir ein, dass meine erste Gattin heute ihren 60. Geburtstag feiert. Einfach so. Der Einfall; der Geburtstag ist ja von langer Hand geplant. Warum mir das eingefallen ist, weiß ich nicht. Seit ich auch für meinen Sohn keinen Unterhalt mehr zahlen muss, gibt es keinen Kontakt mehr. Zu ihr nicht, zu meinem Sohn – der dieses Jahr 34 Jahre alt wird – auch nicht. Und trotzdem.

Erinnerungen sind merkwürdig. In der Regel macht man sich keine Gedanken, wofür sie gut sind. Den 60. Geburtstag meiner ersten Ehegattin würde ich eher als unnützes Wissen klassifizieren. Aber es ist halt da.

So’n Auto will ich nich

Eigentlich bin ich Renault-Fan. Nach einem Jaguar MK II und einem Fiat 128 begann meine Renault-Karriere mit einem Renault 5 TS, einer Rennsemmel. Es folgten ein 11er, drei 19er, ein Mégane und schließlich ein Laguna. Der Laguna war meine große Liebe, und wenn ich ehrlich bin, trauere ich ihm immer noch nach. Der 98er Laguna Grandtour war noch ein Auto, das nicht nur aus Elektronik bestand – und vor allem über eine schöne Optik verfügte. Seufz.

Seit 2012 fahre ich einen 2009er Passat, 2-Liter-EA-189-Schummeldiesel (mit Softwareupdate und Schadenersatzzahlung), mit genau der richtigen Menge Elektronik, die ich noch verkraften und für mich verantworten kann. Meine alte Liebe Laguna kann er nicht toppen – aber der Passat gefällt mir, er ist ein schönes Auto.

Heute Morgen habe ich ihn in die Werkstatt gebracht, weil er ein Problem hat, vermutlich mit der Abgasrückführung. Man wird sehen. Als Leihwagen sollte ich eigentlich einen VW Polo bekommen, aber es wurde dann doch ein Tiguan. Ein ScheißUV (und das mir!). Seufz. Und so ein Auto will ich nicht. Wirklich nicht. Nicht nur, weil es ein ScheißUV ist, auch nicht, weil er Automatikschaltung hat, schon gar nicht wegen seiner 150 PS. Aber die Karre besteht nur aus Elektronik, am Lenkrad gefühlt 40 Schalter, Tasten, Knöpfe, die Hebel links und rechts sind noch mal mit Schaltern vollgestopft und das Mäusekino strotzt vor allem von Symbolen, für die man vermutlich ein Fremdsprachenstudium erfolgreich absolviert haben sollte.

Nun gut. Ich denke, noch brauche ich keinen neuen Wagen (und ich glaube, ich würde mir einen nagelneuen auch nicht zulegen), und vielleicht ist eine (vermeintliche) Billigmarke wie Dacia am Ende ja eine Lösung. (Meine Frau hat einen Dacia gefahren, und so schlecht sind die auch nicht.) Aber selbst wenn: Wenn es solche Konfigurationsmöglichkeiten gibt, mit denen man den elektronischen Schnickschnack minimieren kann, dann würde ich die ausnutzen. Sinnvoll sind so Sachen wie Windschutzscheibenheizung, Regensensor, Tempomat (!) und ein vernünftiger Navi (sowie für meine Gattin eine Sitzheizung). Bei allem anderen hätte ich dann gerne ein paar knackige Argumente.

K(l)eine Pause

Unter dem Titel »Kleine Pause« berichtet die Süddeutsche Zeitung: »Eine Mehrheit der Deutschen lehnt das Gendern ab, in Presse und Fernsehen kommt es immer häufiger vor. Wie verhalten sich die Öffentlich-Rechtlichen?« Ausführliches über das Chaos in der sprachlichen Vergewaltigungstätigkeit unserer bürgerlich finanzierten Sendeanstalten liest man unter sz.de/1.5383641.

Gebührenfinanzierte Herabwürdigung

Wer sich einmal öffentlich-rechtlich fundiert herabwürdigen – und je nach persönlichem Geschmack gar beleidigen – lassen möchte, der versuche einfach, Gunther Grabowski (»Ach du liebes Deutsch!«, IFB, 2013) nachzueifern und sich bei ARD (und vielleicht testweise auch ZDF?) über genderischen Unfug in Hörfunk und Fernsehen zu beschweren. Grabowski hat das getan und Michael Hanfeld hat das kommentiert (hier).
Die ARD reagierte zunächst pampig, hatte mit Grabowski allerdings den Falschen erwischt und musste letztlich zurückrudern. Michael Hanfeld dazu:

Bezüglich „gendergerechter“ Sprache gebe es „keinen ARD-Standard“. Im ARD-Gemeinschaftsprogramm kämen „in verschiedenen Sendungen unterschiedliche Regeln zum Einsatz“, alle Häuser befassten sich „intensiv mit diesem Thema“. Beim „Thema ,Gendergerechte Sprache‘“ sei es dem Senderverbund „wichtig, niemanden aus unserer Kommunikation auszuschließen“. In dem „Bewusstsein, dass unsere Sprache einerseits lebendig und in stetigem Wandel begriffen und andererseits in ihrer Beständigkeit zu schützen ist“, wird dem Zuschauer versichert, „dass wir einen Weg suchen, hier den Bedürfnissen aller gerecht zu werden.“
Aller? Wie schwierig das ist, zeigt sich in einem vorhergehenden Satz: „Da die ARD ihre Angebote für die Gesamtheit aller BeitragszahlerInnen bereitstellt, sollten sich auch möglichst alle BürgerInnen von uns angesprochen fühlen.“ Zweimal Binnen-I. Im Umgang mit seinem Publikum, den „BeitragszahlerInnen“ und „BürgerInnen“, kann der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht sensibel genug sein. Denn sonst setzt sich der Eindruck fest: Die sprechen nicht unsere Sprache und bilden sich noch etwas darauf ein.

Und nicht nur das – wenn man es schon richtig machen möchte, sollte man auch Sensibilität gegenüber den mit dem Binnen-I ignorierten LGBTQIA+ entwickeln. Oder die deutsche Sprache mit ihrem Angebot einfach so nutzen, wie sie schon immer war – und funktioniert hat.