Vertrauen gut, Misstrauen besser?

Ich weiß sogar aus eigener Erfahrung, dass man nicht einfach jedem Hundetrainer vertrauen sollte. Als Kim damals zu uns kam, hatten wir wegen ihres uns gegenüber ablehnenden Verhaltens eine Trainerin beauftragt, die meinte, Kim sei nur zickig, würde einen auf Mädchen machen. Das Wenige, das wir über ihre Historie wussten, hat sie nicht interessiert. — Die Trainerin, die wir danach hatten, war deutlich besser. Ihr haben wir viel zu verdanken — und Kim auch.

Wie leicht es passiert, dass einem ein Trainer den eigenen Hund versaut, wenn man nicht misstrauisch ist und alles hinterfragt, was da vor sich geht, zeigt die Geschichte von Olaf. Lest sie hier in aller Ausführlichkeit. Ich will das hier nicht diskutieren, akzeptiere aber Kommentare, die das tun. Für mich ist klar, dass diese Trainerin aus dem Verkehr gezogen gehört. Leider ist es viel zu einfach, die Prüfung abzulegen, und so ist missbräuchlichem Verhalten gegenüber einem von Grund auf dem Menschen zunächst vertrauenden Tier Tür und Tor geöffnet. Menschen, die auch noch Geld dafür verlangen und dabei eindeutig gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, dürfen nicht geduldet werden.

Ich hoffe für Olaf, dass es den Menschen, die den Schaden nun wieder reparieren dürfen, gelingt, dass er wieder zu dem Hund werden kann, der er im Grunde war und im Grunde auch immer noch ist. Er hat es mehr als verdient. Er hat noch ein langes Leben vor sich — und das soll nicht nur für ihn, sondern auch für seine Menschen ein schönes Leben sein.

[Die Fotos stammen von einer Fotografin namens Carina; ihre Website: https://facebook.com/cbfotografie.bs.]

Zwei Partner, zwei Stühle

Kai Beisswenger kenne ich, seit er drei Bücher in meinem Verlag veröffentlicht hat — das waren die Werke »Der verlorene Bruder«, »Schräge Helden« und »Finger im Spiel«. Inzwischen kann man ihn mit Fug und Recht als Privatier bezeichnen — und bevor er Langeweile schiebt, engagiert er sich an verschiedenen Fronten. So kam er vor einer schon geraumen Weile auf die Idee zu einem Verlag, der sich auf Bücher verlegt, die keinem Genre eindeutig zuzuordnen sind, Bücher also, die auf dem Markt als unverkäuflich, als schwergängig, als unbeliebt gelten, weil der Deutsche an sich Schubladen und eindeutige Klassifizierungen liebt.
Lächerlich, denken wir. Der Verlag, der zunächst als Imprint meines Verlages p.machinery beginnt — eine Eigenständigkeit irgendwann in der Zukunft wird nicht ausgeschlossen –, trägt den schönen Titel »Zwischen den Stühlen« und genau dort liest man die Bücher, die wir veröffentlichen werden, auch am besten.

Müller, Ray, Odyssee eines Unvernünftigen

Zeit für ein Päuschen

Wenn Aliens tanzen, verbrauchen sie Energie. Kohlenhydrate und was auch sonst immer, das Aliens im Körper speichern, um Lebensenergie zur Verfügung zu haben, werden verbrannt. Und nach Kasatschok, Polka und Walzer ist war es Zeit für ein Verschnaufpäuschen und die Gelegenheit, neue Energie in Form von Nahrung zu sich zu nehmen. Zweiundzwanzig Autoren haben das in gewohnt amüsanter Weise, garniert bisweilen mit einem leicht nachdenklichen Einschlag von Ellen Norten als alientanzerprobter Herausgeberin zu einem Menü zusammenstellen lassen. Als Verleger des vierten Buches der »Alien tanzt«-Reihe bleibt mir an der Stelle erst mal nicht viel mehr, als guten Leseappetit zu wünschen.

Norten, Ellen (Hrsg.), DAS ALIEN TANZT IM SCHLARAFFENLAND

Nicht lustig: die Comicwolke

Man kennt das aus Comicstrips. Sonne überall, strahlende Sonne vor stahlblauem Himmel. Nur über dem Protagonisten ballt sich eine dunkle Wolke, winzig klein und sakrisch nass. Das hab ich hier in Winnert andauernd – und vorzugsweise, wenn ich mit den Hundemädels zum Gassi gehe.


Screenshot: https://www.wetteronline.de/wetterradar/winnert

Neue Praxis im Ort

Eigentlich schon am 01.01., aber heute, am 03.01., eröffnet ganz offiziell meine holde Gattin ihre Praxis als Heilpraktikerin und Wellness-Fachfrau. Ihr Wellnessprogramm hat einen erkennbar asiatischen Einschlag, und Genaues erfährt man auf ihrer eigenen Homepage hp-saskia.haitel.de.
Für die Praxis mit zwei Behandlungsräumen, dem Bad mit Duschgelegenheit und einem separaten WC haben wir das Obergeschoss unseres 2018 gekauften Hauses »geopfert«, was unter dem Gesichtspunkt, dass Kim inzwischen keine Treppen mehr laufen kann — weder rauf noch runter — und auch Naomi nicht jünger wird, nicht wirklich tragisch ist, auch wenn wir uns in unserem verkleinerten privaten Lebensraum einschränken mussten und müssen. Aber was tut man nicht alles für den Erfolg …
Und genau solchen Erfolg wünsche ich meiner Gattin. Sie arbeitet nebenbei auch noch hauptberuflich, was sicher eine kluge Entscheidung ist. Wie lange das nötig sein wird, wird sich zeigen — vielleicht ist es nächste Woche schon nicht mehr nötig <gnichel>.

Wunderland SF

Susanne Päch, Chefin des Internetsenders HYPERRAUM.TV (Website | Youtube) hat einen weiteren Teil der Lesung Herbert W. Frankes mit Weltraumlyrik aus dem Zyklus »Astropoeticon« zu einem multimedialen Flug durch Raum und Zeit gestaltet. Das kongeniale Video schafft den freien Raum, losgelöst von der Wirklichkeit um uns herum, der uns im Wunderland der visuell-auditiven Assoziationen den frei fliegenden Gedanken folgen lässt. Wundervolle Bilder, untermalt von Musik und den lyrischen Worten Herbert W. Frankes, zeigen Science-Fiction in einer klaren Eindeutigkeit, wie sie in dieser Form zwischen Dystopien und Literaturpunkströmungen selten geworden ist.

Astropoeticon zum Jahreswechsel

Der erste Teil steht selbstredend auch zur Verfügung: