- Der erste Buchblock – traditionell zur Fahnenkorrektur bestimmt – der Anthologie »Das Alien tanzt Walzer« ist fertig und wurde heute an Ellen Norten, die Herausgeberin, zur Begutachtung – und gerne auch Fehlerauffindung – gemailt. Das war das Buch, das ich letztens »aus lauter Verzweiflung« zu layouten begonnen habe.
- »AntiquaRiot 2«, mein Beitrag zur FAN 130, ist auch fertig, an den OH gemailt, ausgedruckt und für die Post vorbereitet.
- Meine Frau hat mir ja wieder nichts erzählt. Deshalb war mein erster Alleintermin bei der Hundephysio Andrea eine Überraschung. Einen Gummianzug in meiner Größe für den Pool gibt es nicht – aber Andrea erwartet auch nicht zwingend, dass die Kunden mit dem Hund ins Wasser gehen. Sie macht das auch. Das allerdings ist echte Arbeit für Kim gewesen – denn Frauchen mit ihrem Laissez-faire- und Spieltriebbefriedigungsstil ist halt doch eine andere Hausnummer. Bei Andrea wird richtig gearbeitet. Und Kim hat das wie immer toll gemacht.
- Morgen ist ScanDay.
- Und ich hoffe, der Telekomiker, der hoffentlich morgen auch wirklich erscheint, findet den Fehler, der mir die Geschäftsbeziehung zu Vodafone derzeit ziemlich verdirbt. Aber das ist keine Geschichte für heute.
Monat: September 2020
Bei »Monster« verloren
Ich habe scherzeshalber beim Jobportal »Monster« eine Jobsuche eingegeben und gespeichert. Die Suche beinhaltet nur einen Suchbegriff: »Lektor«. Als Angebote bekommt man so was hier:

In der Tat sucht bei »Monster« nicht ein Mensch nach einem Lektor. Oder ich suche nach dem falschen Begriff. Vielleicht versuche ich einfach mal so was wie »Textschrauber«.
Worte zum Tag
- Nachdem ich drei Tage an dem läppischen Brett für das WC im Erdgeschoss »rumgemacht« habe, musste ich gestern noch zwei Millimeter kürzen. Durch die Farbe auf den Seiten passte das Brett ums Verrecken nicht. Muff. Ich denke bei solchen Gelegenheiten immer, dass es für solche Sachen Leute gibt, die es können und damit ihren Lebensunterhalt verdienen.
- Jetzt ist das Brett angebracht, sieht gut aus, die Ränder eher schlampig. Aber ich war dann heute Morgen beim Obi in Husum, um eine Abschlussleiste zu beschaffen, die nicht zu doll aufträgt. Gefunden. Dazu doppelseitiges Klebeband. Gefunden, sogar schmal – nur neun Millimeter breit. Das passt. Und erspart mir linkshändische Verwendung von Hammer und Nagel.
- Danach Schnelleinkauf bei Famila. Alles gut.
- Ich bin leidenschaftlicher Nutzer des Microsoft Publisher. Quark Xpress habe ich, glaube ich, nur einmal angeschaut. InDesign durfte ich bei meinem alten Arbeitgeber nutzen – um zu entscheiden, dass andere Leute mit einem Zwanzigtonner ihr Rasenhandtuch mähen sollen. Und auch der Affinity Publisher ist mir – obwohl vorliegend – irgendwie zu wenig intuitiv. Der Publisher ist ein feines Programm, das alle meine Wünsche erfüllt und mit dem man Bücher und andere Drucksachen machen kann, denen nicht anzusehen ist, dass man Adobe keine immensen Geldbeträge in den Rachen geworfen hat.
- Heute Morgen habe ich ein Stündchen damit zugebracht, meine diversen Publisher-Buchvorlagen zu sortieren, nomenklatorisch einwandfrei zu benennen und in einem Verzeichnis zusammenzufassen. Penibler Kleinkram.
- Für die Preisverleihung des KLP 2020 auf dem ElsterCon am kommenden Wochenende habe ich einen Text geschrieben. Nach dem mittäglichen Gassigang habe ich ein Video aufgenommen. Alles sehr seltsam. Ich habe das ewig vor mir hergeschoben. Live vor Publikum hätte ich kein Problem gehabt. Ich leide nicht unter Lampenfieber, unter anderem eine Auswirkung meiner Ausbildung zum Unteroffizier der Bundeswehr, da hat man den Auftritt vor Untergebenen gelernt. Hilfreich. Aber allein, daheim, vor dem Handy auf einem völlig idiotisch designten Handystativ (gehört meiner Frau, ich mache normalerweise mit meinem Blackberry keine Videos), war das komisch. Und an ein, zwei Stellen hat auch der aufgeschriebene Text nicht geholfen, da habe ich gestockt. Aber der eine Versuch muss reichen. (Ihr bekommt das Video hier nach dem ElsterCon zu sehen.)
- Seit der Ausgabe 129 der APA FAN bin ich dort (wieder) Mitglied (das erste Mal ist lange, lange her). Am 30.09. ist Redaktionsschluss für die nächste Nummer, also galt es auch, hierfür einen Beitrag zu verfassen. Seit Juli habe ich das vor mir hergeschoben, den täglichen Outlooktermin gelöscht und nichts geschrieben. Heute dann. Morgen werde ich noch ein Schlusswort verfassen, dann geht das Ganze per Mail an Thomas, den »OH« (Oberhirte?), sowie als Ausdruck in zwölf Exemplaren in die Post an ihn.
Gespräch im Walde
Der Lehmsiek bei Schwabstedt ist ein schönes Waldstück mit reichhaltigen Spazierwegen. Ich bin derzeit dabei, mir Weg für Weg zu erschließen. Das waldreiche Areal hat bei hohen Temperaturen und prallem Sonnenschein einen großen Vorteil für meine beiden schwarzen Hundemädchen: Es ist schattig. Sehr angenehm.
Angenehm ist auch, dass die Gegend schön ruhig ist. Die nächstgelegene Fahrstraße ist eine Nebenstraße der L38, die irgendwohin führt, wo kaum jemand hin will. Hollbüllhuus, Fresendelf. Nach den bisherigen Erfahrungen mit dem eher langweiligen Wald zwischen Winnert und Ostenfeld sowie dem Ruheforst zwischen Ostenfeld und Rott muss ich feststellen, dass der Lehmsiek die beste Lokation der drei Wäldchen ist.
Heute hatten wir dann eine nette Begegnung. Wir waren schon auf dem Rückweg, als ich zwischen den Bäumen Menschen gewahrte. Und dann kam ein schwarzer Hund auf uns zu, nicht angeleint. Man rief mir zu, ich könnte meine loslassen, er – der fremde Hund – sei vollständig sozialisiert. Was sich auch bewahrheitete. (Leider dürfen meine beiden Damen im Wald nicht ohne GPS-Tracker laufen, weil sie gerne ihrer Jagdleidenschaft frönen; und Kim fand schon in Bayern Wälder toll für stundenlange Exkursionen.)
Der Hund mit Namen Paul war jedenfalls ein Labrador-Bordercollie-Mix (mit einem eindeutig dominanten Labrador-Gen-Set), ein Rüde, ein hübscher Kerl, der gut zu meinen beiden Mädchen gepasst hätte. Und es gab auch keinen Stress zwischen den drei Hunden.
Pauls Herrchen und Frauchen hatten meinen Passat – immer noch mit Garmischer Kennzeichen – gesehen und nicht nur den, sondern auch die »Gendern – nein danke«-Aufkleber, die ausgesprochen positiv aufgenommen wurden. So kamen wir ins Gespräch und unterhielten uns über den Umgang mit der deutschen Sprache, die derzeit in Deutschland vor allem von Politik und Verwaltungen, von Medien und den überall auftretenden Unbelehrbaren systematisch beschädigt wird. Wir sprachen über Facebook, ein wenig über Politik, über dies und das.
Ein Biergarten wäre an der Stelle praktisch gewesen, ging mir später durch den Kopf.
Schokoladenfragen
Ich bin Diabetiker. Vermutlich Typ 2. Ich habe das Thema im Griff. Nicht ganz so, wie ich mir das vorstelle, aber weitgehend.
Gleichzeitig mag ich Süßes. Nicht alles, vor allem nicht Süßes mit normalem Zucker. Aber heutzutage gibt es ja hübsche Austauschstoffe. Xylit, Erythrit, Mannit. (Stevia kommt mir allerdings nicht ins Haus, das überlasse ich Ökos mit veganer Tendenz und der falschen Ansicht, nur Stevia sei natürlich.) Ab und zu gibt es ein, zwei Kekse, und natürlich: Schokolade.
Die hat den Vorteil, dass sie sich umso günstiger auf den Blutzuckerspiegel auswirkt, je mehr Kakao enthalten ist. Denn Kakao wirkt blutzuckersenkend.
So weit, so gut.
Mein Problem war lange Zeit, dass Schokolade mit einfachen Stücken ziemlich aus der Mode gekommen ist. Von Milka gibt es noch solche Tafeln; aber die haben nichts mit hohen Kakaowerten. Schogetten gibt es auch nicht mit Kakao. Alle Schokoladensorten mit Kakaowerten über 70 Prozent werden in so neumodischen Tafeln geliefert, die aus 6 oder 8 Täfelchen bestehen, die, wenn man sie teilen will, eine üble Bröselei ergeben. Oder man schiebt sich halt so ein dummes Schokobrett zwischen die Zähne.
Die einzige Rettung war dann die berühmte Ritter Sport. Da tauchten die ersten Kakaosorten auf – 55, 61, 74 Prozent. Die 74er Ritter Sport war lange Zeit die Sorte meiner Wahl.
Und vor Kurzem kam dann eine neue Sorte – mit 81 Prozent Kakaogehalt. Und sie erfreute mich aus zwei Gründen: Sie enthält nur halb so viel Zucker wie die 74prozentige Sorte, und sie schmeckt auch noch besser.
Rettung! Auf ganzer Linie!
Was bleibt, das ist die Frage, was für einen sittlichen Nährwert diese neumodischen »unstückigen« Schokoladeprodukte haben, die man zwischen den Fingern halten muss, um abzubeißen, die man sich entweder komplett ins Gesicht schieben muss oder aus denen man wenig attraktiven – und vor allem schlecht zu konsumierenden – Bröselsalat macht. Irgendein Marketingfuzzi wird mir vermutlich weismachen wollen, dass der Kunde das so möchte. Aber das kann ich mir nicht vorstellen. Denn wären diese Produkte so erfolgreich – und die klassischen Stückchen nicht mehr gewollt –, dann müsste Lindt – vermutlich einer der Marktführer in Sachen Schoki – nicht so immens viel Werbung machen, sondern Ritter Sport; die machen sicherlich auch Werbung, aber ganz sicher nicht mit dem Budget. Und die Supermarktregale sind voll mit Ritter Sport – alle Sorten.
Wenig lustig waren die Reaktionen auf Facebook in Bezug auf diese meine Problemstellung. Nicht alle, aber die meisten der dort Reagierenden hatten das Problem nicht verstanden: »hoher Kakaogehalt plus Stücke«, nicht nur »hoher Kakaogehalt, egal wie«. Aber am Ende ist es ja nicht Facebook, das einem hilft, sondern der Hersteller, der das Produkt herstellt und vermarktet, das man haben möchte.
Danke, Ritter Sport.
Zerstörter Tag
- Hört sich schlimmer an, als es ist. Und eigentlich begann alles normal.
- Oder auch nicht. Meiner Frau war schwindelig. Schon gestern Abend. So richtig. Gleichgewichtsstörungen. Als angehende Heilpraktikerin kennt sie den Fachausdruck, den ich mir nicht gemerkt habe. Irgendwas mit parapsychologischer Lageperistaltik. Oder so. Keine Ahnung.
- Heute Morgen war es immer noch so. Die Frage, ob sie trotzdem nach Eckernförde auf ihren Lehrgang fahren soll oder ins Krankenhaus, wurde zugunsten des Krankenhauses beantwortet. Ich durfte Taxi spielen.
- Da ging es recht fix. Schneller als sonst. Fazit: Der Arzt meinte, sie »solle runterkommen«. Soll heißen: Diagnose Stress. Kein Wunder. Zwei Wochen vor der nächsten schriftlichen Prüfung zum Heilpraktiker, mitten in einem Seminar (irgendwas mit Kranichheilung, wie gesagt, ich merke mir das nicht), und dann macht sie sich immer einen Haufen sinnloser Gedanken über Dinge, die sie sowieso nicht ändern kann. Sag ich ihr immer wieder. Zum Beispiel die Heilpraktikerprüfung. Sie besteht sie. Oder nicht. Sie hat sich gut vorbereitet. Denkt aber ständig darüber nach, was sie alles meint, nicht zu wissen. Statt darüber froh zu sein, was sie alles weiß. Und das ist eine immense Menge. Ein Wissensturm, den ich von hier unten, aus der heilpraktischen Dummheitsebene nicht überblicken kann. Trotzdem …
- Mit diesen sinnlosen Dingen macht sie sich Stress. Und der wirkt sich halt mal aus. Zumal dieses Kranichding offensichtlich etwas sehr intensives nicht nur körperlich, sondern auch mental ist. Wie gesagt – ich bin da völlig unbeleckt und ahnungslos. Aber was sie so erzählt …
- Der Tagesplan war jedenfalls hin. Aber über Pläne lachen die Götter ja eh nur.
- Dann wollte ich das Brett im WC im Erdgeschoss einbauen. Da steht nur so ein Schränkchen unterm Waschbecken, nix, um irgendwas richtig abzulegen. Lesestoff zum Beispiel. Seit Ewigkeiten stand da ein Brett. Das musste lackiert werden, weil Frau Haitel keine unterschiedlichen Farben haben wollte: weißes Schränkchen, weißes Becken, helles Holzbrett, dunkleren Spiegel (der auch noch nicht montiert ist). Das Brett ist fertig lackiert, alles gut – passt aber nicht, denn die Farbe an den Seitenflächen macht es einen oder zwei Millimeter breiter als es sein dürfte. Und es ist Sonntag – kein Tag für die Schleifmaschine. Muff.
- Also habe ich Kleinkram erledigt. Geld ausgegeben – der Schaltungsdienst freut sich. Leckerlis für die Hunde bestellt – mal eben für 180 Euro. Ein paar Mails hin und her geschoben. Und dann aus lauter Verzweiflung ein neues Layout angefangen, obwohl ich mit einem anderen noch nicht fertig bin. Muff.
- Und dann dieses katastrophale Formel-1-Rennen in der Toskana. Dauernd Safety-Car-Einsätze, bislang zwei Rennabbrüche. Naja. Immer noch aufregender, als wenn sich Hamilton und Bottas alleine um die Spitze streiten. (Lustig die Umfrage von RTL, ob sich Vettel für Aston Martin richtig entschieden hat; ich hätte ja die Frage gestellt, ob Vettel nicht besser seinen Führerschein abgeben sollte.)
- Jetzt kann nur noch Herbert W. Franke den Tag retten: Auf dem Notebook arbeite ich an der Korrektur und Layoutvorbereitung für einen weiteren Sonderband, darin die bislang unveröffentlichten Storys und die Storys, die im Laufe der Zeit verstreut veröffentlicht wurden. Titel des Buches wird »Das Gutenberg-Konzil« sein und wird zusammen mit den nächsten drei regulären Titeln noch in diesem Jahr erscheinen.
Meine erste Online-MV
Der WetzKon III war abgesagt, die Mitgliederversammlung (MV) des Science Fiction Club Deutschland e.V. (SFCD) konnte nicht stattfinden. Der ElsterCon wäre noch eine Möglichkeit gewesen; er wird, wie es aussieht, wohl stattfinden, wenn auch deutlich eingeschränkt. Aber das war nicht sicher. Und so entschied der Vorstand, eine MV im Netz abzuhalten. Blizz war die Software und Plattform der Wahl, und der erste Testtermin lief auch ganz gut; beim zweiten Testtermin versagte Vodafone mir den Internetzugang – gleich zweimal.
Der Anfang war ruckelig, zuckelig, alles andere als glatt und geschmeidig. Ein Neustart des Meetings war notwendig, dann ging es. Im Großen und Ganzen ganz gut. Und ungewohnt. Man hörte sich hauptsächlich, nur die wesentlichen Redner wurden mit der Kamera sichtbar. Die Abstimmungen gestalteten sich ein wenig anders als gewohnt; es wurden Nein-Stimmen und Enthaltungen abgefragt, die Ja-Stimmen ergaben sich zwangsläufig. Es gab eh nicht viel zu entscheiden. Entlastung des Vorstands, Beitragserhöhung. Das war alles. Und völlig unproblematisch.
Die Diskussionen waren nicht ganz so ausufernd wie auf normalen MVen, aber es gab sie. Insgesamt …
Am Ende kickte mich Vodafone wieder raus. Als ich dann – nach drei sinnlosen DSL-Neustarts – wieder ins Netz kam, war die MV schon vorbei. Ich kam jedenfalls nicht mehr ins Meeting rein.
Das war also meine erste Online-MV. Okay. Gewöhnungsbedürftig. Die Vorstandstreffen machen wir schon lange online, bisher über Skype, jetzt über Blizz, denn der geschlossene Vertrag läuft noch bis 2021. Die MV hinterließ einen eher zwiespältigen Eindruck, glaube ich. Ich bin nicht sicher, ob ich sie nicht doch lieber in der althergebrachten Weise goutieren würde.
Aber das zeigt sich nächstes Jahr. Für mich sieht es nicht danach aus, als ob wir den Virus und die aus ihm resultierenden Umstände nächstes Jahr schon los wären …
Zum achten Mal
Zum achten Mal habe ich 2020 die Ehre, den QUARBER MERKUR zu layouten – und ich habe die Arbeiten heute beendet. Die Nummer steht, der Buchblock ist Korrektur gelesen, der Umschlag generiert. Es fehlt der Druckauftrag von Gerhard Lindenstruth, Verleger des QUARBER MERKUR, und auch seine Preisangaben (die allerdings vermutlich nicht weit von denen des QUARBER MERKUR 120 entfernt sein dürften, hat die # 121 doch gerade mal 4 Seiten mehr). Bis die Ausgabe 121 also käuflich zu erwerben sein wird, dauert es noch ein Weilchen, aber die Information möchte ich dennoch nicht vorenthalten.
Franz Rottensteiner (Hrsg.)
QUARBER MERKUR 121
Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift für Science Fiction und Phantastik
Verlag Lindenstruth, Giessen, September 2020, 304 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 934273 11 5
- Franz Rottensteiner: Einleitung
- Gundula Sell: Alle Inseln da, nur Soléa fehlt. Ursula K. Le Guins »Erdsee«-Gesamtausgabe – eine Welt im Wandel
- Fritz Heidorn: Arthur C. Clarke – Schriftsteller des Anthropozäns
- Michael Weisser: Die Zukunft der Science-Fiction in der digital vernetzten, intermedialen Gesellschaft
- Maria Galina: Zurückkehren und ändern. Die Alternativgeschichte Russlands als Widerspiegelung der traumatischen Punkte im Kollektivbewusstsein des postsowjetischen Menschen
- Franz York Haarmann: Eine »Mögliche Welt« am Anfang der Science Fiction: Kurd Laßwitz‘ Roman Auf zwei Planeten
- Wolfgang Both: Science Fiction in der Popmusik
- Marjan Asgari: Kafkas Erzählungen und der Hyperraum
- Sophie Mantrant: Ein Essay oder Fiktion? Über Hieroglyphics, a Note upon Ecstasy in Literature (Arthur Machen, 1902)
- Zarko Milenić: Warum der Film Stalker von Andrej Tarkowski nicht zum Genre Science-Fiction gehört
- Hans Esselborn: Dietmar Dath: Neptunation oder Naturgesetze, Alter!
- Marcel Schmutzler: Nur Realismus im Land der Trolle? Auf den Spuren einer aktuellen norwegischen Fantastik
- Franz Rottensteiner: »Für eine Handvoll Dollar mehr« – der seltsame Fall des Prozesses Stanislaw Lem gegen Franz Rottensteiner vor dem Handelsgericht Wien
- Christian Hoffmann, Hans Langsteiner, Franz Rottensteiner, Matthias Schmid, Ulrich Spiegel: Der Seziertisch
Das Titelbild stammt von Thomas Franke.
STORY CENTER: Storys im Zentrum
Die »Reihe« STORY CENTER hat eine lange Tradition. Die erste Ausgaben, die mir vorliegt, ist ein STORY CENTER EXTRA aus dem August 1995, zusammengestellt und herausgegeben von Jürgen Thomann, und dem Vorwort ist zu entnehmen, dass diese Ausgabe eine Art »Reboot« des zuvor schon existierenden STORY-CENTER-Projektes darstellte.
2006 wurde STORY CENTER, zuletzt betreut von Arno Behrend, endgültig eingestellt – jedenfalls was die direkte Beschäftigung des SFCD mit dieser Reihe anging. Ich übernahm den Namen und die Idee für meinen Verlag p.machinery, und 2009 ging es mit »Das Wort« (AndroSF 4) und »Boa Esperança« (AndroSF 5) weiter – und gleich erfolgreich, denn Matthias Falke konnte mit der Titelstory »Boa Esperança« den Kurzgeschichten-DSFP 2010 gewinnen.
In den nachfolgenden Jahren erlahmte dann die Erscheinungsfrequenz – aus den unterschiedlichen Gründen. Die ursprünglichen Jahresausgaben ließen sich nicht durchhalten, sodass die Angabe einer Jahreszahl entfiel. Und zwischendurch gab es längere Pausen, bis 2020 gleich drei STORY CENTER erschienen: »NUMMERN« (AndroSF 110), »KALTES KLARES WASSER« (AndroSF 114) und nun »PYROMANIA. DAS WELTENBRENNEN« (AndroSF 112).
Und es ist noch nicht zu Ende, denn mit »Das Erz der Engel« liegt noch eine zur Veröffentlichung bereite Anthologie vor, an der sich Detlef Klewer mit bekannt geschickter Hand ausgetobt hat.
Aber im Augenblick ist erst einmal die »PYROMANIA« im Zentrum der Aufmerksamkeit.
Klugscheißer & Naseweis
Ich benutze seit vielen Jahren KLCP, die K-Lite Codec Packs (siehe www.codecguide.com). Angefangen hat das in meinem letzten Job als ITler in einer Maschinenbaufirma, wo diverse Kollegen – vor allem im Vertrieb und im Service – häufig Videos mit mehr oder weniger dubiosen Codecs bekamen, die sie dann im »Windoof Media Bläher« nicht abspielen konnten. KLCP hat nicht nur und liefert immer noch die aktuellsten Codecs und zusätzliche Gimmicks: Sensationell gut ist auch der »Media Player Classic«, der zum Paket gehört (das es im Übrigen in verschiedenen Größen gibt; ich benutze die »Mega«-Version, »mit allem und scharf«), der einfach alles abspielt, was ein bewegtes Bild enthält, sogar Flash-Videos. Und natürlich Musik.
Heute Morgen wird mir ein Update gemeldet, dessen Installation sonst eine Sache von drei Klicks ist (herunterladen, starten, UAC abnicken). Heute Morgen käst mich jedoch der Chromescheißer an, das Update – eine *.exe, was als Downloadangebot zugegebenermaßen schon mal eine dämliche Idee ist – könne nicht heruntergeladen werden. Warum und wieso, das erklärt Google immerhin hier. Aber am Ende ändert das nichts – das ist Chromescheißerei.
Mit dem Button »Behalten« – von Holländern aus dem Japanischen ins Englische übersetzt – kann man die Datei immerhin trotzdem herunterladen. Dann aber schaltet sich Windowsweis ein und erzählt mir ebenfalls was vom Pferd. Aber auch hier lässt sich letztendlich das Update starten und installieren. (Und offensichtlich lernt Windoof, denn die Fehlermeldung zu der einmal freigegebenen und installierten Datei kommt nicht noch einmal.)
Solche Meldungen sind sicherlich sinnvoll. Aber nicht immer. Ich will mich nicht darauf herausreden, dass ich nach 18+ Jahren beruflicher IT-Tätigkeit und 30+ Jahren IT-Erfahrung insgesamt über genügend Erfahrungen verfüge, um Probleme zu vermeiden. Aber der ganze Vorgang ist gerade für unerfahrene Benutzer eher »gespenstisch« und auf vernünftigem Wege – inklusive einem Lernvorgang für zukünftige Fälle – nicht zu bewältigen. Das fängt an mit der dumm formulierten Chrome-Fehlermeldung und dem irreführenden »Behalten«-Button, es wird vor allem fortgesetzt durch die zu versteckten Lösungsmöglichkeiten. Und für mich als IT-Erfahrenen fehlt die Möglichkeit, den beiden Kameraden Chromescheißer & Windowsweis zu hinterlassen, dass KLCP eine ordentliche Software ist.

