Ungeklärt

Daniel Illy
ELYA-49
Books on Demand, Norderstedt, 2016, Taschenbuch, 397 Seiten, ISBN 978 3 7412 2355 6

VORBEMERKUNG
BoD ist ja inzwischen einigermaßen bekannt für Selfpublisherschrott. Leider. Dummerweise. Und die Bücher, die das Gegenteil beweisen, gehen vermutlich im Schrotthaufen schlicht unter. Aber nicht immer. Und es gibt sie wirklich. Die Edelsteinchen im Schrott.

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Die Literaten unter den Buchhändlern

scheinen bisweilen eher selten zu sein. Gerne lästere ich bisweilen über Buchhändler, denen offensichtlich die Fähigkeit des Lesens zu fehlen scheint. Und wirklich schlimm sind die Buchhändler, die mit den unterschiedlichsten – und erkennbar dämlichen – Ausreden ein Buch eben nicht verkaufen, weil es ihnen einfach zu viel Mühe ist.
Aber es gibt auch schöne Erfahrungen, überraschende, ansprechende, Mut machende. So bekam ich letztens eine Mail folgenden Inhalts:

[…] von einem Kunden habe ich soeben einen Flyer der Herbert W. Franke Werksausgabe in die Hand gedrückt bekommen. Sehr schön. Ob er denn die Bücher bei uns bestellen kann, da ich sie ja offensichtlich nicht in unserer Buchhandlung führe. Amazon mag er nicht. Ich auch nicht, deswegen ist die Triebfeder dieses Unterfangens nicht allzu sehr der schnelle Kommerz, sondern vielmehr der Stolz, die offensichtliche Scharte im Ansehen wieder auszuwetzen.
Wir sind seit 1981 eine Spezialbuchhandlung für SF und Fantasy und ich bin über diese Ausgabe selbst noch nicht gestolpert. Zumindest ein klein bisschen peinlich.
Also dem Kunden ein selbstverständlich – wir kümmern uns! – entgegengeschmettert und ihn dann seiner Wege ziehen lassen.
Bei unserem Barsortiment Libri mit mehr als einer Million ständig lieferbarer Bücher bin ich dann leider nicht fündig geworden, im Gegensatz zu Amazon. Da jetzt aber auf dem Flyer der freundliche Satz »Im Buchhandel, im Internet und direkt beim Verlag« prangt, hier meine Frage, ob und zu welchen Konditionen denn eine Belieferung des niedergelassenen Buchhandels vorgesehen ist. […]

Und auf die Frage, ob ich diese Zeilen veröffentlichen dürfe, erhielt ich die Antwort:

Auch wenn das gar nicht beabsichtigt war und eher der Gaul mit mir durchgegangen ist. Ja, das geschieht manchmal einfach so, ohne, dass man sich dagegen zur Wehr setzen könnte.
Freut mich, wenn die Formulierung zur Erheiterung und Freude beigetragen hat. Zitate sind immer okay. Da hab ich weder Angst, noch Scham.

In der Tat las sich das höchst ansprechend. Nicht nur, aber auch, weil Buchhändler selten sind, die überhaupt mehr Zeilen zusammenbringen, als die zum Zustandekommen eines Buchkaufes essenziell notwendigen.

Aber vielleicht hat das Wunder eine einfache Erklärung. Denn der betreffende Buchhändler ist Gerd Eibach von Hermkes Romanboutique, eben einer Spezialbuchhandlung für SF und Fantasy, wie man unschwer auf der Website www.comicdealer.de erkennen kann. Dass mein Verlag und sein Programm – nicht nur die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke – gefunden wurde, erfreut natürlich mein Verlegerherz. Da steckt Potenzial drin. Nicht nur literarisches.

Auf den letzten Drücker …

… ist Silvester 2016 noch die 256. Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN des Science Fiction Club Deutschland e.V. (SFCD) fertiggestellt worden. Am gestrigen Neujahrstag hat die Druckerei die Druckdaten und den Druckauftrag erhalten. Nach dem »Brocken« 255 zum BuCon 2016 ist die Ausgabe 256 mit »nur« 100 Seiten erwartungsgemäß schmal(er) ausgefallen.

ANDROMEDA NACHRICHTEN 256
SFCD e.V., Murnau, Januar 2017, 100 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
[[Redaxionelles]] Michael Haitel im Interview mit dem Bücherstadt Kurier — Stöbe im Spektrum — Neustart: SF-Personality — Frank Böhmert in Interview mit Michael Schmidt — Angelika Herzog: Pennemünde 2016 [[Conventions]] Uwe Lammers: Abenteuer Buchmesse-Con. Ein Besuch in Dreieich bei Frankfurt am 22. Oktober 2016 — Jürgen Lautner: Olé – wir fahr’n zum Con nach Barcelona. BCon 2016, Barcelona, 3.–6.11.2016 — Jürgen Lautner: Stairway to Heaven. MediKonOne 12.–14.8.2016 — Jürgen Lautner: Aus und vorbei? Die 10. SpaceDays 15.–16.10.2016 [[Fantasy]] mit Beiträgen von Karl Aulbach und Buchbesprechungen von Angelika Herzog, Manuel Bianchi, Jürgen Schnaus, Uwe Lammers und Martina Schiller-Rall [[Zwielicht]] Der Horror in den ANDROMEDA NACHRICHTEN, von Michael Schmidt [[Cinema]] mit Filmbesprechungen von Jörg Krömer [[e:Games]] mit Spielerezensionen von Gerd Frey [[Perry Rhodan]] Robert Hector: Ein kritischer Rückblick auf den Atopen-Zyklus [[Science]] mit Beiträgen von Robert Hector [[Fanzine Kurier]] mit Rezensionen von Holger Marks, Armin Möhle und Irene Salzmann [[Reissswolf]] zusammengestellt von Michael Baumgartner — Deutschsprachige Originalausgaben – mit Besprechungen von Ekkehardt Brux, Andreas Nordiek, Ralf Boldt, Kai Beisswenger, Michael Haitel — Marko Ferst: Abschied von der Welt des Überflusses — Übersetzungen in die deutsche Sprache – mit Besprechungen von Andreas Nordiek, Angelika Herzog und Jürgen Schnaus — Angelika Herzog: Tad Williams’ Otherland [[StoryFiles]] Uwe Lammers: Der Platz der Steine, Teil 2

Das Titelbild stammt von Frank G. Gerigk.

Diese Ausgabe gibt es auch zum Download: https://www.sfcd.eu/download/pubs/an201-300/an256open.zip.

Immer noch hinterher

Die Zeit rast wie bekloppt. An manchen Tagen weiß ich nicht mehr, wie ich in den wenigen Stunden, die bleiben, ich das Pensum bewältigen soll, das ich gerne bewältigen würde. Ist das Stress? Nein. Stress ist es erst, wenn man daran zerbricht. Und dennoch. Die kleinen Aufgaben, die man tagtäglich erfüllen muss, sind so zahlreich —

Dieses Buch jedenfalls ist auch schon wieder einige Wochen auf dem Markt, ohne dass ich bislang die Gelegenheit hatte, es hier zu erwähnen. »Planet der Verlorenen« ist der Band 6 der »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke« in meinem Verlag, und auch wenn der Text gerne einige Kritiken einfängt, ist es eine wunderbare Erweiterung meiner »Werkausgabe«.

Details zum Buch gibt es hier.

Mehrfach fantastisch

Andreas Eschbach
TEUFELSGOLD
Bastei Lübbe, Köln, 2016, Hardcover mit Schutzumschlag, 511 Seiten, ISBN 978 3 7857 2568 9

VORBEMERKUNG

Gemeinhin bezeichnet man den Text auf der Rückseite eines Buches, der Auskunft über Inhalt, Pressestimmen und manchmal auch puren Unsinn geben soll, als »Klappentext«, obwohl es sich eher um einen »(Buch-) Rückseitentext« handelt. Einen echten »Klappentext« findet man in der Regel heutzutage in Hardcovers mit Schutzumschlag – so auch in diesem Fall.

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Verramschte Würde

Jens Lubbadeh
UNSTERBLICH
Heyne Verlag, München, 2016, Paperback, 445 Seiten, ISBN 978 3 453 31731 4

VORBEMERKUNG
Ende August 2016 fand in Oldenburg der MediKonOne statt, und aus nicht genau bekannten Gründen hatte sich der Heyne Verlag nicht lumpen lassen und mehrere Hundert Exemplare dieses Buches spendiert, sodass jeder Conbesucher ein Exemplar in der Contüte vorfand. Ich auch.

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Noch kein Jubiläum

Wenn ich richtig gerechnet habe, mache ich die ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD schon wieder seit Ausgabe 216. Oder doch 215? Egal – ich glaube, es spielt kaum eine Rolle, ob es 39 oder 40 Ausgaben an einem Stück sind, die ich schon wieder vorgelegt habe. Summasummarum dürfte mir dieser Rekord in diesem Leben nicht mehr zu nehmen sein. (Und ich bin ja noch nicht fertig …)

Der BuCon steht jedenfalls vor der Tür, und inzwischen traditionell (erstmals 2008) erscheint dazu die passende ANDROMEDA-NACHRICHTEN-Ausgabe, diesmal wieder ein richtiger Brocken mit immerhin 152 Seiten Umfang:

ANDROMEDA NACHRICHTEN 255
SFCD e.V., Murnau, Oktober 2016, 152 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

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In bester Gesellschaft

»Computer sind doof« tönten Spliff in den 80ern, und als IT-Mitarbeiter meines hauptberuflichen Arbeitgebers kann ich vieles, aber nicht widersprechen. Und nicht nur Computer sind doof. Nein, nein, hier sind nicht die Probleme, die vor dem Bildschirm sitzen gemeint. Vielmehr geht es um

CreateSpace

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Hinterher gehinkt: Frankes »Stahlwüste«

Mit den Informationen zu den neu erschienenen Büchern meines Verlages p.machinery bin ich ein wenig hinterher – nicht nur »wie es scheint«, sondern definitiv. Deshalb bin ich mit dem fünften Band der SF-Werkausgabe Herbert W. Franke, dem Roman »Die Stahlwüste« (AndroSF 60), deutlich spät dran, denn das Buch gibt es als Paperback und Hardcover schon seit April. Aber gut … die Bücher rennen euch nicht weg, sind problemlos lieferbar. – Details zum Buch: hier.