Erstlingswerk mit Spoilernotwendigkeit

Arno Endler
PARACELSUS
Atlantis-Verlag, Stolberg, März 2015, E-Book, ISBN 978 3 86402 237 1

VORBEMERKUNG
Arno Endler ist der Mann, wegen dem im Heise-Verlag schon eine Umbenennung der c’t in ae’t o. ä. nachgedacht wurde; seine Erfolgsquote bei der Platzierung von Kurzgeschichten in diesem Computertechnikmagazin lässt auf einen nicht unerheblichen Fankreis im Heise-Verlag schließen.
Arno Endler ist der Mann, dem ich böse sein sollte, weil er mir seinen ersten Roman nicht auch angeboten hat, nachdem wir mit »Am Anfang« (AndroSF 44) schon eine gemeinsame Storysammlung veröffentlicht hatten. Aber wozu sollte das gut sein? Zumal ich Guido Latz und seinen Atlantis-Verlag mag.

VORWARNUNG
Wichtig für den Leser dieser Rezension an dieser Stelle ist, dass in dieser Rezension zwangsläufig gespoilert wird. Die Handlung des Buches erzwingt es, möchte ich nicht mit inhaltslosen Plattitüden und Ausreden daherkommen. Wer das Buch also noch nicht kennt und ungetrübt die Spannung des Werkes genießen möchte, sollte sich hier verabschieden.

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Wegen Slapsticküberdosierung abgebrochen

Miguel de Torres
Neulich in der Galaktischen Union
Das erste Buch Abdullah
E-Book, Du-Lac-Verlag, Kassel, 2015, ca. 201 Seiten (lt. E-Book-Reader-Anzeige), ISBN E-Book lt. Impressum 978 3 9816543 3 2 (lt. Amazon ohne ISBN), ISBN der broschierten Printausgabe (lt. Amazon) 978 3 9816543 2 5

VORBEMERKUNG
Das E-Book war mir für den DSFP 2016 angeboten worden. Eine Lektüre hätte also nicht geschadet.

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Babys erstes Baby

In meinem Verlag gibt es ja sogenannte Imprints. Das sternwerk von Sven Klöpping, Haller von Corinna Griesbach. Und auch Die|QR|Edition. Die hat nun die erste Ausschreibung aufgelegt:

Unter dem Titel »QR|codes – Wir. Sind die Zukunft.« präsentiert Die|QR|Edition ihre erste Ausschreibung zu einem Literaturwettbewerb zur Zukunft der digitalen Gesellschaft und der Intervention der Spezies »i:Code«. Innovation, Provokation, Vision, Spannung – und die praktische Definition des Begriffs der »Literatur 4.0« sind das Ziel. – Alle wichtigen Details finden sich hier.

(Die einzelnen QR|codes in der obigen Abbildung können mit der gratis verfügbaren App i-nigma problemlos gelesen werden. Probieren Sie es mal aus …).

Langeweile? Pah!

Nicht nur ich habe Langeweile, weshalb ich mich mit Arbeit zuschütten lasse – Ellen Norten offensichtlich auch. Sie hat sich eine Anthologieidee einfallen lassen, die aktuell auf pmachinery.de ausgeschrieben wurde und wird:

Das Alien tanzt Kasatschok
Komische Geschichten aus einem lustigen Universum

Weltuntergangsszenarien gibt es in der Science-Fiction zuhauf, Prognosen für eine düstere Zukunft ebenfalls. Doch wie könnte das Gegenteil aussehen?
»Good news« gelten gemeinhin als uninteressant, die Storys sollen deshalb zeigen, dass das nicht stimmt. Hier geht es um Geschichten, die skurril und ungewöhnlich, vor allen Dingen aber lustig sein sollen, dazu aus dem Bereich der Science-Fiction, Fantastik oder sogar dem Horror stammen dürfen. Comedy und Satire sind angesagt – Klamauk ist unerwünscht. Finstere Aliens finden in dieser Anthologie keinen Platz – es sei denn, sie reizen die Lachmuskeln. Die Länge der Geschichten ist nicht limitiert, sollte aber für eine Anthologie noch vertretbar sein.

Die Manuskripte sind bitte bis zum 31.03.2016 an Ellen Norten (ellen.norten@gmx.de) zu senden.

Die Anthologie wird von Ellen Norten herausgegeben und im Verlag p.machinery zu Murnau am Staffelsee in der Reihe »AndroSF« verlegt werden. Sofern oben nicht anders genannt, gelten die Bedingungen für Ausschreibungen unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/projektbedingungen und die Anforderungen an Manuskripte unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/manuskripte. Der zugrunde zu legende Autorenvertrag findet sich unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/vertraege.

Jegliche Korrespondenz wird bitte mit der Herausgeberin geführt.

Da ist ein Banner an der Wand

Es gibt viele Bibliotheken in der Welt, angefangen von den großen Nationalbibliotheken (wie der Deutschen in Frankfurt und Leipzig, der Library of Congress in Washington und vielen anderen) bis hin zu spezialisierten Bibliotheken wie der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar und – der Villa Fantastica in Wien.

Dieser Bibliothek bin ich aus verschiedenen Gründen zugetan. Zum einen bin ich aktives SFCD-Mitglied, und der SFCD e.V. unterstützt nach seinen Möglichkeiten alle Projekte, die wiederum der Unterstützung der fantastischen Literatur dienlich sind. Zum anderen bin ich Verleger (mit dem Verlag p.machinery) fantastischer Buchreihen und ich gönne mir den Luxus, die Villa Fantastica mit jeweils zwei (selbst erwählten) »Pflichtstücken« zu bedienen (wie es die Deutsche Nationalbibliothek und die für meinen Verlag zuständige Bayerische Staatsbibliothek von Gesetzes wegen verlangen). Und wenn sich Gelegenheiten bieten, noch mehr für die Villa F. zu tun, dann bin ich dem nicht abgeneigt.

Vor geraumer Weile kam Helmuth W. Mommers auf mich zu, ob ich der Villa ein Grafikmotiv für ein Banner beschaffen könnte, das man an der Straße aufspannen wollte, um mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Kein Problem, das wusste ich, und natürlich wusste ich auch, dass mein Haus-, Hof- und Lieblingsgrafiker Lothar Bauer mit von der Partie sein würde. Et voilà – das ist das Ergebnis:

Das Bild gibt es auch in größer – und in ganz groß.

Bis mich das Foto erreichte, hat es ein wenig gedauert – die Villa-F.-Mitarbeiter haben sicherlich einiges zu tun. Aber es ist mir dauerhaft eine Ehre, geholfen haben zu dürfen. Das Bild stammt, wie gesagt, von Lothar Bauer; die Titelei habe ich aufgebracht, und das Banner selbst haben die Villa-F.-Mitstreiter selbst herstellen lassen.

Sterne mit Verzögerung

Phase X gibt es nach wie vor, und die Verzögerungen im Erscheinungsrhythmus pendeln sich langsam auf den Status »regelmäßig« ein. Macht aber nichts. Die aktuelle Ausgabe 11, die in einigen Tagen aus der Druckerei kommen wird – so Guido Latz, Chef vons Verlach, und SdL, Druckerei, wollen – dreht sich rund ums Thema »Astronomie«.

Ulrich Blode, Michael Haitel, Guido Latz (Hrsg.)
PHASE X – Das Magazin für Phantastik # 11 – Astronomie
Atlantis Verlag, Stolberg, Juli 2015, Paperback, 108 Seiten, ISBN 978 3 86402 225 8
EUR 7,90 (DE)

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Scheinbar fast an mir vorbei

Scheinbar ist es fast an mir vorbeigegangen. Das Jubiläum der 250sten Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD e.V. Es ist eine schöne runde Zahl. Mehr aber auch nicht. Oder doch: Die ANDROMEDA NACHRICHTEN 250 erscheinen einigermaßen pünktlich zum 60jährigen Jubiläum des SFCD e.V., das an diesem Wochenende in Wetzlar auf dem WetzKon II gefeiert werden wird. Aber das ist auch alles. Immerhin sind die ANDROMEDA NACHRICHTEN erstmals 1970 erschienen – da war der SFCD schon lockere 15 Jahre alt.

Trotzdem ist eine recht hübsche Nummer daraus geworden, wenn auch nicht mit durchgängig fröhlichem Inhalt, denn unter anderem geht es auf einer breiten Textstrecke um den Tod von Wolfgang Jeschke.

Und dennoch … Wenn ich richtig gerechnet habe, ist die Ausgabe 250 die 34ste Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN, die ich in meiner zweiten Amtszeit als ANDROMEDA-NACHRICHTEN-Chefmaxe gemacht habe, seit ich 2006 wieder in den Laden SFCD eingestiegen bin.

ANDROMEDA NACHRICHTEN 250
SFCD e.V., Murnau, Juli 2015, 100 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
Ian Watson: Gigamesh. Die größte Buchhandlung in Europa
Gerd Maximovic: Statt eines Vorworts
Nachrufe: Crossvalley Smith, Wolfgang Jeschke
Interview: Michael Schmidt interviewt Ulrich Blode
Conventions: PentaCon 2015, Kamuran Sezer: DortCon 2015, EuroCon 2017 in Dortmund!, Jürgen Lautner: Close Encounters of the Strange Kind – My SFCD 60
Preise: CSP 2015, DSFP 2015, KLP 2015
Karl E. Aulbachs »Fantasy«
Hermann Urbaneks letzte »LiteraTour«
Jörg Krömers »Cinema«
Gerd Freys »eGames«
Robert Hectors »Science«
Klaus Marions »Asimov-Kellerbar«
Armin Möhles »FanzineKurier«
Michael Baumgartners »Reissswolf«
StoryFiles: Bernd Schulze-Bauer: Der fremde Planet

Das Titelbild stammt von Andreas Schwietzke.

Ein Magazin zum Jubeljahr

Der SFCD feiert in diesem Jahr nicht nur seinen 60sten Gründungstag, sondern auch das 30jährige Jubiläum des Deutschen Science-Fiction-Preises (DSFP), der 1985 erstmals unter damaligen Namen »SFCD-Literaturpreis« vergeben wurde. Zu diesem Anlass gibt es ein ANDROMEDA SF MAGAZIN mit der Nummer 153, das ich erstellen durfte:

ANDROMEDA SF MAGAZIN 153
SFCD e.V., Murnau, Juni 2015, 44 Seiten A4, EUR 5,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
Thomas Recktenwald zu 60 Jahren SFCD
Ralf Boldt zu 30 Jahren DSFP
Reprint von ANDROmeda 1 (September 1955)
Reprint von »Die Zukunft im Buch. Liste der deutschen Zukunftsromane« (und Nachtrag, 1955)

Das Titelbild stammt von Alexander Preuss.