Zum achten Mal

Zum achten Mal habe ich 2020 die Ehre, den QUARBER MERKUR zu layouten – und ich habe die Arbeiten heute beendet. Die Nummer steht, der Buchblock ist Korrektur gelesen, der Umschlag generiert. Es fehlt der Druckauftrag von Gerhard Lindenstruth, Verleger des QUARBER MERKUR, und auch seine Preisangaben (die allerdings vermutlich nicht weit von denen des QUARBER MERKUR 120 entfernt sein dürften, hat die # 121 doch gerade mal 4 Seiten mehr). Bis die Ausgabe 121 also käuflich zu erwerben sein wird, dauert es noch ein Weilchen, aber die Information möchte ich dennoch nicht vorenthalten.

Franz Rottensteiner (Hrsg.)
QUARBER MERKUR 121
Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift für Science Fiction und Phantastik
Verlag Lindenstruth, Giessen, September 2020, 304 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 934273 11 5

  • Franz Rottensteiner: Einleitung
  • Gundula Sell: Alle Inseln da, nur Soléa fehlt. Ursula K. Le Guins »Erdsee«-Gesamtausgabe – eine Welt im Wandel
  • Fritz Heidorn: Arthur C. Clarke – Schriftsteller des Anthropozäns
  • Michael Weisser: Die Zukunft der Science-Fiction in der digital vernetzten, intermedialen Gesellschaft
  • Maria Galina: Zurückkehren und ändern. Die Alternativgeschichte Russlands als Widerspiegelung der traumatischen Punkte im Kollektivbewusstsein des postsowjetischen Menschen
  • Franz York Haarmann: Eine »Mögliche Welt« am Anfang der Science Fiction: Kurd Laßwitz‘ Roman Auf zwei Planeten
  • Wolfgang Both: Science Fiction in der Popmusik
  • Marjan Asgari: Kafkas Erzählungen und der Hyperraum
  • Sophie Mantrant: Ein Essay oder Fiktion? Über Hieroglyphics, a Note upon Ecstasy in Literature (Arthur Machen, 1902)
  • Zarko Milenić: Warum der Film Stalker von Andrej Tarkowski nicht zum Genre Science-Fiction gehört
  • Hans Esselborn: Dietmar Dath: Neptunation oder Naturgesetze, Alter!
  • Marcel Schmutzler: Nur Realismus im Land der Trolle? Auf den Spuren einer aktuellen norwegischen Fantastik
  • Franz Rottensteiner: »Für eine Handvoll Dollar mehr« – der seltsame Fall des Prozesses Stanislaw Lem gegen Franz Rottensteiner vor dem Handelsgericht Wien
  • Christian Hoffmann, Hans Langsteiner, Franz Rottensteiner, Matthias Schmid, Ulrich Spiegel: Der Seziertisch

Das Titelbild stammt von Thomas Franke.

STORY CENTER: Storys im Zentrum

Die »Reihe« STORY CENTER hat eine lange Tradition. Die erste Ausgaben, die mir vorliegt, ist ein STORY CENTER EXTRA aus dem August 1995, zusammengestellt und herausgegeben von Jürgen Thomann, und dem Vorwort ist zu entnehmen, dass diese Ausgabe eine Art »Reboot« des zuvor schon existierenden STORY-CENTER-Projektes darstellte.

2006 wurde STORY CENTER, zuletzt betreut von Arno Behrend, endgültig eingestellt – jedenfalls was die direkte Beschäftigung des SFCD mit dieser Reihe anging. Ich übernahm den Namen und die Idee für meinen Verlag p.machinery, und 2009 ging es mit »Das Wort« (AndroSF 4) und »Boa Esperança« (AndroSF 5) weiter – und gleich erfolgreich, denn Matthias Falke konnte mit der Titelstory »Boa Esperança« den Kurzgeschichten-DSFP 2010 gewinnen.

In den nachfolgenden Jahren erlahmte dann die Erscheinungsfrequenz – aus den unterschiedlichen Gründen. Die ursprünglichen Jahresausgaben ließen sich nicht durchhalten, sodass die Angabe einer Jahreszahl entfiel. Und zwischendurch gab es längere Pausen, bis 2020 gleich drei STORY CENTER erschienen: »NUMMERN« (AndroSF 110), »KALTES KLARES WASSER« (AndroSF 114) und nun »PYROMANIA. DAS WELTENBRENNEN« (AndroSF 112).

Und es ist noch nicht zu Ende, denn mit »Das Erz der Engel« liegt noch eine zur Veröffentlichung bereite Anthologie vor, an der sich Detlef Klewer mit bekannt geschickter Hand ausgetobt hat.

Aber im Augenblick ist erst einmal die »PYROMANIA« im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Das Ende der menschlichen Intelligenz

Ja, ich weiß, es fehlt noch meine Begründung, warum ich am 31.08. bei Facebook ausgestiegen bin. Das ist nicht vergessen. Aber vielleicht brauche ich auch nur abzuwarten, bis Dritte genügend Gründe liefern. Ob das nun meine sind – die Folgenden sind es nicht – oder nicht, spielt möglicherweise keine Rolle.

Es ist eine Art Binsenweisheit, dass jede Kultur irgendwann in Dekadenz versinkt. Ob es die Griechen waren, das Römische Reich, Frankreich, Britannien, gleichgültig. Auch die Menschheit wird irgendwann in Dekadenz und Verdummung versinken. Das kann noch dauern, aber es wird irgendwann so weit sein. Und irgendwann fängt es an. Einen Anfang hat das Internet gemacht, die Erfindung des WWW, die Schaffung sogenannter sozialer Medien (deren Betreiber schon nicht wissen, was hinter dem Begriff »sozial« steckt).

Der Internet ist dabei, dem Menschen die Fähigkeit zu rauben, sich körperlich zu bewegen. Die Idee, zu einem Buchhändler zu gehen, um ein Buch zu kaufen, wird nicht nur durch das Internet, sondern auch durch dumme Buchhändler mit eingeschränkten Recherchemöglichkeiten zerstört, bevor jemand auf die Idee gekommen ist, es auszuprobieren.

Aber nur, weil es das Internet gibt, heißt das noch nicht, dass jemand es schafft, sich beim inzwischen weltweit wohl größten Buchhändler, dem bösen, bösen A(mazon) kundig zu machen und zuzuschlagen. Und wenn schon zahlreiche Buchhändler nicht fähig sind, auf der Suche nach einem Buch den Verlag zu kontaktieren, dann muss ein Buchkäufer in spe das zweimal nicht können.

Es stellt sich die Frage, was zuerst kommt: Dummheit oder Dekadenz. Oder ist Dummheit ein Bestandteil der Dekadenz? Dieser Fall hier ist jedenfalls auch einer – wenn auch einer der nachrangigeren – Gründe, warum ich Facebook verlassen habe. Meine Bücher in einer Horde offensichtlich des Denkens nicht mehr Mächtiger anzubieten, das fühlt sich für mich idiotischer an, als Eulen nach Athen zu tragen. Die Eulen schaffen es immerhin auch in Athen, zu fliegen. Ganz ohne Facebook, ganz ohne dumme Bemerkungen.

NOVA 29 – Im Fokus der Gestrengen

NOVA 29 ist eine ganz normale Ausgabe geworden. Erstklassige Geschichten – ich habe sie selbst mehrmals während der Produktion lesen dürfen und finde sie durchgehend stark. Auch der Sekundärteil zum Thema der Simulationshypothese ist ausgesprochen gelungen und zeigt, dass es neben literarischen auch sekundärliterarische Beiträge gibt, die es zu veröffentlichen lohnt. Abgerundet wird die Ausgabe einmal mehr – leider – von zwei Nachrufen (auf Syd Mead und Mike Resnick, letzterer geschrieben von keinem Geringeren als Cory Doctorow) und einer Reihe von hübschen und großteils farbigen Illustrationen. Eine schöne Ausgabe …

Einer, der meckert, findet sich ja immer. Und gerade NOVA wird da gerne als Ziel niederträchtiger Gelüste gewählt. Obwohl …

Es begann mit der in diesen Zeiten schon manischen Kritik an der beinahe schon unübersichtlichen Zahl von weiblichen Schriftstellern, die in NOVA 29 vertreten sind: Null. Die Zahl ist die Null. Selbstredend findet sich die Ursache schnell im Redaktionsteam, bei den Herausgebern, dem Verlag – und die Bundeskanzlerin hat sich zur Kritik nur noch nicht geäußert.

Die Kritiker an diesem Umstand gehören genau dem Geschlecht an, das sich in dieser Hinsicht auskennen muss. Männer. Schwanzträger. Den Schwanz haben einige auch gleich eingekniffen, als ich festgestellt habe, dass diese immer wiederkehrende Kritik angesichts der immer gleichen Begründung – einmal mehr vorgetragen von meinem Mitherausgeber Michael K. Iwoleit – und der immer gleichen zugrundeliegenden Umstände – weibliche Schriftsteller, die nichts einreichen, werden in NOVA einfach nicht veröffentlicht – langweilig und wenig konstruktiv ist. Einer der immer zu findenden Fachleute diesbezüglich fand das »pauschal pampig« …

… und damit wechselte der Fokus auch gleich auf das Titelbild, das – um es kurz zu machen – als sexistisch eingestuft wurde, wobei man insbesondere kritisierte, dass der Po einer – freilich beleglos – eindeutig als weibliches Wesen ausgemachten Zeichenfigur nicht nur von unten rot beleuchtet wird, sondern auch noch auf dem Buchrücken zu finden ist. Es wurde nicht gefordert, darf aber unterstellt werden, dass hier der Wunsch bestand – und möglicherweise besteht –, das Bild in diesem Bereich so zu beschneiden, dass der Po verschwunden wäre, wie diejenigen, die dies fordern könnten, möglicherweise auch sonst gerne in erogenen Zonen – zu denen ein Po zu zählen ist – herumschnippeln.

Freilich waren nicht alle Kritiker dieser Meinung. Speziell im Hinblick auf das Titelbild gab es auch Gegenstimmen, und mindestens eine war so eindeutig, dass sich Lothar Bauer, der Künstler des Titelbildes, trotz allem freuen darf, der 29. Ausgabe des NOVA Science-Fiction-Magazins ein solches Bild vermacht zu haben.

Ich für meinen Teil bin »nur« Herausgeber und »nur« Verleger von NOVA, auch der 29. Ausgabe. Ich muss meine NOVA-Kollegen gar nicht erst fragen, was sie von der Sache halten. Alle sind der gleichen Meinung, die fehlenden weiblichen Schriftsteller sind ein Skandal, und ein Titelbild ohne männliche Geschlechtsteile ist ein Unding. Ich selbst finde NOVA 29 inhaltlich wie auch optisch gelungen, das Titelbild gefällt mir und den – tatsächlich unabsichtlich dort positionierten – Po auf dem Buchrücken finde ich niedlich. Für NOVA 30 haben wir schon die Konsequenzen gezogen und werden dort einen nackten Männerhintern präsentieren – freilich nicht auf dem Buchrücken, obwohl … –, und auch für NOVA 31 kann ich schon etwas speziell für die Freunde des Antisexismus versprechen. Bis dahin darf auf keinen Fall vergessen werden, dass sich Sexismus freilich ausschließlich auf die Darstellung des spärlich bis unbekleideten Körpers des Weibes bezieht, während die Darstellung seines nackten Körpers dem Manne recht geschieht.

It’s a Scan Day

DSF³A könnte ich auch als DSFFFA schreiben, aber DSF³A sieht cooler aus. Es ist die Abkürzung für ein Projekt namens »Deutsches Science-Fiction-&-Fantasy-Fanzine-Archiv«. Ein Scanprojekt. Irgendwann habe ich angefangen, Fanzines zu scannen und auf meinem Server abzulegen. Ich glaube mich zu erinnern, dass es Druckvorlagen meiner eigenen Fanzines aus lange zurückliegender Vergangenheit waren. Genau weiß ich es nicht mehr. Von irgendwoher kamen dann andere Fanzines dazu, und die Produkte, die ich irgendwann begann, am Computer zu produzieren, fanden sich auch in der Sammlung ein.

Was aus diesem Projekt werden wird, weiß ich nicht. Ob ich jemals die Ergebnisse meiner Arbeiten veröffentlichen werde? Ob sie auf meinem Server verstauben werden – was natürlich gar nicht möglich ist? Wie gesagt, ich weiß es nicht. Gegen eine Veröffentlichung sprechen die vielfältigen Problem- und Fragestellungen des Urheberrechts. Sicherlich wird es möglich sein, SFCD-Publikationen – wie die ANDROMEDA NACHRICHTEN und das ANDROMEDA SF MAGAZIN – innerhalb des SFCD verfügbar zu machen, aber so sicher ist auch das nicht.

Aber eigentlich mache ich mir darüber keine Gedanken. Muss ich auch nicht. Ich konnte schon mit einigen Scans aushelfen. Zuletzt war Michael Marrak auf der Suche nach Rezensionen zu einer DENEBOLA-Ausgabe, die er mal gemacht hat. Und sicherlich ergeben sich da auch noch andere Möglichkeiten. Vielleicht wäre es schon eine Hilfe, würde ich das Projekt bekannter machen. Andererseits …

Heute war »Scan Day«. So nenne ich die Tage, an denen ich mit zwei Rechnern arbeite, an denen ich zwei oder gleich drei Scanner beschäftige. Ich bin gut ausgerüstet: zwei Konica, ein Sharp, ganz neu eine Optoma-Dokumentenkamera, die ich aber noch nicht richtig ausgetestet habe. Heute waren es vor allem Fanzines aus dem EDFC, aus dem Fantasy Club und FOLLOW. Und Vorbereitungen für den nächsten geplanten Scan Day am kommenden Donnerstag.

Am Ende des Tages bin ich immer ein wenig befriedigt. Ich habe was geschafft. Obwohl die Kartons, die da noch rumstehen, scheinbar nicht weniger werden …

Zeit für die Zukunft

Zeit für die Zukunft ist immer. Mit schönen Fotos und im wahrsten Sinn des Wortes fantastischen Geschichten. Mehr über das Buch erfährt man hier – und vor allem hier. Und erwähnt wurde das Buch schon im Zusammenhang mit den Buchmördern: hier. Ich kann mich also kurz fassen:

Büchermörder unter uns

Sie sind überall. Hinter jeder Ecke. Vor jedem Bücherregal. In Buchläden, bei Amazon und auf Flohmärkten.
Büchermörder.
Brutale, hinterfotzige, gemeine, rücksichtslose, blutgierige Büchermörder.

»DIE ZUKUNFT und andere verlassene Orte« ist der erste Band eines Duos mit Geschichten deutlich erkennbar fantastischen Einschlags und Fotos von Sebastian Schwarz, einem Fotografen, der sich auf sogenannte »Lost Places« spezialisiert hat. Das Buch ist frisch erschienen, die Beleg- und Autorenexemplare sind verschickt.
Einer der Empfänger schreibt:
»[…] sehr gelungen, Fotos ausgezeichnet, ein gutes Buch, leider brach bei zwei Büchern beim Blättern das Cover …«
Sein Beweis:


Während ich noch versuche, den Schock zu verdauen, informiere ich die Druckerei. Die meint dazu:
»Ich bin schockiert, aber das kann nie und nimmer beim Umblättern passiert sein. Der Kunde hat die Seite festgehalten und dann versucht das Buch von A nach B zu tragen. Dabei ist die Seite rausgerissen, weil das Gewicht zu groß war.«

Und dann beteiligt sich auch noch die Herausgeberin am Büchermord:
»Ich hab ein Exemplar geopfert und unter folgenden Bedingungen dasselbe Ergebnis erzielt: Vorderes Cover aufschlagen, mit links halten, mit rechts das gesamte Buch zur anderen Seite reißen. Mit SEHR viel Kraft ging es kaputt. Wie gesagt: durch unsanftes Umklappen, was ich bei Hardcover nicht tun würde, ist nichts passiert.«

Drei unschuldige Bücher wurden Opfer brutaler Büchermörder. Und niemand nimmt sich ihrer Hinterbliebenen an, niemand führt die Täter zum Schafott.

Das Universum ist ein Loch. In dem schwimmt viel Scheiße, und obenauf nebst anderem Gesocks: Büchermörder. Reicht es denn nicht, Bücher in der Kritik zu VERreißen – muss man sie auch noch ZERreißen? Schluchz!

Andeutungsweise

2018 habe ich in meinem Verlag Reihen eingestellt. »Action, Thriller, Mystery«, »ErlebnisWelten« – niemand wollte Erlebnisse von den Reisen anderer lesen –, »Fantasy« – vor allem, weil man nur Multilogien mit Plots immer wiederkehrenden Musters angeboten bekommt –, »Horror« – weil mein Verlag da eindeutig nur ein kleines Licht bleiben konnte.
2020 folgte »ErlebnisHund«. Wie bei den »ErlebnisWelten« interessieren Bücher über das Leben mit Hunden niemanden. Nicht nur bei den Lesern, sondern schon bei der Journaille.

Science-Fiction bleibt der Schwerpunkt. Mit der Hauptserie »AndroSF«, mit den »Welten der SF« – der zweite Band mit Werken von Jörg Weigand nähert sich der Fertigstellung, das dauert aber noch –, »ProtoSF« ist auch noch in der Planung. Die Werkausgaben zu Herbert W. Franke und Tiny Stricker entwickeln sich. »ErlebnisMalta« hat endlich seine erste Autorin gefunden und den Start hingelegt. Und von den sogenannten Imprints muss ich gar nichts schreiben.

Aber das hauptsächliche Genre, die SF, bekommt ein neues Kind. Ein Kindlein. Etwas Kleines. Auch vom Buchformat her. »Fantastica minimalis« wird das Baby heißen. Und es wird Monografien veröffentlichen. Ein erster Band liegt schon auf dem Server. Und eigentlich fehlt nur noch die Antwort auf die Frage des genauen Formates. Wir tendieren in Richtung Reclam-Hefte. Aber das letzte Wort hat da der Digitaldrucker. Der muss das ja können.
Die Idee stammt übrigens von Jörg Weigand, den ich hier auch als Herausgeber der Reihe zu führen gedenke. Denn: Ehre, wem Ehre gebührt.

TRPM left the planet

Im März haben wir – Rainer Schorm, Jörg Weigand als Herausgeber und ich als Verleger – noch ein Buch zu seinem 80sten Geburtstag gemacht, den er am 12. März feierte, ein Buch, über das er sich sehr gefreut hat, wie wir erfahren durften. Am 31. August ist er nun von uns gegangen – Thomas R. P. Mielke.

Einen wirklichen Nachruf auf ihn kann ich hier nicht schreiben, dafür kannte ich ihn nicht gut genug. Was ich über ihn zu sagen hätte, habe ich in einem Text in dem erwähnten Geburtstagsbuch geschrieben. Und diesen Text möchte ich hier der Einfachheit halber noch einmal veröffentlichen – auch wenn er absolut nicht als Nachruf gedacht war.

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Was vom Tage bleibt

  • Erkenntnisse. Erledigungen.
  • Heute Morgen habe ich mein Konto geplündert. Monatsanfang. Dabei auch eine Stromnachzahlung von gut 900 Euro. Der monatliche Abschlag ist nun dreimal so hoch wie zuvor. Es ist kein Wunder. Als wir im Dezember 2018 eingezogen sind, hatte das Haus lange leer gestanden. Und bis zum August 2019 ergab sich da noch keine gravierende Änderung. Aber jetzt eben. Und da war es besonders erbaulich, heute Morgen zu erkennen, dass Frau über Nacht das Licht im Wohnzimmer brennen ließ. Ich tendiere zu Bewegungsmeldern. Sie nicht. Und mehr Hirn ist auch nicht recht. Muff.
  • Mittelfristig werde ich einen anderen Anbieter suchen, aber so einfach ist das nicht, wie das in der Werbung immer dargestellt wird. Nunja. Warum sollte es auch einfach gehen, wenn’s schwieriger auch geht.
  • Und in den nächsten Tagen kommen noch mehr solche Brocken. Der Schaltungsdienst will auch sein Geld. Seufz. Ich würde mich freuen, wenn die Lottogesellschaft, die für die Ziehung zuständig ist, endlich meine Faxe lesen und umsetzen würde …
  • Das aktuellste Buch von Heinrich »Tiny« Stricker ist in Arbeit. Heute habe ich den Druck des »U-Bahn-Reiter« – Band 11 der Werkausgabe – freigegeben. Wie gehabt wird das Buch als Hard- und als Softcover erscheinen.

Das Titelbild zeigt den Münchner U-Bahnhof Westfriedhof.

  • Auch das neue Buch von Gabriele Behrend – »Salzgras & Lavendel« der Titel – wird wieder mit den merkwürdigen Ansichten der Kritiker zu kämpfen haben (wie derzeit auch »Land unter« von Dieter Rieken, aber darauf komme ich noch separat zu sprechen bzw. zu schreiben). Da bin ich leider sicher. Das Buch erfüllt eigentlich alle Kriterien eines Science-Fiction-Buches – ob die Autorin das auch so sieht, habe ich noch nicht erfragt –, dennoch werde ich das Werk zwar entsprechend bekanntmachen, aber vorsichtshalber in der Reihe »Außer der Reihe« veröffentlichen. Da muss sich das sehr intensive, sehr tiefgehende Werk wenigstens nicht die Kritik gefallen lassen, falsch gelabelt zu sein. Wobei diese Etikettiererei eh meist Etikettenschwindel ist.