Was vom Tage bleibt

  • Erkenntnisse. Erledigungen.
  • Heute Morgen habe ich mein Konto geplündert. Monatsanfang. Dabei auch eine Stromnachzahlung von gut 900 Euro. Der monatliche Abschlag ist nun dreimal so hoch wie zuvor. Es ist kein Wunder. Als wir im Dezember 2018 eingezogen sind, hatte das Haus lange leer gestanden. Und bis zum August 2019 ergab sich da noch keine gravierende Änderung. Aber jetzt eben. Und da war es besonders erbaulich, heute Morgen zu erkennen, dass Frau über Nacht das Licht im Wohnzimmer brennen ließ. Ich tendiere zu Bewegungsmeldern. Sie nicht. Und mehr Hirn ist auch nicht recht. Muff.
  • Mittelfristig werde ich einen anderen Anbieter suchen, aber so einfach ist das nicht, wie das in der Werbung immer dargestellt wird. Nunja. Warum sollte es auch einfach gehen, wenn’s schwieriger auch geht.
  • Und in den nächsten Tagen kommen noch mehr solche Brocken. Der Schaltungsdienst will auch sein Geld. Seufz. Ich würde mich freuen, wenn die Lottogesellschaft, die für die Ziehung zuständig ist, endlich meine Faxe lesen und umsetzen würde …
  • Das aktuellste Buch von Heinrich »Tiny« Stricker ist in Arbeit. Heute habe ich den Druck des »U-Bahn-Reiter« – Band 11 der Werkausgabe – freigegeben. Wie gehabt wird das Buch als Hard- und als Softcover erscheinen.
Das Titelbild zeigt den Münchner U-Bahnhof Westfriedhof.
  • Auch das neue Buch von Gabriele Behrend – »Salzgras & Lavendel« der Titel – wird wieder mit den merkwürdigen Ansichten der Kritiker zu kämpfen haben (wie derzeit auch »Land unter« von Dieter Rieken, aber darauf komme ich noch separat zu sprechen bzw. zu schreiben). Da bin ich leider sicher. Das Buch erfüllt eigentlich alle Kriterien eines Science-Fiction-Buches – ob die Autorin das auch so sieht, habe ich noch nicht erfragt –, dennoch werde ich das Werk zwar entsprechend bekanntmachen, aber vorsichtshalber in der Reihe »Außer der Reihe« veröffentlichen. Da muss sich das sehr intensive, sehr tiefgehende Werk wenigstens nicht die Kritik gefallen lassen, falsch gelabelt zu sein. Wobei diese Etikettiererei eh meist Etikettenschwindel ist.

6 thoughts on “Was vom Tage bleibt

  1. Ja. Und möglicherweise ist es auch nur Feigheit. Man sucht sich einen Fleck, argumentiert den schön fett, groß und schwerwiegend, damit man das eigentliche Problem dahinter nicht sehen und schon gar nicht in Worte fassen muss.

  2. Ein Bastelbuch also. Mir stellt sich die Frage, warum ich mir das Buch nicht basteln musste. Bin ich zu blöd, die Schwachstellen zu sehen – oder ist es nicht eine Form von Gehässigkeit, die die Kritiker auf den Plan ruft? Es ist gerade die Tatsache, dass jeder etwas anderes zu kritisieren hat, die zeigt, dass die Kritik möglicherweise nur konstruiert ist, damit es etwas zu meckern gibt. Einem deutschen Autor einen guten Roman zu gönnen, das geht ja gar nicht – das muss zwingend Amerikanern, Briten und Chinesen vorbehalten bleiben.

  3. Nachtrag: … Die einen finden die Antagonisten wenig überzeugend, die anderen rundum gelungen (wobei sich seltsamerweise noch keine/r der rezensierenden Zunft an das Thema „arabische“ Clans und Clankriminalität herangetraut hat. Ist dies vielleicht zu heikel?)

  4. Da bin ich ja mal gespannt. In doppelter Hinsicht: Auf deinen angekündigten Blogeintrag ebenso wie auf Gabrieles Buch! :-)
    Hab Erbarmen mit den Kritikern, Michael! Die Rezension im „Standard“ heute zeigt, dass jede(r) sich an etwas anderem stößt. Hier ist die Erzählstruktur das Problem, dort absolut kein Thema. Hier ist die Telepathie verwerflich, dort findet sie jemand richtig gut. Hier sind die verwandschaftlichen Beziehungen „too much“, dort findet sie jemand „schlau konstruiert“… Daraus kann man sich ein vernichtendes Gesamtbild basteln, aber eben auch ein super-positives! :-)

  5. Wobei es einfach schade ist. Aber du wirst an den Dingen, die ich zu Dieter Riekens »Land unter« noch schreiben werde, erkennen, wie SF in Deutschland funktioniert, wie sie aufgenommen wird, was die Leser – oder vielleicht auch nur die Kritiker – wirklich davon halten. Der Grundtenor hat mit einer ganzen Reihe wenig schöner Dinge zu tun.

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