Verdächte überall

Ein schönes Wort, nicht wahr? »Verdächte« ist die laut aktuellem Duden zulässige Mehrzahl von »Verdacht« … Aber darum geht es hier gar nicht. Oder doch.

Man könnte den Verdacht haben, Frank Lauenroth hätte zu allererst eine Idee zu einem Titelbild gehabt und Lara Möller danach den passenden Roman schreiben lassen. Jedenfalls kam Frank auf mich zu, ob ich den Actionroman »Detroit Undercover« von Lara veröffentlichen wollen würde. Ich würde sie kennen, weil ich mal eine Kurzgeschichte von ihr gehabt hätte … nun ja, kennen konnte man dazu nicht wirklich sagen. Aber es kam ja auch eher auf das Buch an.
Ich mag US-amerikanische Krimiserien; nicht alle, aber einige. Ich mag amerikanische Autos, ich mag Autoverfolgungsjagden – oder auch einfach nur Krimis, in denen Autos eine wichtige Rolle spielen. Insofern war die Entscheidung schnell getroffen. Bis das Buch fertig war, hat es ein Weilchen länger gedauert – aber nicht allzu lange.

Das Titelbild von Frank Lauenroth ist nicht ganz das Original. Ursprünglich stammte das Foto aus der Serie »Supernatural« – und die Aussichten, hier die Veröffentlichungsrechte zu erhalten, wären ganz sicher nicht preisgünstig gewesen. So wurde nach Alternativen gesucht – und natürlich auch gefunden. Frank hat das endgültige Titelbild (siehe unten) neu aufgebaut, das Fahrzeug steht nun anders herum und auch der Mann lehnt an der anderen Seite des Wagens. Detroit freilich blieb Detroit – es gibt ja Bilderdienste.

Lara Möller zur Frage, warum sie diesen Roman geschrieben hat: »Weil ich in dem Roman fünf Dinge verbinden konnte, die mich begeistern: hartgesottene Polizisten, coole Verbrecher, moralische Verwicklungen, schnelle Autos und die amerikanische Kulisse. Ich bin eine große Liebhaberin amerikanischer Serien und Filme und amerikanischer Schriftsteller. Zu meinen Favoriten gehören Dashiell Hammett, Raymond Chandler und Don Winslow. Großen Einfluss auf ›Detroit Undercover‹ hatte ebenfalls der schottische Schriftsteller Craig Russell, dessen ›Lennox‹-Serie äußerst inspirierend war.«

P.S.: Warum Verdächte im Titel? Nun ja, in der Geschichte geht es natürlich auch um solche. Nicht in der Hauptsache, das ist wohl eher die Action, aber so einige Verdächte finden sich dann doch. Vor allem, was die Verdächte der Bösen über den einen Guten angeht …

Brauchen gute Dinge immer so viel Zeit?

Manche Erinnerungen verblassen frappierend schnell. Felix Woitkowski lernte ich, glaube ich, über Sebastian von Arndt kennen, als der sein Buch »Die letzte Saat« (Fantasy 7) bei meinem Verlag p.machinery veröffentlichte. Oder doch nicht?
Natürlich nicht – Felix hatte eine Story in »Das Wort«, dem einen Teil von STORY CENTER 2009, das lange vor Sebastians Buch erschien. (Man sollte halt doch manchmal auf seiner eigenen Website nachschauen.)
Wie auch immer –

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Babys erstes Baby

In meinem Verlag gibt es ja sogenannte Imprints. Das sternwerk von Sven Klöpping, Haller von Corinna Griesbach. Und auch Die|QR|Edition. Die hat nun die erste Ausschreibung aufgelegt:

Unter dem Titel »QR|codes – Wir. Sind die Zukunft.« präsentiert Die|QR|Edition ihre erste Ausschreibung zu einem Literaturwettbewerb zur Zukunft der digitalen Gesellschaft und der Intervention der Spezies »i:Code«. Innovation, Provokation, Vision, Spannung – und die praktische Definition des Begriffs der »Literatur 4.0« sind das Ziel. – Alle wichtigen Details finden sich hier.

(Die einzelnen QR|codes in der obigen Abbildung können mit der gratis verfügbaren App i-nigma problemlos gelesen werden. Probieren Sie es mal aus …).

Langeweile? Pah!

Nicht nur ich habe Langeweile, weshalb ich mich mit Arbeit zuschütten lasse – Ellen Norten offensichtlich auch. Sie hat sich eine Anthologieidee einfallen lassen, die aktuell auf pmachinery.de ausgeschrieben wurde und wird:

Das Alien tanzt Kasatschok
Komische Geschichten aus einem lustigen Universum

Weltuntergangsszenarien gibt es in der Science-Fiction zuhauf, Prognosen für eine düstere Zukunft ebenfalls. Doch wie könnte das Gegenteil aussehen?
»Good news« gelten gemeinhin als uninteressant, die Storys sollen deshalb zeigen, dass das nicht stimmt. Hier geht es um Geschichten, die skurril und ungewöhnlich, vor allen Dingen aber lustig sein sollen, dazu aus dem Bereich der Science-Fiction, Fantastik oder sogar dem Horror stammen dürfen. Comedy und Satire sind angesagt – Klamauk ist unerwünscht. Finstere Aliens finden in dieser Anthologie keinen Platz – es sei denn, sie reizen die Lachmuskeln. Die Länge der Geschichten ist nicht limitiert, sollte aber für eine Anthologie noch vertretbar sein.

Die Manuskripte sind bitte bis zum 31.03.2016 an Ellen Norten (ellen.norten@gmx.de) zu senden.

Die Anthologie wird von Ellen Norten herausgegeben und im Verlag p.machinery zu Murnau am Staffelsee in der Reihe »AndroSF« verlegt werden. Sofern oben nicht anders genannt, gelten die Bedingungen für Ausschreibungen unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/projektbedingungen und die Anforderungen an Manuskripte unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/manuskripte. Der zugrunde zu legende Autorenvertrag findet sich unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/vertraege.

Jegliche Korrespondenz wird bitte mit der Herausgeberin geführt.

Auch gut abgehangen

ist die Doppelnovelle »Rattensang« von Felix Woitkowski, die in diesen Tagen als Band 18 der Fantasy-Reihe meines Verlages erscheinen wird. Wie so oft hat es einfach seine Zeit gedauert … Ein alter Mann ist eben wirklich kein D-Zug.

Aber auch diese Doppelnovelle – ich nenne sie mal so, weil es sich eigentlich um zwei zusammenhängende Geschichten handelt, die jeweils etwa den gleichen Umfang mitbringen – hat noch eine zusätzliche Geschichte, die Felix in seinem Vorwort erzählt:

Die Entstehung von »Rattensang« lässt sich nicht mit einer breiten und schattigen Allee vergleichen, sondern vielmehr mit einem weitverzweigten Irrgarten voller Sackgassen. Ursprünglich als eine Kurzgeschichte mit dem Titel »Der Rattensucher« verfasst, entwickelten sich aus Frust, Ehrgeiz und mit viel Freude erst ein Heftroman, dann ein zweiter daraus. Aus diesem Werk, das eigentlich in zwei Teilen erscheinen sollte – und es nie tat –, wurden schließlich zwei Teile, die in einem Buch gemeinsam Platz finden. Offenbar brauchte es diesen Weg, damit es sich richtig anfühlt, und das tut es jetzt.
»Rattensang« ist kein historisches Dokument, sondern ein fantastischer Roman. Er hat sich nicht Biografen und Historikerinnen verschrieben, sondern Geschichtenerzählern. Der deutsche Romantiker Achim von Arnim (1781–1831) und der italienische Regisseur Sergio Leone (1929–1989), eine Ikone des Italo-Westerns, markieren deshalb auch die äußeren Fixpunkte meiner Inspirationsquellen. Ganz ohne Recherche wäre aber auch das Schreiben eines solchen Romans ein Stück weniger aufregend, als es sein könnte. Vor allem Frank Waters »Book of the Hopi« (1963, deutsch 1990 von Sylvia Dorn) sei an dieser Stelle genannt, das mir tiefe Einblicke in die Mythen einer mir fremden Kultur erlaubte. Lies weiter … →

Rübermachen

Zaubi M. Saubert ist der Lebensgefährte von Ellen Norten – glaube ich jedenfalls. Ich bin mir im Augenblick nicht sicher, ob die beiden nicht miteinander verheiratet sind.
Aber das ist auch unwichtig.

Michael Saubert, wie er bürgerlich heißt, war ursprünglich mit einem anderen Buch zuerst eingeplant, aber dann ergab es sich, dass seine Erinnerungen mit dem Titel »Go East« höhere Priorität genießen sollten. (Das andere Buch, das im Grunde ein Spin-off zu »Go East« sein könnte, eine Art Vertiefung, wird es in meinem Verlag auch noch geben.)

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Und noch eine Domain?

Ich besitze ja schon einige Domains. Einige davon sind gut bekannt – pmachinery.de zum Beispiel, meine Verlagsseite; ebenso dieser Blog auf beckinsale.de –, andere weniger. haitel.de wird für diverse Mailboxen genutzt, weist aber keine Inhalte auf. Und bei anderen Domains – so blogdog.land – bin ich schlicht noch nicht dazu gekommen, Inhalte zu generieren und zu präsentieren (obwohl es im Hirne wüste brodelt <g>).

Nun habe ich mir eine weitere Domain gegönnt: westried60.de.

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Da ist ein Banner an der Wand

Es gibt viele Bibliotheken in der Welt, angefangen von den großen Nationalbibliotheken (wie der Deutschen in Frankfurt und Leipzig, der Library of Congress in Washington und vielen anderen) bis hin zu spezialisierten Bibliotheken wie der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar und – der Villa Fantastica in Wien.

Dieser Bibliothek bin ich aus verschiedenen Gründen zugetan. Zum einen bin ich aktives SFCD-Mitglied, und der SFCD e.V. unterstützt nach seinen Möglichkeiten alle Projekte, die wiederum der Unterstützung der fantastischen Literatur dienlich sind. Zum anderen bin ich Verleger (mit dem Verlag p.machinery) fantastischer Buchreihen und ich gönne mir den Luxus, die Villa Fantastica mit jeweils zwei (selbst erwählten) »Pflichtstücken« zu bedienen (wie es die Deutsche Nationalbibliothek und die für meinen Verlag zuständige Bayerische Staatsbibliothek von Gesetzes wegen verlangen). Und wenn sich Gelegenheiten bieten, noch mehr für die Villa F. zu tun, dann bin ich dem nicht abgeneigt.

Vor geraumer Weile kam Helmuth W. Mommers auf mich zu, ob ich der Villa ein Grafikmotiv für ein Banner beschaffen könnte, das man an der Straße aufspannen wollte, um mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Kein Problem, das wusste ich, und natürlich wusste ich auch, dass mein Haus-, Hof- und Lieblingsgrafiker Lothar Bauer mit von der Partie sein würde. Et voilà – das ist das Ergebnis:

Das Bild gibt es auch in größer – und in ganz groß.

Bis mich das Foto erreichte, hat es ein wenig gedauert – die Villa-F.-Mitarbeiter haben sicherlich einiges zu tun. Aber es ist mir dauerhaft eine Ehre, geholfen haben zu dürfen. Das Bild stammt, wie gesagt, von Lothar Bauer; die Titelei habe ich aufgebracht, und das Banner selbst haben die Villa-F.-Mitstreiter selbst herstellen lassen.

Scheinbar fast an mir vorbei

Scheinbar ist es fast an mir vorbeigegangen. Das Jubiläum der 250sten Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN des SFCD e.V. Es ist eine schöne runde Zahl. Mehr aber auch nicht. Oder doch: Die ANDROMEDA NACHRICHTEN 250 erscheinen einigermaßen pünktlich zum 60jährigen Jubiläum des SFCD e.V., das an diesem Wochenende in Wetzlar auf dem WetzKon II gefeiert werden wird. Aber das ist auch alles. Immerhin sind die ANDROMEDA NACHRICHTEN erstmals 1970 erschienen – da war der SFCD schon lockere 15 Jahre alt.

Trotzdem ist eine recht hübsche Nummer daraus geworden, wenn auch nicht mit durchgängig fröhlichem Inhalt, denn unter anderem geht es auf einer breiten Textstrecke um den Tod von Wolfgang Jeschke.

Und dennoch … Wenn ich richtig gerechnet habe, ist die Ausgabe 250 die 34ste Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN, die ich in meiner zweiten Amtszeit als ANDROMEDA-NACHRICHTEN-Chefmaxe gemacht habe, seit ich 2006 wieder in den Laden SFCD eingestiegen bin.

ANDROMEDA NACHRICHTEN 250
SFCD e.V., Murnau, Juli 2015, 100 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
Ian Watson: Gigamesh. Die größte Buchhandlung in Europa
Gerd Maximovic: Statt eines Vorworts
Nachrufe: Crossvalley Smith, Wolfgang Jeschke
Interview: Michael Schmidt interviewt Ulrich Blode
Conventions: PentaCon 2015, Kamuran Sezer: DortCon 2015, EuroCon 2017 in Dortmund!, Jürgen Lautner: Close Encounters of the Strange Kind – My SFCD 60
Preise: CSP 2015, DSFP 2015, KLP 2015
Karl E. Aulbachs »Fantasy«
Hermann Urbaneks letzte »LiteraTour«
Jörg Krömers »Cinema«
Gerd Freys »eGames«
Robert Hectors »Science«
Klaus Marions »Asimov-Kellerbar«
Armin Möhles »FanzineKurier«
Michael Baumgartners »Reissswolf«
StoryFiles: Bernd Schulze-Bauer: Der fremde Planet

Das Titelbild stammt von Andreas Schwietzke.

Unfeindliche Übernahme

Susanne Haberland vermittelte den Kontakt. Und Peter Hiess, der Verleger des Evolver-Verlags, unterstützte die Idee. So kam mein Verlag p.machinery an die Mumien-Anthologie »Harte Bandagen«, mit einer umfangreichen Liste bester Geschichten, ausgewählt von einem illustren Kreis Juroren, und erweitert dank der Bemühungen von Corinna Griesbach. Was mir von Anfang an – noch vor der Lektüre der Texte – am besten gefallen hat, war das auffällige Titelbild von Jörg Vogeltanz; und ich bin glücklich, dass er es mir für dieses Buch überlassen hat.

Die Texte selbst bieten eine überraschend große Bandbreite an Mumiengeschichten in allen denkbaren Varianten – Hauptsache mumifiziert.

Weitere Details zum Buch: hier.