Ein Mann, ein Loch, vielleicht ein Freund

Wenn ich dies schreibe, ist Pfingstmontag, der 25. Mai. Heute ist er seit fünf Tagen nicht mehr unter uns – ein paar Stunden hin oder her vielleicht. Dr. Martin G. Schmidt, der in der Szene der SF-Fans, Fantastikfans, Horrorfans, der Käufer und Leser zahlloser Bücher aus Klein- und Kleinstverlagen (wie dem meinen) unter dem genialen Künstlernamen Crossvalley Smith aktiv war, ist nicht mehr unter uns. Ich kenne die genauen Umstände nicht, die Vorgeschichte nur bruchstückhaft, aber es macht keinen Unterschied: Er ist nicht mehr da, und ich weiß, alles, was ich dazu noch erfahren könnte, würde es weder leichter noch schwerer machen, denn noch schwerer kann es nicht werden …

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Der Fünfte vom Kruse

Axel hat mich mit seinem »Glühsterne« ziemlich genervt. Nicht absichtlich, natürlich nicht. Als einer meiner p.machinery-Stammautoren – der treueste von allen, denke ich – hatte er natürlich gute Gründe, immer wieder nachzufragen, was nun gehen würde.
Dann packte ich das Buch an. Das Problem ist meine Arbeitsweise: Ich beschäftige mich mit einzelnen Büchern eigentlich erst dann wirklich, wenn ich beginne, das Korrektorat und Lektorat zu machen. Ich überfliege Manuskripte zuvor, ich lese sie an, ich bilde mir eine Meinung und treffe eine Entscheidung, aber mehr, als dass ich eine Meinung gebildet und eine Entscheidung getroffen habe, sagt das nicht.
Axels »Glühsterne« gefiel mir nicht. Sein Stil war grottig, unter aller Sau, Endzeit, ich dachte, so schlecht hat er noch nie geschrieben. Ich korrigierte – und lektorierte vor allem – eine ganze Reihe von Seiten (ich weiß nicht mehr, ob es 20 oder 40 waren, ist auch egal), schickte ihm das Ergebnis und versuchte, ihm klarzumachen, was mir nicht gefiel.
Er reagierte als Autor. Er hing an dem Buch, wie es war, er hatte auch keine Zeit, es neu zu schreiben, sähe auch nicht ein, warum er das tun solle, auf gut deutsch: »Fick dich ins Knie, ich such mir halt einen anderen Verlag.«
Das ging natürlich gar nicht. Und so traf ich eine Entscheidung, mir das Buch noch einmal vorzuknöpfen und meine eigenen Ansprüche völlig außen vor zu lassen. Ich nahm mir vor, ausschließlich zu korrigieren: Rechtschreibung, Tippfehler, evtl. noch den einen oder anderen Satzstellungslapsus. Und siehe da –
Es ging. Und lustigerweise stelle ich heute, da ich das Buch insgesamt drei Mal gelesen habe (Korrektor & Lektorat, Layout, Korrekturfahne auf Papier), fest, dass es mir gefällt. Wie es ist. Ohne Rechtschreibfehler, ohne Tippfehler. Aber auch ohne das, was ich mir ursprünglich vorgestellt hatte, beim Autor als die »Glühsterne« durchzusetzen, die ich in meinem Verlag veröffentlichen wollte.
Am Ende bin ich mir unsicher, wer nun recht hatte: der Autor oder ich. Ich weiß auch nicht, wer am Ende wirklich nachgegeben hat. Und schon gar nicht weiß ich, ob die Leser das Buch mögen werden. Ich habe meine eigenen Ansprüche in diesem Fall erfolgreich in den Arsch getreten und meinen Frieden mit diesem Buch geschlossen. Ich bin nicht sicher, wie ich es rezensieren würde, käme es aus einem anderen Verlag als Rezensionsexemplar zu mir, aber jetzt, in diesem Augenblick, da bin ich von diesem Buch so überzeugt, dass ich sogar erwarten würde, dass es eine Nominierung beim DSFP 2016 bekommen könnte – wenn die übrige Szene weiter so schwächelt, wie sie dies in den letzten Jahren des öfteren getan hat <g>.

Axel Kruse
GLÜHSTERNE
AndroSF 48
p.machinery, Murnau, Mai 2015, 216 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978 3 95765 032 0 – EUR 8,90 (DE)

Das Kopfecho vom K. K.

Was ich mit K. K. als Autor anfangen soll, weiß ich nicht wirklich. Der Mann lebt in der Schweiz und ist offensichtlich ein Multitalent. Aber er ist – komisch? geheimnisvoll? seltsam? Keine Ahnung. Er ist vor allem überraschend unkompliziert. Obwohl er während der Produktion des Buches immer wieder – und nicht wenige – eigene Ideen einbrachte, hat er sich nie wirklich darüber beschwert, dass ich sehr viele seiner Ideen nicht realisieren wollte, weil sie der »Corporate Identity« der Bücher von p.machinery widersprachen, weil sie mir subjektiv nicht gefielen, warum auch immer. Er war bei diesem ersten Buch – ich fürchte (und hoffe!), es folgen weitere – immer konstruktiv, innovativ, er war durchaus fleißig, was die Beteiligung an der Fertigstellung des Buches anging, er war –
Keine Ahnung. Ich kenne den Namen hinter »K. K.« – und werde ihn natürlich nicht verraten, das ist so in meinem Verlag. Er ist auch nach dem Kontakt im Rahmen der Produktion dieses Buches immer noch geheimnisvoll. Ich finde das okay. Ich kann als Korrektor, Lektor, Druckvorlagenmacker und Verlegerlein auch mal meinen kleinen Thrill gebrauchen. Der steht mir zu.
Das Buch selbst ist vorrangig ein Thriller. Ein Krimi. Und es gibt ein kleines fantastisches Element, das aber für eine Berücksichtigung im Bereich der klassischen fantastischen Literatur kaum ausreichen wird. Mir war das egal. Nachdem ich das Schweizerdeutsch des Autors korrigiert hatte – wir 0815-Deutschen wissen vermutlich meist gar nicht wirklich, wie anders die Schweizer das Deutsche verwenden –, hatte ich ein Buch, das mir gefiel. Und deshalb:

K. K.
WIE EIN ECHO IN MEINEM KOPF
Action, Thriller, Mystery 6
p.machinery, Murnau, Mai 2015, 124 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978 3 95765 031 3 – EUR 6,90 (DE)

Der Bruder vom Beisswenger

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich an Kai Beisswenger und seinen Roman geraten bin. Man bekommt so viele E-Mails, hat so viele Facebook-Kontakte … irgendwann spielt es einfach keine Rolle mehr.
Kai hat mir seinen Roman angeboten, aus irgendeinem Grund habe ich ihn abgespeichert und gesagt: »Schaue ich mir an«. Das ist so eine Aussage, in der auch ein »…, dauert aber« enthalten ist. Und so war es auch.
Als ich das Buch dann las, war ich in mehrerlei Hinsicht überrascht. Das Ganze ist durchaus eine SF-lastige Geschichte, es geht um Paralleluniversen, um das Leben von Menschen des einen Universums in einem anderen, eigentlich also eine uralte Kamelle, die so oder so oder anders von vielen SF-Autoren schon beschrieben wurde.
Kais Werk fällt insofern ein wenig anders aus, als dass sich viel Lokalkolorit findet. Sehr unterschiedlicher Lokalkolorit. Menschen, die in Frankfurt geboren sind, dort leben, sich dort wohlfühlen, kommen ebenso auf ihre Kosten, wie ich als gebürtiger Düsseldorfer (Kai lebt in der Nähe von Düsseldorf und arbeitet in dieser mondänsten Stadt Deutschlands). Fußballfans kann dieses Buch wärmstens empfohlen werden, vor allem solchen, die sich historisch bewandert fühlen, was deutschen Fußball angeht – obwohl das Buch alles ist, nur kein Fußballbuch.
Die Geschichte selbst ist sehr schräg. Sie würde sich für eine Verfilmung eignen. Irgendwann fielen mir Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu – die ja schon das eine oder andere Mal zusammen gefilmt haben – als mögliche Topbesetzung für eine Verfilmung ein, und bis zuletzt ist mir der Gedanke nicht aus dem Kopf gegangen (sic!).
»Der verlorene Bruder« heißt als E-Book »Nichts ist besser als das Leben«, ein Titel, der mir nicht passend schien. Kai war mit einer Änderung einverstanden, und auf der Verlagsbuchseite wird auf das E-Book und dessen Titel hingewiesen.

Kai Beisswenger
DER VERLORENE BRUDER
Action, Thriller, Mystery 5
p.machinery, Murnau, Mai 2015, 140 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978 3 95765 030 6 – EUR 7,90 (DE)

Das Kino vom Kiefer

Peter Kiefer gehört seit »Treibgut« zu meinem Verlag, ein Buch aus der Reihe »ErlebnisWelten«, eine Mischung aus Reiseerinnerungen zahlreicher Reisen quer durch die Welt, zahlreichen Bildern, das erste Buch, das ich nach dem Weggang von Books on Demand in dem opulenten 210×210-Format (Softcover; die Hardcover haben 216×216 mm) beim Schaltungsdienst Lange produziert habe. Das Layout des Covers war indirekt auch die Vorlage für die Bücher von Die|QR|Edition – weil es mir gefällt. (Und es ist eben mein Verlag, weshalb dort gemacht wird, was mir gefällt.)
Dass Doktor Kiefer – ich weiß lustigerweise gar nicht, was für einen Doktortitel er trägt – auch literarisch aktiv ist, hat mich ein wenig überrascht, gleichzeitig aber auch erfreut. Sein »Treibgut« war schon gut geschrieben, und sein »Kleines Kino« hat mir sehr gefallen. Literarische Juwelen zu benennen steht mir als Klein(st)verleger nicht zu, aber ich hatte mehr als einmal ein Blinken im Auge, als ich das Manuskript las (was für mich als Korrektor, Lektor und Druckvorlagenproduzent in Personalunion ja mehr als einmal vorkommt).
Peter Kiefer hat den Roman als »Slapstick« eingestuft, was für meine Verlagsveröffentlichung insofern problematisch war, als dass dieser Begriff der »situativen Komik« heutzutage durch dumm-amerikanische Soaps und Under-Gürtellinien-Filme längst zu einer genretechnischen Beleidigung verkommen ist und von niemandem, den man vielleicht ernsthaft ansprechen möchte, noch als das wahrgenommen und erkannt wird, was es ist: »situative Komik«. Kiefers Buch ist nicht albern, sondern durchaus ernsthaft, aber wir wissen nicht erst seit Buster Keaton und Woody Allen, dass Komik nicht albern ist, sondern durchaus einer gewissen Ernsthaftigkeit auf beiden Seiten – dem Präsentator und dem Betrachter – bedarf. Wie auch immer …
Der Markt wird entscheiden, wie gut dieses Buch läuft. Ich bin mir bewusst, dass ich einen winzigen Verlag habe, der vor allem mit seinen Nicht-SF-Reihen noch winziger ist, als ich mir das wünschen sollte. Aber ich bin notfalls auch mein eigener Fan, wenn sonst keiner mitziehen mag.

Peter Kiefer
KLEINES KINO
Action, Thriller, Mystery 4
p.machinery, Murnau, Mai 2015, 120 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978 3 95765 029 0 – EUR 6,90 (DE)

Schlag die Vier

Vier auf einmal sind es natürlich nicht, denn klarerweise sind die Bücher nacheinander entstanden und fertiggestellt worden. Aber diese vier Bücher sind in diesen Tagen in kurzer Abfolge in meinem Verlag p.machinery erschienen:

Und das Ganze war ein … hm, anstrengender? interessanter? witziger Mix aus verschiedenen Büchern, die unterschiedlich lange schon auf meinem Server lagerten (der Beisswenger hat, glaube ich, das größte Opfer gebracht), aus sehr unterschiedlichen Büchern, die auch bei mir als Korrektor, Lektor, Druckvorlagenmacher und Verleger sehr unterschiedliche Aspekte meiner Leseleidenschaften angesprochen haben.
Auf der Verlagsseite erscheinen in den folgenden vier Tagen die offiziellen Infos zu den Büchern; wer sich hier für die Bücher direkt und ohne Geschwafel interessiert, der klicke einfach auf die Cover oben und landet direkt auf den Buchseiten auf der Verlagswebsite – incl. Amazon-Bestelllink. Wer noch ein wenig zusätzliche Informationen zu den Büchern lesen möchte – aus meiner Feder, die ich mir als Verleger nur privat erlauben kann, der schaue in den nächsten vier Tagen immer wieder mal hier vorbei.

Opulentes Bildwerk

Die Reihe »ErlebnisWelten« meines Verlages p.machinery war nie als Reiseführer-Reihe vorgesehen. Reiseführer gibt es wie Sand am Meer – kaum mehr eine Ecke der Welt, die nicht bis zum letzten wichtigen Restaurant, Hotel oder auch nur Iglu oder Zelt beschrieben wäre. Mir waren Reiseerlebnisse wichtiger, Reiseberichte, -tagebücher, die eher subjektiven Beschreibungen dessen, was ein Mensch auf seinen Reisen erlebte. Und das Ganze untermalt mit Bildern, Fotos.
Die Reihe entwickelte sich. Abweichend von einem »normalen« Taschenbuchformat folgten drei Titel im Format 170 x 170 mm, produziert von Books on Demand. Mit dem Wechsel zur Kombination aus CreateSpace/Amazon und dem Schaltungsdienst Lange änderte sich noch einmal das Format auf 210 x 210 mm, die Aufmachung wurde edler, hochwertiger und – dank des Schaltungsdienstes – qualitativ zuverlässiger.
Nun ist mit dem achten Band der bislang wohl opulenteste Bildband der Reihe, kombiniert mit einem erzählenden und beschreibenden Text, erschienen. Bei einem Werk mit mehr als 180 Farbseiten – Fotos, Fotos, Fotos! (und nicht im Briefmarkenformat!) – wirkte sich das leider auch auf den Preis aus – so dass wir zusätzlich noch eine »preisgünstige« Version über CreateSpace ins Programm aufgenommen haben (die es auch nur bei Amazon gibt). Und an dieser Stelle darf ich es verraten: Hinter dem Autor Conni Mainzelmann verbirgt sich ein bekannter Name: Ellen Norten.

Conni Mainzelmann
WIE ICH DIE WELT SEHE
Ein ungewöhnliches Reisebuch
ErlebnisWelten 8
p.machinery, Murnau, April 2015, 224 Seiten (davon 184 in Farbe), 210 x 210 mm
Softcover ISBN 978 3 942533 84 3, EUR 27,90
Hardcover ISBN 978 3 942533 85 0, EUR 36,90
Softcover in s/w ISBN 978 3 942533 86 7, EUR 14,90 (nur via CreateSpace/Amazon, amazon.de etc., nicht beim Verlag)

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Schnellschuss für einen guten Auftraggeber

Denn das ist die PRFZ e.V., die Perry-Rhodan-FanZentrale. Dass ich Redakteur der FanEdition geworden bin (und das Lektorat, Korrektorat, Layout, die Druckerei usw. mache), hat mich seinerzeit sehr geehrt, und irgendwie habe ich die Zusammenarbeit mit Herbert Keßel – meinem Hauptkontakt – und dem eher schweigsamen :) André Boyens sehr liebgewonnen. Insofern war es kein langes Hin und Her von E-Mails, bis klar war, dass ich auch das Conbuch für den 1. Perry-Rhodan-Tag in Osnabrück, der am 16.05.2015 sattfinden wird, gestalten, zusammenbauen und drucken lassen werde. Et voilà:

André Boyens & Herbert Keßel (Hrsg.)
DAS CONBUCH
zum 1. Perry-Rhodan-Tag Osnabrück am 16.05.2015
Der Con von Perry-Rhodan- und SF-Fans für Perry-Rhodan- und SF-Fans
Perry-Rhodan-FanZentrale (PRFZ), April 2015, 76 Seiten DIN A5, Paperback
EUR 7,00 (EUR 4,00 für PRFZ-Mitglieder)

Sofern das Conbuch nach dem 1. Perry-Rhodan-Tag Osnabrück am 16.05.2016 noch lieferbar sein sollte, kann man es ab 19.05.2015 über den Space Shop der PRFZ (https://www.prfz.de/space-shop.html) bestellen.

Das Titelbild stammt von Raimund Peter. Zum Inhalt:

Ein Traum wird wahr. Vorwort
Ernestine Gohr. Die Freiheit des grenzenlosen Fanseins. Der Atlan Club Deutschland
Alligator Farm Verlag. Skizzen zum Vortrag von Maikel Das
Claudia Hagedorn. Ein Leuchtturm der Zukunft in Norddeutschland. Der Förderverein Phantastika Raum & Zeit e. V. Braunschweig
Uwe Lammers. Der Oki-Stanwer-Mythos: Ein ambitioniertes E-Book-Projekt, gefördert vom Förderverein Phantastika Raum & Zeit e. V. Braunschweig
Nils Hirseland. PERRY RHODAN Online Club (PROC)
Ralf Boldt. PERRY RHODAN und der SFCD. Eine Geschichte voll Missverständnissen?
Roman Schleifer. Der Zahn des Weisen (Story)
Andreas Schweitzer. Eine Geschichte aus dem Universum. Der Science Fiction Club Universum (SFCU)
Gerhard Huber. Atopie war gestern. Ein Streifzug durch die raumzeitlichen Befindlichkeiten eines PERRY-RHODAN-Stammtischs
Gerhard Huber. Showdown (Story)
Michael Pfrommer. »Das Andromeda-Backup«. Making-of des TCE-Fanromans von Michael Pfrommer und Kurt Kobler
Michael Pfrommer. »Andromeda-Timeshift«. Making-of des TCE-Fanromans von Michael Pfrommer und Kurt Kobler
Christiane Lieke. Die Anstalt (Story)
Herbert Keßel. Zurück zu den Wurzeln! Die Perry-Rhodan-FanZentrale (PRFZ) – warum sie gegründet wurde, was sie ist, was sie werden könnte

Der Fleiß ist heiß

Eigentlich bringt die PRFZ, die Perry-Rhodan-FanZentrale e.V., ja nur einen Band der FanEdition pro Jahr heraus. Das war jedenfalls bis 2013 so. 2014 gab es erstmals zwei Bände – neben dem wirklich genialen »Mein Freund Perry« von Ben Calvin Hary (der dieser Tage seine Zweitauflage erlebte) gab es den nicht minder genialen Romane »Die Telepathin« von Christina Hacker. 2015 sieht es nun so aus, als ginge es mit zwei Bänden pro Jahr weiter. Denn zum 1. Perry-Rhodan-Tag in Osnabrück am 16.05.2015 erscheint:

Angelika Rützel
DER WEG DER BEWÄHRUNG
Perry Rhodan FanEdition 16
Perry Rhodan FanZentrale e.V., April 2015, Paperback, 136 Seiten DIN A5
EUR 8,50 (EUR 5,50 für PRFZ-Mitglieder)

Der Verkaufsstart erfolgt auf dem 1. Perry-Rhodan-Tag Osnabrück am 16.05.2015. Ab 19.05.2015 dann Verkauf über den Space Shop der PRFZ (www.prfz.de/space-shop.html).

Jedem, der die Abenteuer von Perry Rhodans Sohn Michael gelesen hat, sind seine außergewöhnlichen Führungsfähigkeiten und seine militärischen Qualifikationen aufgefallen. Daraus ergibt sich die Frage, wo und durch wen er die dafür erforderliche Ausbildung erhalten hat.
Hier ist die Antwort!
Und da Michael schon seit frühester Jugend ein Draufgänger mit rebellischem Charakter war, gerät er dabei in lebensgefährliche Situationen und muss erfahren, was es wirklich bedeutet, die eigenen Grenzen kennenzulernen.
Gleichzeitig muss Perry Rhodan erkennen, dass er zwar als Flottenchef und Staatsmann fast perfekt agiert, jedoch in der Vaterrolle größere emotionale Defizite aufweist.

Über die Autorin:
Angelika Rützel wurde 1954 in Kiel geboren und studierte dort Psychologie. Heute wohnt sie an der Nordsee und arbeitet mit Freude und Engagement im Patientenservice eines großen Klinikums.
Mit dem Lesen von Science-Fiction und besonders »Perry Rhodan« begann sie bereits als Zwölfjährige mit dem MdI-Zyklus, mit dem Schreiben von »kleinen Geschichten« als Fünfzehnjährige. Dabei pendelte sie zwischen Perry Rhodan und historischen Themen. Die ersten Geschichten schrieb sie mühsam mit der Hand, bis ihre Eltern ihr eine nagelneue Kugelkopfschreibmaschine schenkten – für die damalige Zeit ein sehr teures und wertvolles Geschenk.
Mit dem Beginn des Studiums ließ das Leben ihr für dieses Hobby keine Zeit mehr. Erst vor knapp zwei Jahren kam sie nach ihrem bewegten und erfahrungsreichen Leben ein wenig zur Ruhe. Sie entschloss sich, neben ihrem Job nur noch das zu machen, was ihr gut tut und ihr Freude bereitet. Daher begann sie wieder mit dem Schreiben von Perry-Rhodan-Storys.
Dabei faszinieren sie besonders Personen, die genug Raum für psychologische Tiefe und Empathie bieten. Ihre Favoriten dabei sind Perrys Sohn Michael und der Arkonide Atlan.

Über den Grafiker:
Martin Sickinger ist Jahrgang 1980 und lebt in Stuttgart. Er hat Maschinenbau studiert und arbeitet als Ingenieur in der Entwicklung. Schon als Kind haben ihn fremde Welten und Technik in ihren Bann gezogen. Gezeichnet hat er schon immer gerne, aber erst als er die digitale Malerei entdeckt hat, gab er diesem Hobby mehr Raum. Seine erste Begegnung mit dem Perry-Rhodan-Universum hatte er vor fünf Jahren, als ein Kollege ihm die ersten Silberbände ausgeliehen hat. Seitdem liest er sich fleißig durch die Hefte.

Sollte das peinlich sein?

Die Nominierungen zum Deutschen Science-Fiction-Preis 2015 wurden veröffentlicht; Details hier.
Im letzten Jahr waren vier von fünf nominierten Kurzgeschichten in Büchern in meinem Verlag p.machinery veröffentlicht worden; dieses Jahr ist das Verhältnis nicht ganz so krass: Es sind nur vier von sechs nominierten Geschichten, die ich 2014 in Büchern verlegen durfte.
Ich freue mich für meine Autoren.
Ich bin natürlich auch stolz.
Aber irgendwie hege ich auch zwiespältige Gefühle, die mich überlegen lassen, ob mir eine solche Quote nicht peinlich sein sollte – nicht zuletzt, weil das zum zweiten Mal nacheinander geschehen ist. Und immerhin bin ich Mitglied im DSFP-Komitee, wenn ich auch für den DSFP 2015 nicht mitgelesen und mitnominiert habe (und meine »Unterstützung« in zweiten Gang für zwei Geschichten hat am letztlichen Ergebnis nicht den Ausschlag gegeben); das könnte natürlich auch komisch aussehen (und diese Gefahr hat seinerzeit Uwe Post veranlasst, das Komitee zu verlassen).

Nun, letzten Endes ist das Komitee eine sehr souveräne Einrichtung, gespickt mit Leuten, bei denen ich mir sicher bin, dass jeglicher Versuch der Einflussnahme sogar eher dazu führen würde, eben nicht mehr so erfolgreich sein zu können. Daran kann es also so oder so nicht liegen.
Vielmehr ist es wohl doch so, dass die Qualität der Geschichten entscheidend ist – und wo man sie überhaupt noch findet. Schaut man sich die Liste der Geschichten an, die zur Findung der endgültigen Nominierungen im »engeren Kreis« gelandet waren, so finden sich neben den nominierten Geschichten – erschienen bei p.machinery, sternwerk@p.machinery und Begedia – nur noch zwei Geschichten aus Exodus 31, eine Story aus der c’t des Heise-Verlages und eine aus einer Anthologie des Arunya-Verlages, sowie weitere Werke aus p.machinery- und Begedia-Werken.
Am Ende gelangt man dann doch nur zu der Erkenntnis, dass der Markt für SF-Kurzgeschichten einfach klein, gar winzig geworden ist, wenn es um hochqualitative Werke dieser Art geht. Ich freue mich darüber, nicht ganz allein auf diesem Markt zu agieren, und ich glaube – ohne meinen eigenen Autoren damit in die Kniekehlen treten zu wollen –, dass es 2015 wohl Begedia sein wird, der gute Harald Giersche, der den Schnitt machen wird. Das wäre völlig in Ordnung: Auch das wäre immerhin eine Form von Abwechslung, die das SF-Kurzgeschichten-Genre gut vertragen kann.