IrrSinniger Aufwand

Ein irrsinniger Aufwand war dieses Buch für mich eigentlich nicht – es war eine schöne, weil nicht ganz gewöhnliche Layoutaufgabe, die davon lebte, dass es galt, 99 i:Codes mit Informationstexten zu den über die QR|codes zugänglichen Youtube-Filme auf der einen Seite 99 Fragen und Antworten auf der anderen Seite gegenüber zu stellen, eine Layoutaufgabe, die ich dank der vielen Dinge, die ich von Christian »Krischan« Seipp lernen durfte, relativ leicht bewältigen konnte.

Irrsinniger war wohl der Aufwand, den der Autor Michael Weisser getrieben hat, der nach eigenem Bekunden mehr als 3000 (dreitausend!) YouTube-Videos gesichtet hat, um die Auswahl für dieses Buch zu treffen.

Ausführliche Informationen zum Buch gibt es hier.

Michael Weisser
IRRSINN!
Die Einladung zu einer durchaus riskanten Reise in den unergründlichen Kosmos zwischen Himmel und Hölle von Youtube
Die|QR|Edition – Edit 3
p.machinery, Murnau, März 2015, > 100 QR-Codes s/w, 276 Seiten, 210 x 210 mm
Softcover: ISBN 978 3 95765 025 2 – EUR 18,90 (DE)
Hardcover (limitierte Auflage): ISBN 978 3 95765 026 9 – EUR 35,90 (DE)

Telepolis und der grüne Komet

Des Heise-Verlags »Telepolis« hat den ersten Band der »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke«, »Der grüne Komet« vorgestellt: hier. Anlass ist nicht zuletzt das Erscheinen des Kometen »Lovejoy« der »als diffus leuchtender grüner Fleck am westlichen Nachthimmel« sichtbar ist (und schon im August 2014 entdeckt wurde): »Natürlich Zufall – oder hat sich da eine Vision erfüllt? Science-Fiction-Autoren wie Herbert W. Franke haben keine Visionen mit der Aussicht auf Erfüllung, aber immerhin genug Phantasie, um Situationen zu beschreiben, die phantastisch, aber prinzipiell möglich sind.«

Kurz bevor das Jahr rum ist …

… muss ich dann doch noch ein Jubiläum erwähnen, das ich 2014 zu feiern hatte (außer meinem 55. Geburtstag und meinem 4. Hochzeitstag in meiner 4. Ehe <g>): das 10jährige Bestehen meines Verlages p.machinery. Und gleichzeitig feiere ich das Erscheinen des 50sten Bandes meiner SF-Reihe »AndroSF«, die ich »für den SFCD« kreierte und verlege. Wenn das keine Erwähnung wert ist …

Im April 2004 erschien das erste Buch unter dem Verlagslabel p.machinery. Im Jahr 2014 feiert p.machinery sein 10jähriges Bestehen. Und noch im Dezember 2014 erscheint mit dem Band 50 der Reihe »AndroSF« das Jubiläumsgeschenk, das 15 Autoren dem Verlag und seinem Verleger Michael Haitel gemacht hat.

Michael Haitel (Hrsg.)
p.graffiti
10 Jahre p.machinery
AndroSF 50
p.machinery, Murnau, Dezember 2014, 332 Seiten
Paperback: ISBN 978 3 95765 022 1 – EUR 13,90 (DE)
Hardcover: ISBN 978 3 95765 023 8 – EUR 22,90 (DE) (limitierte Auflage)

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Gut Ding

Ja, gut Ding will Weile haben. Ein alter Spruch, aber es ist immer wieder ein wahrer Spruch. – Die drei ursprünglichen Geschichten von Jörg Hugger, betitelt »Geheimbund Membran«, »Gedanken-Datenbanken« und »Asteroid Luxoria«, waren mit die ersten SF-Titel, die ich verlegt habe. Damals arbeitete ich mit Books on Demand – und seit Juni 2014 sind die Bücher nicht mehr verfügbar, weil der Vertrag mit BoD ausgelaufen ist (wie dies in den nächsten Monaten und Jahren noch so einige Verträge tun werden).

Der »Nachfolger« lag eine ganze Weile auf meinem Server, wie das leider nur zu oft der Fall ist. Jörg Hugger hatte die ersten drei Teile überarbeitet und einen vierten Teil angefügt. Und nachdem ich nicht nur mit seiner ersten Trilogie »Metall-Leben« im Verkauf keine wirklich gute Erfahrung gemacht hatte – die drei Bücher haben gemeinsam einen Verlust von über 400 Euro erfahren, was im Grunde nichts mit dem Verkaufserfolg, sondern eher mit der winzigen Marge bei BoD zu tun hatte –, habe ich mich in diesem Fall entschieden, die nunmehr vier Teile nicht als Quadrologie, sondern als einen einzelnen Roman auf den Markt zu bringen.

Lothar Bauer hatte die Cover der ersten drei Romane gemacht, und diese Cover finden sich nun farbig und doppelseitig in dem neuen Buch; für den vierten Teil war er natürlich auch tätig – und, keine Frage: Das Titelbild des neuen Gesamtwerkes stammt auch von ihm. Die Bücher, die man direkt beim Verlag bestellen kann, zeigen Lothars Werke im Buchinneren in Farbe; das Werk, das es bei Amazon direkt zu bestellen gibt, weist die Bilder nur in Schwarzweiß auf (was wie gehabt kostentechnische Gründe hat).

Es ist klar, dass man mir das nicht glaubt, aber ich habe bei der Korrekturlesung des Manuskripts, bei den Arbeiten am Layout und bei der nachfolgenden Fahnenkorrektur einen sehr positiven Eindruck von Jörgs Überarbeitung und der vervollständigenden Wirkung des vierten Teils gehabt. Der ist übrigens indirekt durch Jörgs Lektorin Angelika Kuhlmann initiiert worden, die schon bei den ursprünglichen drei Büchern wohl meinte, da fehle doch noch irgendetwas.

Aufregung pur – »Der grüne Komet« ist da!

Ich bin Kleinverleger, richtig, aber nicht mehr ohne Erfahrung. Ich habe irgendwelche um die 100 Titel produziert, vielleicht auch nur 90, vielleicht 105 – ich habe das Zählen nie wirklich angefangen. Und trotz allem gibt es Dinge, die mich in Aufregung versetzen – positiv gemeint.

Als seinerzeit die Agentur von Herbert W. Franke, Roman Hockes AVA International in München, anfragte, ob ich eine SF-Werkausgabe Frankes machen wollte, war ich aufgeregt. Das persönliche Gespräch mit Roman Hocke war nicht minder aufregend. Und selbst jetzt noch, nach rund einem Jahr, ist es aufregend, einen Autor wie Herbert W. Franke verlegen zu dürfen.

Und nun ist es so weit. Der Band 1, »Der grüne Komet«, ist fertig, in der Druckerei, bei CreateSpace hochgeladen und freigeschaltet (und bei amazon.de auch schon zu finden).
Die Zusammenarbeit mit Ulrich Blode war gewohnt angenehm. Der eine der beiden Herausgeber ist ein Partner, der nicht viele Worte macht, konkrete Vorstellungen hat und schnell und kompromisslos die Dinge liefert, die man für ein gutes Buch braucht. Ulrich ist in der Reihe, die ganz profan »Die SF-Werkausgabe Herbert W. Franke« heißt (und innerhalb der AndroSF-Reihe von p.machinery erscheint), verantwortlich für die historischen Daten, die editorischen Hinweise, für die Beschaffung der Titelbilder der ursprünglichen Ausgaben der Bücher Frankes – und für etwas, das man in der Filmbranche »Continuity« nennt.
Prof. Dr. Hans Esselborn, in der SF-Szene kein Unbekannter, ist der zweite Herausgeber und verantwortlich für die eher wissenschaftlich gelagerten Ausarbeitungen zum Werk Frankes.
Der dritte »Macher« im Bunde hat einen lustigen Namen für eine »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke« – es handelt sich um den »Künschteler« Thomas Franke – sic! Auf Basis einer ersten Idee zum Umschlaglayout meinerseits, das als »langweilig, reizlos« und einem »Veranstaltungsflyer« entsprechend eingestuft wurde, »auf dem alle Sponsoren untergebracht seien«, hat er kurz und bündig ein einfaches, aber hübsches und wiedererkennungsfähiges Konzept für Titelbilder entwickelt, die die Reihe durchgehend zieren werden.

Am Ende bleibt mir, gespannt zu sein, ob sich die Reihe auch verkaufen wird. Ein paar Abonnenten sind schon da, ein paar Sammler werden sicherlich auch noch einsteigen – die Frage wird sein, ob das reicht. Man wird sehen.

Details zum Buch: hier.

Kreativer Stress

… muss nicht krank machen. Kann. Muss aber nicht. – Der zweite Band der Reihe Die|QR|Edits aus meinem p.machinery-Imprint Die|QR|Edition sollte ursprünglich erst im Januar 2015 erscheinen – ganz in Ruhe. Doch dann … Wirbelwind Michael Weisser hat eine Ausstellung, die am 28.11.2014 beginnen wird – und das neue Buch mit dem Titel »IM SOG DES STRUDELS DER WORTE« soll dort vorgestellt werden. Also: Husch, husch, die Waldfee!

Das Layout war eine Vorgabe von Michael Weisser selbst, das ich nachgebaut und handwerklich verfeinert habe, eine meiner großen layouterischen Leidenschaften. Wie in so vielen Fällen von Büchern, die ich mache, ich der Autor der Künstler, ich bin der Handwerker. Ich entferne Macken, Haken, Ösen, Grate, Unreinheiten – und das, bis ich zufrieden bin. Dass dann der Autor und Künstler auch zufrieden ist, sollte die logische Folge sein – und auch in diesem Falle hat es geklappt.

Das Buch, das 39 farbige QR-Codes (und weitere in Schwarz-weiß) enthält und 180 Seiten stark ist, wird als Softcover und als Hardcover verfügbar sein; letzteres in einer limitierten Auflage. Das Großformat 210 x 210 mm, die zahlreichen Farbseiten und die hohe Qualität des Schaltungsdiensts Lange in Berlin lassen das Werk leider nicht ganz preisgünstig werden – aber das Werk ist nicht nur ein schönes Stück zum Sammeln und Herzeigen, die Kombination aus gedruckten QR-Codes und dahinterstehenden Videos und Sounds im Internet kann in seiner Faszination durchaus süchtig machen.

Weitere Details zum Buch finden sich hier.

Ein Brocken Arbeit

In diesem Buch, das in diesen Tagen in meinem Verlag p.machinery erscheint, steckt ordentlich Arbeit – und das nicht nur von mir. Obwohl es im Grunde recht einfache Arbeit war, denn das Rohmaterial war in sehr gutem Zustand. Aber 500 Seiten im Endprodukt sind eben 500 Seiten im Endprodukt, die nicht nur lektoriert, sondern einfach auch korrigiert werden wollten, und so waren neben Robin Li als Autor und meiner Wenigkeit als Lektor, Korrektor und Verleger auch noch eine genze Reihe anderer Personen beteiligt: Regina Löwenstein, Ute Taimada, Christian ›Marvin‹ Bressler und Martin Oder aus Robins Umfeld (und Martin Oder hat auch das Titelbild beigesteuert), und nach einem Aufruf im SF-Netzwerk hat sich zuletzt auch Felix Woitkowski bereitgefunden, sich durch den Wälzer zu ackern, und er hat noch viele, viele winzige, aber letztlich ärgerliche Fehlerchen gefunden. Mein Dank euch allen.

Dass das Buch keine Trilogie geworden ist, habe ich kurz auf pmachinery.de erläutert: hier. Ein weiterer, dort nicht ausgeführter Grund für mich war die Homogenität der drei Teile, die beim Lesen den Eindruck erweckten, eigentlich direkt aufeinander zu folgen. Es gab keine großen Pausen, keine Handlungsbrüche, keine Sprünge – nicht mal im Schreibstil Robin Lis gab es erkennbare Brüche, sodass es einfach mehr als naheliegend schien, aus den drei Teilen, die ansonsten nur dünne Büchlein ergeben hätten, einfach einen Wälzer zu machen. Und ich hatte schon sooo lange keinen Wälzer mehr im Programm <g>.

P.S.: Apropos Wälzer: Das waren damals die ersten AndroSF-Bände, Robert Hectors Perry-Rhodan-Hymne zum PR-Band 2500, sein Kompendium zu »Maddrax« und vor allem die beiden ersten Story-Center-Bände »Boa Esperança« mit der gleichnamigen DSFP-2010-Gewinnerstory von Matthias Falke, sowie »Das Wort«. Das waren damals Brocken mit bis zu 600 Seiten, die in der Produktion bei Books on Demand noch einen Verkaufspreis von knapp 30 Euro erzeugt haben – bei einer Marge von unter 10 Cent! Das waren noch Zeiten. (Details zu den ersten AndroSF-Bänden finden sich hier.)

Schon klar

Ich habe gar nicht mehr nachgezahlt, aber wie es aussieht, sind diese ANDROMEDA NACHRICHTEN die 35sten ANDROMEDA NACHRICHTEN, die ich für den SFCD gemacht habe, seitdem ich 2006 wieder eingestiegen bin. Mit den ANDROMEDA NACHRICHTEN, die ich in den 80ern und Anfang der 90er des 20. Jahrhunderts gemacht habe, liege ich vermutlich inzwischen deutlich über 50 Ausgaben. Interessant. Das muss ich wirklich mal nachrechnen. – Für den Augenblick muss die Information reichen, dass die neue Ausgabe der ANDROMEDA NACHRICHTEN in der Produktion ist und demnächst bei den SFCD-Mitgliedern aufschlagen und natürlich auf dem BuchmesseCon 29 zu erhalten sein wird.

ANDROMEDA NACHRICHTEN 247, SFCD e.V., Murnau, Oktober 2014, 114 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

buchmessecon:29 – das programmheft – Vorwort – Der BuCon 29 – DPP 2014 Nominierungen – Autoren und Künstler – Jürgen Lautner: Das war der BuCon 2013 – Ellen Norten: Der Geist unter der Zipfelmütze – Die BuCon-Kurzgeschichte – – – andromedANachrichten 247 – – Vorwort – Neue Bilder am Horizont. Interview mit Andreas Schwietzke – Was zum Toxic! Interview mit Torsten Scheib – Ein vielseitiger Fantast. Interview mit Martin Baresch – Legendäre Ikonen. Interview mit Thomas R. P. Mielke – ESFS-News – VincentPreis 2013 – – aktuell – Norbert Fiks: Keine unheimliche Begegnung der dritten Art. SchlossCon II 2014 – Geplagte Raumfahrer und langlebige Titelträger. CurtSiodmakPreis 2014 – DSFP 2014. Laudationes – Fantasy – LiteraTour – – szene – Cinema – eGames – PerryRhodan – Science – – fanzine|kurier – – reissswolf

Das Titelbild stammt von Allan J. Stark und ist das Titelbild zu Stefan Burbans »Zwischen Ehre und Pflicht«, das als Band 8 der Serie »Der Ruul-Konflikt« zum Jahreswechsel 2014/2015 im Atlantis-Verlag (www.atlantis-verlag.de) erscheinen wird. Die ANDROMEDA NACHRICHTEN-Chefredaktion und der Herausgeber danken dem Atlantis-Verlag für die Zuverfügungstellung dieses Titelbildes und möchten zum Ausdruck bringen, dass es uns eine Freude war, auf der Titelseite der ANDROMEDA NACHRICHTEN 247 auf diese Buchveröffentlichung hinweisen zu dürfen.