Der Buchblock des zweiten Bandes zu den verlassenen Orten ist fertig. Nach »DIE ZUKUNFT und andere verlassene Orte« heißt er »KINDERGEFÄNGNIS und andere verlassene Orte«, ist wiederum herausgegeben von Corinna Griesbach und enthält neben vierunddreißig Storys mit häufig eindeutig fantastischem Einschlag achtzehn der sensationellen Fotografien des Sebastian Schwarz. Details zum Preis stehen noch nicht fest, und auch das Titelbild ist noch nicht fertig. Aber eines der Fotos kann ich hier zeigen. Als Teaser.
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Ein einfacher Tag
Letztens monierte ich die Fragmentierung eines Tages. Heute war die Struktur simpel:
-
- 1 Lektorat
- 2 Gassigänge
- 1 Layout
Das Lektorat betraf ein neues Manuskript, das mich auch noch zwei, drei Tage – oder länger, das weiß man ja nie – beschäftigen wird. Ich bin mir noch nicht schlüssig, wie ich vorgehe. Zunächst habe ich mich zu einem nicht zu brutalen Lektorat entschieden, aber im Hinterkopf habe ich den Gedanken, da noch ein zweites, härteres Lektorat anzusetzen, weil der Text immer wieder sehr aufgeblasen wirkt, sehr redundant, erfüllt von für die Handlung nicht wichtigen Phrasen. Nicht immer, aber doch immer wieder. Ich werde mich nach dem ersten Lektorat und einer Rücksprache mit dem Autor entscheiden.
Die Gassigänge waren feucht und kühl. Der erste Gang im Ruheforst bei Ostenfeld war anstrengend und dauerte länger als erwartet. Aber den Hunden tut das genauso gut wie meinem Blutzuckerspiegel. Letzterer war leider nicht ganz so gut wie erhofft. Der zweite Gang ging hier in Winnert durch die sogenannte Siedlung, ein recht junger Ortsteil. Schmerzen im rechten Knie führten zu langsamem Schlendern, was Naomi zu schamlosem Dauerschnüffeln an wirklich jedem Büschelchen ausnutzte. Aber gut. Das ist ihre Leidenschaft. Ich gönne mir ja auch die meine, selbst dann, wenn Naomi das nicht mag. (Wobei ihr meine Leidenschaften de facto wurscht sind, sieht man von Gassigängen mit Schnüffelchancen ab.)
Das Layout war die Fortsetzung der Arbeiten an »KINDERGEFÄNGNIS und andere verlassene Orte«. Es geht voran. Es fehlen noch circa 30 Seiten für die erste Runde. Danach gibt’s die Fahnenkorrektur inklusive Behebung von Layoutfehlerchen.
Heute ist Montag. Das Fernsehprogramm steht also fest: »Inspector Barnaby«. Wir haben wohl alle Folgen inzwischen drei, vier, sechs Mal oder häufiger gesehen. Wir haben irgendwann aufgehört zu zählen. Aber montags muss das sein.
Frankmentur
Der Tag war fragmentiert.
Eigentlich war ein weiterer ScanDay geplant. Schon vom Vortag verschoben. Und morgens endgültig gestrichen. Der Ersatz war wieder lauter Kleinkram. Druckaufträge für drei Hornsignale-Ausgaben. Und dann immerhin die restlichen Korrekturarbeiten am Franke-Buch »Das Gutenberg-Konzil«. Fertig fürs Layout.
Einkäufe. Futterhaus. Famila.
Termin mit den Hundemädels beim Tierarzt.
Kim sollte angeschaut werden, wie es ihr geht, wie sie läuft. Blutabnahme, um die Nierenwerte noch einmal zu testen; zuletzt waren die Harnsäurewerte zu hoch. Ansonsten geht es ihr gut. Und sie hat sich supertapfer geschlagen. Das ehemals superängstliche Mädchen schlägt sich immer besser.
Naomi wurde geimpft, bekam die Krallen gekürzt. Bei ihr nutzen sie sich nicht schnell genug ab, da muss immer wieder nachgeholfen werden. Und so ganz geheuer war ihr nicht, was vielleicht daran lag, dass sie so lange hat warten müssen – ohne Kim, die sie schon vermisst, wenn sie drei Meter entfernt hinter einer Behandlungszimmertür verschwunden ist. Arme Maus. Wenn Kim einmal über die Regenbogenbrücke geht, wird das ein Fiasko; aber wir bereiten uns vor.
Später wurde ich dann doch noch produktiv. Vorbereitungsarbeiten laut Checkliste für drei Bücher aus der »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke« – neben dem »Gutenberg-Konzil« stehen auch die Bände 14, »Paradies 3000«, eine Kurzgeschichtensammlung, und 15, »Tod eines Unsterblichen«, ein Roman, zur Veröffentlichung an. Ich plane, alle drei Titel auf einen Rutsch herauszubringen. Mir geht das alles viel zu langsam.
Später begann ich dann mit dem Layout am zweiten Band zu den »verlassenen Orten«, wieder mit Fotos von Sebastian Schwarz und diesmal »KINDERGEFÄNGNIS und andere verlassene Orte« betitelt. Wie Band 1 – »DIE ZUKUNFT und andere verlassene Orte« – sind es 292 Seiten, und wieder wird es nur ein Hardcover im Querformat.
Ein fragmentierter Tag. Frankmentiert. Und doch erfolgserlebt.
Franke und Gutenberg
Herbert W. Franke und Johannes Gutenberg kennen sich nicht. Andererseits wäre das vielleicht eine witzige Idee für eine Kurzgeschichte. Aber die Namen haben etwas zu tun, wenn in den nächsten Wochen der (vorgezogene) dreißigste Band der »SF-Werkausgabe Herbert W. Franke« erscheinen wird. Neben sensationellen Storys aus Herberts Anfangszeiten – vor dem sittsam bekannten »grünen Kometen« – haben die Herausgeber der Werkausgabe, Ulrich Blode und Hans Esselborn, auch Storys zusammengestellt, die noch nicht in einem Buch zusammengefasst erschienen sind. Darunter befindet sich auch die Geschichte »Das Gutenberg-Konzil«, die diesem Sonderband den Titel geben wird.
Heute habe ich die Vorbereitungsarbeiten fürs Layout, vor allem das Korrektorat, vorangetrieben.
Wenn Hornsignale ertönen
Wenn ich mich recht entsinne, war ich zweimal Mitglied im Einhornclan, beim Volk von Clanthon, einem der Völker, die in FOLLOW, der »Fellowship of the Lords of the Lands of Wonder«, die Fantasywelt Magira bevölkern. Das erste Mal stieg ich wegen ziemlicher Missstimmungen zwischen unserem Lord Hermann Ritter und mir aus. Das zweite Mal geschah es aus einem Grund, den man am besten als eine Mischung aus Interessenswandel und Zeitmangel bezeichnen könnte.
Aber ganz trifft es das nicht. Ja, wir – meine Frau war auch Mitglied – hatten das Interesse verloren, hatten einen anderen Fokus im Auge: Sie wollte Heilpraktikerin werden, ich war hauptberuflich ITler und nebenberuflich Verleger. Bis auf den ITler stimmt das heute noch. Aber es spielte auch eine Rolle, dass auf Veranstaltungen des Vereins – so dem Fest der Fantasie oder dem Pfingstercon der Finsterlinge und Einhörner oder den Silvestercons – Hunde nicht erlaubt waren, und – ich erwähnte es vermutlich schon – ohne Hunde unternehme ich nichts, was einem Urlaub auch nur annähernd ähnlich sieht. Und das Fest, Pfingsten und Silvester waren genau das.
Am Ende war dann der Kontakt zu den Miteinhörnern praktisch verloren. Mit Hermann Ritter ist er nie abgebrochen; auch mit Krischan Seipp hat sich der Kontakt wiedergefunden. Der Rest ist Geschichte.
Während meiner Mitgliedschaften habe ich eine ganze Reihe der »Hornsignale« gemacht: zusammengestellt, layoutet, teilweise sogar gedruckt. Es hat mir durchaus ein bisschen weh getan, die »Hornsignale« nicht mehr zu machen, aber es war dann vor allem eine Zeitfrage.
Irgendwann fragte Hermann Ritter mich dann, ob ich verschiedene »Hornsignale« drucken könnte. Das war natürlich möglich – dank einer Teilhaberschaft an einer kleinen Druckerei in Malta, die sich über jeden noch so kleinen Job freut, war das unproblematisch. Und das Ganze hat sich dann peu à peu erweitert. Zuletzt habe ich sogar einige Ausgaben nicht nur gedruckt, sondern auch layoutet.
Und so auch heute. Die Ausgabe 341, deren Titelbild man oben sieht, lag nur als rohe Textdatei vor. Korrektorat, Layout – beides von mir. Die Ausgaben 359 (mit einem Nachruf auf den jüngst verstorbenen Manfred Roth) und 360 (mit einem Bericht zum ersten virtuellen Fest der Fantasie, dem Cyberfest 2020), die ich zuvor für den Druck vorbereitet hatte, waren fertig, mussten nur ein wenig überarbeitet werden (da bestehen Verständnisprobleme mit dem Begriff »Beschnittzone«, wie es aussieht).
Das alles war nicht sehr aufwendig, nicht sehr anspruchsvoll. Aber es hat doch ein bisschen Spaß gemacht. Ein schnelles, hübsches Ergebnis, ein kleines Erfolgserlebnis. Auch so was braucht man manchmal.
Sprache, Haus, Abgrund
Zitat. Aus »Sprachnachrichten« Nr. 86 (II/2020): »Ungeliebt und frisch gesprochen. Deutsch in der vielsprachigen Schweiz«. Von Charles Linsmayer.
»Die Sprache ist die Wohnung von allen, das Haus, hängend an der Flanke des Abgrunds«, hat Octavio Paz in einem Gedicht gesagt. Und hat damit auf berührende Weise zum Ausdruck gebracht, wie total, wie umfassend die Sprache unser Dasein, unser Tun, unsere Ängste und Hoffnungen spiegelt und wie gefährdet sie immer auch ist. Auch die deutsche Sprache hängt zurzeit »an der Flanke des Abgrunds«, und es kommt auf unsere Fantasie, auf unsere Kreativität, unser Durchhaltevermögen, auf unsere Zivilcourage und unseren Stolz, ja auf unseren Mut zu gemeinsamen Strategien mit anderen Sprachen an, ob es uns gelingen wird, sie längerfristig wieder auf ein sicheres Fundament zu stellen.
Linsmeyer sprach diese Worte anlässlich der Verleihung des Deutschen Sprachpreises Weimar 2007 und der vollständige Text steht im Jahrbuch der Henning-Kaufmann-Stiftung 2007 (S. 21–42).
Für mich selbst ist dieses Bild des Hauses Sprache an der Flanke eines Abgrunds erschreckend real, jeden Tag, wenn ich Texte lese, ob nun für meinen eigenen Verlag oder als Auftragsarbeiten für Kollegen, ob im Radio, im Fernsehen oder irgendwo draußen. Man könnte die Gefahr vermuten, dass jemand am Sockel des Abgrunds der deutschen Sprache den Boden abgräbt – aber in Wirklichkeit ist es wohl die Scheiße, die der deutschen Sprache von Anglizismenfreaks (sic!) und Genderspinnern von oben und außen auf den Kopf geworfen wird, sodass es zu befürchten steht, dass sie jämmerlich darin ersäuft.
Abwesend aufm ElsterCon
Mit zunehmendem Alter werde ich wohl auch ein wenig wunderlich. Vielleicht zickig. Für mich ist das okay. Immerhin.
Was ich damit meine, ist, dass ich jetzt, wo ich im hohen Norden wohne, Probleme sehe, noch auf Cons zu fahren. Dazu gibt es verschiedene Gründe.
Zum einen musste ich überrascht feststellen, dass Husum verdammt viel weiter vom Schuss ist, als seinerzeit Murnau im Süden Bayerns. Von Murnau nach München waren es 75, 80, 85 Kilometer, je nachdem, wohin man wollte. Würde ich heute Dirk Fleck in Hamburg besuchen wollen, wären das an die zwei Stunden Fahrt und mindestens 133 Kilometer. Kiel liegt natürlich näher, ist aber mit München nicht annähernd zu vergleichen (sorry, Kiel).
Zum zweiten sind da die beiden Hundemädchen. Frau arbeitet, nicht immer, nicht regelmäßig, aber wegen ihrer Profession als an der Wellness orientierte Kosmetikerin in einem Hotel-Spa vorzugsweise auch am Wochenende. Und das sind keine zwei, drei Stunden, die sie da außer Haus ist – sondern der ganze Tag. Mit Fahrzeit und allem gerne und nicht selten 9, 10 Stunden. So lange will ich die Hundemädels nicht allein lassen. Und mitnehmen ist so eine Sache. Das geht nicht überall hin – und genau das war auch schon Grund für Boykotte. Als ich noch Mitglied bei FOLLOW war, bin ich nicht mehr auf die Feste der Fantasie gefahren, weil Hunde nicht erlaubt waren; Kinder waren es sehr wohl, aber selbstredend ist das was ganz anderes. Sagten die Veranstalter.
Und letztlich bin ich vielleicht auch einfach nur faul geworden. Ich weiß nicht, ab welchem Alter man sich das rechtlich einwandfrei erlauben kann. Ich für meinen Teil fühle mich so, dass ich davon ausgehe, das ich das heute tun darf.
Der ElsterCon, der sowieso seuchenbedingten Einschränkungen unterworfen war, musste jedenfalls ohne mich auskommen. Frau war auf einem Seminar, die Fahrt hätte leicht 6 Stunden gedauert, eine Unterkunft hatte ich gar nicht erst gesucht, wegen der Hunde gar nicht erst gefragt.
Problematisch war dabei, dass mir offiziell der Kurd-Laßwitz-Preis für meine langjährigen Leistungen verliehen werden sollte. Aber in der heutigen Zeit gibt es ja Alternativen. Ich hatte Udo Klotz ein Video versprochen:
Der Weg dahin war überraschend mühsam. Es war klar, dass Equipment und Machart weit von jeglicher Professionalität entfernt wären, aber darauf kam es wohl auch nicht an. Aber ich war überrascht, wie schwer es mir fiel, alleine vor einer Kamera einen Text zu sprechen, den ich noch dazu vorgeschrieben habe, zwar nicht ablas, aber eigentlich »konnte«. Ich war nicht unvorbereitet – und das war das Problem, das dazu beitrug, dass ich das Video lange vor mir herschob. Am Ende habe ich es dann doch hinbekommen – aber ich denke immer noch, dass es mir live, vor Publikum, aus dem Stegreif gesprochen, leichter gefallen wäre.
Sehr seltsam.
Oder auch nicht. Während meiner lange zurückliegenden Unteroffiziersausbildung hatte ich auch Unterweisungen im Umgang mit Untergebenen, und dazu gehörte auch – nicht zuletzt wegen unseres »Fachgebietes« –, vor Untergebenen selbst Unterweisungen durchzuführen, sprich: vor Publikum aufzutreten.
Erledigungsmeldungen
- Der erste Buchblock – traditionell zur Fahnenkorrektur bestimmt – der Anthologie »Das Alien tanzt Walzer« ist fertig und wurde heute an Ellen Norten, die Herausgeberin, zur Begutachtung – und gerne auch Fehlerauffindung – gemailt. Das war das Buch, das ich letztens »aus lauter Verzweiflung« zu layouten begonnen habe.
- »AntiquaRiot 2«, mein Beitrag zur FAN 130, ist auch fertig, an den OH gemailt, ausgedruckt und für die Post vorbereitet.
- Meine Frau hat mir ja wieder nichts erzählt. Deshalb war mein erster Alleintermin bei der Hundephysio Andrea eine Überraschung. Einen Gummianzug in meiner Größe für den Pool gibt es nicht – aber Andrea erwartet auch nicht zwingend, dass die Kunden mit dem Hund ins Wasser gehen. Sie macht das auch. Das allerdings ist echte Arbeit für Kim gewesen – denn Frauchen mit ihrem Laissez-faire- und Spieltriebbefriedigungsstil ist halt doch eine andere Hausnummer. Bei Andrea wird richtig gearbeitet. Und Kim hat das wie immer toll gemacht.
- Morgen ist ScanDay.
- Und ich hoffe, der Telekomiker, der hoffentlich morgen auch wirklich erscheint, findet den Fehler, der mir die Geschäftsbeziehung zu Vodafone derzeit ziemlich verdirbt. Aber das ist keine Geschichte für heute.
Zum achten Mal
Zum achten Mal habe ich 2020 die Ehre, den QUARBER MERKUR zu layouten – und ich habe die Arbeiten heute beendet. Die Nummer steht, der Buchblock ist Korrektur gelesen, der Umschlag generiert. Es fehlt der Druckauftrag von Gerhard Lindenstruth, Verleger des QUARBER MERKUR, und auch seine Preisangaben (die allerdings vermutlich nicht weit von denen des QUARBER MERKUR 120 entfernt sein dürften, hat die # 121 doch gerade mal 4 Seiten mehr). Bis die Ausgabe 121 also käuflich zu erwerben sein wird, dauert es noch ein Weilchen, aber die Information möchte ich dennoch nicht vorenthalten.
Franz Rottensteiner (Hrsg.)
QUARBER MERKUR 121
Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift für Science Fiction und Phantastik
Verlag Lindenstruth, Giessen, September 2020, 304 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 934273 11 5
- Franz Rottensteiner: Einleitung
- Gundula Sell: Alle Inseln da, nur Soléa fehlt. Ursula K. Le Guins »Erdsee«-Gesamtausgabe – eine Welt im Wandel
- Fritz Heidorn: Arthur C. Clarke – Schriftsteller des Anthropozäns
- Michael Weisser: Die Zukunft der Science-Fiction in der digital vernetzten, intermedialen Gesellschaft
- Maria Galina: Zurückkehren und ändern. Die Alternativgeschichte Russlands als Widerspiegelung der traumatischen Punkte im Kollektivbewusstsein des postsowjetischen Menschen
- Franz York Haarmann: Eine »Mögliche Welt« am Anfang der Science Fiction: Kurd Laßwitz‘ Roman Auf zwei Planeten
- Wolfgang Both: Science Fiction in der Popmusik
- Marjan Asgari: Kafkas Erzählungen und der Hyperraum
- Sophie Mantrant: Ein Essay oder Fiktion? Über Hieroglyphics, a Note upon Ecstasy in Literature (Arthur Machen, 1902)
- Zarko Milenić: Warum der Film Stalker von Andrej Tarkowski nicht zum Genre Science-Fiction gehört
- Hans Esselborn: Dietmar Dath: Neptunation oder Naturgesetze, Alter!
- Marcel Schmutzler: Nur Realismus im Land der Trolle? Auf den Spuren einer aktuellen norwegischen Fantastik
- Franz Rottensteiner: »Für eine Handvoll Dollar mehr« – der seltsame Fall des Prozesses Stanislaw Lem gegen Franz Rottensteiner vor dem Handelsgericht Wien
- Christian Hoffmann, Hans Langsteiner, Franz Rottensteiner, Matthias Schmid, Ulrich Spiegel: Der Seziertisch
Das Titelbild stammt von Thomas Franke.
STORY CENTER: Storys im Zentrum
Die »Reihe« STORY CENTER hat eine lange Tradition. Die erste Ausgaben, die mir vorliegt, ist ein STORY CENTER EXTRA aus dem August 1995, zusammengestellt und herausgegeben von Jürgen Thomann, und dem Vorwort ist zu entnehmen, dass diese Ausgabe eine Art »Reboot« des zuvor schon existierenden STORY-CENTER-Projektes darstellte.
2006 wurde STORY CENTER, zuletzt betreut von Arno Behrend, endgültig eingestellt – jedenfalls was die direkte Beschäftigung des SFCD mit dieser Reihe anging. Ich übernahm den Namen und die Idee für meinen Verlag p.machinery, und 2009 ging es mit »Das Wort« (AndroSF 4) und »Boa Esperança« (AndroSF 5) weiter – und gleich erfolgreich, denn Matthias Falke konnte mit der Titelstory »Boa Esperança« den Kurzgeschichten-DSFP 2010 gewinnen.
In den nachfolgenden Jahren erlahmte dann die Erscheinungsfrequenz – aus den unterschiedlichen Gründen. Die ursprünglichen Jahresausgaben ließen sich nicht durchhalten, sodass die Angabe einer Jahreszahl entfiel. Und zwischendurch gab es längere Pausen, bis 2020 gleich drei STORY CENTER erschienen: »NUMMERN« (AndroSF 110), »KALTES KLARES WASSER« (AndroSF 114) und nun »PYROMANIA. DAS WELTENBRENNEN« (AndroSF 112).
Und es ist noch nicht zu Ende, denn mit »Das Erz der Engel« liegt noch eine zur Veröffentlichung bereite Anthologie vor, an der sich Detlef Klewer mit bekannt geschickter Hand ausgetobt hat.
Aber im Augenblick ist erst einmal die »PYROMANIA« im Zentrum der Aufmerksamkeit.



