Fleck in Bochum

Das Schauspielhaus Bochum veranstaltet eine gesellschaftspolitische Diskussionsreihe mit dem Titel »Ausreden – zuhören!« In der Spielzeit 2019/2020 ist das Thema »70 Jahre Grundgesetz – was ist mir das wert?« Am 27.10.2019 geht es um den § 20a GG – »Aus Verantwortung für künftige Generationen – der ›grüne‹ Artikel 20 a: Ressourcen- und Artenschutz«.

  • Wie ernst wird Ressourcenschutz (in Deutschland, in Europa, weltweit) genommen?
  • Wie sehr leben wir weiterhin mit einer permanenten Scheinmoral?
  • Wo muss Artenschutz womöglich hinter anderen, auch berechtigten Interessen zurückstehen?
  • Ist Klimaschutz wirklich das zukünftige politische Topthema oder nur eine vorübergehende Modeerscheinung?
  • Wie kann man von Deutschland aus die Welt verbessern, wenn die größten Global Player nicht mitziehen?
  • Welche Maßnahmen sind sinnvoll und welche Augenwischerei?
  • Was sind realistische Zukunftsszenarien?

Moderatorin Sonia Seymour Mikich wird am 27.10.2019 von 11.30 bis 13 Uhr mit vier Gästen diskutieren; unter den Gästen ist auch unser Autor Dirk C. Fleck. Publikumsbeteiligung ist vorgesehen, die Veranstaltung wird im Internet übertragen und aufgezeichnet.

Veranstaltungsort ist das Schauspielhaus Bochum, Königsallee 15, 44789 Bochum.
www.schauspielhausbochum.de

Wie das Kind zum Bade

Die Idee, bei p.machinery ein Hörbuch – neudeutsch: Audiobook – herauszubringen, war nicht ganz neu. Am Ende blieben die Ideen meist in irgendeiner mentalen Ecke liegen; nicht wirklich unsichtbar, aber auch nicht sonderlich beachtet.
Als es dann endlich so weit war, hatten andere Menschen die ganze Arbeit gemacht:

Das Hörbuch »Feuer am Fuß« ist fast 15 Stunden lang. Dirk C. Fleck hat seinen eigenen Text im Studio von Idealism Prevails in Wien (https://www.idealismprevails.at) eingesprochen. Georg Bermuda Bremges (https://www.facebook.com/georg.bermuda) und Enrico Körbitz (https://www.facebook.com/enrico.korbitz) haben Musik beigesteuert. Und Heimo Rauter (https://www.sender.fm) hat den Schnitt bewerkstelligt.
Und fertig war die Kiste.

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FLECKen auf dem Verlegerhemd

Dirk C. Fleck ist längst einer meiner Lieblingsautoren. Nicht alles, was er schreibt, trifft meinen Nerv, aber als Verleger finde ich es wichtig, anderen Menschen die Chance zu geben, seine Worte zu lesen und herauszufinden, ob es ihren Nerv trifft. Und dass diese Worte genau das tun, zeigt sich immer dann, wenn er ein neues Buch in meinem Verlag zum ersten Mal in einem Interview, auf Facebook oder irgendwo erwähnt.

»LA TRIVIATA« ist eine Sammlung. Eine Schnipselsammlung, könnte man sagen. Kurze Texte, Gedanken, manchmal nur einzelne Sätze. Zitate. Das alles hat mit den 80ern zu tun, 20. Jahrhundert, eine Zeit, in der ich Twen war und neue Weltsichten entwickelte, nach Bundeswehr, Berufsausbildung, dem ersten Job, der ersten Ehe, einem Kind. Weltsichten zum Erfolg. Und zum Scheitern.
Nach seinen eigenen Worten hat »LA TRIVIATA« etwas mit Dirks eigenem Scheitern zu tun. Ein Scheitern, das er sich nicht unbedingt selbst zuzuschreiben hat. Aber eine Entwicklung, die etwas für ihn veränderte. Damals, in den 80ern. Immerhin stellte diese Materialsammlung für ihn auch etwas Positives dar: »Um meinen inneren Kompass nicht gänzlich zu verlieren, machte ich es mir zur Pflicht, mich mit täglichen Fingerübungen ›frisch‹ zu halten«, schreibt er.

Jemand, der das Buch gelesen hat, vermisste den »Duft der Achtziger«. Er machte das am Fehlen von Dingen wie Mode, Musik u. ä. fest. Dinge, die ich nicht erwartet hätte. Nicht in einer Anmerkung dieser Art. Und nicht in diesem Buch. Für mich gab und gibt es Stellen in dem Buch, indem ich den »Duft« auch vermisse, weil er für mich von einem »Gestank der Achtziger« überlagert wird. Aber das ist eine subjektive Kritik, das hat nichts mit Dirk Fleck als Autor zu tun, nichts mit seinem Umgang mit der damaligen Zeit – damals wie heute – und nichts mit seinen Fähigkeiten als Schriftsteller. Vielmehr ist es ganz allein meine Erinnerung an die 80er, die hier durchschlagen – und so ist es wohl auch der Fall bei dem Kritiker, dem Mode, Musik, dem der eigentliche »Duft« fehlte.

Für mich als Layouter war das Buch eine kleine Herausforderung, weil ich herausfinden musste, wie ich die zahlreichen Schnipsel, die kurzen Texte so präsentiere, dass sie nicht einfach nach einer lieblos heruntergenudelten Textwurst aussehen. Die Doppelseiten, die man layoutet, sollten ihren Charme finden (und ich bin nicht bei allen diesen Doppelseiten sicher, ob das wirklich gelungen ist), und die unnummerierten Texte – die meist Zitate darstellen – sollten sich von den nummerierten Texten von Dirk selbst unterscheiden (was mir hoffentlich mit einer Schriftartvariante gelungen ist).

»LA TRIVIATA« ist unter Verkaufsgesichtspunkten bisher Dirk Flecks schwächstes Buch. Aber es ist noch nicht lange auf dem Markt und vielleicht ändert sich das auch noch, wenn Dirk es vor eine Kamera hält und etwas dazu sagt.

Mehr Infos zum Buch: hier.

Wenn eine Nötigung nötig ist. Ein Vorwort

Dirk C. Fleck, dieser bald fünfundsiebzigjährige Ökoholic, der in­zwischen von renommierten Verlagen ungelesen abgelehnt wird – was er als Auszeichnung auffasst, meiden doch inzwischen die etablierten Verlage die lebenswichtigen Themen, die ihn umtreiben, wie der Teufel das Weihwasser –, der sich als ehemaliger Redakteur und Mitarbeiter zahlreicher »Qua­li­täts­medien« wie Spiegel, Geo, Stern und anderen nun vornehmlich im Internet auf alternativen Plattformen tummelt, die dem Mainstream mehr und mehr das Wasser abgraben … Die­ser Dirk C. Fleck hat mich, seinen Verleger, genötigt, dieses Vorwort selbst zu schreiben. Parbleu!
Freilich ist es ein gewagtes Unterfangen, den Schreiberling zahlreicher – hier sind es neunundneunzig, Gerüchten zufolge jedoch sind es Horden, Legionen, ganze Völker – Gedanken­schnipsel, kürzerer und längerer Texte, Aufrufe zum ökologischen Ungehorsam und Ansammlungen literarischer, politischer und gesellschaftlicher Weisheiten dazu zwingen zu wol­len, das Vorwort zu einer Sammlung einer nicht ganz unerheblichen Zahl seiner Werke selbst zu verfassen. Wie dumm muss man als Verlegerlein sein, sich auf dergleichen Idee einen Erfolg einzubilden.
Aber zugegeben: Die einfache Frage, gestellt in einer einzigen E-Mail, in einem einzigen Satz, ohne Wiederholung … Es war einen Versuch wert.

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