Tipp von einem Autor und Ex-Redaktionskollegen bei den ANDROMEDA NACHRICHTEN: Ein intelligenter und humorvoller Blogger äußert sich zu Themen, die auch mich – oder gerade mich? – interessieren, unter anderem »Kulturelle Aneignung« und das »Gendern« …
Harbach bespricht
Thomas Harbach auf Robots & Dragons:
http://www.robots-and-dragons.de/buchecke/26725-turen-tore-portale
Sein Fazit:
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Durchgehend ist die Qualität der Miniaturen und Kurzgeschichten mindestens Zufriedenstellend bis sehr gut. Nicht immer können die Texte ihre jeweiligen Pointen oder Handlungsverläufe vor den Lesern verheimlichen. Manchmal ist es auch die extra Würze, wenn der Leser mehr weiß als die Protagonisten. Das Themenspektrum von Märchen über in erster Linie gotischen Grusel zur Fantasy oder Science Fiction ist derartig breit, dass es viele Geschmäcker treffen wird. Alle Geschichten/ Miniaturen sind stilistisch ansprechend geschrieben worden und in mehrfacher Hinsicht ist “Türen, Tore & Portale” nicht nur eine kurzweilig zu lesende Sammlung, sondern ein weiterer Wink mit dem Torpfosten in Richtung der “Phantastischen Miniaturen” aus der Stadt Wetzlar.

Harbach rezensiert
Thomas Harbach auf Robots & Dragons:
http://www.robots-and-dragons.de/buchecke/26862-zwillingsparadoxon
Sein Fazit:
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Mit seinen beiden bislang vorliegenden Science Fiction Romanen hat Ron Müller bewiesen, dass er zu den originellen, auch vor allem in „Das Theodizee-Problem“ mit steilen Thesen provozierenden, aber vor allem auch kantigen deutschsprachigen Science Fiction Autoren gehört. „Das Zwillingsparadoxon“ wirkt im direkten Vergleich zu seinem Nachfolger sogar intimer, fokussierter und nicht weniger intellektuell stimulierend.
Die Neuauflage dieses als E Book eher untergegangenen Romans ist überfällig.

Udo Weinbörner liest: Kurz und kriminell!
Am Donnerstag, den 15.09.2022, 19 Uhr, liest Udo Weinbörner in einer gemeinsamen Veranstaltung des Lions Clubs Meckenheim/Wachtberg und der Veranstaltungsreihe »Wachtberg liest« im Köllenhof, Auf dem Köllenhof, 52343 Wachtberg-Ließem, Kurzkrimis in Form von Kurzgeschichten und Erzählungen aus seinem neu erschienenen Auswahlband »Bei Sonnenschein sind wir zurück | Storys aus 40 Jahren«, p.machinery Verlag. Der Autor kündigt die Lesung von spannenden, gruseligen und abgeschlossenen Kriminal- und Justizgeschichten als echte Alternative zum Krimiabend vor dem Fernseher an, wie man sie nicht jeden Tag geboten bekommt. Fragen und Gespräche sind während der Lesung vorgesehen, da eine kurze unterhaltsame Einführung in die Arbeit eines Schriftstellers im Allgemeinen und an der Kurzgeschichte im Besonderen gegeben werden soll.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Sonderprogramms »Aufgeschlagen!« des Landes Nordrhein-Westfalen statt.
Moderiert wird die Veranstaltung vom Präsidenten des Lions Clubs und Herrn Dieter Dresen, dem Organisator der Lesereihe für Wachtberg. Der Eintritt ist frei – um Spenden wird gebeten. Mit den gesammelten Spenden und den Erlösen aus dem Verkauf des Lesebuchs »Bei Sonnenaufgang sind wir zurück« von Udo Weinbörner sollen die Wachtberger-Veranstaltungen »Käpt’n Book« zur Leseförderung von Kindern als sozialer und gemeinnützig anerkannter Zweck gefördert werden. Veranstaltungsdauer: 2 Stunden.

Steuerzahlerfreuden II – Antworten an den Fragen vorbei
Traditionell ist die Wahrscheinlichkeit, dass man von einer Hotline eine Antwort bekommt, die nichts mit der Frage zu tun hat, recht hoch. Weltmeisterlich ist hier der Support von Amazon. Aber auch die Firma Buhl Data kann es. Auf meine Fragen vom 14.08.2022 – siehe hier – erhielt ich Antworten, die meine Fragen außer Acht ließen.
Das Grundsteuerportal fordert aktuelle Daten. Es existiert keine Schnittstelle über die die Daten abgerufen werden können. Daher ist die Eingabe manuell erforderlich.
Schnittstellen kann man programmieren. Die Daten sind vorhanden. Und immerhin hätte man auf die Existenz der Grundsteuerportale im Internet hinweisen können, statt dem Steuerpflichtigen zuzumuten, nach mitunter uralten Daten zu schürfen.
Zum Programm WISO Grundsteuer wurde von vorneherein bekantgegeben, dass die Erklärungen lediglich über den Steuer-Versand abgegeben werden können. Eine Identifizierung für den Steuer-Abruf ist auch ohne Angabe von Bankdaten mit Ihrem Personalausweis möglich.
Das ist die größte Höhe! Denn hier wird nicht die Frage beantwortet, warum die Steuererklärung nicht mit dem ELSTER-Zertifikat abgegeben werden kann, sondern sogar noch darauf hingewiesen, dass man programmiererseitig offensichtlich nicht intelligent genug war, diese Möglichkeit einzubinden. Denn der »Steuer-Versand« z.B. im WISO-Steuersparbuch kann mit dem ELSTER-Zertifikat umgehen, die Technik ist also vorhanden.
(Und auch, was der Personalausweis für einen Gewinn bringen sollte, wird nicht erklärt. Nicht nur, dass auch er persönliche Daten enthält, die erst einmal niemanden etwas angehen … Ich habe keine Webcam, ich habe auch kein Lesegerät für einen Personalausweis — und das indirekte Verlangen nach der Verwendung eines Smartphones ist für den Anwohner eines Funklochs schlicht eine Unverschämtheit.)
Die Angabe der Anrede wird von den ELSTER-Formularen gefordert. Die Auswahl „Ohne Anrede“ ist die Grundeinstellung, die durch die Angabe eines von ELSTER akzeptierten Werts zu ersetzen ist.
Und wozu das? Kann man das Feld nicht – selbsterklärend! – leer lassen, statt den Anwender gezielt in die Irre zu führen? Und wozu eine ELSTER-Vorgabe, wenn andererseits ELSTER-Ressourcen (Zertifikat, siehe oben) nicht genutzt werden?
Es ist eine lange bekannte Tatsache, dass ein Softwarekäufer bestenfalls – wenn er Glück hat – Betatester, meist jedoch Alphatester ist. Er zahlt Geld dafür, um Schrott zu verwenden – und ich bezweifle, dass meine Einlassungen zu irgendeiner Änderung führen bzw. geführt haben. Ich kann an dieser Stelle nur einmal mehr empfehlen, diese Grundsteuererklärung direkt bei ELSTER abzugeben. Die ist nicht luxuriöser als der Schrott von Buhl Data, aber wenigstens kostenlos.
Sensation: Ein Gewitter macht’s
Außer der Reihe: VDS-Infobrief vom 08.09.2022
Da kam ganz außer der Reihe gestern abend ein VDS-Infobrief … mitten in der Woche. Auf der Internetseite ist er noch nicht zu finden, aber er wird erscheinen: hier.
Der Inhalt:
1. Presseschau
• Deutsche Sprachtage in Wittenberg
• Ukrainer in Sprachkursen
2. Gendersprache
• Subtiler Zwang
• Kein Gendern auf Müritz-Portal
• CDU kritisiert Bochumer „Sprachpolizei“
3. Kultur
• Nettes Miteinander
4. Berichte
• Festakt zum Duden-Jahr
5. Denglisch
• Mehr Visuals!
6. Termine
Und dann war’s Platz 3
Aiki Miras Roman »Titans Kinder« ist weiter auf dem Weg nach oben. In der Phantastik-Bestenliste steht er inzwischen auf Platz 3.

Nachbarsgesänge
Beim morgendlichen Gassigang kann man sie hören. Manchmal auch abends. Aber immer morgens. Die Nachbarin. Im Kuhstall kommuniziert sie mit den Tieren durch laute Rufe. Dem Unbedarften klingen sie schräg, dem Wissenden wie eine Sprache. Wie Musik. Manchmal. Vielleicht schräge Musik. Aber kein Stockhausen. Ich gehe selten ganz früh morgens mit den Mädels zum Gassigang. Das macht meist die Frau. Aber wenn, dann überlege ich immer wieder, wie es wäre. Musik daraus zu machen. Einen Beat unterzulegen. Und damit die Charts und Clubs zu stürmen. Leider kann ich mit solcher Software nicht umgehen. Sonst hätte ich es vielleicht längst probiert. Immerhin bleibt die Freude auf den nächsten morgendlichen Gassigang. Und die Gesänge der Nachbarin.
Böhmermann: Das rote Apothekenlogo soll weg
Im VDS-Infobrief vom 04.09.2022 — siehe hier — war nachzulesen:
Jan Böhmermann, bekannt als sprachgewaltiger Satiriker, fordert in der neuesten Folge seines Podcasts mit Olli Schulz Fest und Flauschig, die deutschen Apotheken sollten ihr traditionelles Logo abschaffen. Das rote Apotheken-A in Frakturschrift sei ein „Nazizeichen“, eingeführt im Jahr 1936. Apotheken in Europa hätten in der Regel ein grünes Kreuz als Logo, nur nicht die deutschen. Der Satiriker behauptet, das Logo sehe „auch echt scheiße“ aus. (br.de)
Dazu schrieb ich an den VDS:
Wäre Jan Böhmermann nicht nur sensationsgeil, sondern intelligent und zur ordentlichen Recherche fähig, wüsste er, dass es 1941 die Nazis waren (Erlass Martin Bormann vom 03.01.1941), die den Einsatz von Frakturschriften für bestimmte Zwecke verboten haben und damit den Niedergang der Nutzung gebrochener Schriften insgesamt in Deutschland in Gang setzten. Er wüsste dann auch, dass das heute genutzte Logo aus dem Jahr 1951 stammt.
Klar ist allerdings auch, dass er nicht einsehen wird, dass seine neuerliche Einlassung einmal mehr „auch echt scheiße“ ist.
Edit 03.09.2023: Der ursprünglich im Beitrag enthaltene Link auf den Bayerischen Rundfunk (br.de) funktioniert nicht mehr. Schelm, wer Böses dabei denkt.
