Der VDS-Infobrief

Der VDS, der Verein Deutsche Sprache e.V., veröffentlicht einmal in der Woche, immer passend zum Wochenende, den »Infobrief«, eine E-Mail mit verschiedenen Themen. Auf meiner Verlagsseite veröffentliche ich das Inhaltsverzeichnis nun schon zum dritten Mal — und behalte das auch bei –, aber aus gutem Grund werde ich dies nun auch in diesem, meinem privaten Blog tun, denn hier werde ich auch — wie schon das eine oder andere Mal geschehen — ein Thema aus dem aktuellen Infobrief detaillierter aufgreifen.

Der aktuelle VDS-Infobrief ist vom 26.02.2022 und bietet folgende Inhalte:

1. Presseschau
• Erster Erfolg gegen Audi
• Der Traum vom Universalübersetzer
• Die Suche nach der eigenen Muttersprache
• Das Bairische kein Deppenidiom
• Fehler gehören dazu
2. Gendersprache
• Gendern kein natürlicher Sprachwandel
• Gendern: Historisch einmaliger Vorgang
• Die Dominanz des weiblichen Artikels
• Gendern im Abi
• Fachzeitschrift der Architekten umbenannt
• Von „Freierinnen“ in Wien
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• Beauftragte
4. Kultur
• Kreative Ausdrücke füllen sprachliche Lücken
• Kisuaheli für das Selbtbewusstsein Afrikas
5. Berichte
• Jürgen-Moll-Preis für Michael Andrick
6. Denglisch
• Weltgewandte Manager
7. Termine

Der Infobrief des VDS ist nicht nur für Mitglieder des Vereins gedacht. Auf der Seite des Infobriefs kann man sich für diesen auch als Nichtmitglied anmelden – und dort kann man auch die bisher erschienenen Infobriefe nachlesen. Auch wenn man zum Beispiel Fan des Genderns ist, lohnt es sich: Nirgendwo bekommt man die Dummheit dieses Tuns besser und eindeutiger aufgezeigt.

Quarber Merkur 122

Der Quarber Merkur 122 ist fertig – leider mit Verspätung, und diesmal mit erheblicher Verspätung. Aber es hat sich gelohnt — der Inhalt kann sich einmal mehr sehen lassen:

Franz Rottensteiner (Hrsg.)
QUARBER MERKUR 122
Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift für Science Fiction und Phantastik
Verlag Lindenstruth, Giessen, März 2022, 288 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 934273 12 2
EUR 17,00 im Inland, EUR 20,00 im Ausland

Franz Rottensteiner: Einleitung
Wladimir Borissow & Alexander Lukashin: Diese Welt haben nicht wir erfunden. Utopische und antiutopische Motive im Werk der Brüder Strugatzki
Jean-Pierre Laigle: Johan Vibe. Ein Wegbereiter des Zukünftigen in Norwegen
Fritz Heidorn: Science-Fiction, der Realismus unserer Zeit. Kim Stanley Robinsons »Zukunftsgeschichte«
Christian Hoffmann: Afrofantastik 2.0
Wolfgang Both: Von Science-Fiction-Romanen inspirierte Rock- und Popmusik
Marcel Schmutzler: Warum Lovecraft gerade jetzt?
Rainer Eisfeld: Faszinierende Gemälde nie geschauter Welten. Chesley Bonestell und John W. Campbell
Michael Hageböck: Fantastisches Spielevergnügen. Colloquium über analoge Unterhaltung
Detlef Thiel: Scheermatt & Dürrenbart GmbH. Ein Chiasma zu Friedrich Dürrenmatts 100. Geburtstag und zur ersten Sammlung unbekannter Texte von Paul Scheerbart seit 25 Jahren
Natsuno Tokunaga: Opfer der Wissenschaft oder »mad scientist«? Satirische Anspielungen auf Gustav Theodor Fechner und Johann Karl Friedrich Zöllner in Oskar Hoffmanns »metaphysischem Phantasieroman« Die vierte Dimension (1909)
Franz Rottensteiner: Die okkulten Detektivromane »Jack Manns«
Christian Hoffmann, Franz Rottensteiner, Matthias Schmid, Ulrich Spiegel: Der Seziertisch

Das Titelbild stammt von Enrique Meseguer (Pixabay).

VDS-Infobrief 12.02.2022

Der VDS, der Verein Deutsche Sprache, veröffentlicht einmal wöchentlich einen Infobrief mit aktuellen Themen. Ältere Ausgaben findet man hier: vds-ev.de/infobrief.

Die Themen im aktuellen Infobrief vom Samstag, 12. Februar 2022, sind:

1. Presseschau
• Duden enttäuscht Juden
• Polen benachteiligt deutsche Minderheit im Unterricht
• Leipziger Buchmesse erneut abgesagt
2. Gendersprache
• Norwegen schafft genderneutrales Fürwort
• Gendern ist „Wortzertrümmerung“
• Gendern in Italien
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• Bürgerinnen und Bürger?
4. Kultur
• Ausstellung zur Fliegersprache
• Grundschüler wird begehrter Autor
• Wie Hebräisch zur modernen Sprache wurde
5. Berichte
• Neue AG Ausgangsschrift
6. Denglisch
• Überwürzung durch Anglizismen
7. Termine

Grüne Sprachzecken

Im Infobrief des VDS e.V. vom 12.12.2021 steht geschrieben, wer da in die Regierung gewählt wurde:

Neue Familienministerin ist für das Gendern gegen die Mehrheit

Die bisherige rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Anne Spiegel (Grüne) ist jetzt die neue Bundesfamilienministerin. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland verkündete sie: „Ich finde gendergerechte Sprache wichtig, auch in staatlichen Dokumenten. Es wäre wünschenswert, wenn die Bundesregierung zu einem einheitlichen Verfahren findet.“ Auch ihre Parteikollegin und Außenministerin Annalena Baerbock sprach sich in der Vergangenheit bereits mehrfach fürs Gendern aus: „Ich will Politik für alle Menschen machen und das bedeutet, auch alle mit anzusprechen – und nicht nur mit zu meinen.“ Die Welt erinnert in diesem Zusammenhang an die Umfrage von Infratest Dimap für die Welt am Sonntag im Mai 2021. Dieser zufolge lehnen 65 Prozent solche Formulierungen wie „Forschende“ statt „Forscher“ ab, auch das große Binnen-I („ZuschauerInnen“) in der geschriebenen und die Sprechpause („Akademiker_innen“) in der gesprochenen Sprache werden mehrheitlich abgelehnt. (welt.de, berliner-zeitung.de)

So geht man nicht mit Mehrheiten um, meine Damen. Aber bei den Grünen gelten ja schon immer die Gesetze ein wenig anders, als sie formuliert sind. Und möglicherweise wird im Begriff »Demokratie« das »Demo« leicht überbewertet.

Gendern verletzt Urheberrechte

Pressemitteilung vom 27. Oktober 2021:

Genderklage gegen Zeitschrift wegen Urheberrechtsverletzung

Klägerin: Freiheit des Autors wurde missachtet

Die Autorin Sabine Mertens klagt wegen Urheberrechtsverletzung gegen den Verlag ManagerSeminare (Bonn). Dessen Zeitschrift „Training aktuell“ hatte einen ihrer Artikel gegendert, obwohl die Autorin mehrfach deutlich darauf hingewiesen hatte, keine Gendersprache nutzen zu wollen. Trotz der Zusage, den Artikel in der eingereichten Form abzudrucken, hat der Verlag ihn in der Endversion in sogenannter gendergerechter Sprache veröffentlicht. „Ich erwarte Respekt vor der Freiheit des Autors, umso mehr von der Redaktion eines Magazins, das sich mit Weiterbildung und Lernen beschäftigt“, so Mertens.
Die Klägerin Sabine Mertens ist Autorin und Coach, außerdem leitet sie die AG Gendersprache im Verein Deutsche Sprache (VDS). Anfang Oktober 2021 reichte sie Klage beim Landgericht Hamburg ein. Anlass war die sprachliche Veränderung ihres Textes an zwei Stellen. Statt „Zeichner“ hat der Verlag nach der Korrektur in der überarbeiteten Version den Begriff „zeichnende Person“ veröffentlicht. In der Klageschrift heißt es dazu: „Sprache ist in ihrer Arbeit (Beratung, Coaching, Therapie) von sehr hoher und sehr persönlicher Bedeutung. Eine derart unpersönliche Ausdrucksweise wie ‚Person‘ disqualifiziert die Klägerin in ihren Augen in ihrem Tätigkeitsfeld.“ Trotz mehrfacher Mails im Vorfeld der Veröffentlichung, in der Mertens ihre Sicht deutlich gemacht hatte, hat sich der Verlag dazu entschieden, gegen das Urheberrecht zu verstoßen und seiner eigenen Gender-Ideologie zu folgen.
Sabine Mertens ist von der Vorgehensweise des Verlags enttäuscht und entsetzt zugleich: „Damit hat der Verlag gegen meinen ausdrücklichen Willen die Gendersprachdoktrin durchgesetzt.“ Eine inhaltliche Auseinandersetzung habe nicht stattgefunden, gegen die finale Änderung habe sie sich nicht wehren können. „Ich wurde hintergangen und vor vollendete Tatsachen gestellt. Der Verlag hat seine Stellung missbraucht.“
Der VDS unterstützt Sabine Mertens in der Klage gegen die Zeitschrift. „Das Urheberrecht darf nicht mit Füßen getreten werden“, sagt der VDS-Vorsitzende Prof. Walter Krämer, „wer die eigene Ideologie vor die Persönlichkeitsrechte eines Menschen stellt, zeigt, wie wenig ihm an einem Miteinander gelegen ist.“

Verein Deutsche Sprache e. V.
Vereinssitz: Martin-Schmeißer-Weg 11, D-44227 Dortmund
Für Briefsendungen: Postfach 10 41 28, 44041 Dortmund
Telefon/Telefax: +49 231 7948520
www.vds-ev.de

Über Zeitreisen und die Grenze zwischen Mensch und Maschine

Ich hatte das Vergnügen, diesen Roman zu lektorieren. Und ich mag Plan9 als Verlag. Und deshalb bringe ich hier einfach eine Presseerklärung des Verlags zu dieser Neuerscheinung. Ein schönes Stück entspannender und bisweilen überraschender Science-Fiction.

Jacqueline Montemurri veröffentlicht Science-Fiction Roman »Der Koloss aus dem Orbit«

Frankfurt, den 7.10.2021 – Cybernetic Organisms, kurz: Cyborgs, sind aus der Science-Fiction nicht mehr wegzudenken. Die Luft- und Raumfahrttechnikerin und Literaturpreisträgerin Jacqueline Montemurri setzt sich in »Der Koloss aus dem Orbit« nicht nur mit einer Reihe von Cyborg-Technologien auseinander, sondern auch mit der Frage, wo die Grenze zwischen Mensch und Maschine verläuft.
Dem Thema hat sich Jaqueline Montemurri auch in einem Beitrag auf TOR-ONLINE gewidmet: https://www.tor-online.de/feature/buch/2021/10/cyborgs-von-der-fiktion-zur-realitaet

Jaqueline Montemurris Protagonisten
Die Frage, welches Ausmaß technischer Aufrüstungen einen Menschen zum Cyborg werden lässt, stellt sich bereits bei der Aufrüstung von Jaqueline Montemurris Hauptfiguren Dysti und Xell. Xell wurde nach einer lebensgefährlichen Verletzung mit allerlei technischen Raffinessen ausgestattet, die ihn zum Supersoldaten machen sollten. Dysti dagegen ist Journalistin, die mit einem Internet-Chip in ihrem Gehirn ihre Karriere vorantreiben wollte. Beide begeben sich gewissermaßen freiwillig unfreiwillig auf eine spannende und gefährliche (Zeit-) Reise.

Worum es geht
Seit Jahren umkreist ein unbekannter Koloss die Erde, bis schließlich ein Team zusammengestellt wird, das die Technologie dieses vermeintlichen Raumschiffs bergen soll. Doch niemand reißt sich um diese Aufgabe, so findet sich eine Crew, die nicht wirklich etwas Besseres zu tun hat. Zu ihr gehören die drogensüchtige Journalistin Dysti und der ausgemusterte Cyborg Xell. Als der Trupp dem Geheimnis des Kolosses auf die Spur kommt, können sich Dysti und Xell nur durch eine Flucht in die Zukunft retten. In eine Zukunft, die einem Paradies gleicht. Aber die Idylle trügt.

Über die Autorin
Jacqueline Montemurri studierte Luft- und Raumfahrttechnik und veröffentlicht seit 2012 Science-Fiction und Fantasy. Ihr Debütroman »Die Maggan-Kopie« war für den Deutschen Science-Fiction Preis nominiert. Ihre Erzählung »Der Koloss aus dem Orbit« erhielt 2020 den Kurd-Laßwitz-Preis.

Herausgeber am Arsch

Es ist schon ein Weilchen her, dass Verleger mit ihren Werken und damit ihrer Arbeit an den Ausschüttungen der VG Wort partizipieren durften. Irgendwann kam ein Autor daher, der der Ansicht war, dass Verleger das nicht verdient hätten. Er klagte, bekam Recht und die Verleger gingen nicht nur zukünftig leer aus, sie durften auch die seit Klageerhebung eingestrichenen Ausschüttungen zurückerstatten.
Ganz klare Sache – Verleger tun ja nichts dafür, dass Autoren mit ihren Werken Geld verdienen. Gar nichts. Ganz im Gegenteil. (Glaubt man einer Dreckschleuder im DSFO, dann sind alle Verleger in Deutschland Betrüger.)

Im September-Newsletter der VG WORT geht es unter dem Thema »Sonderverteilung Bibliothekstantieme öffentliche Bibliotheken 2022« um einen neuen Fall von schriftstellerischer Geldgier und Neidhammelei. Dort steht geschrieben:

Wir machen in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass derzeit alle Ausschüttungen an Herausgeber zurückgestellt werden müssen. Der Anlass ist eine beim Landgericht München I anhängige Klage eines wissenschaftlichen Autors, der sich grundsätzlich gegen eine Beteiligung von Herausgebern an den Einnahmen der VG WORT wendet. Nach einer erstinstanzlichen Entscheidung in dem laufenden Gerichtsverfahren, die demnächst erwartet wird, wird die VG WORT das Urteil prüfen und weitere Informationen auf der Webseite mitteilen.

Und auch dieser Fall ist glasklar: Herausgeber tun absolut nichts für den Erfolg von Autoren. Absolut gar überhaupt nichts.

Ich bin ja nur Verleger. Aber ich bin eindeutig dafür, solche Autoren zu boykottieren – nach Strich und Faden, vollständig, erbarmungslos. Solche Geldgier, solcher Neid, solche Gehässigkeit – und vor allem solche Dummheit – gehört mit dem bestraft, was rechtens ist: Konsequenz. Ein Autor, der meint, er käme ohne die Arbeit von Herausgebern und Verlegern aus, der sollte dazu verurteilt werden, Selfpublishing betreiben zu müssen. Ein solcher Autor hat keinen Lektor verdient – die tun ja auch nichts und wollen dafür bezahlt werden? –, keinen Korrektur, keinen Setzer, keinen Titelbildkünstler, niemanden.
Bedauerlicherweise kann er sich darauf verlassen, seinen vollständig selbst gebauten Text immerhin bei den bekannten BoD- und PoD-Anbietern unterbringen zu können. Diese sind letztlich auch nur geldgierig.

Gebührenfinanzierte Herabwürdigung

Wer sich einmal öffentlich-rechtlich fundiert herabwürdigen – und je nach persönlichem Geschmack gar beleidigen – lassen möchte, der versuche einfach, Gunther Grabowski (»Ach du liebes Deutsch!«, IFB, 2013) nachzueifern und sich bei ARD (und vielleicht testweise auch ZDF?) über genderischen Unfug in Hörfunk und Fernsehen zu beschweren. Grabowski hat das getan und Michael Hanfeld hat das kommentiert (hier).
Die ARD reagierte zunächst pampig, hatte mit Grabowski allerdings den Falschen erwischt und musste letztlich zurückrudern. Michael Hanfeld dazu:

Bezüglich „gendergerechter“ Sprache gebe es „keinen ARD-Standard“. Im ARD-Gemeinschaftsprogramm kämen „in verschiedenen Sendungen unterschiedliche Regeln zum Einsatz“, alle Häuser befassten sich „intensiv mit diesem Thema“. Beim „Thema ,Gendergerechte Sprache‘“ sei es dem Senderverbund „wichtig, niemanden aus unserer Kommunikation auszuschließen“. In dem „Bewusstsein, dass unsere Sprache einerseits lebendig und in stetigem Wandel begriffen und andererseits in ihrer Beständigkeit zu schützen ist“, wird dem Zuschauer versichert, „dass wir einen Weg suchen, hier den Bedürfnissen aller gerecht zu werden.“
Aller? Wie schwierig das ist, zeigt sich in einem vorhergehenden Satz: „Da die ARD ihre Angebote für die Gesamtheit aller BeitragszahlerInnen bereitstellt, sollten sich auch möglichst alle BürgerInnen von uns angesprochen fühlen.“ Zweimal Binnen-I. Im Umgang mit seinem Publikum, den „BeitragszahlerInnen“ und „BürgerInnen“, kann der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht sensibel genug sein. Denn sonst setzt sich der Eindruck fest: Die sprechen nicht unsere Sprache und bilden sich noch etwas darauf ein.

Und nicht nur das – wenn man es schon richtig machen möchte, sollte man auch Sensibilität gegenüber den mit dem Binnen-I ignorierten LGBTQIA+ entwickeln. Oder die deutsche Sprache mit ihrem Angebot einfach so nutzen, wie sie schon immer war – und funktioniert hat.

Das war’s dann

Die ANDROMEDA NACHRICHTEN 274 sind fertig. Die Druckdaten wurden soeben auf meinen Server hochgeladen, wo die Druckerei sie sich holen kann. Die offizielle Fertigstellungsverlautbarung ist erfolgt: hier; weitere Informationen dieser Art werde ich diesmal nicht mehr verbreiten, im Zweifelsfall hat das in der Vergangenheit sowieso niemanden interessiert. Auch die Downloadversion steht zur Verfügung: hier. Die Liste mit den Belegexemplarempfängern ist auch verschickt. Das war’s.

Vielleicht werde ich noch einzelne Rubriken auskoppeln und dem zuständigen Redakteur zuschicken. Mal sehen. Und vielleicht werde ich mich auch noch endgültig von meinen Redakteuren verabschieden: Auch: mal sehen. Im Augenblick, hier, jetzt und heute habe ich dazu keine Lust mehr.

Das war’s. Meine Zeit als Chefredakteur und Herausgeber der ANDROMEDA NACHRICHTEN (wie im Übrigen zuletzt auch des ANDROMEDA SF MAGAZINs) ist vorbei. Ein seltsames Gefühl. Ich überlege, ob ich das schade finden soll, aber im Grunde bin ich erleichtert. Ich werde jetzt gleich nach diesem Post mit meinen Hundemädchen an die frische Luft gehen, in den Wald, eine Runde drehen, und wenn ich zurückgekehrt bin, werde ich mich um ein Printbuch aus meinem Verlag kümmern, dazu um zwei E-Books, die zu erstellen sind, und dann werde ich E-Mails beantworten, die beim gestrigen E-Mail-Tag übriggeblieben sind. Routine.

Vorletzte Runde

Das Layout ist auf Seite 165 vollständig. Es fehlt noch Thomas Harbachs »Nostalgia«, die Infos zum diesjährigen Kurd-Laßwitz-Preis und die Story »Hotel« von Peter Kiefer. Dann sind die ANDROMEDA NACHRICHTEN 274 komplett, fertig, vollendet. Naja, ein bisschen Kleinkram folgt noch. Inhaltsverzeichnis. Die Vierfarbdaten für den späteren Download. Die Schwarz-Weiß-Version für die Druckerei. Und zwei, drei Rubriken als Einzel-PDF. Morgen ist E-Mail-Tag, am Sonntag bekommt meine letzte ANDROMEDA NACHRICHTEN-Ausgabe den Rest. Und das war’s dann.

Am Dienstag gibt es vielleicht ein Skypofonat. Nachdem ich den Termin bestätigte, gab es keine Reaktion mehr. Es ist ziemlich eindeutig erkennbar, dass die SFCD-Verantwortlichen nicht mehr mit mir reden wollen. Oder so wenig wie möglich. Zugegeben, bei mindestens einem dieser Verantwortlichen kann ich diesem das auch nur raten …