Literatur in Deutschland: Rufschädigende Verlage

Und dann ist da ein Verlag, der ein Buch vorlegt. Es soll korrigiert werden. Im fertigen Buchsatz. Mit einem Text, der nicht lektoriert wurde und von unlogischen Abfolgen von Handlungs- und Beschreibungselementen lebt. Mit einem Text, der nicht korrigiert wurde; eine Rechtschreibung, die Kindern zugemutet werden soll, die schon genug unter ihrem »Schreiben nach Gehör« zu leiden haben. Mit einem Buchsatz, der von einem Ahnungslosen vorgenommen wurde – vermutlich in InDesign, dieser völlig übertrieben teuren und ebenso übertrieben aufwendigen Software, die man einfach für nichts nutzen sollte, vor allem nicht für Arbeiten, von denen man keinen Schimmer hat.

Es ist traurig. Jämmerlich. Es ist ein Zeichen – eines von vielen – für den Niedergang der Literatur in Deutschland. Wenn Selfpublisher jeden unlektorierten und unkorrigierten Mist in Word mit Blocksatz und ohne Silbentrennung veröffentlichen dürfen, sollte man wenigstens von einem Verlag erwarten können, dass seine Bücher etwas taugen.

So kann man sich täuschen. Und die (vor allem Klein-) Verlage, die sich redlich Mühe geben, zahlen am Ende die Rechnung. Der einzig richtige Begriff ist Rufschädigung.

Vom Tage 24/3

  • Heute habe ich mit Klaus Hübners viertem Band der Tetralogie »Kein Twitter, kein Facebook. Von Menschen, Büchern und Bildern« das Stadium der Fahnenkorrektur erreicht. »Dermaleinst, anderswo und überhaupt« wird der Titel des Buches sein. Und auch wenn sich der Titel einmal mehr recht bayerisch anhören mag, geht es um andere Themen: Alpendichter, Forscherpoeten, Nordlichter, Slowenien, Rumänien, die Donau und mehr. – Wenn der vierte Band erschienen und die Reihe komplett ist, wird es vielleicht sogar einen Schuber geben. Mal sehen.
  • Zum Feierabend vor dem PC habe ich dann noch die Neuausgabe des »Schäms-Scheuß-Virus« von Karl-Ulrich Burgdorf auf den Weg gebracht: Druckdaten an den Schaltungsdienst geschickt und die anderen Druckdaten bei Bookwire eingestellt. In den nächsten Tagen gibt es dann den Andruck aus Berlin und das E-Book für den Markt.
  • Ebenso zur Fahnenkorrektur bereit ist der Buchblock der Storysammlung »Sonnenbrand« von Peter Mathys. Und eine erste Version des Umschlags ist erstellt. Fehlt nur noch der Klappentext, den ich diesmal selbst schnitzen werde.
  • Und nachher geht es wieder an die Geschichten von Manfred Borchard, während Frau Haitel ihre Agatha Christie genießen wird.

Keine Aufregung 17/3

  • Morgens am Naturwanderführer-Buch gearbeitet. Texte in einer Masterdatei zusammengestellt. Bilder durchgesehen. Vorbereitungen für ein Testlayout (zum Zwecke der Bewerbung) getroffen.
    Die erhaltene InDesign-Vorlage ist eine Katastrophe. Es heißt, man solle nicht mehr als zwei, ganz ausnahmsweise drei Schriften verwenden. Hier sind es mehr als fünf, sechs, mehr als zehn im ganzen Buch (das ich als Vorlage erhalten habe).
    Und InDesign selbst ist auch eine Katastrophe. Störrisch, undurchsichtig, unübersichtlich. Wenn ich mich auf den Text konzentrieren will, sind mir Rahmen, Kreuze, Symbole und ein farbiger Hintergrund im Bild, der Text nur schwer zu entziffern. Ja, ich bin ein InDesign-Neuling … aber mit so einem Zeug werde ich kein Freund dieser Software werden.
    (Warum kann der Microsoft Publisher das Gleiche, nur sehr viel einfacher und eleganter?)
  • Mittags Gassi, ohne Besonderheiten. Nein, halt – Kim war sehr wacklig unterwegs.
  • Nachmittags an Gabriele Behrends Meisterwerk weiter korrigiert. Sie wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie die Datei zu sehen bekommt.
  • Nachmittags Gassi, wie gehabt.
  • Bis zum Feierabend Polieren der »Liebesmaschine«.
  • Und während Frau dann ihre Agatha-Christie-Sache anschauen wird, werde ich mir Bernhard Kempens zweiten Teil der Greedy-Trilogie vorknöpfen, »Darling« der Titel.

Der Tag 16/3

  • Frau geht früh zur Arbeit. Nein, sie fährt natürlich. Coronatests durchführen. Ehrenvolle Aufgabe in diesen Zeiten und offensichtlich nicht sehr gefährlich. Bisher gab es keine positiven Fälle. Und eigentlich ist es normal. Die Leute, die sie testet – Lehrer, Personal von Kindertagesstätten u. ä. – würde zu so einem Test nicht zur Verfügung stehen, wenn es bereits Symptome gäbe. Aber gut – Frau ist beschäftigt. Das ist gut. Hilft auch, von der Panik abzulenken, die sich ihrer zu bemächtigen gedenkt, wenn sie an die bevorstehende Heilpraktikerprüfung (mündlich) denkt.
  • Ich darf also den Morgengassigang machen. Das Wetter ist nicht schlecht, der Gang angenehm und exkrementell erfolgreich. Bürgermeisterin und ihre Luise getroffen. Der blonde Labrador Retriever ist mindestens so begeistert von unseren Begegnungen wie Naomi und sogar Kim. Kein Wunder: Leckerlis, Leckerlis, Leckerlis …
  • Um 9 Uhr Hundeschwimmen. Zuerst Naomi, diesmal ohne panischen Gesichtsausdruck, aber mit irgendeinem Ohrproblem. Vermutlich ist Wasser reingelaufen. Aber im Wasser hilft Schütteln wenig.

Danach Kimmi. Während sie warten musste, hat sie gezittert. Aufregung, vielleicht auch ein wenig Angst, Bammel eher. Sie ist zwar ein Labradormix, aber Wasser ist nicht ihr Ding. Trotzdem schwimmt sie tapfer und so, wie es sein soll:

  • Später daheim Arbeiten für den Naturwanderführer (oder wie man das Werk bezeichnen möchte). Es gibt nicht viel zu tun. Zwei Texte, weitere Texte sollen noch folgen, sind aber noch nicht da. Vor allem fehlt mir eine seit bald zwei Wochen versprochene InDesign-Layoutdatei, damit ich eine Bewerbung layouten kann. Eigentlich würde ich lieber mit dem Publisher arbeiten, aber hier gibt es ein fertiges Layout – das ich noch nicht habe. Also dümple ich so vor mich hin.
  • Derweil liegen die Hunde in Frau Haitels Arbeitszimmer beim Trocknen:

Und wie immer sind die beiden dunklen Mädchen sehr kontrastarm. Schade.

  • Mittagsgassi fällt aus, die Hunde sind noch (zu) feucht.
  • Stattdessen geht es mit Gabi Behrends Storys weiter, Geschichten von meinem literarischen Licht in diesen trüben Zeiten …
  • 13:45: Kim wird nervös. Wepsig. Sie steht dann neben meinem Stuhl, brummelt, mufft, ihre Rute rotiert. Entweder muss sie pieseln oder langweilt sich. Pieseln war’s nicht – also ist Zeit für einen Gassigang. Der besteht derzeit häufig aus Gassistehen. Naomi, die sowieso ein Schnüffeltier ist, schnüffelt sich den Wolf, und neuerdings interessiert sich Kim immer mehr, was ihre Freundin da so erschnüffelt, also stehen sie beide da, schnüffeln, oftmals regelrecht ineinander verkeilt. Ich würde lieber strammer marschieren, aber gut … es lässt sich nicht ändern. Ich hasse es, die beiden Hunde hinter mir herzuschleifen.
  • Gabis Storysammlung – die übrigens den Titel »Die Liebesmaschine tragen wird – entwickelt sich zu einer Sammlung potenzieller Preisträgergeschichten. Sauber. Allerdings finde ich – nebst reichem Fehlerschatz – sogar noch einige Stellen, an denen man lektorisch eingreifen kann. Nur marginal, nichts Gravierendes.
  • Um 16:15 letzter Gassigang. Ohne besondere Vorkommnisse.
  • Und dann Belege: Rechnungen, Lieferscheine … »Diagnose|F« ist ins Lager gebucht worden …

Der Tag 15/3

  • Mir ist aufgefallen, dass ich seltener über meine Tage schreibe. Manchmal ist es die Zeit, die fehlt. Wie so oft. Aber oft auch nicht.
  • Heute habe ich für einen Naturführer Texte korrigiert, durchgesehen und Zuordnungen zu einer geplanten Buchstruktur vorgenommen. In dem Projekt steckt noch einiges an Arbeit – und leider muss ich noch auf Daten warten, die ich brauchen werde. Und es sieht so aus, als würde das mein erstes vollständig mit InDesign produziertes Projekt.
  • Ich habe den Andruck eines Buches geprüft und Druckfreigabe erteilt. Über das Buch darf ich an dieser Stelle – und anderswo – noch nichts vermelden.
  • Für »Diagnose|F«, herausgegeben von Michael Tinnefeld und Uli Bendick, Bilder und Storys, in denen Science-Fiction auf Psyche trifft, habe ich das E-Book erstellt und veröffentlicht.
  • Für »NOVA 30« habe ich ebenfalls den Andruck geprüft und freigegeben.
  • Für eine Kundin habe ich zwei E-Books geprüft und festgestellt, dass es nichts zu prüfen gibt.
  • Und schließlich habe ich eine Storysammlung von Gabriele Behrend in Angriff genommen. Die Storys sind zwar lektoriert, wie es ihrerseits hieß, aber korrigiert sind sie nicht – ganz im Gegenteil. Aber ich mag es, wenn ich etwas zu tun habe – am Sonntag hatte ich ein Korrekturobjekt, das erschreckend fehlerfrei war. Das ist schlimm, weil man irgendwann das Gefühl hat, zu schlampig, zu unaufmerksam zu arbeiten, halb blind für die nicht vorhandenen Fehler.

Tagwerk 8/1–11/1

  • 8/1: Korrektorat eines Krimis. Schönes Buch, spannend. Nach der ersten Hälfte heute ist nicht klar, wer der Böse ist.
  • Das Lektorat ist ein bisschen merkwürdig. Durchgängig falscher Einsatz des Wortes »gleichsam«, wo eigentlich »gleichermaßen«, »zugleich« oder »sowohl als auch« gemeint sind.
  • Und die »Spurensicherin« – gemeint ist hier eine weibliche Angehörige der Kriminaltechnik –, die ich zunächst für einen Verarschungsversuch hielt, hat sich dann als Tippfehler herausgestellt: »Spurensucherin« passt natürlich auch auf eine Kriminaltechnikerin.
  • 9/1: Korrektorat beendet. Es wurde dann doch klarer, wer der Böse war, aber bis zum Schluss war nicht klar, was mit der Ägypterin geschah. Schönes Buch, gut zu lesen, empfehlenswert.
  • 10/1: Buchhaltung. Alles halb so wild, sieht man von den verdammten Honorarabrechnungen ab, die einen immensen Haufen Zeit fressen, weil Daten aus drei, manchmal vier Quellen zusammengesucht werden und auf einen Nenner gebracht werden müssen. Und irgendwo hakt es immer.
  • 11/1: Morgens Belege geschrieben. Rechnungen.
    Danach E-Mails beantwortet, denn der E-Mail-Tag am 9/1 war natürlich ausgefallen.
  • Mittagsgassi: kalt, stark windig, feucht. Laut Regenradar sollte es nicht regnen, aber der wusste ja nicht, dass ich mit den Hunden raus bin. Da regnet es immer. Ich hatte sogar schon mal so eine Comicwolke. Ihr wisst schon, die ganze Welt liegt im prallen Sonnenschein, nur über dem Protagonisten regnet so ein kleines schwarzes Ding ab.
  • Und die Straßen sind dreckig. Die Bauern schaufeln mit ihren Traktoren Schlamm auf die Straßen, kommen aber nicht auf die Idee, dass man die Batzenorgie schon aus Verkehrssicherheitsgründen beseitigen könnte. Muss ja auch nicht. Das einzige Reinigungsfahrzeug im Ort gehört dem Deppen, der mal auf den Hinweis meinte, er würde in einer 30er-Zone zu schnell fahren: »Das Ding fährt doch nur vierzig.«
  • Und beim Kauf von Audis ab A4 (inklusive) und Mercedes Kombis (alle Jahrgänge, alle Modelle) gibt man offensichtlich sein Hirn ab. Anders ist nicht zu erklären, dass die ortsansässigen Raser nicht raffen, dass Winnert – mit Ausnahme der Hauptstraße – eine 30er-Zone ist. Und wozu Abstand halten, wenn’s nass und siffig ist?
  • Abendgassi: Die Diskrepanz zwischen Realität und Regenradar ist einmal mehr so groß wie der Abstand der Worte im Wörterbuch.
  • Und der Rest? Kleinkram.

Enneawiebittewasgenau?

Da ich mit einem Job als Pastor wenig anfangen kann – ich bin getaufter Katholik, habe mich aber vor mehr als dreißig Jahren von Gottes Bodenpersonal distanziert –, habe ich mich sinnvollerweise bei dem Verlag beworben, der Korrektoren sucht. Er hat den großen Vorteil, Arbeit von daheim vorauszusetzen, weil er selbst keinen festen Standort hat. Auch was Schönes.

Bei den Konditionen war auch gefordert, einen Enneagrammtest zu machen. Was auch immer das ist, dachte ich. So einen Test macht man jedenfalls hier. Wenn man mag.

Und als mein Ergebnis – das bei der Bewerbung dann nicht abgefragt wurde – sieht wie folgt aus. Wobei ich überzeugt bin, dass ich zwar alle Fragen wahrheitsgemäß beantwortet habe, das beschriebene Profil jedoch nicht wirklich zu mir passt. Aber so ist das halt mit Algorithmen und Fragebögen.

Enneagramm-Typ 1 – Der Reformer
Perfektionisten, verantwortungsvoll, auf Verbesserung ausgerichtet

Einsen kommt es im Wesentlichen darauf an, Dinge zu verbessern, weil sie glauben, dass nichts bereits gut genug ist. Dies macht sie zu Perfektionisten, die reformieren und verbessern wollen; sie sind Idealisten, die Ordnung in das Chaos bringen wollen, das überall lauert.

Einsen haben einen scharfen Blick für Details. Sie sind sich ständig der Mängel, die sie bei sich selbst, bei anderen oder in den Situationen, in denen sie sich befinden, bewusst. Das spornt ihr Bedürfnis nach Verbesserung an. Dies kann eine Wohltat für alle Beteiligten sein, es kann sich aber auch als Last erweisen – sowohl für die Eins, wie auch für diejenigen, die die Reformbemühungen der Eins abbekommen.

Die Unfähigkeit von Einsen, die Perfektion, die sie sich wünschen zu erreichen, nährt ihre Schuldgefühle, unzulänglich zu sein. Das nährt wiederum den aufsteigenden Zorn gegen eine nicht perfekte Welt. Zorn ist ein »schlechtes« Gefühl, und Einsen streben aufrichtig und aus ganzem Herzen danach, »gut« zu sein. Zorn wird deshalb energisch aus dem Bewusstsein verbannt, zeigt sich manchmal in Zornesausbrüchen, verbirgt sich aber für gewöhnlich in seinen weniger offensichtlichen Ableitungen: Ungeduld, Frustration, Ärger und verurteilende Kritik. Aus diesem Grund kann es Probleme beim Zusammenleben mit Einsen geben; ihre Vorzüge liegen in ihrer Neigung, loyale, verantwortungsvolle und fähige Partner und Freunde zu sein.

Einsen sind ernsthafte Menschen; sie schätzen hohe Prinzipien, sind kompetent und kompromisslos. Sie befolgen selbst die Regeln, deren Einhaltung sie auch von anderen erwarten. Weil sie so durch und durch an ihre Überzeugungen glauben, sind sie oft hervorragende Führungspersönlichkeiten, die diejenigen, die ihnen folgen, mit ihrer Vision von Spitzenleistung inspirieren können. In Reformbewegungen bilden Einsen oft die Speerspitze.

Einsen wirken oft getrieben und strebsam, manchmal sind sie Workaholics. Wo immer sie sich beruflich verwirklichen, sind sie aktive und praktische Menschen, die die Dinge geregelt kriegen. Sie sind die natürlichen Organisatoren, die Listenersteller, die alles erledigen, das auf der Liste ist; sie sind die Letzten, die das Büro verlassen, die Ersten, die es wieder betreten, geschäftig, zuverlässig, ehrlich und pflichtbewusst.

Die Unbarmherzigkeit, mit der Einsen ihre Ideale verfolgen, kann aus ihnen angespannte Menschen machen, denen die Entspannung schwer fällt und die sich unnötigerweise viele der harmlosen Vergnügungen des Lebens versagen. Sie neigen dazu, ihre Emotionen zu unterdrücken und tun sich schwer damit, ihre zarten Gefühle zu zeigen. Sie halten Emotionalität generell für ein Zeichen von Schwäche und einen Mangel an Kontrolle. Sie sind selten spontan. Sie haben aber vielfältige Interessen und Talente; sie sind selbstständig und selten haben sie nichts mehr zu tun.

Einsen sind oft intelligente und unabhängige Menschen. Sie können sich fälschlicherweise leicht für eine Fünf halten, aber anders als Fünfen sind sie in erster Linie Menschen der Tat, nicht des Denkens. Einsen neigen dazu, sich Sorgen zu machen und sich zu ängstigen, weshalb sie sich irrtümlich für Sechsen halten können; aber sie sind weit weniger anhänglich als Sechsen, und ihre Standards finden sie nicht, durch Konsens mit der Gruppe zu suchen. Schließlich kann das unbarmherzige Streben nach Perfektion seinen Tribut fordern und in die Depression führen. Unter solchen Bedingungen kann sich die Eins fälschlich für eine Vier halten. Aber Vieren haben eine Tendenz in Richtung Nachsicht gegen sich selbst, während Einsen eher selbstverleugnend sind. Vieren sind emotional ausdrucksstark; Einsen sind eher emotional gehemmt.

A wuida Dog

  • Nein, ein wirklich wilder Tag war es nicht. Aber viel Kleinkram.
  • Das Werk für das nicht näher genannte Klinikum hat mich noch einmal beschäftigt. Zuerst habe ich den Buchblock finalisiert, den Druckpreis kalkuliert und danach nach einem Titelbildmotiv gesucht – nicht einfach, und meine Ansprechpartnerin hat einen alternativen Vorschlag gemacht, der sich nicht wirklich dumm anhört.
  • Danach habe ich drei Ausgaben der Hornsignale, das Clanmagazinchen der Einhörner in FOLLOW, hergerichtet und zum Druck gegeben.
  • Bookwire meinte, nach der Rücksetzung der Meerschweinchensteuer auf die alten Werte von 19 bzw. 7 % wären drei Bücher mit Fehlern aus dem Raster gefallen. Bei einem Buch – ein Hardcover, sodass nur CPI/Umbreit als Partner in Frage kommt – stimmten die Covermaße nicht. Behoben. Bei zwei anderen Büchern – auch Hardcover, also CPI/Umbreit – gab es Unstimmigkeiten wegen des Buchblockumfangs. Bei dem einen Buch – »Malta-Nudel« von Anke Jablinski – wurde beanstandet, dass 44 Seiten nicht ausreichen, 100 Seiten seien Minimum. Beim anderen Buch – »Mein Malta«, auch von Anke Jablinski – sollten es bei einem Buchblockumfang von 180 Seiten auf einmal mindestens 200 Seiten sein. Es stellte sich heraus, dass dies vom Buchrücken – rund oder gerade – abhängig war. Für »Mein Malta« habe ich das Problem behoben, bei der »Malta-Nudel« nicht. Ich frage mich immer, warum der Schaltungsdienst Lange solche Probleme nicht hat.
  • Den Nachmittag verbrachte ich dann mit zwei eiskalten Gassigängen und dem Lektorat von Petra Jörns’ zweitem Horen-Buch für Plan9.
  • Später gab‘s dann noch meinen dreimonatlichen Arztbesuch in Sachen Diabetes. Wie immer fühle ich mich danach ohne besonderen Grund aufgebaut und aufgemuntert.
  • Wie geht es weiter? Noch ein wenig Lektorat und um 20.15 Uhr dann entweder »American Pie 2« auf ZDFneo oder ein »Inspector Barnaby« aus der ZDF-Mediathek. Mal sehn.

Keine Routine

  • Noch nicht. Oder doch? Nein. Im Augenblick noch nicht. Ich arbeite gedanklich an einem neuen Tageszeiteinteilungskonzept. Bin noch nicht schlüssig, wie es gehen wird.
  • Kim war heute schwimmen. Kimmischwimmi. Danach war sie völlig aufgekratzt. Beim letzten Tagesgassi ist sie rumgehüpft, als wäre sie nicht 11, sondern 1 Jahr alt. Wahnsinn.
  • Die Arbeit am Klinikumswerk fortgesetzt. Obwohl ich versprochen hatte, mich um die Genderei nicht zu kümmern (und sie nicht zu ändern), musste ich meiner Ansprechpartnerin heute einen Kommentar dazu schicken. Das Dokument hat ein technisches und organisatorisches Thema und ist gespickt von Ärztinnen und Ärzten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sogar Patientinnen und Patienten, obwohl nie ein Patient oder gar eine Patientin das Endprodukt zu Gesicht bekommen wird. Es ist nicht zu verstehen, wieso den größtenteils akademisch gebildeten Autoren nicht auffällt, wie sehr Lesbarkeit und Verständlichkeit dieses durchaus wichtigen Werkes darunter leiden. (Frau meinte: »Ja, eben deswegen.« Und meinte das mit der akademischen Bildung.)
  • Und Amazon hat eine neue Idee gefunden, um zu nerven. Brexit und Umsatzsteuer. Ich stelle die Mail einfach hier in einen Kommentar. Mehr hat sie nicht verdient. Allein der Vermerk, man solle prüfen, ob in den eigenen Preisen die Umsatzsteuer (welche?) enthalten sei, zeigt einmal mehr, dass die nicht wirklich wissen, wovon sie brabbeln.

Tagwerk 28/12

  • Meine Routine habe ich noch nicht gefunden.
    Da war Frau vor.
  • Trotzdem Lektorat und Korrektorat einer Novelle beendet und an Autor verschickt.
    Das war Runde 1.
    Vielleicht kommt noch Runde 2.
  • Wiedereinstieg in den Job für’s Klinikum.
    Korrektorat begonnen.