Insekten, Haken, Ösen

Würde man das Buch als einen Problemfall beschreiben wollen, ohne dies näher auszuführen, träfe es die Sache absolut nicht. Aber es hat eine ganze Weile gedauert, bis das Buch dann doch erscheinen konnte. Die Verzögerung kam zustande, weil Gernot Schatzdorfer, der Autor, Titelbildideen hatte, die förmlich nach einer Arbeit von Thomas Franke schrien. Unglücklicherweise hatte der gute »Künschteler«TM Thomas Franke mit Malessen zu kämpfen, die mit seinem künschtelerischen (ha!) Schaffen so gar nichts zu tun hatten und die man keinem Mitmenschen, den man nicht abgrundtief hasst, wünschen würde. So verzögerte sich das Titelbild, es verzögerte sich und es zog sich dahin, zog sich hinaus, verzögerte … Irgendwann trafen wir die Vereinbarung, noch ein wenig Zeit vergehen zu lassen und dann eine Entscheidung zu treffen.
Und das geschah dann auch. Thomas sagte ab.
Zum Glück hatte ich für zwei Innenillustrationen (als Illustrationen für die beiden Teile des Romans) schon Klaus Brandt angespitzt, der einmal mehr nicht ablehnte, sondern mit von der Partie war. Und so war es nicht schwierig, ihn davon zu überzeugen, auch das Titelbild zum Werk zu machen — und das war so gelungen, dass Gernot sogar die Haarfarbe seiner Protagonistin im Text an die der Abbildung von Klaus Brandt anpasste, was sich auch unter Kontrastgesichtspunkten als kluge Entscheidung bewährte.

Die Geschichte selbst ist keine Utopie, dafür fehlt zu viel Weltenbau. Aber es ist vor allem keine Dystopie. Es ist eine spannende, aber ansonsten durch und durch positive Geschichte über eine Menschenfrau, die nach einer Bruchlandung auf einem fremden Planeten eine Rasse von Insektoiden — daher der Buchtitel! — kennenlernt … und Freunde findet. Insgesamt ist das eine liebevolle Geschichte geworden, ein Roman, der seine Spannung mitbringt, der vor allem aber eines ist: knuffig. Ein Begriff, den man richtig einordnen sollte — und wenn man ihn nicht kennt, sollte man ihn ignorieren –, aber der Begriff, den man gerne mit Haustieren oder Stoffpuppen in Verbindung bringt, ist in diesem Fall ein eindeutiges Qualitätsmerkmal.

Schatzdorfer, Gernot, INSEKTOID

60 Jahre Klaus N. Frick

So lautet der Untertitel des Buches, welches ich gemeinsam mit Christina Hacker und Alexandra Trinley als Herausgeberinnen für die Perry Rhodan FanZentrale (PRFZ) produzieren und verlegen durfte. Das kam indirekt zustande, denn eigentlich war die Frage zunächst, ob ich das Buch layouten würde. Was ich sowieso getan hätte, klarer Fall. Aber nachdem ich 2013 schon zu Klaus‘ 50. Geburtstag »Der die Unsterblichen redigiert« (AndroSF 40, hrsg. von Frank G. Gerigk) veröffentlicht hatte, machte ich den Vorschlag, auch den Geburtstagsband zu Klaus‘ 60. zu verlegen. Die Verhandlungen waren eigentlich keine, und alle nachfolgenden Details waren jeweils schnell geklärt. Alles in allem war das eine erfreuliche Buchproduktion, die noch dazu terminlich wundervoll klappte. Und dank der PRFZ hat das Buch auch eine für meine Verhältnisse hohe Startauflage von mehr als 150 Exemplaren — und inzwischen wird schon nachgedruckt.

Die Arbeit an dem Buch hat sehr viel Spaß gemacht. Nicht nur, aber auch, weil ich Klaus‘ schon lange kenne und nicht wenige seiner historischen Facetten live erleben durfte. Und ich hoffe, dass den Lesern des Buches ebenso viel Spaß zuteil wird.

Meine direkten Glückwünsche an Klaus sind dank der gekappten DSL-Leitung – ich berichtete – völlig untergegangen. Deshalb an dieser Stelle (nachträglich): Herzlichen Glückwunsch, Klaus. Möge dir alles Gute dieser Welt zuteil werden und mögest du noch lange dem Perryversum und seinen Fans mit deinem Wirken erhalten bleiben.

Hacker, Christina & Trinley, Alexandra, »Das wüsste ich aber!«

Tiny Stricker liest

Und zwar heute abend um 19.30 im Münchner Literaturbüro (MLb) in der Milchstr. 4 zu München. Er liest aus dem aktuellen Roman »Amir Kabir oder Die Wege der Hippies« sowie aus einem noch unveröffentlichten Roman. Die Lesung wird musikalisch mit Werken aus den 60ern und 70ern begleitet, die Wolfram Hirche auflegt.
Siehe auch: hier.

Stricker, Tiny, HOTEL AMIR KABIR

 

Die p.machinery macht Ferien

In der Zeit vom 23.12.2023 bis 01.01.2024 werden wir Buchbestellungen annehmen, aber wir werden sie erst am 02.01.2024 wieder ausliefern können. Die letzte Bestellung vor den Feiertagen nehmen wir am 21.12.2023 entgegen; der Versand erfolgt dann noch am 22.12.2023 — und dann eben wieder ab 02.01.2024. [Käufe über Internetbuchhandlungen {Amazon & Co.} sind hiervon nicht betroffen.]

Der »REISSWOLF« 32 ist da!

Der neue »REISSWOLF« enthält auf 46 Seiten Besprechungen zu Comics, zusammengestellt von Karl E. Aulbach, sowie zu Büchern von Leigh Brackett, Edgar Rice Burroughs, Jenny Wood, dem Autorengespann Stefan Cernohuby & Melanie Vogltanz, Gene Wolfe, Torsten Weitze, Melanie Vogltanz solo, P. Djèlí Clark und letztlich einigen p.machinery-Publikationen. Dazu gibt es ein Interview mit Sarah Lutter.
Das gedruckte Exemplar gibt es im Internet (nicht bei Amazon) zum Preis von EUR 5,10.

Download unter: https://www.reisswolf-magazin.de/edits/RW32komplett.pdf