Wer glaubt schon dem Verleger?

Ich bin der Verleger dieses Buches. Es ist Peter Kiefers drittes Buch, das in meinem Verlag erscheint.
Das erste Buch waren Reiseerlebnisse von einem Weltreisenden. Peter Kiefer war immer viel unterwegs und ist es noch. Sein »Treibgut« erzählte »Vom Verreisen«. Ein schönes Buch mit zahlreichen Fotos. Leider kein Renner, aber das geht der ganzen »ErlebnisWelten«-Reihe so.
Das zweite Buch war ein Thriller. Auch wenn sich die Zahl der Leichen in ganz engen Grenzen hält und auch die Schilderung der Gewalt modernen Thrillern in Buch und Film nicht folgen kann, ist es ein Thriller. »Kleines Kino« ist zudem auch noch eine latent fantastische Geschichte.

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Zum ersten Mal in fast zehn Jahren

In einem Vorwort der ANDROMEDA NACHRICHTEN 252 habe ich ein Geständnis ablegen müssen:

Ich glaube, es ist das erste Mal, seit ich Ende 2006 die ANDROMEDA NACHRICHTEN (zum zweiten Mal in der SFCD-Geschichte) als Chefredakteur übernommen habe, dass ich mit Verspätung liefere. Aber diesmal war wirklich der Wurm drin:
Ein einwöchiger, krankheitsbedingter Ausfall Anfang Dezember. Der übliche Jahresendterror auf hauptberuflicher Ebene: »Es ist noch Geld da, das investiert werden muss, hopphopp!« Die Vorbereitungen für die Jahresanfangshektik auf hauptberuflicher Ebene: »Dieses Jahr wollen wir Projekte, Projekte, Projekte …« Und mein Verlag: Eine meiner aktuellen Titel ist dank ausgeklügelten Marketings vor allem im Internet voll durch die (Umsatz-) Decke gegangen. Zwar mache ich den Versand nicht mehr selbst – zum Glück! –, aber irgendjemand muss ja die Rechnungen schreiben. Und die Buchhaltung machen. Und so weiter –
Am Ende haben mir nicht mal die Feiertage Gelegenheit geboten, mich um etwas anderes zu kümmern, als um Verlag und Hauptberuf. Naja, gelogen – meine Hunde bekamen auch ihre Ansprüche erfüllt.
Am Ende beginne ich nun mit den Arbeiten an den ANDROMEDA NACHRICHTEN mit etwas mehr als einem Monat Verspätung. Und mit entsprechender Verzögerung erhaltet ihr, liebe Mitglieder, die erste Ausgabe des Jahres 2016.
Ich bitte dafür um Verzeihung. Zu versprechen, das käme nicht wieder vor, würde bedeuten, dass ich lügen müsste. Aber im Augenblick sieht es nicht nach einer Wiederholung aus.

Das war am 16.01.2016. Heute nun sind die ANDROMEDA NACHRICHTEN 252 endlich fertig geworden, der Drucker, die Vorstandskollegen und die Welt im Web wurde informiert. Ich bin erleichtert.

ANDROMEDA NACHRICHTEN 252
SFCD e.V., Murnau, Januar 2016, 80 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
[[conventions]] Jürgen Lautner: Im Elfenbeinturm (PentaCon 2015); Jürgen Lautner: Alles Braunbärsoße? (RPC 2015); Jürgen Lautner: SchwitzKon in Wetzlar (WetzKon II). [[fantasy]] Karl Aulbachs Überblick. [[cinema]] Filmbesprechungen von Jörg Krömer. [[e:games]] Spielerezensionen von Gerd Frey. [[science]] Aus den Wissenschaften von Robert Hector. [[zerrspiegel]] Klaus Marions Geschichten aus der Asimov-Kellerbar: Das Buch. [[fanzinekurier]] Rezis, zusammengestellt von Armin Möhle. [[reissswolf]] Rezis, zusammengestellt von Michael Baumgartner. [[story:files]] Uwe Lammers: Die Kristalltränen, Teil 1.

Das Titelbild stammt von Lothar Bauer.

Diese Ausgabe gibt es auch zum Download. Downloadlink und Kennwort finden sich in der Printausgabe.

Verdächte überall

Ein schönes Wort, nicht wahr? »Verdächte« ist die laut aktuellem Duden zulässige Mehrzahl von »Verdacht« … Aber darum geht es hier gar nicht. Oder doch.

Man könnte den Verdacht haben, Frank Lauenroth hätte zu allererst eine Idee zu einem Titelbild gehabt und Lara Möller danach den passenden Roman schreiben lassen. Jedenfalls kam Frank auf mich zu, ob ich den Actionroman »Detroit Undercover« von Lara veröffentlichen wollen würde. Ich würde sie kennen, weil ich mal eine Kurzgeschichte von ihr gehabt hätte … nun ja, kennen konnte man dazu nicht wirklich sagen. Aber es kam ja auch eher auf das Buch an.
Ich mag US-amerikanische Krimiserien; nicht alle, aber einige. Ich mag amerikanische Autos, ich mag Autoverfolgungsjagden – oder auch einfach nur Krimis, in denen Autos eine wichtige Rolle spielen. Insofern war die Entscheidung schnell getroffen. Bis das Buch fertig war, hat es ein Weilchen länger gedauert – aber nicht allzu lange.

Das Titelbild von Frank Lauenroth ist nicht ganz das Original. Ursprünglich stammte das Foto aus der Serie »Supernatural« – und die Aussichten, hier die Veröffentlichungsrechte zu erhalten, wären ganz sicher nicht preisgünstig gewesen. So wurde nach Alternativen gesucht – und natürlich auch gefunden. Frank hat das endgültige Titelbild (siehe unten) neu aufgebaut, das Fahrzeug steht nun anders herum und auch der Mann lehnt an der anderen Seite des Wagens. Detroit freilich blieb Detroit – es gibt ja Bilderdienste.

Lara Möller zur Frage, warum sie diesen Roman geschrieben hat: »Weil ich in dem Roman fünf Dinge verbinden konnte, die mich begeistern: hartgesottene Polizisten, coole Verbrecher, moralische Verwicklungen, schnelle Autos und die amerikanische Kulisse. Ich bin eine große Liebhaberin amerikanischer Serien und Filme und amerikanischer Schriftsteller. Zu meinen Favoriten gehören Dashiell Hammett, Raymond Chandler und Don Winslow. Großen Einfluss auf ›Detroit Undercover‹ hatte ebenfalls der schottische Schriftsteller Craig Russell, dessen ›Lennox‹-Serie äußerst inspirierend war.«

P.S.: Warum Verdächte im Titel? Nun ja, in der Geschichte geht es natürlich auch um solche. Nicht in der Hauptsache, das ist wohl eher die Action, aber so einige Verdächte finden sich dann doch. Vor allem, was die Verdächte der Bösen über den einen Guten angeht …

Brauchen gute Dinge immer so viel Zeit?

Manche Erinnerungen verblassen frappierend schnell. Felix Woitkowski lernte ich, glaube ich, über Sebastian von Arndt kennen, als der sein Buch »Die letzte Saat« (Fantasy 7) bei meinem Verlag p.machinery veröffentlichte. Oder doch nicht?
Natürlich nicht – Felix hatte eine Story in »Das Wort«, dem einen Teil von STORY CENTER 2009, das lange vor Sebastians Buch erschien. (Man sollte halt doch manchmal auf seiner eigenen Website nachschauen.)
Wie auch immer –

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Quadrate – zum vierten Mal

Michael Weisser ist ein umtriebiger Mensch – und in diesen Tagen ist sein viertes Buch, das in Die|QR|Edition, einem sogenannten Imprint meines Verlages p.machinery erscheint, fertiggestellt und zur Druckerei gegeben worden. Einmal mehr ist das opulente Werk (mit mehr als 300 Seiten im Format 210 x 210 mm, darin mehr als 200 Abbildungen, und darin auch 37 Farbseiten) nicht ganz billig, und einmal mehr war die Arbeit auf der einen Seite sehr aufwendig, auf der anderen Seite das Ergebnis sehr ansehnlich geworden.

»Der|QR|Code. Hintergründe & Visionen« versteht sich nicht als Kompendium, tendiert aber teilweise in eine solche Richtung. Vielmehr geht es neben einer Beschreibung, der Geschichte und der Technik der QR|Codes vor allem auch um zwei wichtige Aspekte: Zum einen beschreibt Weisser anhand von Beispielen aus sehr unterschiedlichen Bereichen – herausragend in meinen Augen: QR|Codes auf Grabsteinen, das hat mich sehr fasziniert – ausführlich die Nutzung von QR|Codes, aber auch die daraus resultierenden Problemstellungen, Gefahren und Grenzen der Nutzung.
Neben einem auf Seite 153 beginnenden Kapitel »Der QR-Code – seine Visionen und seine Zukunft« sind die Interviews und Schriftwechsel – und natürlich die hier farbigen Bebilderungen in »Projekte zur Ästhetik des QR-Codes«. Die Texte präsentieren Diskurse des Autors mit Klaus-Michael Heinze, dem Kanzler der FH Kiel, mit Horst-Günter Rubahn – älteren SF-Fans dürfte der Name bekannt sein :) –, dem Leiter des Mads-Clausen-Instituts an der Syddansk Universitet in Sønderborg (Dänemark), sowie letztlich ein Interview mit mir, per E-Mail geführt, das echte Visionen enthält und die Grundlage für das nächste Projekt in Die|QR|Edition darstellen wird – eine Kurzgeschichtenanthologie (über die demnächst mehr verraten werden wird).

Michael Weisser
Der|QR|Code – Hintergründe & Visionen
Beschreibung, Geschichte, Technik, Nutzung, Gefahren, Grenzen, Visionen und Ästhetik der »schnellen Antwort« im 21. Jahrhundert
Die|QR|Edition – Edit 4
p.machinery, Murnau, Oktober 2015, 308 Seiten, 210 x 210 mm
Softcover: ISBN 978 3 95765 027 6 – EUR 22,90 (DE)
Hardcover (limitierte Auflage): ISBN 978 3 95765 028 3 – EUR 36,90 (DE)
Subskription bis 05.09.2015: 10 % auf VK

Auch gut abgehangen

ist die Doppelnovelle »Rattensang« von Felix Woitkowski, die in diesen Tagen als Band 18 der Fantasy-Reihe meines Verlages erscheinen wird. Wie so oft hat es einfach seine Zeit gedauert … Ein alter Mann ist eben wirklich kein D-Zug.

Aber auch diese Doppelnovelle – ich nenne sie mal so, weil es sich eigentlich um zwei zusammenhängende Geschichten handelt, die jeweils etwa den gleichen Umfang mitbringen – hat noch eine zusätzliche Geschichte, die Felix in seinem Vorwort erzählt:

Die Entstehung von »Rattensang« lässt sich nicht mit einer breiten und schattigen Allee vergleichen, sondern vielmehr mit einem weitverzweigten Irrgarten voller Sackgassen. Ursprünglich als eine Kurzgeschichte mit dem Titel »Der Rattensucher« verfasst, entwickelten sich aus Frust, Ehrgeiz und mit viel Freude erst ein Heftroman, dann ein zweiter daraus. Aus diesem Werk, das eigentlich in zwei Teilen erscheinen sollte – und es nie tat –, wurden schließlich zwei Teile, die in einem Buch gemeinsam Platz finden. Offenbar brauchte es diesen Weg, damit es sich richtig anfühlt, und das tut es jetzt.
»Rattensang« ist kein historisches Dokument, sondern ein fantastischer Roman. Er hat sich nicht Biografen und Historikerinnen verschrieben, sondern Geschichtenerzählern. Der deutsche Romantiker Achim von Arnim (1781–1831) und der italienische Regisseur Sergio Leone (1929–1989), eine Ikone des Italo-Westerns, markieren deshalb auch die äußeren Fixpunkte meiner Inspirationsquellen. Ganz ohne Recherche wäre aber auch das Schreiben eines solchen Romans ein Stück weniger aufregend, als es sein könnte. Vor allem Frank Waters »Book of the Hopi« (1963, deutsch 1990 von Sylvia Dorn) sei an dieser Stelle genannt, das mir tiefe Einblicke in die Mythen einer mir fremden Kultur erlaubte. Lies weiter … →

Rübermachen

Zaubi M. Saubert ist der Lebensgefährte von Ellen Norten – glaube ich jedenfalls. Ich bin mir im Augenblick nicht sicher, ob die beiden nicht miteinander verheiratet sind.
Aber das ist auch unwichtig.

Michael Saubert, wie er bürgerlich heißt, war ursprünglich mit einem anderen Buch zuerst eingeplant, aber dann ergab es sich, dass seine Erinnerungen mit dem Titel »Go East« höhere Priorität genießen sollten. (Das andere Buch, das im Grunde ein Spin-off zu »Go East« sein könnte, eine Art Vertiefung, wird es in meinem Verlag auch noch geben.)

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Ein Märchen für Ökofreaks?

Als guter Workaholic mache ich viele Dinge, viele Projekte, manchmal auch viel Mist. Kein Mist war die Entdeckung von Stephanie Schnee, einer Autorin, die für das eFANTASIA des EDFC, dessen Storyredaktion ich betreue – so gut es eben geht –, eine Reihe Geschichten einsandte, die mir so gut gefielen, dass ich ihr zusätzlich zur rein elektronischen Veröffentlichung im eFANTASIA eine in einem – bzw. mehreren – gedruckten Büchern vorschlug. Und sie stimmte zu. »Der Schuppenmann«, eine Geschichte, die man leicht für ein Märchen für Ökofreaks halten könnte, das aber durchaus auch normale Märchenfreunde jugendliche(re)n Alters ansprechen kann, ist der erste Band einer Reihe von weiteren Schnee-Werken, die noch erscheinen werden. (Ich kann so viel verraten: Das nächste Buch wird ein Bilderbuch werden – Stephanie Schnee kann auch mit Farben umgehen.)

Details zum »Schuppenmann«: hier.

Sterne mit Verzögerung

Phase X gibt es nach wie vor, und die Verzögerungen im Erscheinungsrhythmus pendeln sich langsam auf den Status »regelmäßig« ein. Macht aber nichts. Die aktuelle Ausgabe 11, die in einigen Tagen aus der Druckerei kommen wird – so Guido Latz, Chef vons Verlach, und SdL, Druckerei, wollen – dreht sich rund ums Thema »Astronomie«.

Ulrich Blode, Michael Haitel, Guido Latz (Hrsg.)
PHASE X – Das Magazin für Phantastik # 11 – Astronomie
Atlantis Verlag, Stolberg, Juli 2015, Paperback, 108 Seiten, ISBN 978 3 86402 225 8
EUR 7,90 (DE)

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