Lebend begrabene Hochzeitspolka

  • Beilight – Biss zum Abendbrot. Und auch den habe ich immer noch nicht gesehen. Hier spielen Zeitgründe eine Rolle. Wenn man sich die ersten zwei Szenen angesehen hat, weiß man genau, dass man sich auf den Film konzentrieren muss, weil der Streifen vor Anspielungen strotzt. Die kriegt man beim Nebenherschauen halt nicht mit. Also …
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Das Leben nach der Quest des Schakals

  • Seinfeld. Inzwischen bin ich in der sechsten Season, und es ist immer noch gut. Ich weiß nicht sicher, ob das, was Jerry Seinfeld und seine Kumpane – und Cosmo Kramer ist immer noch der Hammer! – dort darstellen, echte Amerikaner sind. Aber wenn Amerikaner so sind wie Jerry, George, Cosmo und Elaine in dieser Serie, dann gibt es zwei Punkte, die mir wichtig sind: Zum einen, dass es schön ist, dass Amerikaner so sind. Zum anderen, dass es schön ist, dass ich kein Amerikaner bin (und auch nicht sein muss).
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Whirlpool ohne Schuld und Blutregen

  • Hot Tub – Der Whirlpool … ist ’ne verdammte Zeitmaschine! Der Traum vieler Männer in einer Krise, der Albtraum mancher Männer, die Krisen mögen … Drei Freunde landen durch einen Whirlpool mit Zeitmaschineneignung in ihrer eigenen Vergangenheit. Im Film sehen sie so aus wie in der Jetztzeit, für alle anderen sind sie Teenager mit all den Problemen und Herausforderungen, die zu einem Teenagerleben dazu gehören. Netter Streifen, ein paar lustige Gags, insgesamt eher Massenware. Es gab und gibt auf jeden Fall bessere Streifen dieser Art und amerikanischer Provenienz. – Mein Motiv für die Sammlung: John Cusack.
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Dummspammer

Es gibt einen Beitrag in diesem Blog – er trägt den Titel »Rhodaneske Solidität«, der aus mir völlig unerfindlichen Gründen seit seinem Erscheinen mit Spamkommentaren zugemüllt wird. Bzw., es versucht jemand, das zu tun (denn meine Blogeinstellung ist dergestalt, daß ich jeden Kommentar freigeben muß, jedenfalls jeden ersten eines Kommentierenden).

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Es gibt noch Hoffnung

Uschi Zietsch
FYRGAR – VOLK DES FEUERS
Die Chroniken von Waldsee 5
Titelbild: Guter Punkt, München, Shutterstock / Kirá Santa, Budapest, Bastei Lübbe, Januar 2011, Paperback, 447 Seiten

VORBEMERKUNG
Nach Lukianenkos langweiligem »Trix Solier«, nach Rob Thurmans grauenhaft aufgepumpten »Nachtgeistern« und nach Pehovs breitgeflatschtem »Schattenwanderer« war ich wirklich bereit, die Hoffnung aufzugeben. Noch ein Fantasyroman solcher Ausprägung – wobei Ausprägung ganz sicher den falschen Eindruck vermittelt, es hätte bei den Werken Höhen und Tiefen gegeben –, und ich hätte dem Genre endgültig und vollständig abgeschworen. Ich hätte es nicht mehr ausgehalten. Ich neige latent zu Gewaltfantasien, und die Fantasie einer Bücherverbrennung ist schrecklich für mich, wenn auch naheliegend. In solchen Fällen.
Aber es gibt Hoffnung, in der Tat. Es gibt große Hoffnungen, und es gibt Uschi Zietsch, die mich der Fantasy – jedenfalls vorläufig – gerettet hat (und dauerhaft wohl, wenn es um ihre Bücher geht).

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Tolkien, pumped up

Alexey Pehov
SCHATTENWANDERER
Die Chroniken von Siala 1
»Kradušcijsja v teni. Chroniki Sialy« (2002)
Übersetzung a. d. Russischen: Christiane Pöhlmann
Piper, 2010
Klappenbroschur, 559 Seiten

VORBEMERKUNG
Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte die westliche Welt in ständiger, hysterischer Angst vor dem Russen, der mit seinen Truppen unsere heile, kapitalistische Welt überrollen wollte. Es wurde aufgerüstet und aufmunitioniert bis zum Gehtnichtmehr – und dann fiel die Mauer. Alles schien gut. Aber es sollte viel schlimmer kommen.

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Bad Sounds Pumping

Rob(yn) Thurman
NACHTGEISTER
Originaltitel: NIGHTLIFE (2006), Titelbild: Chris McGrath, Übersetzung a. d. Amerikanischen: Barbara Röhl, Piper Verlag, München, 2010, Taschenbuch, 412 Seiten, ISBN 978 3 492 26734 2

VORBEMERKUNG
Ich habe keine besondere Beziehung zu Büchern des Piper Verlages. Die, die ich bisher gelesen habe, waren okay. Was mich gerne auf einem solchen Buch mit dem Blick verweilen lässt, das ist die Optik. Die ist eigentlich immer recht ansprechend. Von der Gesamtkomposition her. Verlagslogo, Motivwahl der Titelabbildung, Schriftart. Passt alles. Aber es ist nicht so wie in früheren Zeiten, als man zu einem Heyne-SF-Buch greifen konnte, und solide Qualität in der Hand hielt. Heute wird man gerne auch mal nach Strich und Faden verarscht.

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