20 Ausgaben HALLER – ein Jubiläum, des gefeiert wird

Corinna Griesbach (Hrsg.)
ICH FEIER DAS!
HALLER 20
HALLER @ p.machinery, Winnert, Januar 2024, 80 Seiten, Paperback
ISBN 978 3 95765 368 0 – EUR 12,90 (DE)
E-Book-ISBN 978 3 95765 740 4 – EUR 3,99 (DE)

HALLER 20, das feiern wir … und »Ich feier das!« sagen Dieter Bohn, Maiken Brathe, Anne Buchmann, Emil Fadel, Olaf Lahayne, Nicole Hobusch, Sarah Lutter, Sofie Morin, Kip Sievers und Wilfriede Weise-Ney. Ihre Texte behandeln Feiern jeder Art, der Welt Ende genauso wie Jubiläum, Einschulung oder die Menses. Die Genres sind vielfältig, neben der klassischen Kurzgeschichte finden auch ein heiter-makabrer Hauch Apokalypse und Science-Fiction ihren Platz.

Der Inhalt:
Corinna Griesbach: Vorwort
Kip Sievers: Familienfest
Emil Fadel: Und hinter dem Vergnügungspark das Meer
Nicole Hobusch: Weltuntergangsstimmung
Olaf Lahayne: Fly me to the moon
Anne Buchmann: same, same …
Dieter Bohn: Party on!
Maiken Brathe: Leberwurstküsse
Sofie Morin: Ein Tag, der warm wird
Sarah Lutter: Der 111. Geburtstag
Wilfriede Weise-Ney: Geile Vernissage
begleitet von Kurzinterviews der Autoren …

Illustrationen von Michael Georg Bregel, Susanne Hartmann, June Is, Johann Seidl, Kip Sievers und Wilfriede Weise-Ney.

Leichte Entscheidung

Wolf Wellings Geschichten (und Romane) haben immer etwas Außergewöhnliches an sich. Seien es seine Handlungsorte oder einfach nur die ungewöhnlichen Geschehnisse — einer meiner persönlichen Favoriten ist sein Roman »Wanderer«, eine Geschichte, die als Quasi-Roadmovie genau auf meiner Linie liegt –, es gibt keinen Zweifel, dass man seine Werke lesen und genießen kann, dass man sich durch seine Worte an Orte versetzen lassen kann, die man in der Realität ganz sicher nicht und auch in der Fantasie nicht ganz so einfach besuchen kann, wenn man in den Werken anderer Autoren danach sucht.
Über die Qualitätsansprüche Michael Iwoleits muss ich mir auch keine Gedanken mehr machen. Was er gut findet, ist es auch. Und so war die Entscheidung für die Sammlung »Nebenwelten« mit den besten Storys des Wolf Welling keine wirkliche, sondern allenfalls eine leichte Entscheidung. Die zudem vorrangig von Michael Iwoleit ausging und von mir leicht begleitet werden konnte.
»Nebenwelten« ist eine »Best of«-Sammlung. Und das mit Fug und Recht.

Welling, Wolf, NEBENWELTEN

Insekten, Haken, Ösen

Würde man das Buch als einen Problemfall beschreiben wollen, ohne dies näher auszuführen, träfe es die Sache absolut nicht. Aber es hat eine ganze Weile gedauert, bis das Buch dann doch erscheinen konnte. Die Verzögerung kam zustande, weil Gernot Schatzdorfer, der Autor, Titelbildideen hatte, die förmlich nach einer Arbeit von Thomas Franke schrien. Unglücklicherweise hatte der gute »Künschteler«TM Thomas Franke mit Malessen zu kämpfen, die mit seinem künschtelerischen (ha!) Schaffen so gar nichts zu tun hatten und die man keinem Mitmenschen, den man nicht abgrundtief hasst, wünschen würde. So verzögerte sich das Titelbild, es verzögerte sich und es zog sich dahin, zog sich hinaus, verzögerte … Irgendwann trafen wir die Vereinbarung, noch ein wenig Zeit vergehen zu lassen und dann eine Entscheidung zu treffen.
Und das geschah dann auch. Thomas sagte ab.
Zum Glück hatte ich für zwei Innenillustrationen (als Illustrationen für die beiden Teile des Romans) schon Klaus Brandt angespitzt, der einmal mehr nicht ablehnte, sondern mit von der Partie war. Und so war es nicht schwierig, ihn davon zu überzeugen, auch das Titelbild zum Werk zu machen — und das war so gelungen, dass Gernot sogar die Haarfarbe seiner Protagonistin im Text an die der Abbildung von Klaus Brandt anpasste, was sich auch unter Kontrastgesichtspunkten als kluge Entscheidung bewährte.

Die Geschichte selbst ist keine Utopie, dafür fehlt zu viel Weltenbau. Aber es ist vor allem keine Dystopie. Es ist eine spannende, aber ansonsten durch und durch positive Geschichte über eine Menschenfrau, die nach einer Bruchlandung auf einem fremden Planeten eine Rasse von Insektoiden — daher der Buchtitel! — kennenlernt … und Freunde findet. Insgesamt ist das eine liebevolle Geschichte geworden, ein Roman, der seine Spannung mitbringt, der vor allem aber eines ist: knuffig. Ein Begriff, den man richtig einordnen sollte — und wenn man ihn nicht kennt, sollte man ihn ignorieren –, aber der Begriff, den man gerne mit Haustieren oder Stoffpuppen in Verbindung bringt, ist in diesem Fall ein eindeutiges Qualitätsmerkmal.

Schatzdorfer, Gernot, INSEKTOID

60 Jahre Klaus N. Frick

So lautet der Untertitel des Buches, welches ich gemeinsam mit Christina Hacker und Alexandra Trinley als Herausgeberinnen für die Perry Rhodan FanZentrale (PRFZ) produzieren und verlegen durfte. Das kam indirekt zustande, denn eigentlich war die Frage zunächst, ob ich das Buch layouten würde. Was ich sowieso getan hätte, klarer Fall. Aber nachdem ich 2013 schon zu Klaus‘ 50. Geburtstag »Der die Unsterblichen redigiert« (AndroSF 40, hrsg. von Frank G. Gerigk) veröffentlicht hatte, machte ich den Vorschlag, auch den Geburtstagsband zu Klaus‘ 60. zu verlegen. Die Verhandlungen waren eigentlich keine, und alle nachfolgenden Details waren jeweils schnell geklärt. Alles in allem war das eine erfreuliche Buchproduktion, die noch dazu terminlich wundervoll klappte. Und dank der PRFZ hat das Buch auch eine für meine Verhältnisse hohe Startauflage von mehr als 150 Exemplaren — und inzwischen wird schon nachgedruckt.

Die Arbeit an dem Buch hat sehr viel Spaß gemacht. Nicht nur, aber auch, weil ich Klaus‘ schon lange kenne und nicht wenige seiner historischen Facetten live erleben durfte. Und ich hoffe, dass den Lesern des Buches ebenso viel Spaß zuteil wird.

Meine direkten Glückwünsche an Klaus sind dank der gekappten DSL-Leitung – ich berichtete – völlig untergegangen. Deshalb an dieser Stelle (nachträglich): Herzlichen Glückwunsch, Klaus. Möge dir alles Gute dieser Welt zuteil werden und mögest du noch lange dem Perryversum und seinen Fans mit deinem Wirken erhalten bleiben.

Hacker, Christina & Trinley, Alexandra, »Das wüsste ich aber!«

Tiny Stricker liest

Und zwar heute abend um 19.30 im Münchner Literaturbüro (MLb) in der Milchstr. 4 zu München. Er liest aus dem aktuellen Roman »Amir Kabir oder Die Wege der Hippies« sowie aus einem noch unveröffentlichten Roman. Die Lesung wird musikalisch mit Werken aus den 60ern und 70ern begleitet, die Wolfram Hirche auflegt.
Siehe auch: hier.

Stricker, Tiny, HOTEL AMIR KABIR

 

Hamburg prüft die Abschaffung der Rasseliste

Heute morgen auf NDRinfo: In Hamburg wird ein neues Hundegesetz diskutiert, wobei der Tenor in Richtung eines Hunde-Führerscheins für die Halter geht (wie schon in Niedersachsen praktiziert). Mit einem solchen Hunde-Führerschein würde die Last von der Hunderasse an sich auf den Halter gehen — eine sehr weise Entscheidung und gute Entwicklung. Denn Hunde wegen ihrer Rasse partout als gefährlich einzustufen, das ist längst bewiesener Unsinn. Das Problem ist immer am anderen Ende der Leine.
Vorbildlich ist hier unter anderem Schleswig-Holstein, wo es keine Rasseliste mehr gibt, sondern Hunde nur dann als gefährlich eingestuft und besonderen Bedingungen unterworfen werden (Stichwort: Maulkorb, Leinenpflicht), wenn sie sich auffällig benommen haben.
Nebenbei wird in dem Beitrag auch erwähnt, dass die zuletzt festgestellten meisten Beißvorfälle von Dackeln und Labradoren ausgingen. (Was beim Labrador auch an seiner unbändigen Fresslust liegen könnte :).

Den Wortbeitrag kann man hier nachhören: https://www.ndr.de/903/CDU-fordert-neues-Hundegesetz-fuer-Hamburg,audio1532592.html

 

[VDS] Infobrief vom Samstag, 16. Dezember 2023

Die Inhalte finden sich hier.

1. Presseschau
• Verdrehte Zahlen
• Schlechte Vorbereitung auf Schule
2. Gendersprache
• Rechtliche Grenzen der Sprachregelung
• Umstrittene Abstimmung
• Mehrheit stimmt Söder zu
• Echos auf Söders Gender-Verbot
• Praxistest nicht bestanden
3. Kultur
• Einzigartig deutsch
• Christdemokraten für „Deutsch zuerst“?
• Internationale Bohnenstraße
4. Berichte
• Tag der deutschen Sprache in Baku
5. Soziale Medien
• Tafelbild an Bonner Grundschulen
• Kermit, Aschenbrödel und Anglizismen
6. Kommentar
• Wasser sucht sich seinen Weg
7. Termine

Ohne Schwanz

Man macht sich keine Vorstellung, wie es sich anfühlt, wenn man moderne Kommunikationsmöglichkeiten – sprich: DSL, Internet, Telefon – verliert. Ich weiß es jetzt: Es fühlt sich an, als ob einem jemand den Pimmel abgeschnitten hätte und man nicht mehr pieseln kann. Oder so ähnlich.

Am Donnerstag, den 07.12., hat es gegen 14.30 Uhr einer der in Winnert marodierenden, Glasfaser verlegenden und Leitungen kappenden Bautrupps geschafft, die Telefonleitung, an der ich hänge, zu kappen. Weg war’s.
Anruf bei Vodafone (mit dem Handy), Störung gemeldet. Die waren recht schnell, informierten die Telekom. Am nächsten Tag würde ein Techniker kommen, wir sollten den Zugang zu den Einrichtungen im Haus ermöglichen.
Der Techniker war superpünktlich, hatte aber keine guten Nachrichten. Es war Freitagnachmittag, die nötigen Reparaturarbeiten würden zwei bis drei Werktage dauern. Werktage. Also bis Mittwoch.
Derweil hätte ich gerne einen Mobilfunkstick für die Fritz!box gehabt. Hatte niemand in Husum. Der Vodafone-Shop dort ist eh ein Witz – die haben ein paar Handys und Vertragsunterlagen, sonst nichts. Die Telekom nebenan hatte immerhin Mobilfunkkarten. Ich kaufte eine, weil ich daheim noch einen LTE-Router hatte (aus der Anfangszeit hier in Winnert, bevor der Vodafone-Anschluss gelegt wurde).
Der Router erwies sich auch als zickig. Bzw. die ganze Hardware. Am PC wollte er nicht laufen. Also ans Notebook. Ging. Problem: Die ganzen Outlookdaten waren auf dem PC. Also rüberkopieren. 9 GB gehen ja ganz fix … halbe Stunde auf den USB-Stick und aufs Notebook. Alles cool. Aber praktikabel war das nicht.
Am Samstag erwarb ich zwei RJ45-Kupplungen, falls ich das Netzwerkkabel von der Fritz!box zum LTE-Router verlängern müsste. Und ich besorgte einen USB-RJ45-Netzwerkstöpsel.
Nach Stunden schweißtreibender Fummelei hatte ich eine funktionable Lösung gefunden – für meinen Arbeitsplatz; Frau Haitel schaute in die Röhre, weil das WLAN-Modul des LTE-Routers sichtbar, aber nicht ansprechbar war. Meine Lösung war: Mail auf dem PC = okay; Internet mit Websites usw. nicht. Internet ging aber auf dem Notebook. Das habe ich schließlich mit dem Remotedesktopdienst ferngesteuert.
Bemerkenswert war das Verhalten mancher Anwendungen. Alle Office-Programme brauchten ewig zum Start, weil die Authentifizierung auf dem PC natürlich nicht funktionierte. DVDfab erledigte seine Arbeit nur, wenn es den LTE-Router-Zugang exklusiv hatte; also Notebook abstöpseln bzw. ausschalten. Und auf den Tablets ging natürlich auch nichts. Vom Telefon – das hier über die DSL-Leitung läuft – ganz zu schweigen.

Heute Mittag waren sie dann da, die Leute von der Firma Pohl, die hier im Landkreis die Telekom-Installationen durchführt. Nach einer SMS der Telekom hieß es zuvor, es gäbe Verzögerungen bis 25.12. … na toll. War aber nicht der Fall; die »zwei bis drei Werktage« des Technikers vom Freitag waren richtig. Und die Jungs waren gut und schnell – um 12.30 Uhr oder so lief DSL wieder, alles war gut … für fünf Minuten. Dann gab es noch einmal einen Abbruch – ab 13.40 Uhr läuft es aber wieder stabil.

Abschließend hoffe ich, dass die Glasfaserinstallationen fehlerfrei(er) laufen. Immerhin habe ich auch einen Zugang gebucht (und das Kabel liegt auch schon direkt am Haus). Wenn ich mir allerdings vergegenwärtige, was die Polen hier in Winnert angerichtet haben – kaputte Gehwege, ebenso kaputte Grünstreifen, Dreck überall, dazu die grundsätzlich möglichst dämlich geparkten Fahrzeugen, deren Motoren auch dann laufen mussten, wenn mit einer Nutzung überhaupt nicht zu rechnen war –, ja, dann habe ich so meine Zweifel. Aber gut, man wird sehen. Zur Not habe ich ja noch mein Mobilfunkequipment, von dem ich jetzt weiß, wie ich es zusammenschalten muss, dass was geht.