Vormittagsprogramm

Was man so an einem Vormittag macht, wenn der Terminkalender voll ist. Natürlich voll mit ganz anderen Dingen.

Nach der Trennung von KDP – eine lange Story, die ich in einem anderen Post erzählen werde – sind eine ganze Reihe – mehr als 120 – Titel meines Programms bei Amazon praktisch rausgefallen. Es war klar, dass ich sie über meinen neuen Partner Bookwire als Printwerk wieder einstellen und damit über Amazon wieder verfügbar machen wollte und will – aber das kostet Zeit. Heute Morgen ist es mir gelungen, immerhin fünf Bände der Reihe »GEGEN UNENDLICH« wieder einzustellen. Die Arbeit eines Vormittags. Nicht nur, aber auch, weil ich Instagram und pinterest gleich mit »erschlagen« habe.

Jeden Tag ein Buch ist noch kein Tagebuch

Aber ich habe lange nicht zusammengefasst, worum es hier in Winnert gegangen ist, worum es geht. Während die Welt die Schotten dichtmacht – wenn man denen glaubt, deren Schotten im Kopf längst dicht sind –, spüre ich nach wie vor nichts von allem. Die Masken, gut. Aber an die gewöhnt man sich so schnell, trotz all der Unbilden: Brillennebel (auch so eine idiotische Wortneuschöpfung, immerhin eine deutsche), das Bartjucken, die Atemfeuchtigkeit zwischen den Barthaaren. Während also die Welt … scheiß drauf.

Was also war zuletzt?

  • »Kindergefängnis …« und »Himmel und Erde« sind durch. Norbert Stöbes »Kleiner Drache« im Grunde auch. Von »Kindergefängnis« und vom »Kleinen Drache« liegen hier die Andrucke zur Durchsicht und ggf. Freigabe. »Himmel und Erde« kommt wohl morgen.
  • Die letzten Tage war ich mit einem Auftrag beschäftigt. Eine Fantasygeschichte mit einem nicht zu übersehenden Bezug zur Realität: Es geht um Dämonen und Menschen, um Mutter Natur und Wälder, um Blaue Feuer, die die Wälder vernichten. Eine sehr schöne Geschichte, an deren Lektorat ich vielleicht noch ein wenig zu verbessern gewusst hätte. Eigentlich sollte ich nur das E-Book bauen, dann stellte sich aber heraus, dass das erste Korrektorat offensichtlich schiefgegangen ist. Jedenfalls durfte ich das dann auch noch machen. Dann das E-Book und die Eingabe der Korrekturen in die InDesign-Vorlage für die Druckversion. Meine erste Arbeit mit InDesign, das ich mir extra dafür angeschafft habe (Kosten: 20 Euro pro Monat, das wird sich schon irgendwie amortisieren; für den ersten Job auf jeden Fall). Der Autor erwies sich als ausgesprochen nett und nicht unglücklich über meine Arbeit. So kann das weitergehen.
  • Gestern Abend habe ich dann noch Ron Müllers »Das Theodizee-Problem« fertiggestellt: Druckdaten für den Schaltungsdienst incl. Druckauftrag, Daten für Bookwire, das E-Book, alles fertig. Jetzt warte ich auf den Andruck.
  • Heute war E-Mail-Tag, weil ich am Samstag keine Zeit dafür hatte. Und geschafft habe ich wieder nur einen Bruchteil. Nicht zuletzt diversen Telefonaten geschuldet. Nein, die sind nur dann Störungen, wenn ich nicht rangehe, obwohl ich nicht gerade mit den Hundemädels draußen bin.

Die Einkäufe am Morgen haben ordentlich Zeit gekostet, waren aber gut verlaufen. Keine Probleme. Oder doch: Man sieht mir nicht an, dass ich leichter geworden bin. Um 450 Euro. Davon 270 Euro alleine für frisches Insulin. Und meine Krankenversicherung habe ich gleich mit einem neuen »Leistungsauftrag« erfreut. Den letzten Leistungsauftrag habe ich von meiner Krankenkassenbeitragszahlung für November abgezogen. Ich hatte das angedroht, weil die mich vier, sechs, acht Wochen auf mein Geld warten lassen und dann immer die dämlichsten Ausreden haben. Mein Berater meinte, ich solle das nicht tun, das gäbe nur Ärger – aber auf genau den bin ich auch aus.

Tageskrönung

Es war komplizierter als gedacht, deshalb hat es den ganzen Tag gedauert, aber das Buch »Himmel und Erde. Die Bilder Tatjana Freys« ist fertig. Eine Mischung aus Tatjanas Bildern und davon inspirierten Storys, initiiert und letztlich zusammengestellt von einer meiner liebsten Herausgeberinnen – de facto habe ich sie alle lieb … – wird sich mit einem Umfang von 160 Seiten als quadratisches Hardcover präsentierten:

Schwierig wurde es allerdings, das Buch bei Bookwire einzustellen, damit beizeiten auch der Internetbuchhandel sowie die Barsortimenter ihren Spaß mit dem Werk haben. Denn: Das Buch beinhaltet fünfundzwanzig Fotocollagen der Künstlerin Tatjana Frey, die allesamt »randabfallend« präsentiert werden, das heißt – für den drucktechnisch weniger Informierten –, sie werden bis zum Rand gedruckt. Das Problem: Die Bilder sind nicht quadratisch, sie sind nicht alle hochkant, sondern auch querformatig. Und die Software von Bookwire, »Bookwire OS« genannt, eine von der Sorte, die voreilige Geister gerne »künstliche Intelligenz« schimpfen, die glaubt nun, das Recht zu haben, den abgelieferten Buchblock als fehlerhaft zu interpretieren – weil gedrehte Seiten enthalten seien. Der clevere Nachdenker erkennt das Problem: Die Abfolge »hochkant, hochkant, querformatig, hochkant, vollflächig, querformatig« führt das Klugscheißerprogramm zu der Annahme, alle querformatigen Bilder müssten wie die hochkantigen hochkantig sein, ergo sind sie in meiner Vorlage fehlerhaft gedreht.

»Arschlochprogrammierer, drogensüchtiger!«, erlaube ich mir da den Ausruf und würde mir wünschen, dass nicht nur dieser offensichtlich technisch völlig von der Buchproduktion Unbeleckte auf der Stelle zu Staub zerfalle, sondern sein ärgerliches, dummes, überflüssiges Produkt gleichermaßen. Eine Software, die mir vorschreiben will, wie ich mein Layout mache, hat verschissen – bis in die Steinzeit und drei Steine weiter.

Zwei Bücher

»KINDERGEFÄNGNIS und andere verlassene Orte« ist fertig. Der Umschlag lehnt sich am ersten Band an. Natürlich. Die Druckdaten sind beim Schaltungsdienst, Bookwire ist versorgt. Das E-Book ist gebaut und ebenfalls bei Bookwire abgelegt. Dieser Tage werden die Autoren informiert und ich warte auf den Andruck.

Am Band »Himmel und Erde« mit Bildern von Tatjana Frey und Storys dazu bin ich weitergekommen. Die Fahnenkorrektur ist durch, die Buchblöcke stehen. Morgen geht es weiter. Wahrscheinlich. Hoffentlich. Schaumermal.

Tage des Layouts

Bücher zu machen kann manchmal wie ein Rausch sein. Nicht für jeden, vermutlich. Für mich aber ganz sicher. Wenn ich in Fahrt komme, denke ich manchmal, dass ich nie mehr aufhören möchte.

Gestern, 20.10.:

  • Für den SFCD habe ich sfcd:intern 48 fertiggestellt. Das kleine Käseblättchen, das ich seinerzeit ins Leben rief, um vor allem vorstandsinterne Streitigkeiten aus den ANDROMEDA NACHRICHTEN zu verbannen, nähert sich seinem ersten runden Jubiläum. Nicht übel. Die Inhalte sind vereinsintern relevant, das Titelbild seit einiger Zeit dem der zugehörigen ANDROMEDA NACHRICHTEN-Ausgabe entsprechend.
  • Der Schaltungsdienst Lange bekam den Druckauftrag für den dritten Band der Klaus-Hübner-Reihe »Kein Twitter, kein Facebook | Von Menschen, Büchern und Bildern«. Unter dem Titel »Bierkämpfe, Barockengel und andere Bavaresken« geht es vor allem um Literatur aus und zu Bayern. Wie schon bei den ersten beiden Bänden war ich beeindruckt. (Ein vierter Band folgt, voraussichtlich Anfang 2021, denke ich.)
  • Nach einem Arzttermin – ich bin ja Diabetiker, also routinemäßig alle drei Monate beim Onkel Doktor (wobei mein Arzt gar keinen Doktortitel hat, aber trotzdem gut ist) – habe ich mich dann noch mit »KINDERGEFÄNGNIS und andere verlassene Orte« beschäftigt, dem von Corinna Griesbach herausgegebenen zweiten Band mit Storys und Fotos von Sebastian Schwarz zu verlassenen Orten, und danach mit einem weiteren Buch, das mit Bildern zu tun hat: »Himmel und Erde« wird das ebenfalls von Corinna Griesbach herausgegebene Werk mit Kurzgeschichten zu den Collagen der Tatjana Frey heißen. Beide Werke wird es nur als Hardcover geben.

Heute, 21.10.

  • war es übersichtlich: Ein Lektorat erübrigt sich bei Kurzgeschichten von Jörg Weigand, zumal vor mir schon der Herausgeber der Reihe »Die Welten der SF«, Frank G. Gerigk, daran gearbeitet hat, aber ein letztes Korrektorat und Vorbereitungen zum Layout sind dennoch fähig. »Die Welten des Jörg Weigand« wird die nach Ansicht von Frank Gerigk besten Storys Weigands enthalten und im Dezember 2020 erscheinen.

Bücher machen ist schön. Einfach schön.

Kultur retten

  • Mit den Büchern meines Verlages werde ich die deutsche (Sprach-) Kultur ganz sicher nicht retten, aber das ist auch nicht mein Ziel. Ich werde sie jedenfalls nicht beschädigen oder gar zerstören. Und ich werde meinen Spaß daran haben, immer wieder.
  • Der Buchblock für Norbert Stöbes »Kleiner Drache« ist fertig und liegt dem Autor vor. Der Umschlag entsteht morgen.
  • Der Buchblock für Ron Müllers »Das Theodizee-Problem«, ein durchaus politisches SF-Werk, kann man sagen, ist heute regelrecht geflutscht. Und liegt dem Autor ebenfalls vor.
  • Und begonnen habe ich mit den Korrekturarbeiten und Layoutvorbereitungen für das von Frank G. Gerigk herausgegebene Werk »Die Welten des Jörg Weigand«, Band 2 der Reihe »Die Welten der SF«.
  • Ja. Kultur macht Spaß. Besonders, wenn sie nicht destruktiv ist.

Kurz vom Tage

  • Eigentlich war Buchhaltung angesagt. Einmal mehr verschoben. Wenn ich dann doch wieder zulange, werde ich es verfluchen. Aber das kenne ich schon.
  • Stattdessen habe ich vier neue Bücher vorbereitet.
  • Darunter Norbert Stöbes Roman »Kleiner Drache«, ein kleines, asiatisch angehauchtes SF-Prachtstückchen. Dazu wird es ein fantastisches Titelgemälde von Andreas Schwietzke geben.
  • Erste Sitzung Kraniosakral. Dazu kann ich noch nicht viel sagen. Außer, dass die Schreibweise mit C im Deutschen jedenfalls falsch ist. Aber modern. Wie das heute so ist.

Aus anderem Blickwinkel

Dieter Rieken ist Autor in meinem Verlag; sein Buch »Land unter« wurde hier natürlich schon erwähnt. Aber Dieter interessiert sich auch für andere Bücher aus meinem Programm, und so möchte ich an dieser Stelle seine Rezension zu Gabriele Behrends »Salzgras & Lavendel« als Gastbeitrag veröffentlichen – mit seiner Erlaubnis selbstverständlich:

Douglas Hewitt ist in der Verwaltung von Acodis Inc. als »Datenarchäologe« tätig. Kaynee Simmons arbeitet im »Zenith«, einem Traumazentrum außerhalb der Stadt. Douglas ist im Ghetto unter »Wilden« geboren, die sich kein Implantat und »Persönlichkeitsset« leisten können. Nachdem er zur Waise wurde, erhielt er im Heim zumindest ein »Basisset«, das ihm ein sozialverträgliches Verhalten ermöglichen sollte. Kaynee dagegen hat ihr »Socket« gleich nach der Geburt implantiert bekommen und switcht nach Bedarf und Situation zwischen den vielen »Abspaltungen« ihrer künstlich erzeugten multiplen Persönlichkeit hin und her.

Die beiden leben im Zeitalter der »Effizienzdiversität«. Die in der Regel postnatal eingesetzten Implantate haben eine Gesellschaft hervorgebracht, die auf Effizienz getrimmt ist. Die Technik, die aus der Gamer-Szene hervorging, führte nicht nur zu einer Leistungssteigerung jedes Einzelnen, sondern ermöglicht es der großen Mehrheit auch, auf alle nur denkbaren Situation angemessen zu reagieren. So »kommen alle viel besser miteinander aus«, findet Kaynee.

Doch der äußere Schein trügt. Douglas zum Beispiel führt ein einsames und eintöniges Leben. Er wird von Ängsten und Zweifeln geplagt, die ihn bis in seine Träume verfolgen. Und dann begeht er – scheinbar aus heiterem Himmel – einen Mord. Um der Haft zu entgehen, bleibt ihm nur der Ausweg, sich ebenfalls eine multiple Persönlichkeit implantieren zu lassen. Im »Zenith« trifft er auf Kaynee, die seine »Patin« wird – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als ihre Hardware Fehler aufweist und sie die Kontrolle über sich verliert.

»Salzgras & Lavendel« spielt an einem unbestimmten Ort in der Zukunft, an dem »alles seinen ruhigen Gang« geht, während die Welt ringsum »an allen Ecken und Enden brennt«. Die Autorin streut nur wenige Hinweise auf klimatische Veränderungen und auf den technischen Fortschritt ein. Sie konzentriert sich auf die Frage, wie eine Gesellschaft aussähe, in der technische »Aufspaltungen« der Persönlichkeit – »neuronale Cluster« genannt – die Regel sind. Indem man Katy, Keira, Kandy, Kassy und Kaynees andere »Splits« in Aktion erlebt, hat man bereits nach wenigen Seiten einen lebhaften Eindruck davon, wie die Menschen im Alltag damit umgehen.

Am Beispiel von Douglas zeigt Gabriele Behrend, dass diese Technik für Menschen mit schweren Traumata ein Segen sein kann. Auf der anderen Seite stellt das Buch kritische Fragen: Was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn eine solche Technik zur Norm wird, sie sich aber nicht jeder leisten kann? Wenn der öffentliche Frieden gefördert wird, aber niemand mehr eingreift, um Verbrechen zu verhindern? Was passiert, wenn die Technik versagt oder Fehler in ihrer Anwendung passieren? Wie würde der Staat reagieren, wenn ein Dogma ins Wanken gerät? Was die multiplen Persönlichkeiten betrifft, läuft der Roman auf die Frage hinaus, ob eine Separation – wie Kaynees »geordnetes Haus« – oder die Fusion der einzelnen Ich-Aspekte die richtige Antwort ist, um ein glückliches Leben zu führen.

Das alles packt die Autorin in eine Geschichte, die weder trocken noch langweilig ist. Dafür sorgen unter anderem die Nebenfiguren: der Techniker Sanders Mayerhoff, der neben seiner Arbeit im »Zenith« geheime Experimente durchführt und eifersüchtig auf Douglas ist; und Claire Paulson, die Leiterin des Traumazentrums, die als Spezialistin für »adulte Diversität« gilt – und die am bittersüßen Ende des Romans auf ganz unerwartete Weise zu Douglas’ Retterin wird.

Hier und da ist der Autorin beim Schreiben die Fantasie durchgegangen. Ein Meeting aller Ich-Aspekte im eigenen Kopf? Und im Kopf einer anderen Person? Das sind großartige Szenen, die noch dazu perfekt in die Dramaturgie passen. Sie erscheinen jedoch übertrieben.

In Stil und Sprache ragt das Buch deutlich aus der Masse der Science-Fiction-Literatur heraus. Die Verwendung des Präsenz’ schafft eine große Nähe zu den Protagonisten. Mit einfachen Mitteln gelingt es der Autorin jederzeit, den Leser durch die vielen Ich-Aspekte der Figuren zu lotsen, so dass man immer genau weiß, mit welchem man es gerade zu tun hat.

Für die zentrale Frage des Buchs – Separation oder Fusion? – findet Gabriele Behrend starke Bilder. Eine eindeutige Antwort sucht man vergebens. Wahrscheinlich, weil es keine gibt.

Quelle: https://deutsche-science-fiction.de/?p=5558

Die nächste Ausgabe ist die 60ste

Obwohl das nicht stimmt. In den Achtzigern und anfangs der Neunziger im letzten Jahrhundert habe ich schon mal die ANDROMEDA NACHRICHTEN für den SFCD e.V. gemacht, damals im Format DIN A5. Aber ich habe auf die Schnelle nicht im Zugriff, wie viele Ausgaben ich damals machte. Obwohl …
Doch. Mit der Nummer 101 habe ich im März 1986 angefangen. Und die Nummer 138 vom Juni 1992 war meine letzte Nummer. Damals. Also 38 Ausgaben. Damals.
Mit der 213 bin ich 2006 wieder eingestiegen. Und dieser Tage – Quark, heute war das! – habe ich die Ausgabe 271 festgestellt. Ergo: 59 Ausgaben seit 2006.
Die Überschrift  ist also falsch. Richtig ist:

Die nächste ist die 98ste

Und das ist nicht spektakulär. Richtig. Spektakulär wird die Ausgabe 274, die im Juli 2021 erscheinen wird.

Das ist dann meine 100ste!

Aber bis dahin dauert es noch, und so ist für den Augenblick nur interessant, dass die Ausgabe 271 seit heute beim Drucker ist (der vermutlich erst am Montag anfangen wird, sich damit zu beschäftigen).

ANDROMEDA NACHRICHTEN 271
SFCD e.V., Winnert, November 2020, 128 Seiten A4, EUR 8,00. Bezug: SFCD-Archiv, archiv[at]sfcd.eu

Der Inhalt:
Michael Haitel: Deutsche Sprache in Zeiten der Corona 6 * Seraph 2021 7 * SF-Gewinnspiel 8 * Conventions und Stammtische | Birgit Fischer: Der Nicht-SFCD-Con 9 | Robert Corvus: ElsterCon 2020 11 | Birgit Fischer: Fantastikstammtische in Corona-Zeiten 14 * Karl Aulbachs Fantasy 15 * Science-Fiction | Dieter Riekens »Land unter« 22 | Martin Stricker: Mehr war nicht, es war ein ruhiges, beschauliches Leben – Nachruf auf Thomas R. P. Mielke 28 * Zwielicht 33 * Jörg Krömers Cinema 34 * Gerd Freys eGames 39 * Perry Rhodan | Michael Haitel: Meine erste Sonne 46 | Robert Hector: Guckys Tod, der Zweite Zweig und die Staubfürsten 47 | Franz Hardt: Der Ilt ist tot! 53 * Science | Robert Hector: Kernfusion – Eine unerschöpfliche Energiequelle der Zukunft? 56 | Robert Hector: Das Multiversum, Parallelwelten und kosmische Doppelgänger 59 | Robert Hector: Künstliche Intelligenz 66 * Science-Fiction | Michael K. Iwoleit: Triumphe eines Ahnungslosen. Anmerkungen zu Stanislaw Lems Technologiekritik 71 * Armin Möhles FanzineKurier 78 * Michael Baumgartners Reissswolf 83 * Schlachtplatte 89 * StoryFiles | Anna Wegloop: Turing-Test revisited 123 | Dirk C. Fleck: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit 125

Das Titelbild stammt von Lothar Bauer.

Diese Ausgabe gibt es ab 01.10.2021 (!) auch zum Download unter https://www.sfcd.eu/download/pubs/an201-300/an271open.zip

Lieblingstanz

Es gab mal eine Zeit, da tanzte ich. Nicht nur anderen Leuten auf der Nase herum. Sondern richtig. Auf der Tanzfläche. Aber das ist länger her. Dank eines nicht immer zu unterschätzenden Rückenproblems – ein Arzt sprach schon von Arthritis – ist das heute kein Vergnügen mehr.

Aber Tanz ist ja nicht nur die Bewegung auf dem glatten Boden, sondern auch die Musik. Und eine Musik, die ich auch ohne das geschwungene Bein schon immer mochte, ist der Walzer. Der richtige, der Wiener, der Strauss-Walzer. Der Kaiserwalzer, die schöne blaue Donau, das Wiener Blut.

Und so war es mein naheliegender Wunsch, die von Ellen Norten zur Show verpflichteten Aliens Walzer tanzen zu lassen. Ellen begleitete die Idee und zahlreiche Autoren machten mit. Mit Geschichten, die nicht nur aus einem »heiteren Universum« berichten, sondern die auch in der Tat eine Verbindung zwischen Alien und Walzer herzustellen in der Lage waren und sind.

Für einen Walzer-Fan wie mich ist das eine höchst gelungene Anthologie geworden. Und das nicht nur, weil ich der Verleger des Buches bin. Gerade deswegen nicht.

Norten, Ellen (Hrsg.), DAS ALIEN TANZT WALZER