Brauchen gute Dinge immer so viel Zeit?

Manche Erinnerungen verblassen frappierend schnell. Felix Woitkowski lernte ich, glaube ich, über Sebastian von Arndt kennen, als der sein Buch »Die letzte Saat« (Fantasy 7) bei meinem Verlag p.machinery veröffentlichte. Oder doch nicht?
Natürlich nicht – Felix hatte eine Story in »Das Wort«, dem einen Teil von STORY CENTER 2009, das lange vor Sebastians Buch erschien. (Man sollte halt doch manchmal auf seiner eigenen Website nachschauen.)
Wie auch immer –

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Mit Ulbricht wär’s besser gelaufen?

Dietmar Dath
Deutsche Demokratische Rechnung
Eine Liebeserzählung
Eulenspiegel-Verlag, Berlin, 2015, Hardcover mit Schutzumschlag (incl. pro-strickerscher Fadenbindung), 239 Seiten, ISBN 978 3 359 02471 2

VORBEMERKUNG
Das Buch war mir als Science-Fiction »verkauft« worden. Es ist aber keine Science-Fiction. Dem »Verkäufer« ist das nicht übel zu nehmen. Dazu später noch ein Wort.

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Babys erstes Baby

In meinem Verlag gibt es ja sogenannte Imprints. Das sternwerk von Sven Klöpping, Haller von Corinna Griesbach. Und auch Die|QR|Edition. Die hat nun die erste Ausschreibung aufgelegt:

Unter dem Titel »QR|codes – Wir. Sind die Zukunft.« präsentiert Die|QR|Edition ihre erste Ausschreibung zu einem Literaturwettbewerb zur Zukunft der digitalen Gesellschaft und der Intervention der Spezies »i:Code«. Innovation, Provokation, Vision, Spannung – und die praktische Definition des Begriffs der »Literatur 4.0« sind das Ziel. – Alle wichtigen Details finden sich hier.

(Die einzelnen QR|codes in der obigen Abbildung können mit der gratis verfügbaren App i-nigma problemlos gelesen werden. Probieren Sie es mal aus …).

Langeweile? Pah!

Nicht nur ich habe Langeweile, weshalb ich mich mit Arbeit zuschütten lasse – Ellen Norten offensichtlich auch. Sie hat sich eine Anthologieidee einfallen lassen, die aktuell auf pmachinery.de ausgeschrieben wurde und wird:

Das Alien tanzt Kasatschok
Komische Geschichten aus einem lustigen Universum

Weltuntergangsszenarien gibt es in der Science-Fiction zuhauf, Prognosen für eine düstere Zukunft ebenfalls. Doch wie könnte das Gegenteil aussehen?
»Good news« gelten gemeinhin als uninteressant, die Storys sollen deshalb zeigen, dass das nicht stimmt. Hier geht es um Geschichten, die skurril und ungewöhnlich, vor allen Dingen aber lustig sein sollen, dazu aus dem Bereich der Science-Fiction, Fantastik oder sogar dem Horror stammen dürfen. Comedy und Satire sind angesagt – Klamauk ist unerwünscht. Finstere Aliens finden in dieser Anthologie keinen Platz – es sei denn, sie reizen die Lachmuskeln. Die Länge der Geschichten ist nicht limitiert, sollte aber für eine Anthologie noch vertretbar sein.

Die Manuskripte sind bitte bis zum 31.03.2016 an Ellen Norten (ellen.norten@gmx.de) zu senden.

Die Anthologie wird von Ellen Norten herausgegeben und im Verlag p.machinery zu Murnau am Staffelsee in der Reihe »AndroSF« verlegt werden. Sofern oben nicht anders genannt, gelten die Bedingungen für Ausschreibungen unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/projektbedingungen und die Anforderungen an Manuskripte unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/manuskripte. Der zugrunde zu legende Autorenvertrag findet sich unter www.pmachinery.de/unsere-projekte/vertraege.

Jegliche Korrespondenz wird bitte mit der Herausgeberin geführt.

Quadrate – zum vierten Mal

Michael Weisser ist ein umtriebiger Mensch – und in diesen Tagen ist sein viertes Buch, das in Die|QR|Edition, einem sogenannten Imprint meines Verlages p.machinery erscheint, fertiggestellt und zur Druckerei gegeben worden. Einmal mehr ist das opulente Werk (mit mehr als 300 Seiten im Format 210 x 210 mm, darin mehr als 200 Abbildungen, und darin auch 37 Farbseiten) nicht ganz billig, und einmal mehr war die Arbeit auf der einen Seite sehr aufwendig, auf der anderen Seite das Ergebnis sehr ansehnlich geworden.

»Der|QR|Code. Hintergründe & Visionen« versteht sich nicht als Kompendium, tendiert aber teilweise in eine solche Richtung. Vielmehr geht es neben einer Beschreibung, der Geschichte und der Technik der QR|Codes vor allem auch um zwei wichtige Aspekte: Zum einen beschreibt Weisser anhand von Beispielen aus sehr unterschiedlichen Bereichen – herausragend in meinen Augen: QR|Codes auf Grabsteinen, das hat mich sehr fasziniert – ausführlich die Nutzung von QR|Codes, aber auch die daraus resultierenden Problemstellungen, Gefahren und Grenzen der Nutzung.
Neben einem auf Seite 153 beginnenden Kapitel »Der QR-Code – seine Visionen und seine Zukunft« sind die Interviews und Schriftwechsel – und natürlich die hier farbigen Bebilderungen in »Projekte zur Ästhetik des QR-Codes«. Die Texte präsentieren Diskurse des Autors mit Klaus-Michael Heinze, dem Kanzler der FH Kiel, mit Horst-Günter Rubahn – älteren SF-Fans dürfte der Name bekannt sein :) –, dem Leiter des Mads-Clausen-Instituts an der Syddansk Universitet in Sønderborg (Dänemark), sowie letztlich ein Interview mit mir, per E-Mail geführt, das echte Visionen enthält und die Grundlage für das nächste Projekt in Die|QR|Edition darstellen wird – eine Kurzgeschichtenanthologie (über die demnächst mehr verraten werden wird).

Michael Weisser
Der|QR|Code – Hintergründe & Visionen
Beschreibung, Geschichte, Technik, Nutzung, Gefahren, Grenzen, Visionen und Ästhetik der »schnellen Antwort« im 21. Jahrhundert
Die|QR|Edition – Edit 4
p.machinery, Murnau, Oktober 2015, 308 Seiten, 210 x 210 mm
Softcover: ISBN 978 3 95765 027 6 – EUR 22,90 (DE)
Hardcover (limitierte Auflage): ISBN 978 3 95765 028 3 – EUR 36,90 (DE)
Subskription bis 05.09.2015: 10 % auf VK

Auch gut abgehangen

ist die Doppelnovelle »Rattensang« von Felix Woitkowski, die in diesen Tagen als Band 18 der Fantasy-Reihe meines Verlages erscheinen wird. Wie so oft hat es einfach seine Zeit gedauert … Ein alter Mann ist eben wirklich kein D-Zug.

Aber auch diese Doppelnovelle – ich nenne sie mal so, weil es sich eigentlich um zwei zusammenhängende Geschichten handelt, die jeweils etwa den gleichen Umfang mitbringen – hat noch eine zusätzliche Geschichte, die Felix in seinem Vorwort erzählt:

Die Entstehung von »Rattensang« lässt sich nicht mit einer breiten und schattigen Allee vergleichen, sondern vielmehr mit einem weitverzweigten Irrgarten voller Sackgassen. Ursprünglich als eine Kurzgeschichte mit dem Titel »Der Rattensucher« verfasst, entwickelten sich aus Frust, Ehrgeiz und mit viel Freude erst ein Heftroman, dann ein zweiter daraus. Aus diesem Werk, das eigentlich in zwei Teilen erscheinen sollte – und es nie tat –, wurden schließlich zwei Teile, die in einem Buch gemeinsam Platz finden. Offenbar brauchte es diesen Weg, damit es sich richtig anfühlt, und das tut es jetzt.
»Rattensang« ist kein historisches Dokument, sondern ein fantastischer Roman. Er hat sich nicht Biografen und Historikerinnen verschrieben, sondern Geschichtenerzählern. Der deutsche Romantiker Achim von Arnim (1781–1831) und der italienische Regisseur Sergio Leone (1929–1989), eine Ikone des Italo-Westerns, markieren deshalb auch die äußeren Fixpunkte meiner Inspirationsquellen. Ganz ohne Recherche wäre aber auch das Schreiben eines solchen Romans ein Stück weniger aufregend, als es sein könnte. Vor allem Frank Waters »Book of the Hopi« (1963, deutsch 1990 von Sylvia Dorn) sei an dieser Stelle genannt, das mir tiefe Einblicke in die Mythen einer mir fremden Kultur erlaubte. Lies weiter … →

Rübermachen

Zaubi M. Saubert ist der Lebensgefährte von Ellen Norten – glaube ich jedenfalls. Ich bin mir im Augenblick nicht sicher, ob die beiden nicht miteinander verheiratet sind.
Aber das ist auch unwichtig.

Michael Saubert, wie er bürgerlich heißt, war ursprünglich mit einem anderen Buch zuerst eingeplant, aber dann ergab es sich, dass seine Erinnerungen mit dem Titel »Go East« höhere Priorität genießen sollten. (Das andere Buch, das im Grunde ein Spin-off zu »Go East« sein könnte, eine Art Vertiefung, wird es in meinem Verlag auch noch geben.)

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Da ist ein Banner an der Wand

Es gibt viele Bibliotheken in der Welt, angefangen von den großen Nationalbibliotheken (wie der Deutschen in Frankfurt und Leipzig, der Library of Congress in Washington und vielen anderen) bis hin zu spezialisierten Bibliotheken wie der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar und – der Villa Fantastica in Wien.

Dieser Bibliothek bin ich aus verschiedenen Gründen zugetan. Zum einen bin ich aktives SFCD-Mitglied, und der SFCD e.V. unterstützt nach seinen Möglichkeiten alle Projekte, die wiederum der Unterstützung der fantastischen Literatur dienlich sind. Zum anderen bin ich Verleger (mit dem Verlag p.machinery) fantastischer Buchreihen und ich gönne mir den Luxus, die Villa Fantastica mit jeweils zwei (selbst erwählten) »Pflichtstücken« zu bedienen (wie es die Deutsche Nationalbibliothek und die für meinen Verlag zuständige Bayerische Staatsbibliothek von Gesetzes wegen verlangen). Und wenn sich Gelegenheiten bieten, noch mehr für die Villa F. zu tun, dann bin ich dem nicht abgeneigt.

Vor geraumer Weile kam Helmuth W. Mommers auf mich zu, ob ich der Villa ein Grafikmotiv für ein Banner beschaffen könnte, das man an der Straße aufspannen wollte, um mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Kein Problem, das wusste ich, und natürlich wusste ich auch, dass mein Haus-, Hof- und Lieblingsgrafiker Lothar Bauer mit von der Partie sein würde. Et voilà – das ist das Ergebnis:

Das Bild gibt es auch in größer – und in ganz groß.

Bis mich das Foto erreichte, hat es ein wenig gedauert – die Villa-F.-Mitarbeiter haben sicherlich einiges zu tun. Aber es ist mir dauerhaft eine Ehre, geholfen haben zu dürfen. Das Bild stammt, wie gesagt, von Lothar Bauer; die Titelei habe ich aufgebracht, und das Banner selbst haben die Villa-F.-Mitstreiter selbst herstellen lassen.

Ein Märchen für Ökofreaks?

Als guter Workaholic mache ich viele Dinge, viele Projekte, manchmal auch viel Mist. Kein Mist war die Entdeckung von Stephanie Schnee, einer Autorin, die für das eFANTASIA des EDFC, dessen Storyredaktion ich betreue – so gut es eben geht –, eine Reihe Geschichten einsandte, die mir so gut gefielen, dass ich ihr zusätzlich zur rein elektronischen Veröffentlichung im eFANTASIA eine in einem – bzw. mehreren – gedruckten Büchern vorschlug. Und sie stimmte zu. »Der Schuppenmann«, eine Geschichte, die man leicht für ein Märchen für Ökofreaks halten könnte, das aber durchaus auch normale Märchenfreunde jugendliche(re)n Alters ansprechen kann, ist der erste Band einer Reihe von weiteren Schnee-Werken, die noch erscheinen werden. (Ich kann so viel verraten: Das nächste Buch wird ein Bilderbuch werden – Stephanie Schnee kann auch mit Farben umgehen.)

Details zum »Schuppenmann«: hier.