Weise Entscheidung

Eigentlich war ich nicht nur nie davon ausgegangen, mehrbändige Romanwerke – gemeinhin als Trilogien auf dem Markt zu finden, wenn es nicht sogar in Richtung einer Pentalogie oder richtigen Serie geht – in meinem Verlag zu veröffentlichen, weil ich in meinem eigenen Leseverhalten solche Serien nicht mag. Nicht immer jedenfalls; es gibt Ausnahmen (Stichwort: Phil Rickman).

Den wirklichen Grund, warum ich mich auf Julia Beylounys Trilogie »Durch die Flut« eingelassen habe, weiß ich nicht mehr. Oder doch. Mir hat das erste Buch, »Weltenreise« (erschienen als Band 8 meiner Fantasy-Reihe), gefallen. Mit der Entscheidung, dieses Buch zu veröffentlichen, war natürlich auch klar, dass die beiden Folgebände in meinem Verlag erscheinen würden. Und beide Bände – »Das Flüstern der See« (Fantasy 11) und nun als Abschluss der Trilogie »Tiefe Wasser« (Fantasy 14) – haben mich nicht enttäuscht.

Ganz im Gegenteil. Ich erinnere mich noch, dass beim ersten Buch die selbst auch schreibende Theresa Berg (»Miro der Drache«) lektorische Hand angelegt hatte, mit einigem Aufwand, wie Julia selbst anmerkte. Bei den Folgebänden bemerkte ich wenig Unterschied zur Qualität des ersten Buches, woraus ich folgerte, dass das Lektorat von Theresa Berg hinsichtlich eines Lerneffektes bei der Autorin Beylouny auf allerfruchtbarsten Boden fiel.

Im Endeffekt waren es mehrere Aspekte, die die Entscheidung einer solchen Veröffentlichung entgegen meiner ursprünglichen Absichten zu einer weisen solchen machen: Zum einen hat mir gefallen, dass insbesondere der zweite Band keinen »Durchhänger« hatte, was bei Trilogien ja gerne einmal vorkommt. Zum anderen hat mir auch gefallen, wie die Figuren ausgestaltet wurden; sie sind nicht einfach und geradlinig, sondern komplex, mitunter sogar kompliziert. Und im Nachhinein haben sich die ersten beiden Bände – der dritte, »Tiefe Wasser«, erscheint ja gerade erst – durchaus zu einem kleinen Verkaufserfolg entwickelt, nicht zuletzt auch durch eigene, unterstützende Aktivitäten der Autorin.

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