Seit Februar 2022 bietet die Firma Meggle vegane Butter an. Eine kleine Recherche ergibt, dass es natürlich auch andere Anbieter gibt. Wie schön jedenfalls, dass sich jemand an die schon 1869 erfundene Margarine erinnert und sie gleich als neue Erfindung verkauft.
Archiv der Kategorie: Grundsätzliches
Neues von der APAfront
Und wieder war ein Beitrag zur APA FAN fällig, den ich hier — wie gehabt — mit ca. einmonatiger Verzögerung veröffentliche. Diesmal sind es auch nur zwei Seiten geworden. Grund genug, sich ein anderes Arbeitskonzept zu überlegen.
Preiskandidat?
Heute zeigt sich ein neuer potenzieller Kandidat für den DPDS, den Design-Preis für Design-Scheiß am Horizont.
Ich bin Diabetiker und spritze tagsüber drei Mal am Tag Insulin, ein Produkt namens »Apidra SoloStar«, geliefert in Pens zur subkutanen Anwendung. Beteiligt sind drei Firmen: der Hersteller Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, die Firma MPA Pharma GmbH, die die Produkte umpackt – was immer das bedeutet –, sowie der Vertrieb EMRA-MED Arzneimittel GmbH.
Das Produkt gibt es in drei Packungsgrößen: 5 x 3 ml, 9 x 3 ml und 10 x 3 ml. Bislang bekam ich immer die Packungsgröße 10 x 3 ml verschrieben, eine Verpackung aus Papier bzw. Karton; nur die Pens sind natürlich aus Kunststoff. Aus unerfindlichen Gründen – ich berichtete hier darüber – bekam ich von einem Vertretungsarzt die Packungsgröße 9 x 3 ml verschrieben, angeblich, weil Vertretungsärzte immer die kleinste Verpackung verschreiben (sollen, müssen, können, dürfen, wollen [Unzutreffendes bitte streichen]); die 5 x 3 ml waren offensichtlich zu klein (immerhin bin ich ja chronischer Diabetiker). Und diese Verpackung ist ärgerlich – kurz gesagt. Denn die Umverpackung der neun Pens ist wiederum aus Karton, aber innen drin finden sich drei Schälchen aus transparentem Plastik – und dafür gibt es überhaupt keinen Grund, denn die innere Verpackungsform der Packungsgröße 10 x 3 ml hätte auch hier einwandfrei und problemlos funktioniert.
Wer von den Beteiligten den Preis zu verantworten hätte, wäre zu klären. Zu klären wird auch sein, ob das Trio den DPDS 22/05 erhalten wird oder nicht. Das wird davon abhängen, ob sich bis Ende April noch ein an größerem Intelligenzmangel leidender Kandidat der Öffentlichkeit präsentieren wird.
Der Tepporist
Es gibt Terroristen. Topterroristen; die leben oft nicht lang. Und Tepporisten. Nicht nur, aber vor allem aus China. Teppichterroristen. So einer:

Ostern 2022
Frau arbeitet. Ich auch. Es gibt also Brotzeit. Vielleicht auch nur ein paar Kekse. Obwohl ich kein Vegetarier und auch kein Veganer bin.
Nur die Hunde bekommen Fleisch.
Putin im Wiener Blickfeld
Schön stillhalten
DPDS 22/04 – der Designpreis für Designscheiß
Wie im Vormonat zeichnet der
Designpreis für Designscheiß 22/04
einen Anbieter aus, der Plastik offensichtlich für ein ultimatives Verpackungsmaterial hält.

Ecuphars Produkt OROZYME ist ein Zahnpflegeprodukt für Hunde. Unterschiedlich dick, nicht immer gleich groß, jedenfalls aber hart und zäh sind die Kaustreifen nicht für jeden Hund die richtige Wahl. Eine meiner Hündinnen lehnt den Aufwand, sich des Kaustreifens endgültig zu bemächtigen, schlicht und ergreifend ab (sprich: es ist ihr zu anstrengend). Immerhin nennt Ecuphar die Zusammensetzung des Produktes auf der Außenverpackung.

OROZYME ist ein Warenzeichen der belgischen Firma Ecuphar, die den Vertrieb einem deutschen Ableger in Greifswald übertragen hat. Hergestellt wird das Produkt in Mexiko, wobei die Herstellerangabe auf der Verpackung irreführend ist:

»Apelso Camino a la Libertad« ist möglicherweise keine Firma, jedenfalls findet man im Internet nichts zu einem solchen Hersteller.

Aber wie auch immer: Grund für die Preisverleihung ist das, was man in der Verpackung aus Pappe findet – eine Plastikverpackung, nicht von Hand, sondern nur mit Hilfsmitteln (wie Schere oder Messer) zu öffnen, darin die Kaustreifen, die man leicht auch in einer Papierverpackung hätte liefern können. Auch diese Verpackung ist stark metallhaltig und damit nicht nur als Plastik eine Umweltsünde. Dafür hat Ecuphar meiner Ansicht nach den DPDS 22/04 mehr als verdient.
Schrottworte: Worte mit Schrottwert
Ich weiß nicht mehr, welche Werbung das war. Lief vor einer Weile im Fernsehen. Privatsender, VOX oder NITRO oder so. Es ging auf jeden Fall um ein Produkt, das für den deutschen Markt Bedeutung haben sollte. Und da tauchte das Wort »classy« auf.
Einfach so.
Fast motivationslos.
Die ansonsten deutschsprachige Werbung – so viel erinnere ich mich – war an sich unauffällig. Und dann dieses Wort.
Einfach so.
Und irgendwie völlig unpassend.
Die eigentliche Frage ist allerdings, warum so ein Wort überhaupt benutzt werden muss. Wer außer Vollhonks benutzt so ein Wort in seinem alltäglichen Wortschatz? Jugendliche vielleicht? Ich traue den sprachlich unerfahrenen Menschen jungen Alters durchaus einiges zu. Aber »classy«? Statt »nobel«, »klasse« – ja, vor allem »klasse«, das sogar fast identisch klingt –, oder »erstklassig«, »vornehm«, »exklusiv«, »todschick« … Gut, die letzten vier Begriffe sind längst unmodern, es sei denn, man ist so ein alter Sack wie ich, der solche Worte sogar noch kennt und mitunter dazu neigt, sie zumindest in mehr oder minder naheliegenden Gedankengängen zu wälzen.
Aber warum zum Henker nicht einfach »klasse«?
P.S.: Eine Parfümwerbung war es nicht. Die Werbidioten, die Parfümwerbung machen, können ja überhaupt kein Deutsch mehr.
Mein Reden: Leichtsinn und Aufsichtspflichtverletzung
Heute morgen gab’s einen Newsletter von TASSO zu der Frage, warum man einen Hund nicht unbeaufsichtigt vor einem Geschäft (Supermarkt, Bäcker, was auch immer) zurücklassen sollte: hier.

Und nicht nur auf petfindu.com, von wo ich das Bild ausgeliehen habe, findet sich ein Beitrag im gleichen Tenor. Wenn man bei Google nach dem Stichwort »Hund vor dem Supermarkt« sucht, findet man massenhaft Beiträge, die alle in die gleiche Richtung argumentieren: nicht (nach-) machen! (Und man sollte sich immer überlegen, ob man sein Kind auch draußen anbinden würde [und nein, das Argument »Das ist ja nicht das Gleiche!« zieht nicht].)