Auf jeden Fall mal verarscht

Irgendein Klugscheißer – vermutlich aus einer dieser drogensüchtigen und ständig masturbierenden Designermischpoke – hat mal behauptet, bei Notebooks und TFT-Monitoren benötige man keine Bildschirmschoner mehr, weil sich die Bildschirminhalte nicht einbrennen würden.

Na, dann danke, Arschloch! Bei IPS-Panels stimmt das jedenfalls offensichtlich nicht. Auf meinem Monitor rechts oben läuft den ganzen Tag die WinTV-Software und zeigt rechts die Senderliste an. Durch Zufall habe ich nun festgestellt, dass ich diese auch ohne die Software lesen kann, und dazu, dass auch die ClockX genannte Uhr ihre Spuren hinterlassen hat. Und woher die anderen Spuren stammen, – die vor allem bei einem grauen Hintergrund sichtbar sind –, kriege ich auch noch raus.

Aber man sieht einmal mehr: Man kann sich nur noch auf eines verlassen. Schrott.

Die Welt ist Schrott

Abends ist es Zeit für »Shakespeare & Hathaway«, aber einmal mehr spinnt der Satellitenreceiver. TechniSat, Willkommen, nix mehr. Nach dem vierten Aus- und Wiedereinschalten endlich ein Sender. Und eine Bildstörung. Wenn das Scheißding das regelmäßig machen würde, wäre es längst auf dem Müll. So aber hat eine Neuanschaffung wenig Sinn. Der Vorgänger, eine Skybox, war auch Scheißdreck: Bildausfälle, Tonstörungen – und dazu ein völlig desinteressierter Service.

Ich brauchte dringend ein Buch. Ein bestimmtes Buch. Die Sendung geht mit einem Tag Verspätung auf die Reise. Gut, die haben in der Druckerei sicher mehr als einen Kunden. Alles kein Problem. Die Sendung ist immerhin am Freitag raus – und wird zur Zustellung am morgigen Dienstag angekündigt. Was? Dienstag? Scherz, oder? Zwei Sendungen des gleichen Versenders, die am gleichen Tag verschickt wurden, kamen am Samstag an. Fuck!

Immerhin waren diese beiden Sendungen für Montag angekündigt, sodass ich Hoffnung hegen durfte, mein wichtiges Buch käme nicht erst am Dienstag, sondern schon am Montag an. Heute. Und siehe da – ich hatte recht. Die Sendung kam, alles gut.

Alles gut? Mitnichten! Das Buch muss weitergeschickt werden. Begleitet von einer kleinen Nachricht zu einem besonderen Tag, versehen mit persönlicher Unterschrift. In einem Paket. Wegen des Volumens. Und der Verfolgbarkeit. Und was ist? Nix ist. Die DHL-Online-Frankierung ist »aufgrund einer technischen Störung (…) zurzeit« (immer noch um 13.45 Uhr!) »leider nicht möglich. An der Fehlerbehebung wird mit Hochdruck gearbeitet.« Fuck!

Und dann bedanken die sich noch für mein Verständnis. Dabei habe ich überhaupt kein Verständnis. Nicht nur, dass sich dergleichen bei DHL und der Post und wie immer die Gelbe Mafia heute auch heißt in den letzten Wochen gehäuft hat – haben die schon mal was von redundanten Systemen gehört? Immerhin hängen an diesem Versagerkram jede Menge Postfilialen und Poststellen, und ich denke, auch in den heutigen Seuchenzeiten muss der eine oder andere noch nicht infizierte Bürger etwas verschicken.

Und diesen Scheiß muss man heute überall aushalten. Überall. Einfach überall. Manchmal wünscht man sich glatt einen globalen EMP.

P.S.: Und als i-Pünktchen habe ich gerade unseren verblödeten Chinesen, diesen taiwanesischen Saugrobotermüll, zu seiner Ladestation zurückgetragen, die er alleine wieder nicht gefunden hat, weil er eine Teppichbrücke nass wischen musste, was die sich nicht hat gefallen lassen.

Morgens in Winnert

  • Freitagmorgen, 0700 Uhr. Gassigang.
  • Auf einem Nachbargrundstück soll ein Haus gebaut werden. Ein Loch ist schon da. Fürs Fundament. Die Sparfüchse hierzulande verzichten gern auf Keller. Stehen vorne zwei Typen und labern. Irgendwas. Dahinter ein Bagger, laufender Motor. Stinkt.
  • Hundebesitzerin mit zwei freilaufenden Hunden. Meine wie immer an der Leine, wenn die Gefahr besteht, dass ein Auto kommen könnte. Die Gefahr besteht außer auf dem Acker immer und überall. Und selbst auf dem Acker … Sie nimmt ihre Hunde an die Leine. Ihr Gesichtsausdruck sagt, dass ihr das nicht passt.
  • Frau mit Kind. Kind in einem Feuerwehrauto. Elektrisch angetrieben. Kettcar ist out. Heute muss es ein selbstfahrendes Teil sein. eScheiß für eKids. Lahm wie ein Arsch, laut wie die Hölle. Ich weiß nicht, warum bei eAutos darüber nachgedacht wird, sie lauter zu machen, weil man sie ja nicht hören kann. Man braucht doch nur die Nähmaschinenmotoren aus dem eScheiß für eKids, dann ist der Lärm keine Frage mehr. Und die Reichweite ist bei der Lahmarschigkeit auch kein Problem.
  • Ich überlege einen Moment, die Schwabstedter langzugehen. Da könnten die Mädels in Ruhe kacken. Aber von wegen Ruhe. Zwei ScheißUVs kommen aus Richtung Schwabstedt angerast. Die gelben Ortsschilder dienen ja längst nicht mehr der Kennzeichnung des Beginns der innerörtlichen Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h, sondern nur noch dem Abgleich, ob der Scheißnavi im ScheißUV eine aktuelle Scheißware hat.
  • Wir gehen dann woanders lang. Schon auf dem Rückweg kommt ein Typ aus dem Haus, setzt sich in den Kleintransporter neben dem Haus, startet den Motor und macht – nichts.
  • Auf das Grundstück gegenüber fährt ein Lkw, irgendso ein Gülletanker. Fahrer stellt den Laster ab, lässt den Motor laufen, steigt aus und geht weg.
  • Diese Pseudotrucks von VW sind hier sehr modern. Einer steht da, Motor läuft. Fahrer kratzt zwei winzige Löcher in den Reif auf den Scheiben. Immerhin fährt er dann gleich los.
  • An der Hausbaustelle steht nun auch noch eine Karre mit so einem Kipperteil. Motor läuft. Der Bagger läuft auch noch, drin sitzt ein Typ. Tut nichts. Der andere Typ fährt ein höllisch lautes Ding über den Sand, um den platt zu machen.
  • Nachbar gegenüber kratzt die Scheiben seines Autos frei. Motor läuft. Zum Glück dauert das nicht lang, ist ein Kleinwagen.

Und Deutschland hat ein Problem mit einer Sterberate von 0,0001875 % beim AstraZeneca-Impfstoff. Warum überlege ich Blödmann eigentlich, wo meine Hündinnen am besten kacken können? Abgesehen davon, dass ich Tüten dabei habe? Es gäbe so viele Plätze, wo ihr Haufen perfekt platziert wäre.

Neues Gewand

Ich hatte bisweilen den Eindruck, das vorhergehende Layout – namens Bappi – sei nicht ganz einfach zu lesen. Und es gab auch Problemchen »unter der Haube«. So hatte das Textfeld im Editor einen knallroten Hintergrund, der sich farblich nicht ändern ließ. Links ließen sich nicht farblich hervorheben (mit dem berühmt-berüchtigten Mouseover-Effekt, aber auch grundsätzlich nicht), sodass ich mir mit Fettschrift behelfen musste. Und einige Kleinigkeiten mehr.

Heute jedenfalls habe ich mich für ein neues Layout entschieden, das den schönen Namen »Catch Evolution« trägt. Ich hoffe, es gefällt.

Ich bin getestet

Meine Frau hat sich einen 450-Euro-Job als Covid-19-Testerin angelacht. Gestern Abend hat sie dann an mir geübt.

Der Test über die Nase ist übel. Das anfängliche Kitzelgefühl wandelt sich schnell in echten Schmerz. Das mag an meiner Nase liegen, Frau Haitel meint, sie käme mit dem Teststab nicht weit genug hinein.

Der Test im Rachen ist auch nicht wirklich toll, der Würgreiz aber beherrschbar, wenn man nicht vorher irgendwas gespeist hat, was einem sowieso bis zur Oberkante Speiseröhre steht, weil es nicht so toll war.

Jedenfalls war mein Testergebnis negativ. Was ich positiv finde. Es hätte mich aber auch gewundert. Leider kann ich das Ergebnis nicht in der Corona-App eintragen, weil meine Frau mir keinen QR-Code und auch keine TAN geben konnte. Aber egal.

Je ne suis pas Corona.

Bemerkenszwerg

Diesen Brief kennen inzwischen einige Menschen in Deutschland. (Wer ihn noch nicht kennt, ist entweder zu jung oder hat eine lahmarschige Krankenkasse.) Die Bundesregierung schreibt uns, ist aber zu faul, unsere Adressen rauszusuchen, also muss unsere Krankenkasse ran. Fein.

Bemerkenszwerg daran:

  • Anfang Februar, als ich diesen Schrieb erhalte, werde ich darüber informiert, dass ich mir bis zum 06. Januar drei Masken hätte holen können. Nein, ich lasse mich nicht allabendlich von ARD-Extranervtöt belästigen. Und ich mache auch sonst gerne einen Bogen um ständig wiederkehrend widersprüchliche Informationen in Radio, TV, Internet, Zeitung und WC-Papier.
  • Und laut Bundesregierung »bleiben die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) weiterhin besonders wichtig«. Aha. Alltagsmaske. Nach meinen marginalen Informationen sind inzwischen flächendeckend und gesichtsbedeckend mindestens FFP2-Masken vorgeschrieben. Und die gelten nicht als die sogenannten Alltagsmasken, die man auch in Form von Schal, Motorradhelm, Socken oder doppelseitigem Klebeband hätte applizieren können.

Nunja. Es ist unsere Regierung. Dann ist das wohl alles richtig so. Ich bin ja auch kein Querstänker.

Tagwerk 8/1–11/1

  • 8/1: Korrektorat eines Krimis. Schönes Buch, spannend. Nach der ersten Hälfte heute ist nicht klar, wer der Böse ist.
  • Das Lektorat ist ein bisschen merkwürdig. Durchgängig falscher Einsatz des Wortes »gleichsam«, wo eigentlich »gleichermaßen«, »zugleich« oder »sowohl als auch« gemeint sind.
  • Und die »Spurensicherin« – gemeint ist hier eine weibliche Angehörige der Kriminaltechnik –, die ich zunächst für einen Verarschungsversuch hielt, hat sich dann als Tippfehler herausgestellt: »Spurensucherin« passt natürlich auch auf eine Kriminaltechnikerin.
  • 9/1: Korrektorat beendet. Es wurde dann doch klarer, wer der Böse war, aber bis zum Schluss war nicht klar, was mit der Ägypterin geschah. Schönes Buch, gut zu lesen, empfehlenswert.
  • 10/1: Buchhaltung. Alles halb so wild, sieht man von den verdammten Honorarabrechnungen ab, die einen immensen Haufen Zeit fressen, weil Daten aus drei, manchmal vier Quellen zusammengesucht werden und auf einen Nenner gebracht werden müssen. Und irgendwo hakt es immer.
  • 11/1: Morgens Belege geschrieben. Rechnungen.
    Danach E-Mails beantwortet, denn der E-Mail-Tag am 9/1 war natürlich ausgefallen.
  • Mittagsgassi: kalt, stark windig, feucht. Laut Regenradar sollte es nicht regnen, aber der wusste ja nicht, dass ich mit den Hunden raus bin. Da regnet es immer. Ich hatte sogar schon mal so eine Comicwolke. Ihr wisst schon, die ganze Welt liegt im prallen Sonnenschein, nur über dem Protagonisten regnet so ein kleines schwarzes Ding ab.
  • Und die Straßen sind dreckig. Die Bauern schaufeln mit ihren Traktoren Schlamm auf die Straßen, kommen aber nicht auf die Idee, dass man die Batzenorgie schon aus Verkehrssicherheitsgründen beseitigen könnte. Muss ja auch nicht. Das einzige Reinigungsfahrzeug im Ort gehört dem Deppen, der mal auf den Hinweis meinte, er würde in einer 30er-Zone zu schnell fahren: »Das Ding fährt doch nur vierzig.«
  • Und beim Kauf von Audis ab A4 (inklusive) und Mercedes Kombis (alle Jahrgänge, alle Modelle) gibt man offensichtlich sein Hirn ab. Anders ist nicht zu erklären, dass die ortsansässigen Raser nicht raffen, dass Winnert – mit Ausnahme der Hauptstraße – eine 30er-Zone ist. Und wozu Abstand halten, wenn’s nass und siffig ist?
  • Abendgassi: Die Diskrepanz zwischen Realität und Regenradar ist einmal mehr so groß wie der Abstand der Worte im Wörterbuch.
  • Und der Rest? Kleinkram.