Eine besondere Freude

ist mir die Veröffentlichung dieses Bandes: »Abschied von Bleiwenheim« war nicht nur der Titel des Romanes, an dem Hubert Katzmarz, verstorben vor ziemlich genau zehn Jahren, sogar noch an seinem letzten Tag gearbeitet hat, es ist auch der Titel der von Andreas Fieberg herausgegebenen Sammlung von Geschichten ehemaliger Freunde und Weggefährten des Autors und Verlegers Hubert Katzmarz. Nachdem ich mit Huberts Witwe Ellen Norten die beiden Storysammlungen »Schattenspiel« und »Alptraumhaft« gemacht hatte, kam auf, dass Andreas Fieberg, auch einer der Menschen aus Hubert Katzmarz‘ engerem Umfeld, an einer Kurzgeschichtensammlung arbeiten würde, die Ellen gerne zu Huberts zehntem Todestag veröffentlicht gesehen hätte, aber so ein bisschen Zweifel hatte, dass das hinhauen würde. Warum auch immer. Und warum auch immer – es hat geklappt.

Details zum Buch: hier. Das Titelbild:

Damit es nicht langweilig wird –

Noch ein neues Werk aus meiner Werkstatt. Schon einige Tage bei Amazon verfügbar, und auch die Exemplare vom Schaltungsdienst Lange sind schon lange bei den Empfängern, aber wie es der chronische Zeitmangel so will … Nun, gut Ding will immer auch ein wenig Weile haben.

Die Bilder von Mo Kast sind in der Auflage vom Schaltungsdienst Lange übrigens farbig; bei CreateSpace/Amazon gibt es sie »nur« in Schwarz-weiß. Weitere Details auf der Verlagsseite zum Buch: hier.

Karin Jacob et al.
DIE WELT IM WASSERGLAS
Außer der Reihe 8
p.machinery, Murnau, September 2013, 124 Seiten, Taschenbuch
ISBN 978 3 942533 68 3 – EUR 6,90 (DE)

Tarkovskij im Kopf

In der Nähe von Ohlstadt, da, wo die Bundesstraße 2 die Autobahn 95 kreuzt, gibt es einen Parkplatz und direkt daneben eine Abzweigung. Die Straße führt an einem Wohnhaus vorbei, zu einem Bauernhof mit Pferden und Kühen, und dann über eine Brücke über die A95. Fährt man trotz des Durchfahrtverbotes – außer für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr – noch ein Stück, kommt man zum Flugplatz, einer einfachen Betonpiste für Segelflieger und vielleicht auch Motorflieger.
Der Asphalt führt weiter ins Murnauer Moos hinein, immer weiter, meist asphaltiert, manchmal auch nur geschottert, aber bis auf eine kleine schmale Brücke zwischendrin immer in Fahrzeugbreite.
Dort gehe ich gerne mit unserem Hund, wenn das Wetter eher herbstlich ist.

Lies weiter … →

Gewonnen

Es war nicht ganz unerwartet, und es ist vor allem nicht mein alleiniger Verdienst, aber es freut mich schon, dass wir (!) – Ralf Boldt und Wolfgang Jeschke als Herausgeber, der SFCD und letztlich auch meine Wenigkeit als Verleger – den Kurd-Laßwitz-Preis 2013 gewonnen haben, genauer: den Sonderpreis für einmalige herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen SF 2012. Zu verdanken haben wir (!) diesen Preis unserem Anthologieprojekt »Die Stille nach dem Ton …«, das 2012 als AndroSF 20 in meinem Verlag p.machinery erschienen ist.

Lies weiter … →

Herr Hütter und die Staatsstraße

Herr Hütter war alles, nur kein politisch aktiver Mensch. Politik interessierte ihn nicht. Ihn interessierte nicht einmal, ob Politiker korrupt waren, ob er von der Politik ausgenutzt wurde. Es interessierte ihn nicht. Politiker waren keine Menschen. Herrn Hütter interessierten ja nicht einmal Menschen, die nachweisen konnte, welche zu sein.
Es gab Dinge, die beurteilte Herr Hütter ganz gefühlsmäßig. Einfach so.

Lies weiter … →

Raum machen: Erinnerungen an BoD

Die Erinnerungen an Books on Demand waren bei diesem ersten Buch über CreateSpace allgegenwärtig, führten aber nicht zu Wehmut oder ließen Dinge aufscheinen, die ich vermissen müsste. Eher noch im Gegenteil:
Die Geschwindigkeit, mit der der Titel auf amazon.de auftauchte, war frappierend. CreateSpace gibt an, es könne fünf bis sieben Werktage dauern; tatsächlich hat es nicht einmal einen Tag gedauert (und das am Wochenende!). Und da das Buch von Amazon gedruckt wird, ist es von Anfang an sofort »auf Lager« (nicht wie im Falle von BoD, wo die ersten Lieferzeitangaben auf amazon.de eher furchterregend wirken).
Angenehm wirken auch die Kosten. Bei Books on Demand zahlt man für das Mastering (EUR 39,00) und mindestens fünf Jahre lang für die Datenhaltungskosten. Bei CreateSpace zahlt man nur für »Expanded Distribution« extra; bei dieser wird das Buch Buchhändlern und »Online Retailers« – auch über die Amazon-Websites – für die Vermarktung verfügbar gemacht – allerdings nur in den USA, sodass ich mir diese Kosten b. a. w. sparen kann.
Und ganz entgegen der derzeit unter Kleinverlegern gängigen Kritik an Amazon, man würde dort unverschämt hohe Anteile verlangen, konnte ich feststellen, dass die Marge, die ich von Amazon für das erste Buch bekommen soll, ziemlich genau doppelt so hoch ist (ohne Mehrwertsteuer) wie die, die Books on Demand (inkl. Mehrwertsteuer) für das Buch zahlen würde.
Und erfreut hat mich auch der erste Eindruck des Supports. Schnell, persönlich: keine Textbausteine, ein namentlich benannter Ansprechpartner, Wünsche, die mir bei BoD nicht erfüllt wurden. Dass auch CreateSpace mit einer zentralen Emailadresse arbeitet, kann ich verkraften, solange der Support ansonsten gut funktioniert.
Von der Qualität der Bücher werde ich mich demnächst selbst noch einmal überzeugen. Ich habe inzwischen eine Reihe von CreateSpace-Büchern gesehen, die bei Amazon in Deutschland gedruckt wurden, und sie sahen alle gut aus. Schlechter als die von Books on Demand auf jeden Fall nicht.

Raum machen: Und sonst?

Nach den großflächigen Vertragskündigungen gegenüber BoD gab es noch ein Telefonat, in dem ich natürlich gebeten wurde, noch einmal über die Entscheidung nachzudenken. Es wurden auch noch einmal die unterschiedlichen Standpunkte in Sachen Kommunikation und Produktionsqualität ausgetauscht, und es wurde mir auch ein Angebot gemacht, das ich unter anderen Umständen sicherlich berücksichtigt hätte.
Letztlich war das zuletzt gehabte Qualitätsproblem ein Auslöser für eine Entscheidung – nämlich Verträge zu kündigen –, die ich so oder so zum Ende der allermeisten Verträge getroffen hätte. Denn schon heute gehen einige Titel überhaupt nicht mehr, weil sich der Markt versorgt hat. Und das wird bei neueren Titeln am Ende vermutlich nicht anders sein. Die »Bestseller« aus meinem Programm wird es auch nach dem Vertragsablauf mit BoD noch geben – so oder so.

Für den Augenblick bin ich zufrieden mit meiner Entscheidung, mich nicht ganz auf eigene Beine zu stellen, sondern CreateSpace als Dienstleister zu nutzen.
Was daraus wird … wir werden es sehen.