Der nächste Neuigkeitenbrief ist verschickt und nun auch auf meiner Verlagswebsite nachzulesen. Hier.
Archiv des Autors: beckinsale
[VDS] Infobrief vom 16.07.2023
Zu den einzelnen Texten des Infobriefs geht es hier.
1. Presseschau
• Du oder Sie beim Einkaufen
• Gutgemeinte Umbenennung
• Mehrsprachig in Bochum
• Antike Schrift entziffert
2. Gendersprache
• „Wortbinnenzeichen“ kein Kernbestand
• Keine Genderzeichen in Sachsen
• Wissenschaftsrat für mehr Geschlechterforschung
• Claudia Wenzel gegen das Gendern
3. Kultur
• „Dümmliche Gutmenschlichkeit“
• Deutsch-chinesische Erfolgsgeschichte in Gröbenzell
• SachsenGPT
4. Berichte
• Offener Austausch in Wittenberg
5. Denglisch
• „Welcome Center“ in Augsburg
6. Kommentar
• Erwartungen enttäuscht
7. Termine
Aus berufenem Munde
Na, eigentlich von berufener Tastatur. Egal. — Der israelische Schriftsteller und Dramatiker Erez Majerantz hat Willi van Hengels Werk »DIEUDEDET oder Sowas wie eine Schneeflocke« auf Lovelybooks ganz eindeutig empfohlen: »Lesen – unbedingt« hat er geurteilt und fünf Sterne vergeben.
Wer nicht hinklicken will, muss es halt hier lesen:
Dieudedet – vielleicht könnte man diesen geheimnisvollen Begriff übersetzen als Suche eines empfindsamen Mannes. Doch nicht einfach nur nach sich selbst – das wäre zu kurz gegriffen. Nein, Willi van Hengel geht viel raffinierter vor: Seine Hauptfigur Alban fragt danach, warum er sich im Leben so fremd vorkommt – nicht nur nach außen zu anderen Menschen, sondern vor allem nach innen, sich selbst gegenüber.
Durch verdrängte Vorfälle in seiner Kindheit, vor allem seelischer Missbrauch, ist er in einer eigenwilligen Agonie verfangen, aus der er erst durch einen symbolischen Akt der Befreiung (durch seine Tat entledigt er sich seiner bisherigen Opferrolle) herausfindet. Das ist der Beginn der Suche – der Suche nach einer Antwort seines Fremdseins in sich selbst. Sein Leben gewinnt Schwingung für Schwingung an neuen Sichtweisen.
Und diese innere wie auch äußere Bewegung versteht van Hengel mit seiner einzigartigen Sprache wiederzugeben – sie ist zynisch, übermütig, zweideutig, ungerecht, ironisch, witzig, frech, stilvoll, grausam, weich und dämonisch, vor allem aber ist poetisch.

van Hengel, Willi, DIEUDEDET oder Sowas wie eine Schneeflocke
Irodis’ Sternenlinks
Der Autor Gerd Frey hat einige Links zu Besprechungen seines Werkes »Irodis’ Stern« zusammengestellt, als da wären:
- eine Besprechung von Sabrina in ihrem Instagram-Profil review_book_story;
- eine weitere Besprechung von Bianca Jahns auf Instagram;
- und eine Besprechung von TomHo auf Amazon.

Herbert W. Franke in Kiel
17. Juli 2023
Herbert W. Franke: art meets science
Vorträge, Ausstellung, Multimedia-Aufführung
Computermuseum Kiel
Im Themenabend „Herbert W. Franke: art meets science“ wird anlässlich des einjährigen Todestages am 16. Juli 2022 Frankes gleichermaßen umfang- wie facettenreiches Schaffen im Grenzbereich zwischen Wissenschaft und Kunst in einer Abendveranstaltung vorgestellt. In zwei Kurzvorträgen wird die Bedeutung von Frankes Schaffen eingeordnet: Die Kunsthistorikerin Dr. Heike Piehler präsentiert den bildenden Künstler als Pionier der algorithmischen Kunst. Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Hans Esselborn stellt die Rolle des Schriftstellers Franke als Wegbereiter der deutschsprachigen Nachkriegs-Science-Fiction vor. Weiter zeigt eine Ausstellung Werke von Franke, mit denen der heute weltweit als Pionier der Computerkunst gefeiert wird. Als Höhepunkt des Abends wird das Astropoeticon im Mediendom der Fachhochschule Kiel erstmals in einer 3D-Kuppelprojektion gezeigt.



[Malta:] Erleben und genießen – und nicht verpassen!
Ich liebe Malta. Die Gelegenheiten, dorthin zu reisen, sind viel zu selten. Tatsächlich war ich das letzte Mal 2009 dort — vor 14 Jahren. Mein Gott.
Anke Jablinski, eine Autorin meines Verlags und derzeit praktisch meine Reihe »ErlebnisMalta« dort, ist nicht nur immer wieder — man könnte auch lästern: ständig :) — auf den Inseln, sondern auch daheim in Berlin rührig und aktiv.


Siehe auch hier.
Erinnerung: Franke covert Franke
Thomas Frankes (Buchgestalter) Holzstichcollagen für die Gestaltung der Science-Fiction-Werkausgabe des Herbert W. Franke (Schriftsteller)
Herbert W. Franke (1927–2022) war einer der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren deutscher Sprache und einer der verkanntesten. Seine Beschäftigung mit Computergrafik und Computerkunst schon in den frühen 70er-Jahren, als an die heutige Verbreitung der kleinen Maschinen noch nicht zu denken war, verhalf ihm sein Sinn für das Unerwartete, Erstaunliche und Wunderbare dazu, die Möglichkeiten technischer Entwicklungen auszuloten und in realutopische Geschichten zu übersetzen.
»Die Räume des Handelns und Erlebens, die mit moderner Technik auf der Basis der Naturwissenschaft erschlossen werden, sind weitaus fantastischer als alle Hexen, Monster und Zauberer aus der Märchen- und Sagenwelt.«
Der Verlag p.machinery gibt seit ein paar Jahren die Gesamtausgabe der Werke Herbert W. Frankes heraus.
Thomas Franke, weder verwandt noch verschwägert, hat die Buchcover entworfen. Mit seinen unverwechselbaren Holzstichen präsentiert er seine Interpretation der Geschichten seines Namensvetters.
Die Ausstellung ist seit 20. April 2023 in unserer Buchhandlung zu sehen. Sie endet am 23. August 2023 mit einer Werkpräsentation Herbert W. Franke.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch
Das Team der Altstadtbuchhandlung
Hartmut Löschcke
—
Altstadtbuchhandlung Büchergilde
Inh.: Hartmut Löschcke
Breite Str. 47
53111 Bonn
0228-63 67 50
Und wer ist wieder schuld?
Genau. Der Weigand. Der kennt Cornelia Morper schon lange Zeit. Und er wusste von ihr über ihr Buch zu dem japanischen Künstler Katsushika Hokusai und welche Rolle er und sein Werk für Philipp Franz von Siebold spielte, einen Arzt, der in Japan wirkte und einerseits dafür sorgte, dass westeuropäische Einflüsse nach Japan gelangen konnten, wie er auch erreichte, dass der Westen mehr über Japan erfuhr, als das, was durch die lange Isolation des Landes gegenüber dem Westen bedingt nur ab und zu mal durchsickern konnte.
Der Weigand. Der hat auch gewusst, dass ich mich mit Ikebana, der japanischen Blumenkunst, beschäftigt habe. Klar, Ikebana war das Thema meines ersten Buches, der Beginn meines Verlages. Und Ikebana war dafür verantwortlich, dass mich die japanische Kultur nicht total in ihren Bann gezogen hat, aber auf mich eine durchaus Interesse hervorrufende Wirkung hat.
Langer Rede kurzer Sinn: Dem Weigand fiel es leicht, mich von diesem Buch zu überzeugen. Japan passt mir in den Kram. Bildkünstler passen mir auch in den Kram. Hokusais »große Welle vor Kanagawa« kenne ich natürlich auch schon lange (es dürfte sich dabei um das Bild eines japanischen Künstlers handeln, das von allen Bildern solchen Ursprungs am verbreitetsten ist).
Gut. Ich habe das Buch also gemacht. Es hat Spaß gemacht. Es hat mich neue Dinge über Japan, japanische Kunst und japanische Geschichte gelehrt. Und ich hoffe – nicht zuletzt für die Autorin, die sich über so manche Schwierigkeiten im Kontakt mit der sogenannten wissenschaftlichen Welt ärgern durfte und vermutlich immer noch darf –, dass das Buch ein Erfolg wird, der meinen Ikebana-Büchern im Vergleich angemessen ist.
Aber schuld ist der Weigand.
Echt jetzt.

Roadmovie auf Papier
Ich mag Roadmovies. Die haben etwas Geradliniges. Selbst, wenn die Handlung Kurven und Schnörkel macht, hat man doch den Eindruck, es ginge immer geradeaus, auf ein einziges Ziel zu. Oder auch nicht. Manchmal scheint ein Ziel zu fehlen. Und doch … Immer geradeaus …
Immer geradeaus geht es auch in Wolf Wellings »Wanderer«. In der Handlung der Geschichte geht es um ein Ziel – jeden Abend muss die Gruppe Wanderer auf einer unbekannten, etwas seltsamen Welt einen Punkt erreichen, an dem es Nahrung und Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Und am nächsten Tag geht es weiter – ohne Ziel. Sic!
Was die Geschichte zu einem Roadmovie macht, sind die Figuren, die aus dem täglichen Trott ausbrechen und versuchen, herauszufinden, was sich da eigentlich abspielt.
Interessanterweise spielt die Frage, wie und wieso die Menschen auf diesen Planeten geschafft wurden, nur eine sehr untergeordnete Rolle. Künstler scheinen sie alle zu sein, alle aus der gleichen Gegend. Ein bisschen wie ein Versuch mit Ratten und Mäusen … Aber das bleibt unklar, und darum geht es auch gar nicht.

[VDS] Infobrief vom 09.07.2023
Zu den Texten im Infobrief geht es hier.
Das Inhaltsverzeichnis:
1. Presseschau
• Technik ersetzt Fremdsprache
• Englisch in der Grundschule
• Zunahme von Entwicklungsstörungen
• Streit um die Mohrenstraße
• Schweizer Mehrsprachigkeit
• Durch Füllwörter entlarvt
2. Gendersprache
• „Ich war’s nicht!“
• Theater umgeht Genderverbot
3. Sprachspiele: Unser Deutsch
• handwerklich
4. Kultur
• Kulturpreis für Naturwissenschaftlerin
• VHS Traunstein unterstützt Analphabeten
5. Berichte
• Peer Gynt im Kölner Horizont-Theater
6. Denglisch
• Mehr Niederländisch in den Niederlanden
• Nobelpreisträger warnt vor Englisch-Übermacht
7. Kommentar
• Sexistisch oder rassistisch
8. Termine