12 Nudeln für Malta

Sie mag Malta. Naja, das ist untertrieben. Wer weit über sechzig Mal die kleine Inselrepublik südlich von Sizilien besucht hat, ist süchtig nach Malta. Aber sie mag Malta. Sie mag auch Nudeln. Und sie mag Malen. Und da sie auch noch über ein gerüttelt Maß an Humor verfügt, haben wir gemeinsam ein lustiges Buch mit lustigen Bildern und zwölf einfachen Nudelrezepten mit maltesischem Flair gemacht. Und es gibt keinen Grund, sich vor allzu fremdartiger Küche zu fürchten – immerhin essen wir Deutsche auch Chinesisches, Indisches, Thailändisches und sogar Fastfood aus den USA. Die maltesische Küche ist mediterran, mit erkennbaren Einflüssen aus Italien und – wenigstens was das Frühstück angeht – Großbritannien, dazu ein Hauch Arabien. Aber die Nudelgerichte als solche stellen eine wunderbare Basis dar, auch dem letzten Deutschen, der keine mediterrane Küche kennt, den Geschmack der Inseln nahezubringen.

Anke Jablinski ist die Autorin des kleinen Buches – und sie hat auch die Malereien zu den Nudelgerichten abgeliefert. Eine kleine, feine Sache, die sich auch ausgezeichnet als Geschenk eignet.

Jablinski, Anke, MALTA-NUDEL. Zwölf einfache Gerichte

Das Buch zeigt auch noch etwas ganz anderes. Denn das System in Deutschland, das sich Selfpublisher zunutze machen und das auch von Verlagen – wie dem meinen – genutzt wird, ist nicht perfekt, ganz im Gegenteil. Denn dieses simple Hardcover, 210 x 210 mm groß, mit nur 44 Seiten Umfang, lässt sich im Print-on-Demand-Verfahren nicht auf den Markt bringen.
PoD nutze ich, um meine Bücher über Internetbuchhändler wie Amazon, Thalia, Hugendubel etc. verfügbar zu machen. Auch erlaubt Bookwire, der Partner, den ich nutze, die Verfügbarkeit der Bücher im Barsortiment, dem Großhandel (mit dem ich direkt nichts zu tun haben möchte, weil ich mir das schon finanziell nicht leisten kann).
Aber siehe da, über Bookwire geht das mit diesem Büchlein nicht. Bookwire hat für Hardcover nur einen Partner – immerhin, denn im PoD-Bereich ist das extrem selten. Der Partner ist der Barsortimenter Umbreit gemeinsam mit der Großdruckerei CPI, die hier im nordfriesischen Leck zu finden ist. Und die können Hardcover erst ab einem Umfang von 100 Seiten (bei geradem Buchrücken; ist er rund, sind es sogar mindestens 200 Seiten).
Und so wird das kleine Buch mit dem großen Format, aber dem geringen Umfang nur beim Verlag, beim gut sortierten und der Nutzung des VLB fähigen Buchhandel und bei Amazon im Marketplace (mit den hinlänglich bekannten 3 Euro Aufschlag) zu bekommen sein.
Schade. Aber nicht zu ändern.

Widerstand ist zwecklos

Es gibt scheinbar keinen Zusammenhang zwischen diesem Werbeslogan für Sheba-Katzenfutter und den Bilderbüchern von Gabriele Behrend, die ich verlege. Oder vielleicht doch. Auch bei Gabis Büchern ist irgendwie jeder Widerstand zwecklos. Jedenfalls bei den Bilderbüchern.
Die Zielgruppe ist irgendwie unklar. Die Inhalte laufen nicht immer rund, wenn man dem einen oder anderen Kritiker glaubt (aber er glaubt denen schon?). Irgendeinen Meckerpunkt findet irgendjemand immer. Das liegt daran, dass dieser Irgendjemand Gabi nicht kennt.
Ich kenne sie hinreichend gut, um nicht nur ihre SF-Geschichten zu veröffentlichen, sondern eben auch diese Bilderbücher. Ich finde sie knuffig, die Texte nudelig, sie in die Hand zu nehmen, hat etwas Nettes, Samtiges, etwas Anrührendes. Es mag sein, dass die Bilderbücher nur vermeintlich auch Kinderbücher sind. Vielleicht sind sie es wirklich nicht. Aber das erscheint mir irgendwie … unerheblich.

Ich bin Kleinverleger. Ich kann es mir leisten, Dinge zu tun, die ich tun möchte. Ich kann es mir leisten, Bücher zu veröffentlichen, weil sie mir gefallen. Wenn anderen Menschen solche Bücher nicht gefallen, sollten diese Menschen sich vielleicht mal Gedanken machen, warum ihnen so viele Dinge nicht gefallen – und warum es so wenige Dinge gibt, die sie mögen. Einfach so.
Ich jedenfalls weiß, was ich mag. Gabis Bücher zum Beispiel.